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Geschrieben von Meinhard am 23.11.2016 um 11:19:

 

Hallo kartenhai,

es gibt ja von dieser Marke "Fälschungen". Hast Du Info wie diese ausschauen oder zumindest einen "Link" , wo diese Fäschungen - unterschiede - beschrieben sind..

Schöne Grüße, Meinhard



Geschrieben von kartenhai am 23.11.2016 um 14:50:

 

@ Meinhard:

Leider habe ich dazu nichts im Netz gefunden, nur den bekannten Hinweis eines Händlers, in dem aber auch keine falschen gezeigt werden:

http://briefmarken-stari.at/index.php?page=product&info=2494

Gruß kartenhai



Geschrieben von Meinhard am 23.11.2016 um 16:02:

 

Danke Dir für die Info.

Schönen Gruß, Meinhard



Geschrieben von kartenhai am 23.11.2016 um 17:08:

 

Im Hintergrund dieser Marke ist ja immer schwach der Abdruck einer Hand mit 5 Fingern zu sehen. Könnte mir vorstellen, daß der bei einer Fälschung vielleicht fehlt. Wenn jemand eine Dalai-Lama-Fälschung bei Ebay mal sieht, kann er sie hier mal einstellen.

Gruß kartenhai



Geschrieben von kartenhai am 11.02.2017 um 12:08:

  Dalai Lama vermutlich Fälschung

Und schon ist eine Fälschung der Dalai-Lama-Marke aufgetaucht, aufgrund des erzielten Preises und dem Hinweis des Verkäufers: "Echtheit nicht bestimmt" gehe ich stark davon aus. Besonders wenn man die unregelmäßigen Eckzähne betrachtet und mit den regelmäßigen Eckzähnen einer echten Marke vergleicht.

Den Abdruck einer Hand mit 5 Fingern, die man ansonsten bei echten Marken im Hintergrund sieht, kann man hier nicht erkennen, wenn die Marke echt wäre, hätte sie auch ein Prüfattest dabei. Trotz dieser Kriterien bezahlte der Höchstbieter von 8 Interessenten den stolzen Preis von 53,- EUR in diesem Monat. Was er wohl mit diesem wertlosen Stück Marke vorhat?

http://www.ebay.de/itm/Osterreich-Michel-IX-nicht-ausgegebene-Marke-DALAI-LAMA-/302208490566?hash=item465d079c46%3Ag%3AzpsAAOSwUKxYjJul&nma=true&si=KricqTziFz25IwsNgv%252BPbW84e3U%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

Rechts daneben noch ein echter Dalai Lama mit Attest, der im Dezember 2016 für immerhin 881,- EUR den Besitzer wechselte:

http://www.ebay.de/itm/Osterreich-2005-034-Dalai-Lama-034-unverausgabt-RAR-Attest-mit-Rand-/192059066033?hash=item2cb79cc6b1%3Ag%3AcIEAAOSwB09YQstW&nma=true&si=KricqTziFz25IwsNgv%252BPbW84e3U%253D&orig_cvip=true&rt=nc&_trksid=p2047675.l2557

Gruß kartenhai



Geschrieben von kartenhai am 24.02.2017 um 12:32:

  Dalai Lama ohne Gummi

Bei Ebay gerade eingestellt: Ein unverausgabter Dalai Lama aus Österreich ohne Gummi. Artikelzustand: Neuwertig.

Ist die Bezeichnung neuwertig jetzt eine Umschreibung für falsch?

Hat die Originalmarke überhaupt einen Gummi oder nicht?

Das Original kostet normalerweise so um die 1.000,- Euro, die Marke hier ist gerade mal bei 15,50 EUR angelangt und läuft noch 2 Tage lang. Mal sehen, was sie bringt.

http://www.ebay.de/itm/DALAI-LAMA-/252778245816?hash=item3adac1eeb8:g:-7cAAOSw4CFYpgrC

Ohne Attest ist das für mich eine Fälschung! Ja / Ok

Gruß kartenhai



Geschrieben von robertoli am 24.02.2017 um 13:14:

 

Hallo kartenhai!

Die Marke ist falsch! Schon die falsche Zähnung verrät es. Da der Verkäufer die Marke als Echt beschrieben hat, hat der Käufer beste Chancen auf Erfüllung zu klagen. Dann hat der Verkäufer eine echte Marke zu liefern; die erheblich viel kosten wird, und darüberhinaus wird er die Gerichtskosten tragen müssen.

Was kann man sagen? Gut so!



Geschrieben von linos203 am 24.02.2017 um 14:21:

 

Zitat:
... hat der Käufer beste Chancen auf Erfüllung zu klagen.


Das ist aber nur von Erfolg gekrönt, wenn der Verkäufer auch eine echte Marke besitzt. Solche erfüllungsklagen sind oder waren nur erfolgreich, wenn der Verkäufer auch die Ware besitzt, die er anbietet.



Geschrieben von robertoli am 24.02.2017 um 14:35:

 

Ich glaube, er muß die Marke nicht besitzen, sondern wird nur eine echte besorgen müssen.

Mit seinen 2.891 Verkäuferbewertungen kann er sich nicht darauf berufen, dass er ein Laie sei und sich damit nicht auskenne.

In letzter Zeit hat er unzählige Männermagazine verkauft, die er wahrscheinlich vorher selber hatte blättern müssen (wegen Qualitätskontrolle) und damit Tomaten in Augen bekommen hat. Vorher aber unzählige Briefmarken verkauft, somit kein Laie.



Geschrieben von linos203 am 24.02.2017 um 15:08:

 

Zitat:
Original von robertoli
Ich glaube, er muß die Marke nicht besitzen, sondern wird nur eine echte besorgen müssen.


Dann kannst du mir sicher ein Gerichtsfall dafür zeigen.

Ich kenne z.B. den Fall, jemand hat ein KFZ verkauft, dieses wurde aber bei ebay für einen lächerlichen geringen Betrag verkauft. Daraufhin hat der Verkäufer sich daraufberufen, der Artikel stehe nicht mehr zur Verfügung und hat ihn anschließend zu einem vernünftigen Preis verkauft. Der ersteigerer hat daraufhin geklagt und bekam nicht einen Ersatz sondern vielmehr den entsprechenden Wert, welcher dem Verkaufspreis entsprach.

Das heißt also das KFZ war auf alle Fälle da! Bei der Briefmarke ist das aber nicht der Fall (zumindest vermute ich es) und da wirst du keineswegs auf Erfüllung pochen können.



Geschrieben von robertoli am 24.02.2017 um 16:46:

 

@linos203:

ich habe ja damit gemeint, dass der Verkäufer so oder so eine echte Marke als Ersatz (Verkehrswert) bezahlen wird müssen.

Falls es zum Gericht kommt, dann die Gerichts- und Anwaltskosten dazu.

Er muß hoffen, dass seine Auktion ungefähr 1.000 Euro Endpreis erreicht, womit er einen Ersatz besorgen kann.



Geschrieben von linos203 am 24.02.2017 um 17:15:

 

Zitat:
Original von robertoli
@linos203:

ich habe ja damit gemeint, dass der Verkäufer so oder so eine echte Marke als Ersatz (Verkehrswert) bezahlen wird müssen.

Falls es zum Gericht kommt, dann die Gerichts- und Anwaltskosten dazu.

Er muß hoffen, dass seine Auktion ungefähr 1.000 Euro Endpreis erreicht, womit er einen Ersatz besorgen kann.

Da er eine echte Dalai Lama Marke nicht besitzt wird er nie eine echte Marke liefern müssen, das gibt das Deutsche Recht garnicht her. er kann nur dazu gezwungen werden, wenn er auch wirklich eine besaß zum Zeitpunkt der Erstellung des Angebotes.



Geschrieben von robertoli am 24.02.2017 um 18:36:

 

Ob er eine echte Dalai Lama Marke besitzt oder nicht, ist gar nicht relevant.

Er hat eine echte Dalai Lama Marke (so ist seine Artikelbeschreibung - Echtheit: Echt) zum Kauf angeboten. Egal wie der Endpreis wird, wird er, falls (und da bin ich mir 100% sicher) der Käufer verlangt, eine echte Marke liefern wird müssen.

Falls er das nicht tut, dann landet er vor dem Kadi und das Ganze wird ihn doppelt oder dreifach höher kosten als eine echte Dalai Lama Marke.

Vor dem Gericht gilt nur die Angebotsbeschreibung, dass er eine echte Marke verkauft (!) und dafür den Kaufpreis bekommen hat. Daher wird er auch diesen Vertrag, der mit dem Auktionsende zustande kommt, auch auf Punkt und Strich erfüllen müssen.



Geschrieben von linos203 am 24.02.2017 um 19:09:

 

Zitat:
Original von robertoli
Ob er eine echte Dalai Lama Marke besitzt oder nicht, ist gar nicht relevant.


Genau, das ist eben schon relevant.

Ich kann einen Vertrag nur erfülllen, wenn die Ware vorhanden ist. Ein Vertrag über eine Ware die es nicht gibt, ist nicht rechtsgültig, der Käufer hat nur Anspruch auf Erstattung der Vertragsbedingungen, sprich erstattung des Kaufpreises.



Geschrieben von robertoli am 24.02.2017 um 19:32:

 

Hallo linos203,

deine Annahme ginge nur bei einem einzigartigen, sprich nicht vorrätigen Artikel, wie etwa eine speziell angefertigte Ware oder Kunststück. Das wäre möglich.

Nur bei diesem Fall, eine Briefmarke, von der schon mehrere echte Stücke existieren und erwerbbar sind, gilt deine Annahme nicht.

Hier kann der Käufer ganz gut auf Erfüllung, also auf die Leferung einer echten Marke klagen, da Ersatz leicht zu beschaffen ist. Und die Lieferung einer echten Marke wäre für den Verkäufer die billigste Lösung.



Geschrieben von kartenhai am 03.04.2017 um 15:38:

  Preisnotierung im Mitteleuropa-Katalog 2017

Lt. der neuesten Michel-Rundschau bekommt die österreichische Dalai-Lama-Marke im neuesten Michel-Mitteleuropa-Katalog 2017 endlich einen Katalogpreis, nachdem lange Jahre nur ein -,- als Preis notiert war. Welcher Preis das dann sein wird, verrät die Rundschau allerdings nicht. Man soll sich dann wohl den teuren Katalog dafür kaufen. Augenzwinkern

Wenn jemand diesen Preis sehen sollte bzw. ihn im Online-Katalog erspäht, kann er ihn ja mal hier posten. Müßte wohl so um die 1.000,- EUR sein?

Gruß kartenhai



Geschrieben von Lothar am 03.04.2017 um 17:50:

  RE: Preisnotierung im Mitteleuropa-Katalog 2017

Hallo Kartenhai,

laut Michel online beträgt der Preis 800,00.
Kleinbogen 8000,00

Gruß
Lothar



Geschrieben von kartenhai am 03.04.2017 um 18:04:

  RE: Preisnotierung im Mitteleuropa-Katalog 2017

@ Lothar:

Danke für den Preis. smile

Bei den sonst üblichen Realpreisen von 5 - 10 % vom Katalogpreis werde ich mir dann auch so eine Marke zulegen. Augenzwinkern

Aber dieser Abschlag gilt wohl nur für deutsche Marken. unglücklich

Gruß kartenhai



Geschrieben von Meinhard am 03.04.2017 um 19:20:

  RE: Preisnotierung im Mitteleuropa-Katalog 2017

Zitat:
Original von kartenhai
@ Lothar:

Danke für den Preis. smile

Bei den sonst üblichen Realpreisen von 5 - 10 % vom Katalogpreis werde ich mir dann auch so eine Marke zulegen. Augenzwinkern

Aber dieser Abschlag gilt wohl nur für deutsche Marken. unglücklich

Gruß kartenhai


Hallo Kartenhai,

bei Raritäten außerhalb von Deutschland sind schon mal 100 % und auch mehr zu bezahlen. Haben ja mehr Sammler. Siehe Anhang. Sind sicher seltener.

Schöne Grüße aus Austria, Meinhard



Geschrieben von kartenhai am 04.04.2017 um 11:02:

  Immer noch bei Ebay zu haben

Zur Zeit sind gerade mal 5 unverausgabte Dalai-Lama-Marken von Österreich angeboten, immer als Sofortkäufe und meist mit Preisvorschlag:

http://www.ebay.de/sch/Briefmarken/260/i.html?_from=R40&_nkw=dalai+lama&_sop=3

Die meisten sind von immer den gleichen Händlern, einem österreichischen und einem aus Bad Camberg. Die müssen sich damals in Massen mit diesen Marken eingedeckt haben, aus welchen Quellen auch immer, und verkaufen diese Marken schon jahrelang zu den unterschiedlichsten Preisen. Die teuerste Marke mit Attest kostet 1.550,- EUR, die "billigeren" nur noch um die 1.185,- EUR., wobei die 18 Cent bei 3 Angeboten irgendwie lächerlich erscheinen, wie genau kalkuliert denn dieser Händler?

Wenn man den Michelpreis von aktuell 800,- EUR sieht, immer noch viel zu viel für diese Marke, die ganz am Anfang für 4.500,- EUR + Aufschlag mal versteigert wurde.

In meinem Uralt-Posting vom 6.10.2010 wurde seitens der österreichischen Post vor einem Ankauf des Händlers in Bad Camberg gewarnt mit diesen Worten:

Da es sich um keine frankaturgültige Marke handelt und Ihre Zweifel an der Echtheit sicher ihre Berechtigung haben, kann ich Ihnen nur empfehlen, Abstand vom Kauf des Angebotes des Händlers in Bad Camberg zu nehmen.

Da möchten wohl einige Händler noch schnell eine gute Kasse machen, bevor sich die neue Michel-Notierung bei den Sammlern herumspricht verwirrt

Gruß kartenhai


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