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GB Line engraved Ausgabe |
asmodeus
Super Moderator
   
Dabei seit: 07.07.2005
Wohnort: Paderborn
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Zu den "Line engraved" Ausgaben gehören die Mi.Nr.: 1, 2, 3, 4, 1o, 11, 16, 17, 36 und 37.
Ich werde mich hauptsächlich mich auf die Ausgaben der Mi.Nr.: 1, 2, 3 und 4 beziehen.
Die Marken wurden von der Firma Perkins, Bacon& Patch(von 1852 an: Perkins, Bacon& Co) gedruckt.
Knapp 40 Jahre druckte Perkins Briefmarken für die Post in "Line engraved" und in dieser langen Zeit wurden nur geringe Veränderungen im Design und Wasserzeichen vorgenommen.
Am 6. Mai 1840 erschien die "Penny Black" und am 8. Mai die "Two Pence Blue". Die Two Pence gibt es auch vom 6. Mai, aber durch Herstellungsproblemen, erschien sie erst am 8. Mai 1840.
Die Marken wurden auf handgeschöpften Wasserzeichenpapier gedruckt.
Die ersten Ausgaben hatten vier kleine Eckkästchen. Die oberen Ecken sind mit einem "weißen Kreuzornament" und einem "farbigen Stern" ausgefüllt.

Die unteren Ecken Ecken sind mit Kontrollbuchstaben (Roman Type) ausgefüllt. Diese Buchstabenkombination gibt das Feld der Briefmarke an: AA, AB, AC.... AL.
BA, BB, BC.... BL
und das geht weiter bis:
TA, TB, TC.... TL
Feld AA ist Feld 1.
Diese Kontrollbuchstaben variieren und wurden in vier verschiedene Typen eingeteilt.
Die Kontrollbuchstaben Typ I findet man auf der Mi.Nr.: 1,2,3 und 4.
Spätere Platten der Mi.Nr.: 3 wurden geringfügig verändert und weisen Alphabet- Typ II auf.

Es gibt zwei Kopftypen: Kopf- Type I und II

Mi.Nr.: 1-4 weisen Kopf- Type I auf.
Die One Penny Black(Mi.Nr.: 1) wurde durch eine andere Farbe geändert. Das ist die Geburtsstunde der One Penny Red(Mi.Nr.: 3)
Auch die Mi.Nr. 2 (Two Pence) wurde drastisch verändert.
Eine sehr auffällige Veränderung, ist das hinzufügen von weißen Balken unter "Postage" und über "Two Pence"-- Mi.Nr.4 wurde geschaffen.
Dieses Merkmal ist sehr wichtig, um Mi.Nr. 2 von der Mi.Nr. 4 zu unterscheiden!

PLATTEN
Mi.Nr.: 1-4 wurden von vielen verschiedenen Platten gedruckt. Man kann die Marken zu den verschiedenen Platten zuordnen, da diese verschiedene Merkmale besitzen.
Mi.Nr.: 1 wurde von 12 Platten gedruckt
Mi.Nr.: 2 wurde von 2 Platten gedruckt
Mi.Nr.: 3 wurde insgesamt von 151 Platten gedruckt, davon 7 Platten von den Platten der Mi.Nr.: 1; 98 Platten in Alphabet Typ I und 46 Platten in Alphabet Typ II
Mi.Nr.: 4 wurde von 2 Platten gedruckt.
Wie man schon sieht, ist die Mi.Nr.: 3 die aufwendigste zum Plattieren. Durch die Farbänderung von schwarz auf rotbraun, wurden noch die Platten der Mi.Nr. 1 benutzt. Diese kann man gut plattieren.
Bei den restlichen Platten wird es etwas schieriger und man kann sich dann nur noch an Merkmalen orientieren.
ALLGEMEINE GRUNDMERKMALE FÜR DAS PLATTIEREN
1. Die Ecksterne
Bei einigen Platten variieren die Ecksterne. Diese Variationen nennt man "Ray flaws"- Strahlen- Fehler.



2.Alphabet
Bei den Mi.Nr.: 1, 2, 3, 4 wurde Alphabet Typ I benutzt.
Bei den späteren Platten der Mi.Nr.: 3 wurden die Marken mit der Alpha- Type II gedruckt.
Weiterhin wird der Randabstand der Buchstaben gemessen. Computerprogramm: "Fisher- Brown Plating Gauge" Trotzdem eine nervenauftreibende Aufgabe....!
3. "Guide lines" und "Guide dots"
Vor der Markenbildübertragung des Markenbildes mittels eines sog. "Transfers Rollers" auf die ungehärtete Stahlplatte, wurden Hilfslinien (Guide lines) und Hilfspunkte (Guide dots) in die Platte eingeritzt. Damit sollten die Markenbilder ausgerichtet werden und die Abstände dazwischen eingehalten werden. Diese Linien und Punkte wurden anschließend wegpoliert. Manchmal blieben sie erhalten und wurden beim Druck sichtbar.
- Guide lines:
Es gibt vertikale und horizontale Hilfslinien. Durch das unsachgemäße Einsetzen der Klischees, erschienen die Linien (horizontale und vertikale Guide lines) und Punkte (Guide dots) im Markenbild.


Guide dots erscheinen in der Regel am Ende der Markenreihen in den vertikalen "L" Reihen (in der Regel:im rechtem unteren Kästchen) und bei früheren Platten im Markenbild.

Doppelte Eckbuchstaben
Doppelte Eckbuchstaben sind sog. "Re- entries" (Nachgravur).


Mehrfachprägungen- "Fresh entry" "Re- entry"
Wenn das Markenbild nicht sauber oder schräg auf die Stahlplatte übertragen wurde, dann wurde mit einer neuerlichen Prägung dieser Fehler korrigiert.
Geschah das vor dem Drucken, und damit vor dem Härten der Platte, dann spricht man von einem "Fresh entry".
Wurde ein Markenbild auf einer Platte, die bereits für den Druck eingesetzt war, neuerlich geprägt, dann spricht man von einem "Re- entry".
In beiden Fällen kann es zu Doppelprägungen des Markenbilds kommen(meistens nur Teile).
Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von asmodeus: 03.05.2006 21:40.
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03.05.2006 20:40 |
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asmodeus
Super Moderator
   
Dabei seit: 07.07.2005
Wohnort: Paderborn
Themenstarter
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| RE: GB Line engraved Ausgabe |
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Weitere Merkmale des Plattierens
1. Broken corners and lines
Einige Platten weisen Brüche der Ecken auf. Diese variieren in Größe und Stellung.
Einige Platten weisen Eckbrüche (auch Gaps genannt) auf, die vermutlich schon vor dem Druck vorhanden waren- siehe Vorgang bei "Fresh entry"!
Durch diese Brüche, kann man einige Platten bestimmen
Hier ein dreifacher Bruch der oberen Linie des rechten oberen Sternenkästchens:

Hier fehlt die komplette Linie und links ist eine vertikale Führungslinie (Guide line):

2. Extended Frame Lines- Verlängerte Rahmenlinien
Sie entstanden durch unsauberes Nachschneiden (z.B.: Eckbrüche) während der Retusche. Dadurch entstanden beim Drucken verlängerte Linien

3. Schwache Randlinien- Weak Frame
Ein weiteres Merkmal für das Plattieren, sind schwache Randlinien.

4. "J" Flaws- "J" Fehler 
5. Retuschierte bzw. nachgeschnittene Buchstaben
Nachgeschnittene Serifen oder auch komplette nachgeschnittene, veränderte Buchstaben sind gute Anhaltspunkte für das Plattieren.
Bei komplett nachgeschnittenen Buchstaben sind diese öfters vollkommen im Aussehen verändert.

6. Check Letters - "Kontroll" Buchstaben
Bei einigen Platten gibt es bestimmte Buchstaben- "Formen".
Z.B.: Mi.Nr.: 3: waren alle "J" der Platten 12- 77 (bis auf wenige Ausnahmen) unten eckig. Ab Platte 77 waren sie unten rund. Vergleiche Bild:

7. Stempel
Ein weiteres Merkmal für das Plattieren ist der Malteserkreuz- Stempel. Frühe Platten der Mi.Nr.: 3- Platten 12- 36 weisen nur den Malteser Stempel auf. Platte 37- 45 kann Malteser- oder auch Nummerstempel aufweisen. Ab Platte 46 nur Nummerstempel- wenige Ausnahmen gibt es, wo man Malteser auf spätere Platten findet.
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14.07.2007 22:37 |
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Literatur (55)
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Pitti
aktives Mitglied

Dabei seit: 30.06.2007
Wohnort: Norddeutschland
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Danke asmodeus,
ich habe mir, da ich vorerst noch keine Spezailliteratur zur Verfügung habe, deine wertvollen Tipps abgespeichert.
(Darf man das überhaupt, sollte ich dann an dieser Stelle einmal vorsichtig fragen?)
Liebe Grüße
Pitti
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15.07.2007 10:16 |
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jojo30
erfahrenes Mitglied
 

Dabei seit: 01.03.2007
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Hi!
Habe diese One Penny Black bekommen! Kann mir jemand sagen, ob sie echt ist und vielleicht auch sagen, um welchen Typ es sich handelt? Wie kann man denn den Zustand einschätzen, da sie leicht angeschnitten ist?
Thanks
jojo30
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28.07.2007 15:16 |
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asmodeus
Super Moderator
   
Dabei seit: 07.07.2005
Wohnort: Paderborn
Themenstarter
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Echt ist sie, aber Platte kann man nicht mal eben so am Bildschirm bestimmen- große Auffälligkeiten hat sie nicht. Werde aber mal schauen.
Eine akzeptable Erhaltung- nicht perfekt, aber sammelwürdig!
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28.07.2007 15:29 |
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penny
aktives Mitglied


Dabei seit: 26.05.2007
Wohnort: Köln
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Ich habe aus dem Buch: The Plating of the Penny Black, von Charles Nissen, den Fototafeln, die Platten des Buchstaben T K, gescannt.
Damit kann man die Platte nur selten eindeutig bestimmen, man kann aber u.U. gewissen Platten ausschließen oder eingrenzen.
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28.07.2007 20:18 |
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asmodeus
Super Moderator
   
Dabei seit: 07.07.2005
Wohnort: Paderborn
Themenstarter
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Vorsichtig getippt: Platte 6. Stellung der Alphas: T: Leicht erhöht na. rechts; K= Hoch, nach links versetzt.
Platte 7,8,9,10 und 11 schließe ich ganz aus. Platte 5 auch, da kein guide dot und guide line unter K. Plattte 1a, 1b und 2 auch nicht- Marke hat keine Ray flaws. Platte 3 und 4 haben bestimmte Auffälligkeiten, die die Marke nicht hat.
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28.07.2007 23:24 |
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lisa
neues Mitglied
Dabei seit: 13.08.2007
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wieviel bekommt man denn für so eine twopence briefmarke?
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13.08.2007 20:21 |
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Nimrod
Super Moderator
   

Dabei seit: 20.05.2005
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Kommt darauf an, welche twopence Du meinst und wie die Qualität ist.
Dann hängt es auch davon ab, wo Du sie kaufst / verkaufst. Beispielsweise liegt mir hier ein Verkaufskatalog von Stanley Gibbons vor, wo vier Stück GB MiNr. 2 in vollrandiger guter Qualität mit sauberem 3/4 MC Abschlag um jeweils ca 700 bis 850 Pfund angeboten werden. Unwesentlich schlechtere Qualität um 375 Pfund.
Ausserhalb von GB bekommt man die GB Nr. 2 in ähnlicher Qualität um ca. 250 bis 400 Euro angeboten. Wenn die Marke mangelhaft ist (also vielleicht an einer Seite tangiert), dann bekommt man sie oft um 100 bis 250 Euro. Schlechtere Qualität gibt es auch darunter, aber selbst für Knochen werden oft noch 25 bis 30 Euro bezahlt.
Die Preise für GB Klassik-Marken sind seit ein paar Jahren massiv angestiegen und ein Ende ist noch nicht absehbar. Die GB MiNr. 2 ist zudem um ein Vielfaches seltener als die eh schon sehr teure GB Nr. 1 (natürlich abhängig von der Platte). Möglicherweise wird sich der Preisabstand der Nr. 2 zur durchschnittlichen Nr. 1 noch vergrößern.
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13.08.2007 20:58 |
Literatur (39)
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lisa
neues Mitglied
Dabei seit: 13.08.2007
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ok ich denke ich habe so eine blaue two pence mit weisen streifen. Sie hat unten die buchstaben d un h und das habe ich in keiner beschreibung bisher gesehen. ist das ein gutes oder schlechtes zeichen?
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14.08.2007 11:09 |
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lisa
neues Mitglied
Dabei seit: 13.08.2007
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ja nr. 4 und nummernstempel und unten die Kombination D und H
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14.08.2007 11:34 |
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Gagrakacka unregistriert
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@lisa:
Ein Bild sagt mehr wie tausend Worte (Scan mit 600DPI, Vorder- und Rückseite, die Qualität spielt eine grosse Rolle beim Wert).
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gagrakacka: 14.08.2007 11:38.
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14.08.2007 11:36 |
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