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Zum Ende der Seite springen Schleswig-Holstein
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DKKW DKKW ist männlich
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Schleswig-Holstein
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Hallo zusammen,

nach längerer Zeit habe ich mal wieder einen Vorphila-Brief aus Schleswig-Holstein erworben.

Es handelt sich hierbei um einen Wertbrief mit 4 Schilling Courant aus Reinbek an das Armencollegium in Neumünster vom 2.3.1850 (die 2 im Datum ist handschriftlich ergänzt).

Das Siegel auf der Briefrückseite ist sehr unklar, ich meine aber oben die Buchstaben ..itta.. entziffern zu können, vermutlich das Gemeindesiegel von Trittau.

Das Porto gibt mir ein kleines Rätsel auf, es scheint mir nicht richtig berechnet Der Brief stammt aus der Zeit der 1. schleswig-holsteinischen Landespost und ist dort der 1. Portoperiode (1.1.1849 bis 31.12.1850) zuzuordnen. Laut einer mir als Scan vorliegenden Portotaxe dieser Portoperiode betrug das Porto für einen einfachen Brief von Reinbek nach Neumünster 2 Sch. Crt. (Entfernung 5 - 10 Meilen). Oben rechts hat der Postbeamte seine Portorechnung geschrieben. 2 1/8 Loth = 4 Sch. - Das ist nach meinen Informationen nicht korrekt denn 4 Schilling Crt. waren das Porto für Brief bis 2 Loth Gewicht. Bei 2 1/8 Loth wären 6 Schilling Crt. Porto fällig gewesen. Hinzu kommt 1 Schilling Crt für Wertsendungen bis 200 Mark Courant. Die vom Postbeamten errechneten 5 Schilling sind mit Blaustift in der Mitte unten angeschrieben.
Oben links finden wir den Aufkleber mit der Sendungsnummer 230. Diese Aufkleber der Fahrpost bestanden aus zwei Teilen, der kleinere Teil kam auf den Begleitbrief, der größere auf das Paket. Hier gab es kein zugehöriges Paket, der größere Abschnitt " 230 / aus Reinbek" wurde auf die Rückseite geklebt. So etwas habe ich bislang auch nicht gesehen.

Viele Grüße
DKKW

Dateianhänge:
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03.09.2016 12:40 DKKW ist offline E-Mail an DKKW senden Beiträge von DKKW suchen Nehmen Sie DKKW in Ihre Freundesliste auf
Nordlicht Nordlicht ist männlich
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Hallo DKKW,

ganz toller Brief!
Den hätte ich auch genommen ;-)

Als Fahrpostsendung war nicht direkt die Brieftaxe anzuwenden, sondern das Gewicht des Pakets war entscheidend:
"Die Päckereitaxe beträgt für die erste Entfernungsklasse bei einem Gewicht bis 2 Pfd. das Doppelte der einfachen Brieftaxe mit 2 ßl., ..."

Da die Versendung in der 2.Entfernungsklasse lag, galt das 2-fache der 1.Klasse, d.h. 4 Schilling als Gewichtstaxe.

Viele Grüße
nordlicht
03.09.2016 17:17 Nordlicht ist offline E-Mail an Nordlicht senden Beiträge von Nordlicht suchen Nehmen Sie Nordlicht in Ihre Freundesliste auf
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DKKW DKKW ist männlich
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RE: Schleswig-Holstein
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Hallo nordlicht,

stimmt, ich sah den Brief und dachte mir sofort. "den unbedingt haben wollen, ja, JA, JA. Ich habe ihn dann sogar zum Ausruf (DKK 250) ersteigern können.


Vielen Dank für Deine Erklärung der (richtigen) Taxierung. Ist natürlich besser, wenn ein Beleg korrekt taxiert ist. Hast Du die Quellen? Würde mich freuen, wenn Du sie mir gegebenenfalls in Kopie zur Verfügung stellen würdest.

Viele Grüße
DKKW
04.09.2016 20:35 DKKW ist offline E-Mail an DKKW senden Beiträge von DKKW suchen Nehmen Sie DKKW in Ihre Freundesliste auf
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Postvereinsbrief nach Württemberg, 1850
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Hallo zusammen,

nach einem dreiviertel Jahr kann ich hier endlich mal wieder einen Beleg einstellen. Erklären kann ich ihn leider nicht.

Es handelt sich um einen Brief von Carl Nisir aus Altona an seine Eltern in Backnang vom 18. September 1850.

Der erste Satz des Briefes ist bezeichnend und ich weiss nicht ob ihn seine Eltern mit Begeisterung aufgenommen haben:

"Liebe Eltern,
da ich nun ihn (sic!) Altona nicht Bürger und Meister werden kann haben wir uns entschlossen nach Amerika zu gehen."

Der Brief wurde also am 18.9.1850 in Altona geschrieben und am gleichen Tag dem Postamt Altona übergeben. Der Brief wurde taggleich in Altona abgefertigt und an das Th & T Postamt in Hamburg weitergeleitet. Der Transitstempel des Th & T Postamts Hamburg ist ebenfalls vom 18.9.1850. Rückseitig ist der Ankunftstempel von Backnang vom 28.Sept. 1850 abgeschlagen. Immerhin 11 Tage Beförderungszeit.

Relativ schwach sind die Ziffern 20 / 4 auf der Vorderseite zu erkennen. Ebenso die 24.

Ich kann mir diese Taxierungen nicht erklären. Die aufständische schleswig-holsteinische Regierung war am 1.7.1850 dem DÖPV beigetreten. Gemäß Amtsblatt vom 31 .Juli 1850 kostete ein Portobrief in den DÖPV bei über 20 Meilen Entfernung (beim Kgr. Württemberg auf jeden Fall gegeben) 6 Schilling. Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen Taxierung und DÖPV-Porto.

Vielleicht kann mir ein Württemberg- bzw. DÖPV-Spezialist weiterhelfen.

Viele Grüße
DKKW

Dateianhänge:
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DKKW: 28.07.2017 21:36.

28.07.2017 21:34 DKKW ist offline E-Mail an DKKW senden Beiträge von DKKW suchen Nehmen Sie DKKW in Ihre Freundesliste auf
Nordlicht Nordlicht ist männlich
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Hallo DKKW,

ein interessanter Brief, denn zu dieser Zeit war Württemberg noch nicht im Postverein!

Daher taxierte m.E. Thurn&Taxis 20 Kreuzer bis zur Grenze von Württemberg, wo dann noch 4 Kreuzer bis zum Bestimmungsort dazu kamen.

Viele Grüße
nordlicht
29.07.2017 16:32 Nordlicht ist offline E-Mail an Nordlicht senden Beiträge von Nordlicht suchen Nehmen Sie Nordlicht in Ihre Freundesliste auf
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kartenhai kartenhai ist männlich
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Habe den Brief mal übersetzt, so gut ich konnte, der Entschluß zur Auswanderung nach Amerika wird wohl für die Eltern damals sehr plötzlich und unerwartet gekommen sein. Der Sohn war sehr großzügig, weil er die Hälfte seines Vermögens den Eltern hinterließ:

Liebe Eltern,
da ich nun in Altona nicht Bürger und Meister werden kann, so haben wir uns entschlossen, nach Amerika zu gehen. Und wenn der Vatter so gut sein will, und mir meinen Thaufschein schicken, so wäre es mir sehr lieb, weil ich auch erst noch auf dem Schiff will trauen lassen, eh wir abfahren. Und wenn der Vatter so gut sein will, und mir auch bloß die Hälfte von meinem Vermögen schicken will, wenn es möglich zu machen ist, so wäre es mir sehr lieb, weil ich es noch sehr gut zu meiner Reise brauchen kann. Mit dem anderen könnt Ihr dann gerne machen, was Ihr wollt. Ich muß meinen Thaufschein aber längstens bis zum 28. Oktober haben, denn am 1. Oktober (muß wohl richtig 1. November heissen!) fahren wir schon ab nach Newark (New York?).
Meine Braut und mein kleiner Sohn befinden sich recht munter und gesund wie auch ich.
Wir grüßen Euch alle herzlich und sagen Euch ein herzliches Lebewohl.
Euer liebender Sohn Carl Nisir.
Meine Adresse ist Große Fischerstrasse in Altona Hof 37
Altona, den 18. September 1850
Carl Nisir

Gruß kartenhai

__________________

29.07.2017 17:15 kartenhai ist offline Beiträge von kartenhai suchen Nehmen Sie kartenhai in Ihre Freundesliste auf
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RE: Postvereinsbrief nach Württemberg, 1850
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Hallo zusammen,

zunächst einmal herzlichen Dank an Nordlicht für die Erklärung des Portos bzw. der Taxe und an kartenhai für die Übersetzung des Brieftextes.

Ich hatte mir aus Zeitgründen weder die Mühe gemacht, bei der Erklärung des Portos noch bei der Transskription des Textes ins Detail zu gehen und meine Unterlagen zu durchforsten.

Diese Arbeit habt Ihr mir nun dankenswerterweise erspart.

Viele Grüße
DKKW
30.07.2017 20:42 DKKW ist offline E-Mail an DKKW senden Beiträge von DKKW suchen Nehmen Sie DKKW in Ihre Freundesliste auf
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