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Deutsches Briefmarkenforum | Briefmarken & Philatelie » Briefmarken » International » Australien, Ozean.& Antarktis » Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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phoenix phoenix ist männlich
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Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln
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Hallo,

im Jahre 1949 wurde nicht nur Silberhochzeit im englischen Königshaus gefeiert. Auch der Weltpostverein (UPU) feierte den 75.Jahrestag der Gründung. Viele unabhängige Länder und Kolonien feierten dies mit der Ausgabe von Briefmarken und Briefmarkenserien. Auch die Gilbert und Elliceinseln reihten sich hier ein. Es wurden vier Einzelwerte (1d, 2d, 3d, 1/-) ausgegeben, die als Omnibusausgabe für die englischen Kolonien ausgelegt war. Verantwortlich für den Druck zeichneten wiederum zwei Druckereien die da wären Bradbury, Wilkinson & Co. (2d und 3d) sowie Waterlow (1d und 1/-). Bradbury, Wilkinson & Co. bediente sich dabei dem Stichtiefdruck (Markenbild) und Buchdruck (für den Kolonienamen). Gedruckt wurden die Marken in 120-er Bögen (2 Halbögen a 60 Marken) mit jeweils 5 Spalten und 12 Zeilen je Halbbogen. Die Perforation der 2d und 3d - Ausgaben beträgt 11 x 11 1/2. Die Firma Waterlow produzierte die 1d und 1/- - Ausgabe im Stichtiefdruck. Auch hier wurde das Markenbild und der Koloniename, Nominalwert auf getrennten Druckplatten erstellt und in einer Masterplatte vereint. Produziert wurden diese Ausgaben in 60-er Bögen (5 Spalten / 12 Zeilen). Die Perforation der 1d und 1/- - Ausgabe beträgt 13 1/2 x 14. Alle vier Ausgaben wurden auf Papier mit Wasserzeichen 2 gedruckt. Die einzelnen Marken wurden in folgenden Mengen gedruckt (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1d - Auflage 508.200 Stk. (8470 Bögen)
2d - Auflage 415.200 Stk. (3460 Bögen / 6920 Halbbögen)
3d - Auflage 402.600 Stk. (3355 Bögen / 6710 Halbbögen)
1/- - Auflage 296.460 Stk. (4941 Bögen)

Von der 1d - Auflage blieben 360.000 Stk. und von der 2d, 3d und 1/- - Auflage jeweils 240.000 Stk. in England und wurden dort direkt an die Sammler verkauft.
Der Ersttag der Markenausgabe war der 10.10.1949. Drei Monate später am 10.01.1950 wurden die Marken wieder aus dem Verkauf genommen.
Die relativ hohen Auflagen machen den Erwerb der Ausgabe auch heute noch zu günstigen Preisen möglich. Auch Erstagsbriefe und gelaufenes philatelistisch insperiertes Material ist meiner Meinung nach reichlich am Markt vorhanden. Schaut man jedoch einmal genauer auf unterschiedliche Portostufen, Einzel-und Mischfrankaturen sowie seltene Stempelorte ist das Angebot schon deutlich eingeschränkt und muss dann auch gut bezahlt werden. Schnäppchen sind jedoch immer noch drin!
So jetzt ist es Zeit etwas zu zeigen. Die Auswahl fiel mir heute nicht leicht:

1. Da wäre ein Bogenteil (4 x 6 Marken) der 1d - Ausgabe (Bogenunterrand) mit Druckvermerk und Plattennummer 1.

2. Ein Registrierter Erstagsbrief (Cachet) nach Australien mit 1Sh 6d frankiert. Der Brief könnte sogar portogerecht sein (3d Einschreibegebühr / 1/3d Luftpost nach Australien). Ich habe jedoch lediglich den geltenden Luftposttarif von Canton Island nach Australien zur Hand und kann nicht genau sagen ob auf Ocean Island damals der selbe Tarif galt. Eine kleine Notiz oben links "Air Mail via N.Z." könnte suggerieren das der Brief über Canton Island gelaufen ist. Ein Transitstempel auf der Rückseite der eine Klärung bringen könnte fehlt jedoch. Das macht mich ein wenig unsicher. Naja befassen wir uns mit den Stempeln. Wir haben da einen Vernon Typ 34 (Ocean Island / 10.11.1949) und einen R-Stempel (Typ R10 / Ocean Island).

3. Da haben wir einen frankierten R-Brief von Abaiang (nördliche Gilbertinseln) nach England der beidseitig mit Marken bestückt ist (4 x 1d, 2 x 2d, 1 x 3d und 1 x 1/-). Das ergibt 1/11d. Irgendetwas stimmt jedoch nicht mit dieser Rate. Nach altem Tarif wäre es 1d, nach dem damals geltenden Tarif jedoch sogar 11d zu wenig. Irgend jemand hat da wohl geschlafen oder aber der Air Mail-Aufkleber ist Makulatur. Fragen über Fragen. Ach ja der Stempel ist ein Vernon Typ 28 (Abaiang / 23.02.1952).
Außerdem findet sich noch ein R-Stempel Vernon Typ R13 (Abaiang) auf dem Brief und auf der Rückseite ist ein Stempelfragment (wohl R-Transitstempel Sydney) zu finden.

4. Zum Abschluß noch ein R-Brief von Funafuti (Ellice-Inseln) nach Kanada. Das Eckrandstück (Bogennummer 0124) der 1/- - Ausgabe ist zwar nicht portogerecht aber nett anzuschauen. Interessant ist auch der Laufweg von Funafuti nach Suva (Fidschiinseln) per Schiff und dann weiter mit den Flugzeug nach Kanada. Abgeschlagen wurde ein Stempel Vernon Typ 35i (Funafuti / 21.05.1957). Außerdem findet man einen R-Stempel Typ R10 (Funafuti) auf der Vorderseite sowie einen R-Transitstempel (Suva-Fiji / 31.05.1957) und einen R-Eingangsstempel (Toronto / 03.06.1957) auf der Rückseite.

Bis bald phoenix

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03.03.2011 21:40 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Ausgaben der Gilbert und Ellice Inseln
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Hallo,

nach dem Tod König Georg VI im Jahre 1952 wurde 16 Monate später (am 02.06.1953) seine Tochter Elisabeth zur Königin gekrönt. Zur Krönung von Queen Elisabeth II gab es eine Omnibusausgabe für die Kolonien die auch von den Gilbert und Ellice Inseln bedient wurde. Herausgekommen ist eine Einzelausgabe zu 2d mit dem Bildnis der neuen Königin. Als Vorlage für das Bildnis wurde eine Fotografie von Dorothy Wilding genutzt. Die Umsetzung als Briefmarkenentwurf wurde dann von künstlerischen Mitarbeitern der Druckerei Bradbury, Wilkinson bewerkstelligt. Für den Druck wiederum war die Druckerei De La Rue verantwortlich die die Ausagbe im Stichtiefdruck ausführte. Gedruckt wurde auf Papier mit Wasserzeichen 2. Die Perforation gibt der Michelkatalog mit 13 1/2 x 13 an. Ausgeführt wurden die Marken in 60-er Bögen (6 Reihen / 10 Spalten). Die Gesamtauflage der Markenausgabe betrug 750.000 Stück.
Das die Höhe der Auflage etwas optimistisch geplant war, ist daran zu erkennen was tatsächlich an Marken verkauft wurde. So meldeten die Crown Agents 280.624 und die lokalen Post Offices 76.073 verkaufte Marken. Das macht zusammen 356.697 verkaufte Marken (noch nicht mal 50 % der Ausgabe). Was mit den nicht verkauften Marken nach dem Rückzug aus dem Verkauf (31.12.1953) passiert ist kann ich leider nicht sagen. Darüber gibt die Quelle (Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) keine Auskunft. Ersttag der Ausgabe war der Tag der Krönung der 02.06.1953.
So das wären erst einmal die Fakten. Erwerben kann man die Ausgabe heute relativ günstg. Erstagsbriefe sieht man auch häufig. Bedarf kann ich leider keinen zeigen. Da sieht es bei mir noch etwas dünn aus. Also zeige ich heute einmal nur die Einzelmarke und einen Erstagsbrief:

1. Die Einzelmarke zu 2d und ein Eckrandstück (2 x 2 Marken, unten rechts) mit der Plattennummer 1.

2. Einen schönen Erstagsbrief mit Adressangabe. Der ist wohl aber nicht echt gelaufen, da das Porto (2d) nicht ganz ausreichend für einen Brief in die USA war. Normal wären 3d gewesen. Der Stempel ist übrigens ein Vernon Typ 28 (Tarawa - 02.06.1953).

Bis bald phoenix

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10.03.2011 20:56 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

im Jahre 1956, vier Jahre nach dem Tode König Georg VI und drei Jahre nach der Krönung von Königin Elisabeth II wurde die im Jahre 1939 aufgelegte Dauerserien (König Georg VI) durch eine neue Dauerserie mit dem Konterfei der Queen ersetzt. Interessant ist das das Layout der Ausgabe von 1939 übernommen und nur das Kopfbild durch das von Königin Elisabeth II (gekrönt mit der St. Edward Krone) ersetzt wurde. Ein weiterer kleiner Unterschied zur Ausgabe von 1939 ist, daß der 1 1/2d - Wert bei der neuen Ausgabe wegfiel und ein 10/- - Wert neu eingeführt wurde.
Ein kleines interessantes Detail zur 5/- - Ausgabe ist vielleicht noch der Erwähnung wert. Das Motto der Kolonie dargestellt in der Sprache der Gilbertinseln und der Elliceinseln wurde unverändert beibehalten obwohl die Übersetzung "Fürchte Gott, Ehre den König" eher auf den ehemaligen König Georg VI gemünzt war. Man fand dafür jedoch eine Lösung. Die Worte Uea (gilbertesisch) und Tupu (Sprache der Elliceinseln) wurden so interpretiert das sie nicht mehr nur für das Wort König standen sondern eher als Souverän / Herrscher übersetzt wurden. Somit lässt sich das Motto damit unabhängig für König oder Königin nutzen ("Fürchte Gott, Ehre den Souverän / Herrscher"). Ist doch clever oder.
So jetzt aber weiter mit den Details. Wie bei der Ausgabe von 1939 waren auch wieder die drei Druckereien Bradbury-Wilkinson, De La Rue, Waterlow an der Ausführung beteiligt. Gedruckt wurden die Marken in 60-er Bögen auf Papier mit Wasserzeichen 2 (außer Auflage 1965) wobei die Druckereien unterschiedliche Bogenformate (wie auch schon bei der Ausgabe von 1939) nutzten:

- De La Rue (6 Spalten / 10 Zeilen)
- Waterlow (10 Spalten / 6 Zeilen)
- Bradbury - Wilkinson (5 Spalten / 12 Zeilen)

Die Dauerserie wurde von 1956 - 1965 in mehreren Auflagen gedruckt wobei es durch Farbabweichungen, unterschiedlichen Wasserzeichen und Druckereien zu einer Vielzahl von Varianten (um die 20) bei den Marken kam. Das öffnet für den Spezialisten unter den Sammlern natürlich Tür und Tor.
Kommen wir jetzt zu den Details der einzelnen Marken (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1/2d - Auflage 1.731.880 Stück in 5 Auflagen (1956-63) und einer Farbvariante (Bradbury-Wilkinson) / Perforation 11 1/2 x 11
1d - Auflage 948.000 Stück in 4 Auflagen (1956-63) und drei Farbvarianten (Waterlow, De La Rue) / Perforation 12 1/2
2d - Auflage 645.720 Stück in 5 Auflagen (1956-65) und vier Farbvarianten (Bradbury-Wilkinson) und 2 unterschiedlichen Wasserzeichen / Perforation 11 1/2 x 11
2 1/2d - Auflage 305.220 Stück in einer Auflage (1956) und einer Farbvariante (De La Rue) / Perforation 12
3d - Auflage 385.500 Stück in 2 Auflagen (1956-63) und einer Farbvariante (De La Rue) / Perforation 12
5d - Auflage 328.800 Stück in 2 Auflagen (1956-62) und zwei Farbvarianten (Waterlow, De La Rue) / Perforation 12 1/2
6d - Auflage 202.440 Stück in 2 Auflagen (1956-65) und zwei Farbvarianten (Waterlow, De La Rue) und 2 unterschiedlichen Wasserzeichen / Perforation 12 1/2
1/- - Auflage 333.240 Stück in einer Auflage (1956) und einer Farbvariante (De La Rue) / Perforation 12
2/- - Auflage 123.480 Stück in einer Auflage (1956) und einer Farbvariante (De La Rue) / Perforation 12 1/2
2/6d - Auflage 117.720 Stück in einer Auflage (1956) und einer Farbvariante (Bradbury-Wilkinson) / Perforation 11 1/2 x 11
5/- - Auflage 85.560 Stück in 2 Auflagen (1956-57) und einer Farbvariante (Waterlow) / Perforation 12 1/2
10/- - Auflage 60.300 Stück in einer Auflage (1956) und einer Farbvariante (De La Rue) / Perforation 12

Auffällig ist das bei der 1d, 5d und 6d zwei unterschiedliche Druckereien für die verschiedenen Auflagen zuständig waren. Die 2d und die 6d - Ausgabe vollzogen sogar einen Wechsel des Wasserzeichens (Auflage 1965 / wasserzeichen 3). Der Wasserzeichenwechsel wird im Michel durch die Hauptnummern 80 und 81 dokumentiert.
Die neue Ausgabe war endlich wieder eine auf den Bedarf ausgerichtete Briefmarkenausgabe wobei der Sammlermarkt natürlich trotzdem großzügig bedient wurde. Echte und philatelistisch insperierte Belege sind somit nicht selten. Auffällig ist jedoch das Belege mit Marken der Werte 2/6d - 10/- äußerst selten vertreten sind. Auch denke ich das im Gegensatz zur Dauerserie König Georg VI bedingt durch die niedrigeren Auflagen und der kürzeren Nutzung (9 Jahre im Gegensatz zu 17 Jahren bei König Georg VI) einfach weniger Material am Markt ist was die Dokumentation von Portostufen und seltenen Ortsabstempelungen weiter erschwert. Jemand der sich aber in das Thema (Dauerserie Königin Elisabeth II) reinkniet wird denke ich aber auch heute noch immer auf seine Kosten kommen.
Zeit etwas zu zeigen:

1. Da sind zwei Eckränder ( 3 x 2 Marken, recht unten) der 2 1/2d und 3d - Ausgabe mit Plattennummer 1 und Druckvermerk.

2. Ein typischer Inlandbrief von der Oceaninsel nach Betio (Tarawa-Atoll) mit 2d leicht überfrankiert. Der Stempel ist ein Vernon Typ 35 (13.11.1956).

3. Ein Brief nach Neuseeland frankiert mit 3d und 6d (9d - reguläre R-Brief-Rate). Ob der Brief echt gelaufen ist bleibt offen (kein Eingangsstempel, kein R-Stempel). Der Stempel (Vernon 35 / 16.07.1965) von Tabiteuea (südliche Gilbertinseln) ist auf jeden Fall sehenswert.

4. R-Brief in die USA (jedoch nicht portogerecht / 9d ist R-Brief-Rate innerhalb des Commonwealth) mit schöner Mischfrankatur (1/2d, 2 1/2d, 6d). Abgestempelt ist der Brief in Nikunau (südliche Gilbertinseln) mit Typ Vernon 35 (12.07.1965) und R-Stempel (Typ R14 / Nikunau). Auch ein Eingangsstempel (Eatontown N.J. / 27.09.1965) auf der Rückseite ist vorhanden.

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Und noch eine kleine Ergänzung:

5. R-Brief in die USA, frankiert mit 2Sh. Ich denke er ist wohl etwas überfrankiert (R-Brief in die USA 1Sh 1d + 4d zweite Gewichtsstufe). Die Werte (1d, 5d, 6d, 1/-) sind mit einem Vernon Typ 35 (22.08.1965) abgestempelt. Der Stempelort ist Nanumanga (Elliceinseln) und auch nicht gerade häufig. Natürlich auch nicht zu vergessen der R-Stempel (Typ R14 / Nanumanga). Auf der Rückseite findet sich ein Eingangsstempel Lititz PA. (09.09.1965).

6. Ein philatelistisch insperierter Brief von der Canton Insel (Phoenixinseln) in die USA. Hier findet man neun der zwölf Marken (1/2d - 2/-) auf einem Brief vereint. Abgestempelt ist der Brief mit Stempeltyp Vernon 35 (31.10.1956 / Canton Island).

7. Und zum guten Schluß die drei Höchstwerte (2/6d, 5/-, 10/-) in postfrischer Qualität. Diese Werte sind sehr schwer bedarfsgerecht auf Briefen zu finden.

Bis bald phoenix

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Hallo,

nach einer kurzen Pause melde ich mich heute mit einer neuen Briefmarkenausgabe der Gilbert und Ellice Inseln zu Wort. Im Jahre 1960 wurde ein für die Inseln bedeutsames Jubiläum gefeiert. Sechzig Jahre war es her das man mit dem Phosphatabbau auf der Ocean Insel begonnen hatte. Doch wie kam es dazu das auf einer völlig isoliert liegenden Insel plötzlich im großen Stil Phosphate abgebaut wurden? Hier kurz die Geschichte. Es war das Jahr 1900. In der Pacific Islands Company in Sydney diente schon längere Zeit ein hässlicher Gesteinsbrocken als Türöffner. Irgend jemand hatte ihn von der Insel Nauru mitgebracht. Dem späteren Sir Albert Ellis, damals ein noch schlecht bezahlter Mitarbeiter der Firma, packte die Neugier und er analysierte ein kleines Stück des Brockens chemisch. Welch Wunder, es war bestes Phosphat. Die Insel Nauru war damals in deutscher Hand, also keine Chance diesen Schatz allein auszubeuten. Welche Insel war Nauru am nächsten und noch nicht von einer fremden Macht beansprucht? Richtig, die Ocean Insel. Schnell wurde die Ocean Insel diesbezüglich überprüft und tatsächlich man fand die selben Gesteinsbrocken wie auf Nauru. Jetzt kam die ganze Sache richtig ins Rollen und schon am 20.11.1900 wurde die Insel offiziell annektiert und konnte somit ausgebeutet werden. Die Firma hat sicher nicht schlecht am Abbau verdient aber für die einheimische Bevölkerung bedeutete es auch die Zerstörung eines großen Teiles ihrer Heimat. Noch heute ist die durch den Phosphatabbau entstandene Mondlandschaft allgegenwärtig.
Zum 60. Jahrestag des Phosphatabbaus auf der Ocean Insel wurden jetzt also drei Marken (2d, 2 1/2d, 1/-) herausgegeben. Dafür wurde im Juni 1958 ein Designwettbewerb ausgeschrieben. Gewinner des Wettbewerbs waren drei Mitarbeiter der Firma De La Rue und ein Einwohner der Ocean Insel, ein gewisser M.A. Hook, der für den Entwurf (Bleistiftzeichnung) der 1/- Marke verantwortlich zeichnete. Für die beiden anderen Marken dienten Fotografien als Vorlagen. Interessant ist ein Detail auf der 2d - Marke. Die hier abgebildete Verladebrücke ist die nach dem 2.Weltkrieg neu errichtete. Die alte Verladebrücke (zerstört vor der japanischen Besetzung) findet sich im Gegensatz dazu auf der 1/- - Marke der König Georg VI und Königin Elisabeth II Freimarkenausgabe.
Verantwortlich für den Druck der Ausgabe war die Firma De La Rue die die Marken im Rastertiefdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3 ausführte. Die Perforation beträgt 12. Die 2d und die 2 1/2d - Marke wurden von 2 Platten (1A, 1B) gedruckt. Die 1/- - Marke wurde von einer Platte (1A) erstellt. Freunde von Plattenfehlern kommen bei dieser Ausgabe voll auf ihre Kosten. Das Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands dokumentiert für diese Ausgabe mehr als 20 Plattenfehler.
Und jetzt einige Details zur Auflage:

2d - Auflage 312.000
2 1/2d - Auflage 291.000
1/- - Auflage 312.000

Etwa 25-30 % der Auflage wurden in der Kolonie verkauft. Um die 15-20 % direkt in England. Zusammen wurden von der Auflage nicht einmal 50 % verkauft! Ob die restlichen Marken vernichtet wurden gibt die Quelle leider nicht preis. Der Erstag der Ausgabe war der 01.05.1960. Aus dem Verkauf wurden die Marken am 31.10.1960 genommen. Der Erwerb der Ausgabe ist auch heute noch sehr günstig. Satzbriefe habe ich auch schon häufiger gesehen. Bedarfsgerechte Verwendung der Einzelmarken sind wesentlich schwieriger zu finden. So kann ich leider auch nicht allzuviel zeigen:

1. Die Marken in postfrischer Erhaltung.

2. Ein registrierter Satzbrief von der Ocean Insel nach Australien (leider nicht portogerecht). Schön ist jedoch zu sehen das die 2d von der Platte 1A und die 2 1/2d von der Platte 1B stammt. Der Stempel ist ein Vernon Typ 35b (Ocean Island / 17.05.1960) und der R-Stempel ein Typ R12. Auf der Rückseite findet man diverse Transit und Eingangsstempel (Melbourne, Sydney, Roseville). Der Brief ist also tatsächlich gelaufen.

Bis bald phoenix

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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1963 und eine weitere Omnibusausgabe des Britischen Commonwealth, verausgabt natürlich auch für die Gilbert und Ellice Inseln, soll heute das Thema sein. "Kampf gegen den Hunger", so lautet der Name der Ausgabe die eine Marke zu 10 d beinhaltet.
Die meisten Länder des Britschen Commonwealth brachten die Marke im identischen Design heraus, wobei bei einigen Ländern (z.B. Brunei, Tonga) das Konterfei Queen Elisabeth der II durch das des lokalen Herrschers ausgetauscht wurde. Das Design zeigt wichtige tierische und pflanzliche Nahrungsquellen vor dem Hintergrund einer stilisierten Weltkugel. Die Marke ist in ultramarin gehalten und wurde auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 gedruckt. Die Perforation wird mit 14 x 14 1/2 angegeben.
Für den Druck der Marken (Rastertiefdruck) zeichnete die Firma Harrisons verantwortlich. Der Designer der Marke ist ein gewisser Michael Goaman (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands).
Die Auflage der Marke (10 d) betrug 93.000 Stück. Davon wurden 10.020 Stück an die UN - Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) versendet. 3.000 Stück (nicht mal 3 %!) gingen in die Kolonie und der Rest wurde in England über die Crown Agents verkauft.
Der Ersttag der Ausgabe war der 01.08.1963. Am 02.09.1963 ging die Marke wieder aus dem Verkauf (gerade mal ein Monat!).

Was kann man jetzt noch weiter zu dieser Ausgabe sagen? Die Auflage ist nicht gerade hoch und die Stückzahlen die in die Kolonie gingen sind ja schon fast zu vernachlässigen. Sinn dieser Ausgabe, neben dem auch heute noch wichtigen Thema Hunger, war das Abdecken der Stufe Luftpostbrief, der ab 1963 mit 10 d taxiert wurde. Im Jahre 1964 (im Juli) sank die Rate jedoch schon wieder auf 9 d. Also konnten entsprechende Briefe nicht einmal ein Jahr damit portogerecht frankiert werden. Damit hat die Ausgabe bedarfsgerecht verwendet doch eher Seltenheitswert und man sollte sich glücklich schätzen wenn ein so etwas mal in die Hände fällt. Was im Michelkatalog auffällt ist die Differenz zwischen postfrischen und gestempelten Marken. Postfrische Marken werden hier sechsmal höher taxiert wie gestempelte Exemplare. Warum das so ist kann ich leider anhand meiner Quellen nicht erklären. Vielleicht wurden postfrische, nicht verkaufte Marken in gewissen Größenordnungen vernichtet. Wer weiss. Ein kleines Detail noch zum Schluss. Für die Ausgabe wurde ein Plattenfehler dokumentiert der sich auf eine Markenposition des Bogens bezieht (weißer Fleck am hinteren Teil des Diadems der Queen).
Zeit etwas zu zeigen:

1. Eine postfrische Einzelmarke und ein Eckrand (2 x 2 Marken) unten rechts mit Plattennummer 1B 1A.

2. Ein illustrierter Erstagsbrief mit Stempel Vernon 35b (Tarawa / 01.08.1963).

Bis bald phoenix

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Hallo,

erstmals wurden im Jahr 1963 zwei Briefmarkenausgaben in einem Jahr aufgelegt. Neben der Omnibusausgabe "Kampf gegen den Hunger" die ich bereits in der letzten Woche vorgestellt habe war dies die Ausgabe "100 Jahre Internationales Rotes Kreuz". Diese Ausgabe ist ebenfalls eine Omnibusausgabe die von den meisten Gebieten im Britischen Commonwealth, so auch den Gilbert und Ellice Inseln, thematisiert wurde. Im Mittelpunkt des Designs dieser Briefmarkenausgabe steht ein rotes Kreuz mit der Jahresangabe 1863 1963 und dem Konterfei der Queen Elisabeth II sowie dem Text "International Red Cross Centenary". Die beiden Marken der Ausgabe (2 d, 10 d) sind jeweils in den Farben schwarz und blau gehalten. Für das Design der Ausgabe war Victor Whiteley verantwortlich. Gedruckt wurden die Marken durch die Firma Bradbury, Wilkinson im Offsetdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen 3. Die Perforation der Marken wird mit 13 1/2 angegeben. Der Ersttag der Ausgabe war der 05.10.1963. Die 10 d - Marke wurde am 02.12.1963 und die 2 d - Marke am 04.03.1964 wieder aus dem Verkauf genommen. Die 2 d - Marke wurde später aus dem Verkauf genommen weil es bei einer Nachlieferung der 2 d - Ausgabe der Freimarken (Queen Elisabeth II) zu einer Verzögerung kam. Somit war die 2 d - Ausgabe ein viertel Jahr länger im Verkauf wie die 10 d - Ausgabe.
So jetzt ein paar Details zur Auflage:

2 d - 133.560 Stück
10 d - 100.800 Stück

Von den 2 d - Marken gingen 40.020 Stück in die Kolonie, von den 10 d - Marken ganze 3.000 Stück. Der Rest blieb zur Vermarktung bei den Crown Agents in England. Insgesamt wurden nach Angaben des Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands 107.400 Marken beider Nominale insgesamt verkauft, also noch nicht einmal 50 % der Gesamtauflage. Was mit den Rest passiert ist bleibt wieder mal im Dunkeln.
Was gibt es jetzt noch zu dieser Ausgabe zu sagen? Der Erwerb der Ausgabe sprengt auch heute noch kein Budget. Die postfrischen Marken werden im Michel deutlich höher bewertet wie die gestempelten. Das könnte auf die Vernichtung der nicht verkauften Marken der Ausgabe hinweisen. Auf Bedarfsbriefen ist die Ausgabe nicht so häufig zu sehen. An Erstagsbriefe kommt man dagegen leichter ran. Leider kann ich heute keinen Brief zur Ausgabe zeigen aber ein paar andere Sachen möchte ich gern vorstellen:

1. Eckränder (2 x 2 Marken) unten rechts mit Plattennummer 1a und 1.

2. 2 Briefstücke mit je einem Viererblock der Ausgaben (2d vom linken Bogenrand) mit Stempeltyp Vernon 35 (Abemama / 10.01.1964). Der 10.01.1964 ist auch gleichzeitig der Ersttag für den Stempel auf der Insel Abemama (nördliche Gilbertinseln).

Bis bald phoenix

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Hallo,

nach einer Osterpause möchte ich heute eine weitere Briefmarkenausgabe der Gilbert und Ellice Inseln vorstellen. Wir schreiben das Jahr 1964. Erstmals wird eine reguläre Flugverbindung zwischen den Gilbert und Ellice Inseln und Fidschi eingerichtet. Grund genug dieses Ereignis mit einer Briefmarkenausgabe zu würdigen. Die Ausgabe besteht aus drei Werten zu 3d, 1/- und 3/7d. Für die Gestaltung der Marken war eine gewisse Mrs. Margaret Barwick verantwortlich. Ihr Ehemann war ein australischer Politiker (Sir Garfield Edward John Barwick) der in seiner politischen Laufbahn unter anderem oberster Richter Australiens und Außenminister des Landes war.
Die Marken sind folgendermaßen gestaltet:

3d - Darstellung der Strecke (Fidschi - Ellice Inseln - Gilbert Inseln) und eine De Havilland D.H. 114 "Heron" im Flug über die stillisiert dargestellten Fidschi Inseln (Start).
1/- - stillisierte Darstellung der Fidschi Inseln (vulkanisch) und der Gilbert und Ellice inseln (Koralleninseln) und ein Riffreiher im Flug. Der Reiher, englisch Heron, soll hier wohl symbolisch für den eingesetzten Flugzeugtyp (Spitzname "Heron") stehen.
3/7d - De Havilland D.H. 114 "Heron" im Flug über die stillisiert dargestellten Gilbert Inseln (Landung).
Natürlich darf auf allen drei Marken das Bild der Queen Elisabeth II nicht fehlen.

Der Druck der Marken oblag erstmalig der Firma J. Enschede and Sons of Haarlem (Holland) die die Ausgabe im Offsetdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 erstellten. Eine Besonderheit der Ausgabe ist das zwei Marken (3d, 3/7d) im vertikalen Format und eine Marke (1/-) im horizontalen Format erstellt wurden. Das Wasserzeichen ist bei den vertikalen Ausgaben genauso wie bei der horizontalen Ausgabe ausgeführt und erscheint somit bei den vertikalen Ausgaben um neunzig Grad gedreht. Die Perforation der Marken ist mit 11 1/2:11 im Michel-Katalog angegeben. Geliefert wurden die Marken in 60-er Bögen (3d, 3/7d: 6 Zeilen / 10 Spalten; 1/-: 10 Zeilen / 6 Spalten). Durch das Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands sind 9 Plattenfehler / Druckauffälligkeiten für die Ausgabe gelistet die an den unterschiedlichen Markenpositionen im Bogen festgemacht werden können. Hier kann also der Spezialist wieder voll zum Zuge kommen. Für die 3d und 3/7d - Ausgaben sind außerdem Farbunterschiede (2 Drucke) dokumentiert. Jetzt einige Details zur Auflage:

3d - 170.040 Stück (davon 76.059 Stück verkauft / 22.549 Stück in der Kolonie verkauft)
1/- - 140.040 Stück (davon 63.403 Stück verkauft / 17.943 Stück in der Kolonie verkauft)
3/7d - 140.040 Stück (davon 55.251 Stück verkauft / 11.326 Stück in der Kolonie verkauft)

Es ist zu erkennen das deutlich weniger wie 50 % der Auflage verkauft wurden und dabei nur etwas mehr als 10 % der Auflage in der Kolonie. Somit ist echter Bedarf nicht so einfach zu finden. Erstagsbriefe wurden 1.395 Stück aufgelegt die an 5 unterschiedlichen Post Offices abgestempelt wurden. Hier variieren die Ersttagsbriefe je Post Office jedoch deutlich (Tarawa 998 Stück, Christmas Island 45 Stück). Somit sind auch Ersttagsbriefe mit dem richtigen Stempel echte Raritäten. Die Preise für Einzelmarken in postfrischer bzw. gestempelter Qualität sind auch heute noch sehr günstig und bewegen sich für den Satz im unteren einstelligen Bereich. Alles was sich auf Briefen befindet ist jedoch wesentlich rarer und damit auch teurer.

Jetzt noch ein paar Fakten zur Flugverbindung die durch die Briefmarkenausgabe gewürdigt wurde. Die Flugverbindung wurde am 20.07.1964 (auch Ersttag der Ausgabe) mit einer De Havilland D.H. 114 "Heron" aufgenommen. Die Maschine (10 Passagiere / 3 Mann Besatzung) flog dabei von Suva (Fidschi-Inseln) über Nadi (Fidschi-Inseln) nach Funafuti (Ellice-Inseln) und weiter nach Tarawa (Gilbert-Inseln) wo der Flug endete. Geflogen wurde einmal die Woche. Am Montag ging es um 07:45 Uhr in Suva los. Um 13:05 wurde Funafuti erreicht. Hier wurde übernachtet und am Dienstag um 07:00 Uhr ging es weiter nach Tarawa (Ankunft 11:40 Uhr). Der Rückflug fand Mittwochs (Abflug 07:00 Uhr von Tarawa) statt. Ankunft in Suva war 18:05 Uhr am selben Tag (also ohne Übernachtung). Ein One Way Ticket gab es damals zum Preis von 84 Pfund. Ab dem 22.10.1967 wurde die Strecke durch eine neue Maschine, die Hawker-Siddeley 748 (36 Plätze), bedient.

So jetzt ist es Zeit mal etwas zu zeigen:

1. Da haben wir drei Eckränder (2 x 2 Marken). Der 3d - Wert als Eckrand unten rechts. Die Werte zu 1/- und 3/7d jeweils als Eckränder oben rechts. Das Besondere ist ich kann erstmals einen dokumentierten Plattenfehler beim 1/- - Wert an der Bogenposition 1/5 zeigen. Der rote Pfeil zeigt hier einen weißen Fleck neben dem Bildnis der Queen.

2. Ein Portogerechter R-Brief (9d) nach Australien. Der 3d - Wert liegt hier als waagerechter Dreierstreifen vor. Abgestempelt wurden die Marken mit einem Vernon Typ 35 (Abemama 29.12.1964). Außerdem findet sich noch ein R-Stempel Typ R14 (Abemama) auf dem Umschlag. Auf der Rückseite findet man noch einen R-Stempel von Melbourne (04.02.1965) und einen Eingangsstempel von Dubbo/Australien (05.02.1965). Der Brief ist also echt gelaufen.

Bis bald phoenix

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Hallo,

im Jahre 1965 gelangte wieder einmal eine Omnibusausgabe an die Schalter. Gewürdigt wurden 100 Jahre Internationale Fernmeldeunion (ITU) mit zwei Werten zu 3d und 2/6d. Die Ausgabe wurde im selben Design von vielen Territorien des britischen Weltreiches aufgelegt.
Für das Design zeichnet ein gewisser Michael Goaman verantwortlich. Wie auch bei der vorigen Ausgabe oblag der Druck der Firma J. Enschede and Sons of Haarlem (Holland). Die Marken wurden hierbei auf Papier mit Wasserzeichen 3 im Offsetdruck erstellt. Die Perforation der Marken beträgt 11 : 11 1/2. Gedruckt wurden die Marken in 120-er Bögen (2 Teilbögen a 60 Marken) mit 6 Spalten und 10 Zeilen je Teilbogen.
Eigentlich sollten die Marken am 28.05.1965 ihren Ersttag haben, doch leider kamen die Marken verspätet an ihrem Ausgabeort an. Somit verschob sich der Ersttag auf den 04.06.1965. Am Ersttag wurden die Marken erst einmal nur auf dem Tarawa-Atoll in den Post Offices von Bairiki, Betio und Bikenibeu verkauft. Etwas später kamen die Marken auch auf dem Funafuti-Atoll und auf der Ocean Insel zum Verkauf. Nach drei Monaten, am 03.09.1965, wurden die Marken wieder aus dem Verkauf genommen.
Die Marken wurden in folgender Auflage gedruckt:

3d - 105.000 Stück (30.000 Stück in die Kolonie versendet)
2/6d - 95.000 Stück (20.000 Stück in die Kolonie versendet)

Tatsächlich verkauft wurden von der Gesamtauflage weniger als 50 % (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands).
Für die Ausgabe sind zwei Plattenfehler auf dem linken Teilbogen dokumentiert:

- Bogenposition 4/2: durchbrochenes I im Wort ITU
- Bogenposition 4/4: großer bunter Punkt auf der linken Seite unten

Was gibt es jetzt noch zur Markenausgabe zu sagen? Als Einzelmarke ist die Ausgabe auch heute noch sehr günstig zu bekommen. Das wird auch bei den Michel-Notierungen deutlich die sich für den postfrischen und gestempelten Satz im niedrigen einstelligen Bereich bewegen.
Auf Briefen (FDC, echter Bedarf) ist die Ausgabe schon schwieriger zu beschaffen wobei ich denke das man an FDC`s noch etwas einfacher herankommt. Echter Bedarf ist bei gerade mal 20.000 in der Kolonie verkauften Marken der Gesamtausgabe deutlich schwieriger. Neben den niedrigen Verkaufszahlen kommt hier noch erschwerend dazu das die Ausgabe scheinbar nicht überall in der Kolonie verkauft wurde. So sind Post Offices der Linieninseln, Phoenixinseln sowie sämtlicher Außeninseln der Gilbert- und Elliceinseln wohl außen vor geblieben. Das schlägt leider auch auf meine bescheidene Sammlung durch und so kann ich leider nicht allzuviel zeigen. Wenn jemand der Leser vielleicht noch einen FDC zur Ausgabe rumliegen hat würde ich mich über ein Angebot sehr freuen. Nach Bedarfspost traue ich mich gar nicht zu fragen.
So Zeit etwas zu zeigen:

1. Postfrische Exemplare der Ausgabe (3d, 2/6d).

2. Zwei Viererblöcke (2 x 2 Marken) vom Bogenrand unten rechts (wohl der rechte Teilbogen).

Bis bald phoenix

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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1965. Das seit 1939 genutzte Design für die Freimarken (zuletzt für die Freimarkenausgabe der Queen Elisabeth II von 1956) wurde durch ein neues Design ersetzt. Im Gegensatz zur alten Ausgabe von 1939 standen jetzt keine Landschafts- und Naturdarstellungen im Mittelpunkt sondern folkloristische Abbildungen auf farbenfrohen Hintergrund. Insgesamt wurden 15 Marken im Nennwert von 1/2d bis 1 Pfund aufgelegt. Für das Design der Marken zeichnete ein gewisse Mrs. Margaret Barwick verantwortlich. Sie war auch schon für die Ausgabe zur Eröffnung des regulären Flugverkehrs in 1964 zuständig. Die Ausgabe zeigt folgende Motive:

1/2d - Ein Dorfältester ruft die Dorfbewohner mit einem Muschelruf zu einer Festlichkeit. Im Hintergrund ein Versammlungshaus.
1d - Nächtliches Speerfischen im Schein einer Fackel.
2d - Mädchen bindet eine Girlande aus Frangipani-Blüten.
3d - Gilbert-Insulanerin beim Tanz.
4d - Alter Mann (Gilberteser) im traditionellen Tanzkostüm.
5d - Junge Frau beim Wasserholen.
6d - Junger Ellice-Insulaner beim Tanz.
7d - Ellice-Insulaner beim Kampftanz (Fatele Taua).
1/- - Ernte von Taro-Knollen.
1/6d - Tänzer der Ellice-Inseln beim Fatele Toka.
2/- - Zubereitung der Taro-Knollen.
3/7d - Sitztanz (Ruioa) von den Gilbert-Inseln.
5/- - Jungen beim Stäbchenspiel.
10/- - Ellice-Insulaner trommeln auf traditioneller Trommel zum Tanz.
1 Pfund - Wappen der Kolonie.

Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3 in 120-er Bögen (zwei Teilbögen a 60 Marken). Die Marken sind je nach Design in 10 Reihen und 6 Spalten oder 6 Reihen und 10 Spalten angeordnet. Die Teilbögen sind mit der Plattennummer 1 und 1A bezeichnet. Perforiert sind die Marken 11 X 12 (horizontales Design) bzw. 12 X 11 (vertikales Design). Für den Druck der Marken war die Firma Bradbury, Wilkinson verantwortlich. Mit Ausnahme der 1/2d - Ausgabe (zwei Auflagen) entstammen alle anderen Marken einer Auflage. Nun ein paar Details zur Auflagenstärke der einzelnen Marken (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1/2d - Erster Druck: 417.540 Stück davon 67.500 Stück für die Kolonie und dort verkauft 38.969 Stück (erster und zweiter Druck zusammen)
1/2d - Zweiter Druck: 240.000 Stück davon 2.040 Stück für die Kolonie
1d - 375.000 Stück davon 135.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 30.319 Stück
2d - 375.000 Stück davon 135.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 27.389 Stück
3d - 465.000 Stück davon 225.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 45.853 Stück
4d - 292.500 Stück davon 112.500 Stück für die Kolonie und dort verkauft 12.355 Stück
5d - 270.000 Stück davon 90.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 16.626 Stück
6d - 270.000 Stück davon 90.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 18.230 Stück
7d - 270.000 Stück davon 90.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 12.432 Stück
1/- - 360.000 Stück davon 180.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 22.572 Stück
1/6d - 210.000 Stück davon 90.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 8.332 Stück
2/- - 165.000 Stück davon 45.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 8.404 Stück
3/7d - 135.000 Stück davon 45.000 Stück für die Kolonie und dort verkauft 7.569 Stück
5/- - 112.500 Stück davon 22.500 Stück für die Kolonie und dort verkauft 4.856 Stück
10/- - 82.500 Stück davon 22.500 Stück für die Kolonie und dort verkauft 4.250 Stück
1 Pfund - 82.500 Stück davon 22.500 Stück für die Kolonie und dort verkauft 3.812 Stück

Ein Großteil der Marken ging zur Vermarktung zu den Crown Agents. Über die tatsächlichen Verkäufe der Crown Agents ist leider nichts bekannt.
Ein paar Details zur zweiten Auflage der 1/2d - Ausgabe sind denke ich interessant. Die zweite Auflage wurde am 12.10.1965 gedruckt und ist an der Hintergrundfarbe erkennbar die mehr ins Olive geht. Um gestempelte Marken dieser zweiten Auflage vorzutäuschen sind eine unbekannte Anzahl von Marken mit falschen Stempeln (Tarawa) versehen worden. Tatsächlich waren Marken der zweiten Auflage nur 10 Tage in den Post Offices auf dem Tarawa-Atoll verfügbar (04.-13.02.1966). Dann wurden sie durch die neuen Dezimal-Überdruckmarken ersetzt. Somit sind tatsächlich gestempelte Marken der zweiten Auflage eher selten.
Eine Abart für eine Marke der Ausgabe ist bekannt. Es handelt sich dabei um den 1/- - Wert der mit fehlendem 1/- - Aufdruck dokumentiert ist.
Viele der Markennominale der neuen Freimarkenausgabe wurden den spezifischen Postraten angepasst z.B. 5d - Rate für Einschreibebrief; 7d - Auslandsbrief; 3/7d - Luftpostbrief (1/2 Unze) nach Großbritannien. Leider war die Freimarkenserie nicht lange im Einsatz.
Erstag war der 16.08.1965. Am 14.02.1966 wurde die Ausgabe durch die neuen Dezimal-Überdruckmarken schon wieder ersetzt. Somit konnte echter Bedarf nur knapp 6 Monate lang erzeugt werden. Auf einigen Inseln (Canton, Christmas und Fanning) waren die Marken jedoch ein wenig länger im Einsatz weil sich die Ablösung durch die neuen Marken verzögerte. So ist die Ankunft des Schiffes mit den neuen Dezimal-Überdruckmarken für Christmas Island erst für den 27.04.1966 verbrieft.
Was kann man jetzt noch zur beschriebenen Freimarkenausgabe sagen? Preislich sind ungestempelte und gestempelte Marken der Ausgabe auch heute noch bezahlbar. Der postfrische Satz wird dabei doppelt so hoch wie der gestempelte Satz taxiert (Michel). Für Spezialisten ist der Satz interessant weil er den Beginn von insgesamt drei motivgleichen Ausgaben darstellt (Sterling-Ausgabe, Überdruckausgabe, Dollar-Ausgabe). Dies im Zusammenhang mit Abarten, Plattenfehlern und Bedarf inklusive Portostufen zu dokummentieren ist sicherlich reizvoll. Schöne bedarfsgerechte Briefe zu finden ist heute noch möglich aber nicht immer leicht. Besonders die Darstellung einzelner Portostufen und Stempelorte ist schon eine Herausforderung. Erstagsbriefe hingegen sind denke ich leichter zu bekommen und in der Beschaffung auch noch relativ günstig. So genug für heute, Zeit etwas zu zeigen.

1. Fangen wir an mit einem Lieblingsbrief von mir. Ich würde ihn mit "Alt trifft Neu" benennen. Es ist ein R-Brief (FDC für MNr.92 - 1/- und MNr.95 - 3/7d) in die Schweiz mit aufgeklebten Abholzettel (Poststelle 59 Zürich Rieterplatz) portogerecht gelaufen (4Sh 8d - Luftpost und R-Brief-Rate nach Europa). Die MNr.60 (1d) der alten Freimarkenausgabe wird dabei durch den Abholzettel verdeckt. Der Abholzettel ist jedoch nur neben der Marke aufgeklebt und die Marke ist somit nicht überklebt. Stempeltechnisch finden wir auf dem Brief einen Erstagsstempel Tarawa und einen Vernon Typ 35c (Tarawa). Beide mit dem Datum des Ersttags (16.08.1965). Außerdem ist noch ein R-Stempel R14 (Tarawa) und ein Stempel 8059 Zürich 59 Rieterplatz (24.08.1965) zu sehen. Der Briefumschlag ist übrigens der FDC zur Ausgabe "Eröffnung des regulären Flugverkehrs 1964".

2. Hier haben wir drei registrierte FDC's die alle Marken der Ausgabe zeigen. Die Adresse sagt aus das die Briefe nach Abemama (Gilbertinseln) gelaufen sind. Natürlich sind alle drei Briefe überfrankiert und philatelistisch insperiert aber wie ich finde sind sie doch ganz nett anzuschauen. Wir finden auf den Briefen den Erstagsstempel Tarawa und einen Vernon Typ 35c (Tarawa). Beide wiederum mit dem Datum des Ersttags (16.08.1965). Außerdem ist bei allen Briefen ein R-Stempel R14 (Tarawa) mit fortlaufender Nummerierung (1818 - 1820) abgeschlagen worden.

3. Da wäre noch ein portogerechter Brief (3d - MNr.87) von Abemama (Gilbertinseln) nach Neuseeland. Abgestempelt wurde der Brief mit einem Vernon Typ 35 (Abemama) am 16.10.1965. Ein Eingangsstempel fehlt jedoch.

Bis bald phoenix

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Hallo,

neben der neuen Freimarkenausgabe wurde im Jahr 1965 auch eine Omnibusauflage aufgelegt. Unter dem Titel "Co-Operation year" wurden 20 Jahre Zusammenarbeit im Rahmen der Vereinten Nationen (UNO) thematisiert. Aufgelegt wurde diese Ausgabe motivgleich von 31 Territorien des britischen Weltreiches. Die beiden Werte (1/2d und 3/7d) zeigen zwei Hände in inniger Umklammerung flankiert von Lorbeerzweigen. Auf der rechten Seite findet sich das Bildnis der Queen Elisabeth II und die Wertangabe. Für das Design zeichnete Victor Whiteley verantwortlich. Den Druck auf Papier mit Wasserzeichen 3 besorgte die Firma Harrisons. Die Marken wurden in 60-er Blöcken (12 Reihen, 5 Spalten) gedruckt. Die Perforation der Einzelmarken beträgt 14 1/2. Hier einige Details zur Aulagenstärke (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1/2 d - 1.Auflage 112.020 Stück davon 40.020 für die Kolonie
1/2 d - 2.Auflage 120.000 Stück davon keine für die Kolonie
3/7 d - 97.020 Stück davon 35.020 für die Kolonie

Die 2.Auflage des 1/2d - Wertes wurde am 03.11.1965 exklusiv für die Crown Agents geordert und ist somit nicht in die Kolonie gelangt. Man kann die 2.Auflage anhand der deutlich blasseren Farbe von der 1.Auflage unterscheiden.
Hier noch ein paar Angaben über Verkaufszahlen in der Kolonie. Leider ist nichts über die Verkaufszahlen der Crown Agents bekannt:

1/2d - 28.140 Stück verkauft
3/7d - 5.886 Stück verkauft

Für diese Omnibusausgabe sind eine Reihe von Bogenmarkierungen bekannt. Nur eine wird der Ausgabe von den Gilbert und Ellice Inseln zugeordnet. Es handelt sich hierbei um eine durchbrochene eckige Klammer "[". Insgesamt sind auch drei Plattenfehler (zwei für den 1/2d - Wert und einer für die 3/7d - Ausgabe) dokumentiert die auch bestimmten Markenpositionen zugeordnet werden können.
Der Ersttag der Ausgabe war der 25.10.1965. Am 22.01.1966 wurden die Marken wieder aus dem Verkauf gezogen. Somit wurde die Ausgabe nur knapp 3 Monate an den Postschaltern verkauft. Bedarfsgerechte Verwendung ist somit selten zu finden. Satzbriefe (philatelistisch insperiert) sowie FDC's sind im Gegensatz häufiger zu finden. Die Marken der Ausgabe sind auch heute noch für kleines Geld zu bekommen. Der postfrische Satz wird laut Michel dabei etwa dreimal höher bewertet wie ein gestempelter. Interessant wäre es für den Spezialisten die Ausgaben der 31 Gebiete zusammenzutragen und mit Bedarf, FDC's, Plattenfehlern, Einheiten etc. zu unterlegen. Das ist bestimmt eine nette Aufgabenstellung. So genug des Abschweifens, Zeit etwas zu zeigen:

1. Da haben wir beide Marken in postfrischer Ausführung.

2. Ein FDC mit einer australischen Adressangabe aber wohl nicht echt gelaufen (Eingangsstempel fehlt). Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 35c (Tarawa 25.10.1965). Außerdem befindet sich noch ein Ersttagsstempel (Tarawa 25.10.1965), ein Cachetstempel (International Co-Operation Year Official Day of Issue Cover) und ein Luftpoststempel auf dem Umschlag. Für den 1/2d - Wert kann ich auf diesem FDC einen Plattenfehler zeigen. Der Farbpunkt in der rechten Hand ist für die Bogenposition 11/3 der 1.Ausgabe dokumentiert.

3. Ein registrierter Satzbrief (leicht überfrankiert) von Canton Island (Phoenixinseln) in die USA. Abgestempelt wurde der Brief mit einem Vernon Typ 35 (Canton Island 22.04.1966). Der R-Stempel ist ein Typ R14 (Canton Island). Auf der Rückseite findet sich ein Eingangsstempel (Eatontown NJ - USPO - 17.06.1966). Was fällt nun an diesem Brief auf? Da wäre zum einen die ungewöhnlich lange Laufzeit (trotz Luftpostrate) von fast 2 Monaten. Erklärt werden kann das dadurch, das Canton Island mit Einführung des Düsenflugzeugverkehrs als Zwischenstop wegfiel. Die amerikanische Post Office schloß deshalb schon im April 1965. Canton Island dient seitdem lediglich als Notflughafen auf der Strecke Hawaii - Fidschi, Neuseeland. Somit ist der Brief mit einem der nunmehr unregelmäßigen Flüge oder aber per Schiff transportiert worden. Da ist aber noch eine andere Besonderheit. Am 14.02.1966 hielt das Dezimal-Zeitalter Einzug auf den Gilbert und Elliceinseln. Die Marken sind jedoch noch in der alten Pfund-Währung und die Abstempelung stammt vom 22.04.1966. Somit waren die neuen Dezimal-Überdruckmarken auf der Canton Island wohl noch nicht eingetroffen. Für die Christmas Island (Linieninseln) ist das Eintreffen der Marken für den 27.04.1966 verbrieft. Wenn auch wahrscheinlich philatelistisch insperiert kann doch der Brief eine ganze Menge erzählen.

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Hallo,

die erste Ausgabe im Jahr 1966 war dem britischen Politiker und Premierminister Sir Winston Churchill gewidmet dessen erster Todestag mit dieser Ausgabe gewürdigt wurde. Diese Omnibusausgabe wurde motivgleich für einen großen Teil der britischen Territorien herausgebracht.
Die vier Werte der Ausgabe (1/2d, 3d, 3/-, 3/7d) zeigen Sir Winston Churchill (links) vor der Silhouette der St. Paul's Kathedrale (Bildmitte) die von Feuerschein und Suchscheinwerfern beleuchtet wird (das soll wohl symbolisch für den 2.Weltkrieg stehen). Auf der rechten Seite ist das Porträt der Queen Elisabeth II abgebildet. Für das Design des Markenbilds war eine gewisse Jennifer Toombs verantwortlich. Der Druck wurde von der Firma Harrison bewerkstelligt die die Marken auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 in 60-er Bögen (12 Zeilen / 5 Spalten) im Rastertiefdruck erstellte. Die Marken haben die Perforation 14. Für die Marken sind eine Vielzahl von Plattenfehler dokumentiert die an bestimmten Bogenpositionen festgemacht werden können:

1/2d - 4 Plattenfehler
3d - 4 Plattenfehler
3/- - 3 Plattenfehler
3/7d - 3 Plattenfehler

Außerdem sind für den 3d - Wert ein und für den 3/- - Wert zwei nicht konstante Plattenfehler dokumentiert. Dazu kommt noch eine dokumentierte Abweichung bei der Perforation im Bogen. Der Spezialist kann hier also wieder eine Menge entdecken und zusammentragen.
Jetzt ein paar Angaben zur Auflagenstärke der Ausgabe:

1/2d - 520.020 Stück davon 39.960 Stück für die Kolonie
3d - 186.000 Stück davon 36.000 Stück für die Kolonie
3/- - 168.000 Stück davon 18.000 Stück für die Kolonie
3/7d - 168.000 Stück davon 18.000 Stück für die Kolonie

Aufällig ist die im Gegensatz zu den anderen Werten die hohe Stückzahl beim 1/2d - Wert. Diese ergibt sich aus einer Nachbestellung von 360.000 Stück (geordert am 09.02.1966) die ausschließlich von den Crown Agents in Großbritannien vermarktet wurde.
Für den Verkauf in der Kolonie liegen folgende Zahlen vor (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1/2d - 14.073 Stück
3d - 10.973 Stück
3/- - 7.157 Stück
3/7d - 7.269 Stück

Interessant ist in diesem Zusammenhang das die Marken in der Zeit vom 24.01.1966 (Ersttag) bis zum 14.02.1966 (Einführung der Dezimalwährung) nur an folgenden Post Offices verkauft wurden:

- Bairiki, Betio, Bikenibeu (alle Tarawa Atoll - Gilbert Inseln)
- Ocean Island
- Funafuti (Ellice Inseln)

Was kann man über die Ausgabe sonst noch sagen. Bezahlbar ist sie in postfrischer wie auch gestempelter Qualität heutzutage allemal (niedriger einstelliger Bereich). Ersttagsbriefe kann man auch häufiger am Markt beobachten. Echter Bedarf wird wohl wegen der sehr kurzen Gültigkeit der Ausgabe (nicht mal ein Monat) sehr selten sein und dann sicherlich auch nicht gerade preiswert. Über philatelistisch inspiriert Belege kann man da schon häufiger mal stolpern. Und das ist das Stichwort. Zeit etwas zu zeigen:

1. Da haben wir die Ausgabe in postfrischer Qualität.

2. Ein R-Brief (FDC) nach England. Der Satzbrief ist nicht portogerecht. Abgestempelt sind die Marken mit Stempel Vernon Typ 35b (24.01.1996 - Tarawa). Auch einen R-Stempel R14 (Tarawa) wurde auf dem Brief abgeschlagen. Für den 1/2d -Wert auf dem Brief kann ich einen Plattenfehler (Bogenposition 9/3) dokumentieren. Man kann hier einen schwarzen Punkt auf der Stirn von Sir Winston Churchill erkennen.

3. Ein R-Brief (Luftpost) nach England mit 4Sh 1d portogerecht frankiert (3d als waagerechtes Paar + 3/7d). Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 35 (22.04.1966 - Canton Island). Außerdem befindet sich noch ein R-Stempel R14 (Canton Island) auf dem Umschlag. Dieser Brief ist jedoch philatelistisch inspiriert was man an mindestens zwei Merkmalen erkennen kann. Erstens wurden die Marken nicht auf Canton Island verkauft. Zweitens ist der Brief an einen bekannten Sammler aus England adressiert. Interessant ist auch die Abstempelung (22.04.1966) der Marken (in Pfundwährung) nach Einführung der Dezimalwährung (14.02.1966). Die Marken waren somit eigentlich nicht mehr frankaturgültig. Man kann jedoch davon ausgehen das auf Canton Island zum Stempeldatum noch keine neuen Marken in Dezimalwährung vorlagen. Somit also alles im grünen Bereich.

Bis bald phoenix

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Hallo,

im Februar 1966 hielt das Dezimalzeitalter Einzug auf den Gilbert-und Ellice Inseln. Die Währung wechselte vom Britischen Pfund zum Australischen Dollar. Es wurde übrigens in der Relation 9/4d = 1 AUS $ umgerechnet. Somit musste auch die erst vor 6 Monaten erschienene Freimarkenserie den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die alte Wertangabe wurde hierfür mit einem Dreibalken-Überdruck ungültig gemacht und ein neuer Wert mit der nun aktuellen Währung aufgedruckt. Die Marken wurden wie folgt überdruckt:

1c auf 1d
2c auf 2d
3c auf 3d
4c auf 1/2d
5c auf 6d
6c auf 4d
8c auf 5d
10c auf 1/-
15c auf 7d
20c auf 1/6d
25c auf 2/-
35c auf 3/7d
50c auf 5/-
1$ auf 10/-
2$ auf 1 Pfund

Die Überdrucke wurden durch die Firma Bradbury, Wilkinson erledigt und die waren dabei sehr sorgfältig. So sind laut der Quelle, Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands, keinerlei Abweichungen oder Fehler bei den Aufdrucken dokumentiert. In Sachen Bogengestaltung, Perforation, Wasserzeichen hat sich natürlich zur ursprünglichen Freimarkenausgabe nichts getan und somit werde ich hier darauf auch nicht weiter eingehen. Eingehen möchte ich jedoch auf die Auflagen-und Verkaufszahlen der Ausgabe:

1c auf 1d - 325.020 Stück davon 45.000 Stück für die Kolonie ( 91.119 Stück verkauft)
2c auf 2d - 225.000 Stück davon 45.000 Stück für die Kolonie (103.971 Stück verkauft)
3c auf 3d - 255.000 Stück davon 75.000 Stück für die Kolonie ( 45.367 Stück verkauft)
4c auf 1/2d - 202.500 Stück davon 22.500 Stück für die Kolonie ( 21.849 Stück verkauft)
5c auf 6d - 210.000 Stück davon 30.000 Stück für die Kolonie ( 33.951 Stück verkauft)
6c auf 4d - 227.500 Stück davon 37.500 Stück für die Kolonie ( 21.981 Stück verkauft)
8c auf 5d - 210.000 Stück davon 30.000 Stück für die Kolonie ( 29.898 Stück verkauft)
10c auf 1/- - 240.000 Stück davon 60.000 Stück für die Kolonie ( 53.618 Stück verkauft)
15c auf 7d - 120.000 Stück davon 30.000 Stück für die Kolonie ( 22.861 Stück verkauft)
20c auf 1/6d - 120.000 Stück davon 30.000 Stück für die Kolonie ( 15.187 Stück verkauft)
25c auf 2/- - 105.000 Stück davon 15.000 Stück für die Kolonie ( 12.165 Stück verkauft)
35c auf 3/7d - 105.000 Stück davon 15.000 Stück für die Kolonie ( 13.274 Stück verkauft)
50c auf 5/- - 97.500 Stück davon 7.500 Stück für die Kolonie ( 5.462 Stück verkauft)
1$ auf 10/- - 67.500 Stück davon 7.500 Stück für die Kolonie ( 5.557 Stück verkauft)
2$ auf 1 Pfund - 67.500 Stück davon 7.500 Stück für die Kolonie ( 4.761 Stück verkauft)

Die Differenz zwischen Gesamtauflage und den Marken für die Kolonie ging an die Crown Agents und wurde in England direkt vermarktet. Auffällig ist das folgende Marken (1c auf 1d, 2c auf 2d, 5c auf 6d) im größeren Umfang verkauft wurden als Mengen überhaupt an die Kolonie gesendet wurden. Das lässt darauf schliessen das es für diese Marken eine zweite Lieferung an die Kolonie gab. Diese zweite Lieferung wurde aus dem Vorrat der Crown Agents bedient. Über die tatsächlich übermittelten Mengen und dem genauen Zeitpunkt diser zweiten Lieferung ist jedoch nichts bekannt.
Der Ersttag für die neuen Überdruckmarken war der 14.02.1966. Vielfach sind die neuen Marken jedoch deutlich später auf einigen Inseln (Phoenixinseln, Linieninseln) angekommen. So ist für die Christmas Inseln der 28.04.1966 verbrieft. Gültig waren die Marken bis zum Ende der Kolonie.
Was kann man jetzt noch über diese Ausgabe sagen? Bezahlbar ist die Ausgabe auch heute noch. Der ungestempelte Satz wird laut Michel doppelt so hoch taxiert wie der gestempelte. Bedarf auf Briefen ist am Markt vorhanden, wobei die Bandbreite bei den Abstempelungen (Datum) sehr weit abweichen kann, was wiederum auf philatelistisch insperierte Briefe hinweisen kann. Echter Bedarf der höheren Werte ist wie bei früher betrachteten Ausgaben schwerer zu finden und somit auch teurer.
Zeit etwas zu zeigen:

1. Die gesamte Ausgabe in postfrischer Qualität.

2. Ein R-Brief nach Australien (nicht portogerecht) vom Ersttag. Verklebt sind hier 4c auf 1/2d, 5c auf 6d, 6c auf 4d, 8c auf 5d und 20c auf 1/6d. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 35b (Tarawa 14.02.1966). Außerdem findet man einen Ersttagsstempel Tarawa (14.02.1966) und einen R-Stempel Vernon Typ R14 (Tarawa) auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist ein Eingangsstempel "GPO Sydney N.S.W. AUST" und ein Eingangsstempel Buleen (17.02.1966) zu finden. Der Brief ist somit echt gelaufen.

3. Da haben wir drei Briefe die nach den USA gelaufen sein sollen. Je Brief sind jeweils 5 Marken der Ausgabe aufgeklebt und mit einem Vernon Typ 64 (Tarawa 16.11.1971) abgestempelt. Eingangsstempel fehlen auf den Briefen und somit beschleicht mich der Verdacht das die Briefe nicht echt gelaufen sind. Stutzig macht mich da auch die mit Bleistift geschriebenen Adressen die vielleicht nachträglich aufgebracht wurden. Um die Ausgabe in gestempelter Qualität vorzuzeigen eignen sich die Briefe jedoch allemal.

4. Ein Brief von Vaitupu (Ellice Inseln) nach Großbritannien portogerecht mit 3c auf 3d (einfacher Brief innerhalb des Commonwealth) frankiert. Abgestempelt wurde mit Vernon Typ 35 (Vaitupu 09.04.1969). Leider fehlt ein Eingangsstempel.

5. Ein Brief mit vielen Fragen. Wir haben hier einen ungewöhlichen Inlandbrief von Washington Island (Linieninseln) nach Nonouti (Gilbertinseln). Der Brief ist über die Christmas Insel (Linieninseln) gelaufen und dort fälschlicherweise mit einem R-Stempel Vernon Typ R14 (Christmas Island) auf der Briefrückseite versehen worden. Man hat diesen Fehler wohl vor Ort erkannt und keine Registriernummer auf dem Stempel angebracht. Auf Nonouti wurde erkannt das der Adressant jetzt auf der Insel Nauru zu erreichen war. Die alte Adresse wurde gestrichen und eine neue Adresse eingetragen. Jetzt ein Wort zum Porto. Die 2c ist die Rate für einen Inlandsbrief. Das ist also korrekt. Für die Weiterleitung nach Nauru hätte jetzt 1c Nachporto erhoben werden müssen. Das ist jedoch nicht geschehen. Außerdem fehlt ein Eingangsstempel Nauru was die Frage aufwirft ob der Brief tatsächlich von Nonouti nach Nauru weitertransportiert wurde. Jetzt zu den Stempeln. Wir haben hier einen Rundstempel und Namensstempel Washington Island auf der Vorderseite. Beide Stempel habe ich bis jetzt nicht dokumentiert gefunden. Außerdem befindet sich ein Vernon 35a (Christmas Island __.07.1966) und ein Stempel Vernon 35 (Nonouti 24.08.1966) auf der Vorderseite. Beim Nonouti-Stempel fehlt die 66 des Jahres und zu allem Unglück wurde wohl die eine 6 des Jahres verdreht und als 9 abgestempelt. Wenn diese meine Vermutung nicht stimmt müsste der Brief ansonsten 3 Jahre gelaufen sein. Das halte ich jedoch für unrealistisch.

Bis bald phoenix

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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1966. Die deutsche Fußballnationalmannschaft und die ganze Nation wurde durch das berühmte Wembleytor mehr oder weniger traumatisiert. Dies hielt jedoch viele Kolonien, so auch die Gilbert und Ellice Inseln, nicht davon ab eine Omnibusausgabe zur
Fußballweltmeisterschaft, die ja im Mutterland England ausgetragen wurde, aufzulegen. Die Ausgabe bestand aus zwei Werten zu 3c und 35c. Die vom Designer Victor Whiteley gestalteten Marken zeigen die Beine eines Fußballspielers mit Ball vor einer Weltkugel. Außerdem ist der Jules-Rimet-Pokal und das Konterfei der Queen Elisabeth II auf den Marken abgebildet. Die Marken wurden im Rastertiefdruck (4 Farben) durch die Firma Harrison auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 gedruckt. Ausgeliefert wurden 50-er Bögen. Der Druck erfolgte jedoch in 100-er Bögen (2 Teilbögen) die anschließend geteilt wurden. Die Perforation der Marken beträgt 14. Die Plattennummern für die 3c-Ausgabe lautet A11 A11 A11 A11, für die 35c-Ausgabe A1 A1 A1 A1. Jetzt ein paar Details zur Ausgabe:

3c - Auflage 100.000 Stück --> 25.000 Stück für die Kolonie und davon 8.316 Stück verkauft
35c - Auflage 90.000 Stück --> 15.000 Stück für die Kolonie und davon 8.172 Stück verkauft

Die Differenz (Auflage - in die Kolonie gelieferte Menge) wurde in England direkt vermarktet. Über die dort verkauften Mengen gibt die Quelle, Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands, keine Auskunft. Auch nicht darüber was mit den nicht verkauften Marken passiert ist.
Der Ersttag der Ausgabe war der 01.07.1966. Aus dem Verkauf wurden die Ausgaben am 30.09.1966 genommen.Verkauft wurden die Marken in der Kolonie nur auf dem Tarawa-Atoll (PO Bairiki, Betio, Bikenibeu), dem Funafuti-Atoll und der Ocean Insel.
Für die Omnibusausgabe sind eine Vielzahl von Plattenfehlern dokumentiert. Dieser Fakt macht die Ausgabe für den Spezialisten sicher interessant. Der Motivsammler (Fußball, Sport) wird ohnehin an der Ausgabe interessiert sein. Hier eine kleine Aufstellung der Plattenfehler:

3c - 5 Plattenfehler davon 4 vom linken und 1-er vom rechten Teilbogen
35c - 4 Plattenfehler davon 2 vom linken und 2 vom rechten Teilbogen

Alle Plattenfehler können anhand von Bogenpositionen identifiziert werden.
Was gibt es jetzt noch zur Ausgabe zu sagen. Der Preis der Ausgabe ist auch heute noch sehr günstig (niedriger einstelliger Bereich). Postfrische Marken werden im Michel höher bewertet als gestempelte. FDC's kann man bei Auktionen schon mal sehen. Bei Bedarfsbriefen sieht es wieder einmal schlecht aus. Also Augen auf und zuschlagen wenn die Gelegenheit günstig ist. Als Ländersammler wird man sich jedoch immer in Konkurrenz zu den Motivsammlern befinden. Das bedeutet der Preis kann nach oben gehen.
Leider kann ich heute nur die postfrische Ausgabe zeigen. Ein FDC oder gar Bedarfsbrief fehlt mir leider noch. Naja, Lücken sind dazu da geschlossen zu werden. In diesem Sinne:

Bis bald phoenix

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17.06.2011 23:57 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

wir schreiben immer noch das Jahr 1966. Eine Omnibusausgabe soll heute einmal wieder das Thema sein. Der Anlass für die Ausgabe war die Einweihung des neuen Gebäudes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Zwei bildgleiche Marken (3c, 12c) wurden hierfür aufgelegt. Abgebildet sind das neue Hauptquartier, das Wappen der WHO und natürlich ein Kopfbild der Queen. Die 3c - Marke ist hierbei in hellblau und grün gehalten, die 12c - Marke dagegen in rosa und orange. Für das Design war ein gewisser Michael Goaman verantwortlich. Den Druck der Marken auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 in Rastertiefdruck übernahm die Firma Harrisons. Die Marken haben eine Perforation 14. Jetzt ein paar Angaben zur Auflage (Quelle, Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

3c - Auflage 100.000 Stück --> 50.000 Stück für die Kolonie und davon 13.629 Stück verkauft
12c - Auflage 70.000 Stück --> 30.000 Stück für die Kolonie und davon 9.952 Stück verkauft

Der Ersttag der Ausgabe war der 20.09.1966. Drei Monate später wurde die Ausgabe wieder aus dem Verkauf genommen. Der Verkauf in der Kolonie lief über 5 Post Offices auf insgesamt 3 Inseln / Atollen (Tarawa-Atoll, Funafuti-Atoll, Ocean Island).
Die Ausgabe ist wie viele der Omnibusausgaben mit ihrer hohen Auflage für den Sammlermarkt ausgelegt worden. Somit sind die Preise für postfrische und gestempelte Exemplare auch heute noch sehr günstig und bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich. Echter Bedarf ist demnach auch schwieriger beschaffbar wie philatelistisch insperierte Ware bzw. FDC's. Glücklicherweise kann ich jedoch heute etwas zeigen:

1. Die Ausgabe in postfrischer Qualität.

2. Ein Erstagsbrief nach Australien mit der damalig gültigen Luftpostrate von 15c. Neben einem Ersttagsstempel Tarawa (20.09.1966) wurde auch ein Stempel Vernon Typ 35d (Tarawa - 20.09.1966) abgeschlagen. Leider findet sich auf der Rückseite des Briefes kein Eingangsstempel. Somit ist es nicht absolut klar ob der Brief auch tatsächlich gelaufen ist.

3. Ein R-Brief in die USA mit der regulären Rate (25c Luftpostrate in die USA + 5c Einschreibegebühr). Verklebt wurden 2 senkrechte Paare der Ausgabe (3c, 12c). Abgeschlagen wurden die Marken mit einem Vernon Typ 35b (Tarawa - 27.10.1966). Weiterhin finden wir einen R-Stempel Vernon Typ R25 (Tarawa) und einen Stempel AM2 - BY AIR MAIL PAR AVION. Leider ist auch dieser Brief ohne Eingangsstempel.

Bis bald phoenix

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24.06.2011 21:47 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Respekt.
Und Danke für die Weitergabe deines Wissens.
Ist sehr schön zu lesen und informativ.

Arthur
24.06.2011 21:55 armeico ist offline Beiträge von armeico suchen Nehmen Sie armeico in Ihre Freundesliste auf
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Hallo armeico,

danke für die Blumen. Ich hoffe das du und andere Leser weiterhin Freude am Lesen meiner Beiträge habt und das vielleicht die eine oder andere Information auch für den Aufbau der eigenen Sammlung nützlich ist. Mir ist schon klar das es ein eher exotisches Gebiet ist und ich nicht so viel Feedback bekomme als wenn ich über ein z.B. deutsches Sammelgebiet schreiben würde. Mittlerweile setzt sich bei mir jedoch die Erkenntnis durch das ich durch das Schreiben der Beiträge noch viel tiefer in das eigene Sammelgebiet eintauche und mir Fragen stelle auf die ich vorher in dieser Art so nicht gekommen wäre. Also ist mit Sicherheit mittlerweile auch ein gutes Stück Eigennutz dabei. Trotzdem weiterhin viel Spass beim Lesen wünscht

phoenix
30.06.2011 22:09 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

ich werde heute zwei Ausgaben aus dem Jahr 1966 und 1967 vorstellen. Grund dafür ist der für diese Ausgaben bei mir noch lückenhafte Bestand. Das heisst ich kann von beiden Ausgaben bisher nur postfrische Marken zeigen. Da genannte Ausgaben chronologisch aufeinander folgen bietet sich das, wie ich finde, an dieser Stelle an. Ein wenig was erzählen kann ich zu den Ausgaben schon und das möchte ich an dieser Stelle auch tun. Als meine Quelle dient wiederum das nunmehr schon bekannte Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands.

Im Jahre 1966 wurde das 20-jährige Bestehen der UNO-Organistation UNESCO in einer Omnibusausgabe von vielen britischen Kolonien gewürdigt. Auch die Gilbert und Ellice Inseln beteiligten sich daran mit der Ausgabe von 3 Werten (5c, 10c, 20c). Die Motive der drei Marken zeigen die drei Hauptgebiete (Erziehung, Wissenschaft, Kultur) mit der sich die UNESCO beschäftigt. Für das moderne Design zeichnete Jennifer Toombs verantwortlich. Den Druck erledigte die Firma Harrisons auf Papier mit Wasserzeichen 3 im Offsetdruck. Die Perforation der Marken beträgt 14.
Der Ersttag der Ausgabe war der 01.12.1966. Am 28.02.1967 wurden die Marken wieder aus dem Verkauf genommen. Zur Auflage und den Verkaufszahlen liegen mir folgende Angaben vor:

5c - 85.000 Stück --> 25.000 Stück für die Kolonie und davon 9.068 Stück dort verkauft
10c - 70.000 Stück --> 20.000 Stück für die Kolonie und davon 9.488 Stück dort verkauft
20c - 65.000 Stück --> 15.000 Stück für die Kolonie und davon 7.750 Stück dort verkauft

Über das Schicksal der verbliebenen Marken sowie der Verkaufszahlen der Crown Agents gibt die Quelle jedoch keine Auskunft.

Die erste Ausgabe des Jahres 1967, diesmal keine Omnibusausgabe, widmet sich einem koloniespezifischen Thema, 75 Jahre Protectorat. Am 27.05.1892 wurde durch E.H.M. Davis, dem Kapitän der H.M.S. Royalist, das Protectorat mit dem Hissen des Union Jacks auf der Insel Abemama (Gilbertinseln) proklamiert. Am 09.10.1892 wurde diese Zeremonie auf den Ellice Inseln durch H.M. Gibson, Kapitän der "Curacao" wiederholt. In den folgenden Jahren kamen weitere Inseln und Inselgruppen (Ocean Insel, Phoenixinseln, Unioninseln, Linieninseln) dazu und bildeten später (ab 1915) die Kolonie der Gilbert und Ellice Inseln. Aus diesem Anlass wurden 3 Marken (3c, 10c, 35c) ausgegeben. Der 3c - Wert zeigt die H.M.S. Royalist mit dem Union Jack. Auf der 10c - Ausgabe wird eine Handeslniederlassung dargestellt und auf der 35c - Marke findet man eine mikronesische Familie abgebildet. Für das Design war Victor Whiteley verantwortlich. Den Rastertiefdruck der Marken (Wasserzeichen 3) übernahm wieder einmal die Firma Harrisons. Die Marken wurden in 50-er Bögen (5 Spalten / 10 Zeilen) gedruckt. Bei der Perforation gibt es abweichende Angaben. Während durch das Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands eine Perforation 14 1/2 genannt wird sagt der Michel 14 1/4 x 14 1/2. Selber habe ich das noch nicht ausgemessen. Also bleibt diese Frage für heute ungeklärt. Der Ersttag der Ausgabe war der 01.09.1967. Aus dem Verkehr oder besser Verkauf wurden die Marken knapp drei Monate später am 30.11.1967 gezogen. Hier noch ein paar Angaben zur Auflage und in der Kolonie verkauften Marken:

3c - 115.000 Stück --> 25.000 Stück für die Kolonie und davon 18.905 Stück dort verkauft
10c - 110.000 Stück --> 20.000 Stück für die Kolonie und davon 8.875 Stück dort verkauft
35c - 100.000 Stück --> 10.000 Stück für die Kolonie und davon 3.411 Stück dort verkauft

Die Verkaufszahlen der Crown Agents sind leider unbekannt. Für die 35c - Marke ist ein Plattenfehler auf der Position 9/2 (Zeile/Spalte) dokumentiert. Eine ca. 1,3 mm gebogene Linie zieht sich dabei vom Daumen der Mutter in die Höhe.

Was lässt sich jetzt zusammenhängend über beide Ausgaben sagen. Die Auflagen sind wie so häufig üblich auf den Sammlermarkt und nicht den tatsächlichen Bedarf ausgerichtet worden. Somit sind postfrische und gestempelte Sätze beider Ausgaben auch heute noch sehr günstig. FDC's bekommt man schon mal zu Gesicht aber echter Bedarf muss schon gesucht werden. Bis jetzt habe ich diesen Bedarf noch nicht gefunden und leider ist mir bis jetzt auch kein FDC in die Sammlung geflattert. Somit zeige ich also beide Ausgaben wie ich oben schon bemerkt habe heute nur in postfrischer Qualität.

Bis bald phoenix

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30.06.2011 22:16 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

im Jahre 1968 erhielt die Freimarkenausgabe von 1965 ihr entgültiges Design. Nachdem 1965 die Ausgabe in Pfund-Nominale erschien, im Jahre 1966 durch eine Übderdruckvariante (Dollar-Nominale) ersetzt wurde kam nun im Jahre 1968 eine Ausgabe in Dollar-Nominale zur Auflage. Das Design und die Nominalen sind identisch mit der Überdruckvariante von 1966. Natürlich stimmen auch sämtliche Druckdaten (wie Druckerei, Druckart, Perforation, Wasserzeichen) mit denen der Ausgaben von 1965 und 1966 überein. Hier einige Details zur Auflage (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

1c - 316.000 Stück davon 209.000 Stück für die Kolonie
2c - 332.000 Stück davon 242.000 Stück für die Kolonie
3c - 198.000 Stück davon 105.100 Stück für die Kolonie
4c - 162.000 Stück davon 72.000 Stück für die Kolonie
5c - 168.000 Stück davon 108.000 Stück für die Kolonie
6c - 132.000 Stück davon 72.000 Stück für die Kolonie
8c - 132.000 Stück davon 70.700 Stück für die Kolonie
10c - 204.000 Stück davon 144.000 Stück für die Kolonie
15c - 102.000 Stück davon 72.000 Stück für die Kolonie
20c - 88.000 Stück davon 49.200 Stück für die Kolonie
25c - 77.000 Stück davon 47.000 Stück für die Kolonie
35c - 74.000 Stück davon 44.000 Stück für die Kolonie
50c - 55.000 Stück davon 25.000 Stück für die Kolonie
1$ - 48.000 Stück davon 15.000 Stück für die Kolonie
2$ - 48.000 Stück davon 13.900 Stück für die Kolonie

Die Ausgabe wurde in zwei Lieferungen (11.11.1967 und 08.11.1968) bereitgestellt. Der Ersttag der Ausgabe war der 01.01.1968. Eigentlich sollte die Ausgabe bereits einen Monat früher an die Schalter gelangen doch leider gab es eine Verspätung bei der Auslieferung in die Kolonie. Die Freimarkenausgabe wurde am 01.05.1971 durch eine neue Freimarkenserie ersetzt. Praktisch wurde die Ausgabe jedoch erst am 01.09.1972 durch das philatelistische Büro aus dem Verkauf genommen. Für die Ausgabe gibt es einige Besonderheiten. So wurden im Spätsommer 1968 20c - Marken mit verkehrt herum aufgebrachten Wasserzeichen entdeckt. Diese Marken wurden bei Lieferungen der Crown Agents und auch im Bestand der Post Offices auf dem Tarawa-Atoll gesichtet. Außerdem ist ein Plattenfehler für den 6c - Wert auf der Bogenposition 9/4 (Plattennummer 1A) dokumentiert.
Was kann man zur Ausgabe jetzt noch sagen. Die Stückzahlen die in die Kolonie gingen zeigen an das die Ausgabe für den Bedarf der Kolonie produziert wurde. Natürlich kam der Sammlermarkt nicht zu kurz. Aber im Gegensatz zu anderen Ausgaben lässt sich Bedarf ganz gut dokumentieren. Bei den hohen Werten ist es natürlich wie immer etwas schwieriger und teurer. Den Katalogwert für die Ausgabe sieht der Michel-Katalog so um die 20 € (postfrisch > 20 €, gestempelt < 20 €). Erwerben kann man die Ausgabe auch schon zu niedrigeren Preisen. Soweit erst einmal genug für heute, Zeit etwas zu zeigen:

1. Drei Briefe in die USA. Leider ohne Eingangsstempel und nicht bedarfsgerecht. Zur Dokumentation der gesamtem Ausgabe, in gestempelter Form, wie ich denke, jedoch ganz gut geeignet. Abgestempelt sind die Briefe mit Stempeltyp Vernon 64 (Tarawa - 16.11.1971).

2. Ein R-Brief von Nanumanga (Ellice-Inseln) nach Australien mit 8c portogerecht frankiert. Der Stempel Typ Vernon 35 (Nanumanga - 05.05.1969) hat eine falsche Jahresangabe (statt 69 die 7). Das kann man anhand des Transitstempels Sydney (17.06.1969) und des Eingangsstempel Roseville (18.06.1969) auf der Rückseite erkennen. Desweiteren ist noch ein R-Stempel R14 (Nanumanga) abgeschlagen worden.

3. Ein R-Brief von Nukulaelae (Ellice-Inseln) nach Großbritannien portogerecht (8c), frankiert in Mischfrankatur, jedoch nach altem Tarif. Zum Zeitpunkt der Abstempelung (Vernon Typ 66 Nukulaelae 14.04.1972) war der Preis eigentlich von 8c schon auf 17c gestiegen. Naja auf den äußeren Inseln war das mit der Tarifänderung wohl noch nicht angekommen. Außerdem findet man noch einen R-Stempel R25 (Nukulaelae) auf dem Brief.

Bis bald phoenix

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Ausgaben der Gilbert und Ellice Inseln
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Hallo,

nach einer Pause melde ich mich heute wieder mit einer weiteren Markenausgabe der Gilbert und Ellice Inseln aus dem Jahre 1968. Anlass war der 25.Jahrestag der Schlacht um Tarawa. Hierfür wurden 4 Werte zu 3c, 10c, 15c und 35c herausgegeben. Diese 4 Werte reprensentieren die damals gültigen Postraten für Post auf den Seeweg ins Commonwealth sowie Luftpost nach Neuseeland, Australien und Großbritannien. Aber jetzt ersteinmal ein wenig Geschichte. Vom 21.-24.11.1943 tobte die Schlacht um Tarawa. Bis dato war es die größte Seelandeoperation der Allierten im 2.Weltkrieg. Man zog aus ihr eine Menge Lehren für spätere Seelandeoperationen in der Südsee bis hin zum D-Day in der Normandie. Eigentlich ging es fast ausschließlich um die kleine Insel Betio die von den Japanern stark befestigt worden war und u.a. einen strategisch wichtigen Flugplatz beherbergte. Die Insel wurde von einer japanischen Garnison mit ca. 4.700 Mann geschützt. Im 76 Stunden dauernden Kampf wurden nahezu alle japanischen Verteidiger und über 900 US-Marines getötet. Weitere 2.300 Mann wurden verwundet. Die hohen Verluste auf Seiten der Allierten haben einen eigentlich trivialen Grund der jedoch schreckliche Auswirkungen hatte. Zwischen dem Festland der Insel und dem Tiefwasser befindet sich ein ca. 1/4 bis 1/2 Meile breiter Streifen Korallenriff der bei Ebbe mit relativ wenig Wasser bedeckt ist. Die Allierten wussten das und konstruierten spezielle Landungsfahrzeuge für das Unternehmen nutzten aber auch herkömmliche Landungsboote. Leider war zum Landungstermin die Ebbe schon weit fortgeschritten so das viele Landungsboote im Gegensatz zu den neuen Landungsfahrzeugen nicht direkt an die Küste gelangen konnten. Die Landungstruppen verließen jedoch trotzdem die Boote und wahren nahezu schutzlos den japanischen Beschuss ausgesetzt während sie bis zu eine halbe Meile durch das hüfthohe Wasser wateten. Viele Soldaten ertranken auch in tieferen Wasser mit ihrer schweren Ausrüstung bevor sie in die Kampfhandlungen eingreifen konnten. So jetzt zurück zur Briefmarkenausgabe. Gedruckt wurde die Ausgabe im Rastertiefdruck durch die Firma De La Rue auf Papier mit dem Wasserzeichen 3. Für das Design war ein gewisser Victor Whiteley verantwortlich. Die Perforation der Marken beträgt 14 1/4 zu 14 1/2. Gedruckt wurden die Marken in 50-er Bögen (10 x 5 Marken). Insgesamt wurden 600.000 Sätze der Ausgabe ausgeliefert. 100.000 Sätze gingen an die Crown Agents und 500.000 Sätze in die Kolonie. Die 500.000 Sätze für die Kolonie waren deutlich zuviel und so wurden im Februar und Mai 1969, nachdem die Marken aus dem Verkauf genommen wurden, nicht weniger als 480.000 Sätze verbrannt. Somit sind von 600.000 ganze 120.000 Sätze übriggeblieben. Hier ein paar Angaben zu den Verkaufszahlen:

3c - 16.679 Stück in der Kolonie und 50.303 Stück durch die Crown Agents verkauft
10c - 18.182 Stück in der Kolonie und 50.569 Stück durch die Crown Agents verkauft
15c - 13.443 Stück in der Kolonie und 45.653 Stück durch die Crown Agents verkauft
35c - 12.227 Stück in der Kolonie und 44.402 Stück durch die Crown Agents verkauft

Außerdem wurden 2.296 Ersttagsbriefe verkauft.

Eine nette Geschichte gibt es noch zur Briefmarkenausgabe. Anscheinend fand eine bestimmte Art von Käfern an der Beschichtung des Papiers Gefallen. Die Käfer befanden sich wohl im Raum der Post Office von Tarawa wo die Markenausgabe gelagert wurde. Ein Teil der Marken wurden zwecks Abstempelung von Privatpersonen zu den äußeren Inseln geschickt, kamen wieder nach Tarawa zurück und zeigten sich dann im neuen zerfressenen Design. Die Firma De La Rue zeigte sich auf Anfrage zu diesem Vorfall erstaunt, gab jedoch der Postverwaltung den Tipp den betroffenen Raum der Post Office durch einen Kammerjäger fachgerecht behandeln zu lassen. Also wenn jemand mal solche Marken zu Gesicht bekommen sollte, nicht gleich in den Rundordner damit sondern aufheben oder mir anbieten. Auf Nachfrage hat man dann immer eine kleine Geschichte parat.
Was kann man jetzt noch zur Ausgabe sagen. Ach ja Ersttag war der 21.11.1968. Das hätte ich jetzt fast vergessen. Aufgrund der relativ hohen Auflage ist die Beschaffung auch heute noch sehr günstig. Dabei werden laut Michel die postfrischen Marken doppelt so hoch bewertet wie die gestempelten. FDC's sieht man häufiger mal. Bedarf ist dagegen schwieriger zu bekommen und dann auch teurer. Zeit etwas zu zeigen:

1. Vier Eckränder unten links (2 x 2 Marken) mit Plattennummer A1.

2. Ein FDC mit Ersttagsstempel Vernon 65 (Tarawa 21.11.1968).

3. Ein R-Brief nach Deutschland frankiert mit den vier Marken der Ausgabe und zusätzlich Michel 132-135 (Freimarkenausgabe). Leider ist der Brief nicht portogerecht. Abgestempelt wurden die Marken mit Vernon Typ 35d (Tarawa 13.08.1969). Außerdem findet man noch einen R-Stempel R25 (Tarawa) auf dem Brief. Leider fehlt auf der Rückseite ein Eingangsstempel. Naja man kann nicht alles haben.

Bis bald phoenix

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