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Ausgaben der Gilbert und Ellice Inseln
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Hallo,

die erste Ausgabe des Jahres 1969 widmet sich der Eröffnung der Südpazifik-Universität auf den Fidschi Inseln. Erstmals wurde durch die Schaffung dieser Universität an der sich die meisten pazifischen Staaten und Territorien beteiligten die universale Bildung im eigenen Kulturkreis möglich. Errichtet wurde die Universität an der Laucala Bay in der Nähe von Suva auf einer Fläche von 130 Acres. Am Anfang wurden 260 Studenten aller südpazifischen Territorien hier akademisch ausgebildet. Die Ausgabe beinhaltet 3 Werte zu 3c, 10c und 35c. Auf den Marken für dessen ursprünglichen Design eine gewisse Mrs. Andersen und eine Miss Ann Loveridge verantwortlich zeichneten stellt quasi den neuen Bildungsweg in der Kolonie dar. Der 3c-Wert zeigt einen lesenden kleinen Jungen mit den Umrissen der Insel Abemama. Dies soll die Primärschule darstellen. Der 10c-Wert zeigt ein gilbertesisches Mädchen und einen Jungen von den Elliceinseln vor dem Umriss des Tarawa-Atolls. Rundherum sind die zur Kolonie gehörenden Inselnamen aufgeführt. Dieser Wert soll die Sekundärschule darstellen. Auf dem 35c-Wert steht ein diplomierter Hochschulabsolvent auf der Fidschi-Insel (Viti Levu). Rundherum sind die an der Universität beteiligten südpazifischen Territorien dargestellt. Dieser dritte Wert steht für die universitäre Ausbildung. Für den Druck der Briefmarken auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 war die Firma De La Rue verantwortlich. Die Perforation der Marken beträgt 12 3/4. Gedruckt wurden die Marken in 50-er Bögen (10 x 5 Marken). Die georderte Auflage betrug 80.000 Sätze wovon 20.000 Sätze in die Kolonie gingen. 60.000 Sätze wurden durch die Crown Agents im Mutterland direkt vertrieben. Hier ein paar Details zu den Verkaufszahlen (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

3c - 14.371 Stück in der Kolonie und 40.256 Stück durch die Crown Agents verkauft
10c - 17.116 Stück in der Kolonie und 41.651 Stück durch die Crown Agents verkauft
35c - 10.950 Stück in der Kolonie und 35.405 Stück durch die Crown Agents verkauft

Es wurden 2.296 Ersttagsbriefe produziert wovon 1.975 direkt vom Philatelistischen Büro auf Tarawa verkauft wurden. Der Ersttag der Ausgabe war der 02.06.1969. Aus dem Verkauf wurden die Marken am 31.08.1969 (nach knapp 3 Monaten) genommen. Die relativ hohe Auflage und die niedrigen Nennwerte machen die Ausgabe auch heute noch erschwinglich (niedriger einstelliger Betrag). Dabei werden postfrische und gestempelte Ausgaben durch den Michel gleich bewertet. Der niedrige Katalogwert lässt sich vielleicht auch auf das Design der Marken schieben. Das ist zwar jetzt meine persönliche Meinung, aber ich finde andere Ausgaben aus der Zeit wesentlich schöner. Ist möglich das es Motivsammler ähnlich sehen und somit den Preis ebenfalls niedrig halten. Was gibt es jetzt noch zur Ausgabe zu sagen? Echter Bedarf der Ausgabe ist eher selten zu finden. Ein Ersttagsbrief sollte einem anhand der Verkaufszahlen schon mal unterkommen. Ich kann leider aber bis jetzt keinen zeigen. Einen Brief habe ich jedoch gefunden, also Zeit etwas zu zeigen:

1. Die drei Markenwerte in postfrischer Qualität.

2. Ein R-Brief von Nukulaelae (Ellice Inseln) nach Großbritannien der portogerecht mit 8c frankiert ist. Hier finden wir den 3c-Wert (Michel 149) in Mischfrankatur mit dem neuen Freimarkenwert zu 5c (Michel 134). Abgestempelt sind die Marken mit einem Stempel Typ Vernon 66 Nukulaelae 03.09.1971). Außerdem findet man noch einen R-Stempel R25 (Nukulaelae) auf dem Brief.

Bis bald phoenix

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18.08.2011 21:40 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

die zweite Ausgabe des Jahres 1969 realisierte die ersten Weihnachtsausgaben für die Kolonie. Damit wurde eine Tradition eingeleitet die jährlich bis zum Ende der Kolonie Gilbert und Ellice Inseln (Ende 1975) beibehalten wurde. Ausgegeben wurden zwei Werte zu 2c und 10c die Maria mit dem Kind unter einer Palme zeigen. Für das Design der Marken zeichnete eine gewisse Miss Jennifer Toombs verantwortlich. Den Druck der Marken in 50-er Bögen (5 x 10) auf Papier mit Wasserzeichen 3 führte die Firma Bradbury, Wilkinson & Co. aus. Die Perforation der Marken beträgt 11 3/4 zu 11 1/2. Interessant ist das von der Ausgabe zwei Drucke aufgelegt wurden. Erklären kann man dies wohl folgendermaßen. Am 20.10.1969 wurden die Marken in den Verkauf gegeben (Ersttag). Innerhalb von 10 Tagen waren die Marken in Tarawa ausverkauft. Noch nicht verkaufte Marken von Post Offices auf Tarawa wurden zum Philatelistischen Büro (Betio) umgeleitet um dort die Bestellungen der Sammler zu bedienen. Zeit also zu reagieren und so wurde ein neue Auflage bestellt, gedruckt (28.11.1969) und erreichte am 05.12.1969, pünktlich vor Weihnachten, das Hauptpostamt auf Tarawa. So jetzt ein paar Daten zu den Auflagen beider Drucke (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

Erster Druck:

2c - 45.000 Stück davon 15.000 Stück für die Kolonie (30.000 Stück für die Crown Agents)
10c - 45.000 Stück davon 15.000 Stück für die Kolonie (30.000 Stück für die Crown Agents)

Zweiter Druck:

2c - 72.500 Stück davon 12.500 Stück für die Kolonie (60.000 Stück für die Crown Agents)
10c - 42.500 Stück davon 12.500 Stück für die Kolonie (30.000 Stück für die Crown Agents)

Genaue Verkaufszahlen liegen leider nicht vor und somit ist auch nicht klar ob der zweite Druck komplett ausverkauft wurde. Zeitgleich zu den Marken wurde ein spezielles Aerogramm mit motivgleichen Aufdruck, in roter Farbe, verkauft. Davon wurden 5.000 Stück gedruckt, wovon jeweils 1.300 Stück bzw. 140 Stück als Ersttagsbriefe für Tarawa bzw. Christmas Island genutzt wurden. Interessant ist hierbei das der Ersttag auf der Christmas Island der 23.10.1969 war, denn erst am 24.10.1969 hob eine Hercules der RAF auf Tarawa ab und brachte Marken und Briefe an den Bestimmungsort. Jetzt fragt man sich wie kann der Ersttag der 23.10.1969 sein der Abflug aber erst am 24.10.1969 erfolgen. Ganz einfach zwischen Tarawa und der Christmas Island lag damals noch eine Datumsgrenze und so gewann man beim Flug doch sage und schreibe einen Tag. Pünktlich zu den Milleniumsfeierlichkeiten im Jahre 2000 hat sich dieser Zustand geändert. Es gibt auch Gefälligkeitsabstempelungen vom 20.10.1969 für die Christmas Island die einen identischen Ersttag vorspiegeln sollen. Die beiden Drucke lassen sich anhand der Farben (das Grün im zweiten Druck geht mehr ins olive, das Gold geht eher in Silber über) und er Papierbeschaffenheit unterscheiden. Auch zwei Druckauffälligkeiten wurden für die Ausgabe dokumentiert. So ist bei der 2c-Ausgabe (Bogennummer 00275 - Erster Druck) eine Farbverschiebung dokumentiert, die sich u.a. in der Verschiebung der Kronen (Maria und Kind) zeigt. Bei der 10c-Ausgabe ist ein Bogen bekannt auf dem die Farben Braun und Grau vergessen wurden. Der Stamm der Palme blieb dabei farblos und die Kronen wurden unsichtbar. Da beide Druckauffälligkeiten nur für jeweils einen Bogen bekannt sind ist klar das die betroffenen Marken zu den absoluten Raritäten zählen. Die Wahrscheinlichkeiten das man so etwas tatsächlich einmal zu sehen bekommt gehen damit nahezu gegen Null. Was kann man abschließend zur Ausgabe sagen. Die Beliebtheit der Ausgabe ist anhand der notwendigen Neuauflage unverkennbar. Die relativ hohe Auflage macht die Ausgabe jedoch auch heute noch absolut erschwinglich (niedriger einstelliger Bereich). Postfrische und gestempelte Marken werden durch den Michel gleich bewertet. Echter Bedarf der Marken ist wieder einmal schwierig. An FDC's mit Stempelort Tarawa kommt man durchaus ran. Der Stempelort Christmas Island (140 Stück) gestaltet sich dagegen schon deutlich schwieriger und wird wahrscheinlich zu einem nicht unerheblichen Teil auch in Motivsammlungen stecken. Zeit etwas zu zeigen:

1. Die Markenwerte in postfrischer Qualität (erster Druck).

2. Das beschriebene Aerogramm hier als Ersttagsbrief benutzt. Abgestempelt wurden die Marken (erster Druck) mit einem Vernon 65 (Tarawa - 20.10.1969).

3. Ein Brief von Fanning Island (Linieninseln) nach England. Hier ist die Ausgabe in Mischfrankatur mit Michel 158-159 und 184 zu sehen. Da das Grün der Marken ins olive geht kann man hier deutlich den zweiten Druck identifizieren. Abgestempelt sind die Marken mit einem Stempel Vernon 35 (Fanning - 23.08.1971).

Bis bald phoenix

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25.08.2011 21:04 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1970. Die erste Ausgabe des Jahres widmet sich dem 100. Geburtstag des britischen Roten Kreuzes. Aus diesem Anlass wurden 3 Marken zu 10c, 15c und 35c ausgegeben. Alle drei Marken zeigen Personen aus unterschiedlichen Kulturkreisen bei der Mund zu Mund Beatmung. Ich glaube das sieht man auch nicht so häufig auf Briefmarken. Ich lass mich da aber auch gern eines Besseren belehren. Interessantes ist zur Motivwahl zu vermelden. Das Design basiert auf den Entwurf eines einheimischen Jungen der Schüler an der King Georg V Schule war. Der Junge gewann damit einen Designwettbewerb in der Kolonie. Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck von der Firma John Waddington Ltd. auf Papier mit Wasserzeichen 3. Die Marken waren dabei in 50-er Bögen (10 x 5) angeordnet. Die Perforation der Marken beträgt 14 1/2. Ein paar Angaben zur Auflage:

10c - 75.000 Stück davon 25.000 Stück für die Kolonie
15c - 75.000 Stück davon 25.000 Stück für die Kolonie
35c - 72.500 Stück davon 22.500 Stück für die Kolonie

Für den Verkauf liegen folgende Angaben vor:

10c - 43.803 Stück davon 22.705 Stück in der Kolonie
15c - 35.645 Stück davon 14.547 Stück in der Kolonie
35c - 34.250 Stück davon 13.176 Stück in der Kolonie

Ersichtlich ist das noch nicht einmal die Hälfte der Marken verkauft wurden. Ob die restlichen Marken vernichtet wurden sagt meine Quelle (Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) leider nicht aus. Der geplante Tag für die Erstausgabe war der 02.03.1970. Dazu ist es aber nicht gekommen. Die Marken wurden zwar rechtzeitig aus London per Flugzeug losgeschickt (23.02.1970). Auf Fidschi wurden die Marken, aus welchen Grund auch immer, nicht sofort in das nächste Flugzeug Richtung Gilbert und Ellice Inseln verladen. So mussten die Marken dort eine weitere Woche auf den nächsten Flug warten und erreichten die Kolonie somit verspätet. Als Ersttag gilt damit der 09.03.1970. Aus dem Verkauf wurden die Marken am 06.06.1970 genommen, also knapp drei Monate später. Was gibt es jetzt noch spektakuläres zur Ausgabe zu sagen. Die relativ hohe Auflage sorgt auch heute noch für niedrige Preise (niedriger einstelliger Bereich). Postfrische und gestempelte Marken werden dabei vom Michel gleich bewertet. FDC's sollten eigentlich häufiger auftreten aber mir liegen leider keine Zahlen zu Auflagezahlen vor, noch kann ich einen ursprünglichen FDC präsentieren. Somit bin ich in dieser Hinsicht auch ein wenig unsicher da als weiterer Faktor noch der verschobene Ersttag hinzukommt. Echter Bedarf ist wieder einmal schwieriger, aber ich kann etwas zeigen:

1. Der Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein eingeschriebener Satzbrief (nicht portogerecht) von Tarawa (Gilbertinseln) in die USA. Der Briefumschlag ist der FDC zur Briefmarkenausgabe 25. Jahrestag der Schlacht von Tarawa. Abgestempelt wurden die Marken mit Stempeltyp Vernon 64 (Tarawa 09.03.1970). Der Brief ist somit am Ersttag abgestempelt. Weiterhin findet sich noch ein R-Stempel Vernon Typ 25 (Tarawa) und ein Eingangsstempel Louisburg North Carolina (13.04.1970) auf dem Brief. Der Brief ist also echt gelaufen.

3. Ein Brief der zweiten Gewichtsklasse (6c + 4c) von Tarawa (Gilbertinseln) in die USA. Der Brief wurde per Luftpost transportiert (Stempeltyp AM2 - BY AIR MAIL PAR AVION). Interessant ist hierbei das der Brief als Auslandsbrief (zweite Gewichtsklasse) portogerecht mit 10c frankiert wurde, jedoch per Luftpost transportiert wurde. Dafür wären eigentlich mindestens 25c (erste Gewichtsklasse) fällig gewesen. Auch ein Weg Porto zu sparen. Abgestempelt sind die Marken mit Vernon Typ 35d (17.04.1970). Leider gibt es keinen Eingangsstempel und somit keine Aussage zur tatsächlichen Laufzeit des Briefes.

Bis bald phoenix

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01.09.2011 20:45 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

heute möchte ich gern die zweite Briefmarkenausgabe aus dem Jahr 1970 vorstellen. Es handelt sich hierbei um die Ausgabe 25 Jahre Vereinte Nationen (UNO). Gleich vier Marken (2c, 10c, 15c, 35c) sind hierbei den Unterorganisationen der UNO gewidmet die sich, wie die WHO und UNESCO, dem Thema Gesundheit widmen. Folgende Themen werden durch die einzelnen Marken dargestellt:

2c - Mutter und Kind Gesundheitskampagne
10c - Krankenschwester und medizinisches Equipment
15c - Tuberkulosevorsorge (Röntgenplatte) und Laborant
35c - UNO-Symbol und Karte des Tarawa Atolls

Für das Design der Marken war Jennifer Toombs verantwortlich. Der Offsetdruck der Marken wurde von der Firma Enschede of Holland ausgeführt. Die Marken mit Wasserzeichen 3 wurden dabei in 50-er Bögen (10 x 5) ausgeführt. Die Perforation der Marken beträgt 12 1/2 x 13 1/2. Ersttag für die Ausgabe war der 26.06.1970. Aus dem Verkauf wurden die Marken am 25.09.1970 genommen (3 Monate später). Hier ein paar Angaben zur Auflage (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands):

2c - 60.000 Stück davon insgesamt 33.881 Stück verkauft
10c - 60.000 Stück davon insgesamt 33.931 Stück verkauft
15c - 60.000 Stück davon insgesamt 32.126 Stück verkauft
35c - 60.000 Stück davon insgesamt 30.743 Stück verkauft

Von der Gesamtauflage wurden jeweils die eine Hälfte in die Kolonie geliefert und die andere Hälfte durch die Crown Agents vermarktet. Was mit den restlichen nicht abverkauften Marken passiert ist (knapp die Hälfte der Auflage) ist leider nicht bekannt. Was kann man jetzt noch zur Ausgabe sagen? Nach der wie ich finde weniger gelungenen Ausgabe zur Südpazifikunversität (1969) wurde für die Ausgabe zum zweiten Mal das kleine Format (40 mm x 24 mm) verwendet. Das Design finde ich in diesem Fall aber wesentlich besser gelungen. Diese Aussage ist natürlich sehr subjektiv. Ich denke man kann jedoch eine deutliche Verbesserung im direkten Vergleich erkennen. Für mich ist auch immer wieder überraschend was man alles an Informationen auf so kleinem Format transportieren kann. Die relativ hohe Auflage macht die Ausgabe auch heute noch sehr günstig. Der Michel bewertet dabei postfrische und gestempelte Ausgabe gleich (niedriger einstelliger Eurobetrag). Echter Bedarf ist wie schon häufig bei anderen Ausgaben beschrieben etwas schwierig. FDC's sieht man häufiger. Leider fehlen mir hier jedoch Angaben zur Auflagenstärke. Zeit etwas zu zeigen:

1. Der Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein FDC zur Ausgabe. Gestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 65 (Tarawa - 26.06.1970).

3. Ein Brief von Fanning Island (Linieninseln) nach England. Hier sind die 10c und 15c - Marken in einer Mischfrankataur zu sehen. Der Brief ist bereits beim Artikel zur Weihnachtsausgabe von 1969 abgebildet und näher beschrieben.


Bis bald phoenix

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15.09.2011 20:40 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

eigentlich wäre heute folgerichtig eine weitere Ausgabe aus dem Jahre 1970 an der Reihe. Doch diesmal möchte ich einmal vom bewährten Schema abweichen, in die Geschichte eintauchen und eine unbekannte Briefmarkenausgabe der Christmas Island (Linieninseln) in den Mittelpunkt rücken. Es handelt sich hierbei um die Lokalpost-Marken der Christmas Island. Zu finden ist die Ausgabe im Michelkatalog etwas versteckt hinter den Einträgen der Gilbertinseln unter Weihnachts-Insel. Nur eine kurze Beschreibung, zwei Hauptnummern und keine Angabe zu Preisen. Mehr gibt der Michel nicht her. Was verbirgt sich wirklich dahinter? Christmas Island, heute Kiritimati, verdankt ihren Namen James Cook der die Insel am Weihnachtstag 1777 sichtete. Im Jahre 1888 (17.März) wurde die Insel britisches Protektorat und 1902 wurde sie an die Lever's Pacific Plantations Limited für 99 Jahre vermietet. Man begann damit insgesamt 60.000 Palmen zu pflanzen. Das war die Grundlage der Plantage die im Dezember 1913 von einem Pater Emmanuel Rougier erworben wurde. Fortan wurde die Plantage unter seiner Leitung, bis zu seinem Tode 1932, als "The Central Pacific Coconut Plantations Ltd." geführt. Danach übernahm sein Neffe die Geschäfte. Postalisch gesehen lag die Insel damals im Niemandsland. Es gab keine Post Office auf der Insel und lediglich im Jahre 1901 verirrten sich ein paar Briefmarken von Neusüdwales, die von einem Postagenten mitgeführt wurden, hierher. So kam der Pater wohl auf die Idee eigene Marken herauszugeben obwohl dies durch Verwaltung (Protektorat und später Gilbert and Ellice Island Colony) nicht autorisiert war. Aber bekanntlich ist der Stille Ozean sehr groß und die Bürokraten weit weg vom Geschehen. Im Jahre 1916 war es soweit die erste Briefmarke zu 5c (Equivalent zu 25 Centimes oder 2 1/2d) erschien und wurde für den inländischen Postverkehr verwendet. Das Design der Marke für das wohl der Pater persönlich verantwortlich zeichnete zeigt die Ysabel May, das Schiff der Plantage, vor der Christmas Island. Im Hintergrund ist ein Sonnenaufgang zu bewundern und aus der rechten unteren Ecke fliegt ein großer Vogel (wohl ein Fregattvogel) über dem blauen Meer. Die Bezeichnung Mail Boat Service auf der rechten Seite zeigt auch die wahre Bestimmung der Marken auf. Die Marken dienten eigentlich dazu den Transport bis zum nächsten Postamt, gleichzeitig auch Anlandungspunkt für das Kopra, zu bezahlen. Zielpunkte waren hierbei Honolulu (Hawaii) und Papeete (Französisch Ozeanien). Hier wurden die mit den Lokalpostmarken frankierten Briefe dann mit den einheimischen Marken beklebt, gestempelt und zum endgültigen Bestimmungsort transportiert. Zum Beginn wurde dieser Transport mit 5c bezahlt. In späteren Jahren stieg der Preis auf 10c. Diesem Preisanstieg ist auch die 10c - Marke geschuldet. Der Postbedarf kann nicht sehr groß gewesen sein denn in den 30-iger Jahren wurden gerade einmal 32 Einwohner gezählt. Das ist für so eine relativ große Insel (321 qkm) nicht wirklich viel. Wie einsam es auf dieser Insel wirklich sein konnte zeigt folgende Begebenheit. Nachdem im Jahre 1918 die Ysabel May in einem Hurikan sank dauerte es sage und schreibe 14 Monate bis ein Schiff wieder die Insel besuchte. In den 14 Monaten gingen auch zwei weitere zur Insel gesandte Schiffe verloren. Die HMS New Zealand konnte schließlich im Oktober 1919 die drei verbliebenen Bewohner der Insel nach Fanning Island evakuieren. Die gesunkene Ysabel May wurde später durch die Marechal Foch ersetzt und der Plantagenbetrieb fortgesetzt. Doch jetzt weiter zur Briefmarkenausgabe. Die Marken wurden im Buchdruck erstellt. Sie wurden in einem Bogen zu 2 x 4 Marken (2 Teilbögen 2 x 2 Marken) gedruckt. Über die Druckerei und die Auflagenstärke ist leider nichts bekannt. Der Michel katalogisiert 2 Marken. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Insgesamt kommt man auf 4 Ausgaben die ich hier kurz einmal vorstellen möchte:

- 5c (1916), ohne Wasserzeichen, Perforation 12 1/2
- 5c (ab 1921), ohne Wasserzeichen, Perforation 11 3/4
- 10c (ca. 1926/27), ohne Wasserzeichen, Perforation 11 3/4, Wertangabe 10c in Rot und Wertaufdruck 10 Cents (rot) oben in der Bildmitte
- 10c (Dezember 1934), ohne Wasserzeichen, Perforation 11 3/4, Wertangabe 10c in Blau und Wertaufdruck 10 Cents (blau) oben in der Bildmitte

Beim 5c-Wert gibt es noch eine Besonderheit. Hier gibt es mit "10 cents" überschriebene Marken (Manuscript), exemplarisch auf Briefen aus dem Jahr 1926. Eigene Marken sollen natürlich auch abgestempelt werden. So ist es folgerichtig das eigene Stempel genutzt wurden. Insgesamt drei unterschiedliche Stempeltypen (von 1918 - 1938) sind dokumentiert wobei ein Palmenstempel (Durchmesser ca. 52 mm Durchmesser) wohl am eindrucksvollsten ist. Was kann man zu diesen Marken noch sagen. Die Seltenheit und Sammelwürdigkeit der Ausgabe ist in Sammlerkreisen heute weitestgehend unbestritten. Fehlende Angaben zur Auflagenstärke und Druckerei lassen hier aber immer noch eine gewisse Unsicherheit aufkommen. Die betrifft denke ich aber nur Marken in ungestempelter Qualität. Man weiß halt nicht in welchen Archiven (z.B. Druckereien) noch Marken in gewissen Größenordnungen schlummern. Echt gestempelte Marken und Briefe kann man hier jedoch mit gutem Gewissen ausschließen. Das zeigen auch erzielte Preise bei Auktionen. Bei ebay zum Beispiel sind Briefe die dem Standard entsprechen (meist aus den 30-er Jahren über Französisch Ozeanien gelaufen) kaum unter 75 Euro zu bekommen. Speziellere Briefe liegen natürlich deutlich darüber und können heute sicherlich als Raritäten des Sammelgebietes Gilbert und Ellice Inseln bezeichnet werden. Anzumerken ist vielleicht das die Briefe zum großen Teil philatelistisch inspiriert sind wobei sich besonders zwei Händler (aus der Schweiz und den Vereinigten Staaten) hervor getan haben. Einzelmarken werden ungestempelt etwas häufiger angeboten und bewegen sich so um etwa 20 Euro je Stück, bei guter Erhaltung natürlich. Für Bögen und Teilbögen sind deutlich höhere Preise fällig. Zeit etwas zu zeigen:

1. Den 5c - Wert (Perforation 11 3/4) ungestempelt als Eckrand unten rechts.

2. Den 10c - Wert (rot) als Teilbogen mit Palmenstempel (Vernon Typ 55).

3. Ein Brief in die USA (A.C. Roessler) - 10 Cent (senkrechtes Paar der 5c / Perforation 11 3/4) von Christmas Island nach Tahiti. 10 Franc (Französisch Ozeanien MNr. 28) von Tahiti nach den USA. Abgestempelt mit Vernon Typ 55 (Palmenstempel) und Stempel Papeete (04.01.1922).

4. Ein Brief in die USA mit Cachet (…Largest Cocoanut Plantation in the world…) - 10 Cent (blau) von Christmas Island nach Tahiti. 30 Franc (Französisch Ozeanien MNr. 59) von Tahiti nach den USA. Abgestempelt wurde mit Stempeltyp Vernon 56 (Christmas Island - 25.12.1936) und Stempel Papeete (05.02.1937). Leider hat jemand einen Klebestreifen auf dem Brief angebracht. Ich ärgere mich jedesmal darüber wenn ich den Brief anschaue.

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute geht es wieder planmäßig mit der dritten Ausgabe aus dem Jahre 1970 weiter. Ausgabeanlass war der 100. Jahrestag der Landung der London Missionary Society auf den südlichen Gilbertinseln. Im Jahre 1870 begann die London Missionary Society ihre Tätigkeit auf den Inseln Arorae, Beru, Onotoa und Tamana. Dafür wurden Priester aus Samoa durch Reverent S.J. Whitmee in ihren Dienst eingeführt. Ausgangspunkt der Expedition war Samoa, von wo die Dreimastbark John Williams III das Personal auf die südlichen Gilbertinseln brachte. Insgesamt vier Marken (2 im horizontalen, 2 im vertikalen Format) illustrieren die Ankunft und die Geschichte der London Missionary Society auf den Gilbertinseln. Folgende Motive sind zu sehen:

- 2c - Karte der südlichen Gilbertinseln, Startpunkt der Missionierung (horizontales Format)
- 10c - Dreimastbark John Williams III (vertikales Format)
- 25c - Reverent S.J. Whitmee von der London Missionary Society (vertikales Format)
- 35c - Karte der Gilbertinseln und das Motorschiff John Williams VII (horizontales Format)

Für das Design der Marken war ein gewisser G.R. Vasarhelyi verantwortlich. Die Druckausführung (Offsetdruck) auf Papier mit Wasserzeichen 3 lag in den Händen der Firma Harrisons. Die Perforation der Marken beträgt 14 1/2 x 14 für die horizontalen und 14 x 14 1/2 für die vertikalen Formate. Ersttag war der 01.09.1970. Drei Monate später wurden die Marken wieder aus dem Verkauf genommen. Die Auflage betrug 80.000 Sätze wovon 30.000 Sätze in die Kolonie gingen und 50.000 Sätze von den Crown Agents direkt vermarktet wurden. Über sie tatsächlichen Verkäufe gibt meine Quelle (Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) leider keine Auskunft. Es gibt jedoch Plattenfehler zu vermelden. Ein konstanter Plattenfehler auf der 2c - Ausgabe (Bogenposition: Reihe 1 / Spalte 3) zeigt ein zusätzliches Atoll westlich von Beru. Desweiteren sind für die 2c - Ausgabe noch fünf weitere, jedoch nicht konstante, Plattenfehler dokumentiert. Der Spezialist hat bei dieser Ausgabe somit sicherlich seine Freude.
Was gibt es jetzt noch zur Ausgabe zu vermerken. Die hohe Auflage spiegeln sich in dem auch heute noch sehr niedrigen Preis (niedriger einstelliger Betrag) der Ausgabe wieder. Der Michel bewertet dabei postfrische und gestempelte Ausgaben gleich hoch. Für den Spezialisten ist die Ausgabe Dank der Plattenfehler wohl interessant. Auf Brief ist die Ausgabe eher selten zu entdecken. Der ganz hübsch illustrierte Ersttagsbrief kann einem schon mal über den Weg laufen. Leider ist mir die Auflagenstärke des Ersttagsbrief nichts bekannt. Zeit das wenige zu zeigen:

1. Die Marken in postfrischer Qualität, leider ohne Plattenfehler.

2. Nett illustrierter Ersttagsbrief. Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 65 (Tarawa - 01.09.1970).

Bis bald phoenix

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Hallo,

Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und so ist es folgerichtig das wir uns heute der Weihnachtsausgabe aus dem Jahre 1970 widmen. Die drei Marken zu 2c, 10c und 35c wurden am 03.10.1970 ausgegeben (Ersttag). Alle drei Marken sind im Hochformat auf Papier mit Wasserzeichen 3 ausgeführt und zeigen wie sollte es anders sein weihnachtliche Motive. Das schöne an dem Markendesign ist der lokale Bezug der dahinter steht. So waren Einsendungen eines lokalen Wettbewerbs die Vorlagen für alle drei Werte. Die 2c - Marke (Christkind auf Pandanus-Matte) wurde von einem Terry Collis, Lehrer an der King Georg V - Schule (Tarawa) entworfen. Der Entwurf zur 10c - Marke (Altar der Kathedrale zu Tarawa) stammt von Mrs. Audrey Burroughs, Frau des Postvorstehers. Für die 35c - Marke zeichnete ein gewisser Kapitain Barnett verantwortlich, der zu diesem Zeitpunkt Representant der China Navigation Company an der Colony Merchant Training School war. Das Markenbild zeigt drei traditionelle Segelkanus in einem Stern. Für das entgültige Design der Ausgabe war schließlich ein gewisser L.D. Curtis verantwortlich. Den Druck übernahm die Format International Ltd. Insgesamt wurden 120.000 Sätze geordert wovon 30.000 Sätze in die Kolonie gesandt wurden und 90.000 Sätze durch die Crown Agents vermarktet wurden. Über die Verkaufszahlen gibt die Quelle (Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) folgende Auskünfte:

- 2c - 27.391 Stück (in der Kolonie), 38.471 Stück (durch die Crown Agents) --> insgesamt 65.862 Stück
- 10c - 24.424 Stück (in der Kolonie), 33.021 Stück (durch die Crown Agents) --> insgesamt 57.445 Stück
- 35c - 15.721 Stück (in der Kolonie), 33.105 Stück (durch die Crown Agents) --> insgesamt 48.826 Stück

Auffällig ist das von der relativ hohen Auflage deutlich weniger als 50 % tatsächlich verkauft wurde. Was mit den restlichen Marken passiert ist nachdem sie aus dem Verkauf genommen wurden (Januar 1971) wird leider durch die Quelle nicht berichtet. Was kann man jetzt noch zur Ausgabe sagen? Von Interesse ist vieleicht das die im Jahre 1969 aufgelegten Aerogramme, ebenfalls mit Weihnachtsmotiv, mit Marken der Weihnachtsausgabe von 1970 beklebt und so am Postschalter verkauft wurden. Wäre wirklich interessant so etwas einmal belegen zu können. Der Katalogwert ist durch die hohe Auflage auch heute noch sehr niedrig (im unteren einstelliger Bereich). Postfrische und gestempelte Sätze werden durch den Michel gleich bewertet. Ungeachtet dieser Vorbedingungen finde ich die Ausgabe gut gelungen und ich denke auch für Motivsammler durchaus interessant. Leider kann ich die Marken heute nur in postfrischer Qualität zeigen da mir ein FDC oder anderer Beleg in meiner Sammlung noch fehlt. Da muss ich in der nächsten Zeit mal etwas intensiver im Markt schauen!

Bis bald phoenix

Dateianhang:
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03.11.2011 20:57 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1971 und mit der ersten Ausgabe des Jahres wird die seit 1965 gültige Freimarkenserie durch eine neue ersetzt. Fünfzehn Werte von 1c - 2$ repräsentieren nunmehr die Freimarken der Kolonie und das alles im neuen sehr gelungenen Design. Die Motive der Ausgabe zeigen zu einem großen Teil das Arbeitsleben und die Produkte der Inseln. Für das Design der Marken war G. Drummond verantwortlich. Der Offsetdruck der Marken wurde durch die Walsall Security Printers auf Papier mit Wasserzeichen 3 ausgeführt. Die Perforation der Marken beträgt 14. Folgende Motive zeigen die Marken im einzelnen:

- 1c - Einheimischer bei der Kokosnussernte
- 2c - Fischen in der Lagune
- 3c - Reinigen der Pandanussblätter
- 4c - Fischer beim Auswerfen der Netze
- 5c - Auslegerkanu der Gilbertinseln
- 6c - Schälen der Kokosnüsse
- 8c - Weben von Pandanussmatten
- 10c - Mädchen beim Korbflechten
- 15c - Tigerhai
- 20c - Klopfen von Pandanussblättern
- 25c - Kopraverladung
- 35c - Nächtlicher Fischfang in der Lagune
- 50c - Webwaren, kunstgewerbliche Artikel
- 1$ - Kokosmatten
- 2$ - Wappen der Kolonie

Eine Besonderheit bei der Ausgabe ist bei den Wasserzeichen zu beobachten. Bei der ersten Auflage (1971 - alle Einzelwerte) sind die Wasserzeichen folgendermaßen ausgeführt:

- Marke mit horizontalen Druckbild --> Wasserzeichen seitwärts ausgeführt
- Marke mit vertikalen Druckbild --> Wasserzeichen aufrecht ausgeführt

Bei der zweiten Auflage (1972-73 - Einzelwerte zu 2c, 5c, 6c, 15c, 20c) sind die Wasserzeichen folgendermaßen ausgeführt:

- Marke mit horizontalen Druckbild --> Wasserzeichen aufrecht ausgeführt
- Marke mit vertikalen Druckbild --> Wasserzeichen seitwärts ausgeführt

Der Ersttag der Ausgabe war der 01.05.1970 (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands). Über die Auflagenstärke der Ausgabe liegen mir leider keine Angaben vor. Die Markenbilder einzelner Markenwerte (3c, 10c) wurden später auch für Aerogramme (10c in blau bzw. grün) und für einen Kartenbrief (3c in braun) adaptiert. Was kann man jetzt noch zur Ausgabe sagen. Die letzte Freimarkenausgabe der Gilbert und Ellice-Inseln überzeugt durch ihr Design und bietet durch die Wasserzeichenvarianten und die späteren Überdrucke (Tuvalu, Gilbertinseln) ein interessantes Sammelgebiet für Spezialisten aber auch Neulinge. Die Ausgabe ist heute noch bezahlbar und bewegt sich laut Michel im mittleren zweistelligen Bereich (postfrische und gestempelte Ausgaben werden gleich bewertet). Der Markt zeigt hier jedoch ein deutlich günstigeres Bild. Auffällig ist das die 7 hohen Markenwerte (15c - 2$) ca. 95 % des gesamten Katalogwertes des Satzes repräsentieren. Das lässt sich mit einer evtl. geringeren Auflagenstärke und damit einer schwereren Belegbarkeit dieser Werte erklären. Letzteres kann ich aus meiner Sammlerpraxis bestätigen. Die niedrigen Werte sind auf Briefen deutlich häufiger zu finden. Bei den hohen Werten kann ich z.Zt. noch nicht mit Belegen dienen. Zeit etwas zu zeigen:

1. Die höheren Nominalen (15c - 2$) in postfrischer Qualität.

2. Da haben wir zwei portogerechte Briefe in die USA (7c). Der erste Brief ist von Niutao (3c, 4c) und der zweite Brief von Nanumanga (2c, 5c) gelaufen. Beide Inseln befinden sich in der Gruppe der Elliceinseln. Abgestempelt sind beide Briefe mit einem Stempeltyp Vernon 35 (Niutao - 10.05.1973 / Nanumanga - 30.04.1973).

3. Ein Beispiel für Luftpost im Inland stellt der folgende Brief dar. Hier ein Erstflugbrief Tarawa - Beru mit Cachet und portogerechter Inlandsluftpostrate (6c). Auf dem Umschlag findet sich eine Stempel Vernon Typ 35 (Beru - 22.11.1975) und ein Vernon Typ 64 (Tarawa - 22.11.1975).

4. Der nächste Brief zeigt einen portogerechten Brief nach England (5c innerhalb des Commonwealth) und dokumentiert gleichzeitig den letzten Tag der Nutzung der Freimarkenserien in der Colonie (Cachet Last Day of Gilbert & Ellice Islands Colony). Abgestempelt ist der Brief mit einem Stempel Vernon Typ 64 (Tarawa - 31.12.1975).

5. Ein Kartenbrief (3c Inlandporto). Hier stand die 3c - Marke für den Aufdruck (braun) pate. Abgestempelt wurde der Kartenbrief (wohl ein Gefälligkeitsstempel) auf der Christmas Island / Linieninseln mit einem Vernon Typ 35 (24.12.1975).

6. Ein unbenutztes Aerogramm (10c) Hier wurde die 10c - Marke als Aufdruck in blauer Farbe genutzt.

Bis bald phoenix

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11.11.2011 21:33 phoenix ist offline E-Mail an phoenix senden Beiträge von phoenix suchen Nehmen Sie phoenix in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,

ich wünsche allen Lesern ein gesundes neues Jahr 2012 und möchte hiermit meinen in letzter Zeit ein wenig vernachlässigten Thread wiederbeleben. Wir waren im Jahre 1971 stehengebleiben, in dem die letzte Freimarkenserie der Kolonie aufgelegt wurde. Ich werde heute die restlichen drei Ausgaben des Jahres 1971 zusammenfassen. Das bietet sich an da es zu den einzelnen Ausgaben nicht soviel zu berichten gibt, zusammengenommen aber doch ein ansprechender Beitrag herauskommen soll. Okay, ein Grund ist natürlich auch das ich zu den Ausgaben nicht allzuviel von Substanz zeigen kann aber das wenige möchte ich denoch am Ende gern mit euch teilen.

Da hätten wir als erstes die Ausgabe zur neuen Verfassung (Ersttag 01.08.1971). Zwei Marken zu 3c und 10c wurden dazu aufgelegt. Anlass war das Inkrafttreten einer neuen Verfassung für die Kolonie der Gilbert und Ellice Inseln die den Inseln eine größere Selbstständigkeit zubilligte. Der 3c - Wert zeigt das Abgeordnetenhaus und der 10c - Wert ein für die Inseln typisches Versammlungshaus. Für das Design der Marken war ein gewisser Victor Whiteley verantwortlich. Gedruckt wurden die Marken von der Firma J.Waddington im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Die Perforation der Marken beträgt 14. Die Auflagenstärke der Ausgabe wird mit 75.000 Stück je Wert benannt (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands).

Die zweite Ausgabe ist die schon zur Tradition gewordene Weihnachtausgabe des Jahres 1971 (Ersttag 01.10.1971). Drei Marken zu 3c, 10c und 35c wurden hierfür aufgelegt. Die Marken zeigen den Stern von Bethlehem über einer Pfahlhütte, zwischen Palmzweigen und über einem Auslegerboot. Für das Design war J.D.Curtis verantwortlich. Diesmal führte den Druck die Firma Questa Colour Security Printers Ltd. aus. Die Marken wurden im Offsetdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 in Bögen zu je 50 Marken gedruckt. Die Perforation der Marken beträgt 14 1/2. Die Marken waren drei Monate im Verkauf und in den Post Offices auf dem Tarawa-Atoll sowie auf dem Funafuti-Atoll und auf Ocean Island erhältlich. Zur Auflage ist folgendes bekannt:

- 3c - 180.000 Stück
- 10c - 190.000 Stück
- 35c - 190.000 Stück

Über die Anzahl der tatsächlich verkauften Marken ist leider nichts bekannt aber über das FDC gibt es einige Fakten. Es wurden 1.287 FDC aufgelegt. Die FDC's wurden exklusiv auf dem Tarawa-Atoll über die Post Offices Betio, Bairiki und Bikenibeu (nur am Ersttag) und das Philatelic Bureau verkauft. Dabei wurde der Löwenanteil von 933 Stück durch das Philatelic Bureau in Betio an den Mann gebracht.

Die letzte Ausgabe des Jahres 1971 widmete sich dem 25. Geburtstag der UNICEF (Ersttag 11.12.1971). Dieser Anlass wurde mit der Ausgabe von drei Marken (3c, 10c, 35c) gewürdigt die Bilder einheimischer Kinder zeigen. Das Design besorgte ein gewisser G.Vasarhelyi. Dabei nutzte er Fotografien die der Direktor des medizinischen Services der Kolonie aufgenommen hatte und für diesen Zweck zur Verfügung stellte. Der Druck der Marken oblag wieder einmal der Firma Questa Colour Security Printers Ltd. die die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3 in 50-er Bögen erstellte. Die Perforation der Marken beträgt 14 1/4. Über die Auflage ist leider nichts bekannt die Crown Agents können jedoch Verkaufszahlen der Ausgabe beisteuern:

- 3c - 32.435 Stück
- 10c - 32.821 Stück
- 35c - 26.125 Stück

Fazit: Hohe Auflage gleich niedriger Katalogpreis. Der Michel siedelt alle drei Ausgaben im niedrigen einstelligen Bereich an, wobei postfrische und gestempelte Marken gleich behandelt werden. Motivlich sind alle drei Ausgaben ansprechend und besonders die Weihnachtsausgabe für den Motivsammler interessant. Alle drei Ausgaben bedienen die Portostufen 3c (Brief innerhalb des Commonwealth), 10c (Luftpost nach Neuseeland und Australien) und 35c (Luftpost nach Großbritannien und Europa). Man kann daran deutlich erkennen das die Briefbeförderung sich in Richtung Lufttransport verschoben hat und somit die jeweiligen Nominalen stärker gefragt waren. Echter Bedarf der Ausgaben ist schwerer beschaffbar. FDC's sieht man häufiger am Markt. Mann kann jedoch an der Weihnachtsauflage erkennen das eine Auflage von 1.287 FDC nicht gerade Masse bedeutet, denn man kann bei dieser Ausgabe davon ausgehen das ein großer Teil der FDC's in den Alben der Motiv-und Ländersammler verschwunden ist und nur in kleinen Happen wieder auf den Markt kommt. Aber trotzdem keine Panik, Gelegenheiten zum Erwerb gibt es immer wieder. Zeit etwas zu zeigen:

1. Die drei Ausgaben in postfrischer Qualität vereint.

2. Ein FDC der Weihnachtsaugabe. Abgeschlagen ist hier ein Stempeltyp Vernon 65 von Tarawa (Gilbertinseln).

3. Ein R-Brief von Nikunau (Gilbertinseln) in die Schweiz frankiert mit der UNICEF-Ausgabe (Satzbrief). Der Brief ist mit 48c leicht überfrankiert (47c hätten gereicht), der seltene Stempelort entschädigt jedoch hinreichend dafür. Abgestempelt ist der Brief mit einem Stempel Vernon 66a (Nikunau 23.08.1972). Außerdem findet sich noch ein R-Stempel vom Typ 14 auf dem Umschlag. Und welch ein Glück ein Eingangsstempel (St.Gallen Brühltor 29.11.1972) findet sich auf der Rückseite.

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute sind wir im Jahre 1972 angekommen. Die erste Ausgabe des Jahres wurde zum 25.Jahrestag der Südpazifikkommission herausgebracht. Drei Werte zu 3c, 10c und 35c zeigen hierbei folgende Motive:

- 3c - Gebiet der Südpazifikkommissions-Länder als Landkarte dargestellt
- 10c - verschiedene Kanutypen des Südpazifiks und die Flagge der Kommission
- 35c - Flaggen der Mitgliedsstaaten um die Flagge der Kommission angeordnet

Leider ist beim 35c - Wert ein peinlicher Fehler aufgetreten. Eigentlich waren zum Zeitpunkt nur acht Nationen (Australien, Fidschi, Frankreich, Nauru, Neuseeland, Großbritannien, USA, Westsamoa) in der Kommission vertreten. Es sind jedoch neun Flaggen abgebildet. Die Flagge von Tonga hat eigentlich nichts im Kreis der Kommissionsmitglieder zu suchen, da Tonga zu diesem Zeitpunkt kein Mitglied war. Die Nichtmitgliedschaft Tongas war zu dieser Zeit auch ein heikles politisches Thema in der Südpazifikkommission. Trotz allem wurde die Ausgabe jedoch nicht zurückgezogen. Auch ist nicht bekannt das die Ausgabe vorzeitig aus dem Verkauf genommen wurde. Das Design der Marken stammt von A.S.B. New (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands). Der Druck wurde von der Firma Questa Colour Security Printers Ltd. auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 ausgeführt. Die Perforation der Marken beträgt 13 1/4 zu 13 3/4. Der Ersttag der Ausgabe war der 21.02.1972. Über die Auflagenstärke der Ausgabe ist leider nichts bekannt. Über die Verkaufszahlen können jedoch die Crown Agents Auskunft geben:

- 3c - 52.084 Stück
- 10c - 51.663 Stück
- 35c - 44.126 Stück

Schaut man auf die Verkaufszahlen, kann man davon ausgehen das wohl wenigstens 75.000 Stück je Nominale aufgelegt wurden. Was mit den nichtverkauften Exemplaren passiert ist bleibt im dunklen. Was gibt es jetzt noch zu berichten? Der Michel siedelt die Ausgabe im niedrigen einstelligen Bereich an. Der gestempelte Satz wird etwa 20 % höher bewertet. Das lässt darauf schließen das echter Bedarf schwieriger zu beschaffen ist, was ich aus der Praxis bestätigen kann. FDC's sind wieder einmal leichter zu bekommen. Das Design der Marken sagt mir nicht so ganz zu aber das ist sicherlich ein subjektiver Aspekt und soll ja nicht vom Sammeln der Ausgabe abhalten. Für jemanden der das Gebiet komplett haben möchte gehört die Ausgabe einfach dazu. Und wenn jemand Fehler auf Briefmarken dokumentieren möchte (Jetzt sind keine Plattenfehler gemeint!) ist der Satz denke ich auch ganz nett und vor allem erschwinglich. Zeit etwas zu zeigen!

1. Der Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein Brief Von Abaiang in die USA frankiert mit dem 3c und 10c-Wert der Ausgabe. Der Brief könnte als Brief ins Ausland (zweite Gewichtsstufe) gelaufen sein. Er ist dafür jedoch leicht überfrankiert (11c hätten gereicht). Da jedoch auf der Rückseite ein Eingangsstempel fehlt kann man wohl von einem philatelistisch inspiriertem Brief ausgehen. Der Stempeltyp auf dem Brief ist ein Vernon Typ 35 (Abaiang 15.11.1972).

Bis bald phoenix

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Hallo,

die zweite Ausgabe des 1972 widmete sich der Unterwasserwelt im Bereich der Gilbert-und Ellice Inseln. Auf vier Marken (3c, 10c, 15c, 35c) sind dabei folgende Korallenarten abgebildet:

- 3c - Lochkoralle (Alveopora sp.)
- 10c - Nelkenkoralle (Euphyllia dana)
- 15c - Federkoralle (Melithea sp.)
- 35c - Nesselkoralle (Spongodes sp.)

Die farbenfrohen Marken wurden durch Sylvia Goaman entworfen. Die Idee für diese Ausgabe und einer der Entwürfe stammmt jedoch ursprünglich von einem Oberschullehrer vom Tarawa-Atoll. Damit ist sehr schön der regionale Bezug dieser Ausgabe hergestellt. Die Marken wurden im Offsetdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen 3 durch die Firma Questa Colour Security Printers Ltd. hergestellt. Die Perforation beträgt 14 1/2. Für den 15c - Wert sind Abweichungen beim Wasserzeichen dokumentiert, interessant für den Spezialisten. Der Ersttag der Ausgabe war der 26.05.1972. Über Verkaufszahlen der Ausgabe ist leider nichts bekannt. Die Auflage ist jedoch mit 60.000 Sätzen beziffert (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands).

Was gibt es sonst noch zu berichten? Dank der Auflage ist der Preis heute noch niedrig und bewegt sich im niedrigen einstelligen Eurobereich. Postfrische Marken im Satz werden dabei doppelt so hoch bewertet (laut Michel) wie die selbe Ausgabe in gestempelter Qualität. Den Satz postfrisch kann man noch relativ leicht bekommen. Auf Brief oder FDC habe ich die Ausgabe persönlich bis jetzt relativ wenig gesehen. Es kann natürlich einiges in den Alben stecken aber auf den Sammlermarkt sieht man zur Zeit nicht so viel. Aber das kann sich in der heutigen Zeit auch schnell mal ändern. Zeit etwas zu zeigen!

1. Ein Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein eingeschriebener Satzbrief (nicht portogerecht) in die USA. Abgestempelt ist der Brief auf Tamana (Gilbertinseln) mit einem Vernon Typ 35 am 17.11.1975. Außerdem findet sich noch ein R-Stempel Typ R25 auf der Vorderseite. Auf der Rückseite sind zwei Stempel von San Diego (USA) abgeschlagen. Der Brief ist also echt gelaufen!

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute werde ich das Jahr 1972 mit der Weihnachtsausgabe und der Ausgabe zur Silberhochzeit von Queen Elisabeth II und dem Duke of Edinburgh abschließen.
Die Weihnachtsausgabe 1972 umfasst drei großformatige Marken mit den Nominalen von 3c, 10c und 35c. Zwei der Marken sind dabei im Hochformat und eine Marke im Querformat ausgeführt. Die Marken zeigen weihnachtliches Kunsthandwerk aus Muschel- und Schneckengehäusen. Für die Motive standen die echten Kunstwerke von Father Bermond (3c, 10c) und Ten Tawaia Matarena (35c), der von Nord Tabiteuea stammt, pate. Ausgeführt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Die Perforation beträgt 14. Der Ersttag für die Ausgabe war der 15.09.1972. Über die Auflagenstärke liegen mir leider keine Informationen vor. Die Ausgabe der Marken fiel nahezu mit dem Weihnachtsversand der Schiffspost nach Großbritannien zusammen welcher eine Woche später startete. Auf diesem Weg gelaufenen Briefe versehen mit der Weihnachtsausgabe sollten somit eher rar sein. Mit dem 10c - Wert frankiert sind Luftpostbriefe bekannt die mit dem Design Madonna und Kind der 1969-er Weihnachtsausgabe versehen sind. Ob solche Luftpostbrief auch zum Ersttag abgestempelt wurden kann ich leider nicht sagen.

Die Ausgabe zur Silberhochzeit von Queen Elisabeth II und dem Duke of Edinburgh ist eine sogenannte Omnibusausgabe die von vielen Gebieten des britischen Empires aufgelegt wurde. Zwei Werte zu 3c und 35c umfasst die Ausgabe. Im Mittelpunkt des Designs (Firma Harrisons) steht das gewürdigte Silberhochzeitspaar. Flankiert wird das Paar zu beiden Seiten von einem Kave, einem Blumenkranz, der hauptsächlich berühmten Gästen als Kopfschmuck an festlichen Anlässen überreicht wird. Gedruckt wurden die Marken durch die Firma Harrisons (Quelle: Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) im Rastertiefdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Perforiert sind die Marken 14:15. Der Ersttag der Ausgabe war der 20.11.1972. Von der Ausgabe sind Marken mit kopfstehenden Wasserzeichen bekannt, also etwas für den Spezialisten.

Was kann man sonst noch zu beiden Ausgaben sagen. Motivlich kann besonders die Weihnachtsausgabe überzeugen. Die Ausgabe zur Silberhochzeit findet sicher bei Freunden der gekrönten Häupter bzw. Sammlern von Omnibusausgaben seine Freunde. Finanziell sind beim Erwerb der Ausgaben keine großen Kraftanstrengungen notwendig. Beide Ausgaben bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich. Unterschiede zwischen gestempelten und postfrischen Ausgaben macht der Michel kaum. Lediglich der gestempelte Satz der Ausgabe zur Silberhochzeit wird etwas niedriger bewertet als der postfrische. Ein Blick bei ebay sagt mir das der Erwerb der Einzelmarken z.Zt. kein Problem ist. Ich kann mich jedoch daran erinnern das ich die Weihnachtsausgabe vor einigen Jahren erst nach relativ langer Suche erwerben konnte. Zu FDC's kann ich bei beiden Ausgaben leider nicht viel sagen. Zur Silberhochzeit-Ausgabe habe ich dazu aber schon mal was gesehen. Bedarf auf Briefen ist wieder mal nicht so einfach zu bekommen, aber ich kann heute doch etwas zeigen.

1. Die postfrischen Ausgaben zu Weihnachten 1972 und Silberhochzeit.

2. Brief von Bikenibeu (Tarawa-Atoll) nach England frankiert mit dem 3c und 10c - Wert der Weihnachtsaugabe. Leider ist der Brief nicht korrekt frankiert. Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 35 (Bikenibeu - 12.12.1972).

3. Spätverwendete 3c - Marke der Silberhochzeitausgabe kombiniert mit einer 1c - Freimarke auf Brief von Fanning Island (Linieninseln) nach Australien. Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 71 (Fanning - 03.05.1976). Der Stempel zeigt schon die Bezeichnung Gilbert Island, denn die Kolonie Gilbert und Ellice Inseln hatte am 01.01.1976 aufgehört zu existieren (fortan Tuvalu und Gilbertinseln).

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Hallo,

die erste Ausgabe des Jahres 1973 leitete eine neue Serie bei den Briefmarkenausgaben der Gilbert und Ellice Inseln ein. Vier Marken zu 3c, 10c, 25c und 35c befassen sich mit Legenden der einzelnen Inseln. Bei dieser Ausgabe ging um die Legenden folgender Inseln:

- Funafuti: Das Land der Bananen
- Butaritari: Der Duft der See
- Tarawa: Der Mittelpunkt der Welt
- Abemama: Das Land des Mondes

Zu Funafuti und damit zur Legende auf der Marke gibt es folgendes zu berichten. In grauer Vorzeit landete der Ahne Telematua mit seinen beiden Frauen Futi und Tupu auf der Insel. Erst siedelte man auf der kleinen Insel Funafala und später auf der Insel Fongafale (beides Inseln des Funafuti-Atolls). Aber die Ressourcen auf den Inseln, besonders Süßwasser waren knapp. So entschied sich Telematu nach einer neuen Insel zu suchen und fand Vaitupu wo es mehr Süßwasser gab. Seine Frau Tupu siedelte er nach Vaitupu um, Futi blieb auf Funafuti und Telematu pendelte fortan zwischen seinen Frauen hin und her. Der Name Futi (eine von Telematua's Frauen) steht für Banane und deshalb wird Funafuti als das Land der Bananen bezeichnet.

Die Marken der Ausgabe wurden im Querformat als Offsetdruck ausgeführt. Es wurde dabei Papier mit dem Wasserzeichen 3 verwendet. Perforiert sind die Marken K14 1/2. Der Ersttag der Ausgabe war der 05.03.1973. Leider kann ich zur Auflagenstärke, druckausführende Firma etc. nichts berichten, da meine Quelle (Philatelic Handbook of the Gilbert & Ellice Islands) leider mit dieser Ausgabe versiegt.

Was kann man zur Ausgabe noch sagen. Die neue Serie (Legenden) hat einen ausgesprochenen Landesbezug, was in der heutigen Zeit für ähnliche Briefmarkenländer nicht unbedingt die Regel ist. Durch die Wahl des Motives (Bildmotiv zur Legende und Kartendarstellung der jeweiligen Insel) fühlen sich denke ich besonders die Motivsammler angesprochen. Die müssen für die Ausgabe auch nur einen niedrigen einstelligen Eurobetrag investieren und haben damit die Exotik der Südsee im Album. Der Michel bewertet die gestempelten und postfrischen Ausgaben gleich. Echt gelaufen dürften die Marken weniger häufig auftauchen. Der Ersttagsbrief ist hingegen für kleines Geld immer mal wieder zu haben. Erstmals seit der Freimarkenausgabe 1971 wurde auch wieder ein 25c - Wert aufgelegt. Das war zu der Zeit der Tarif für einen Brief nach Nord- und Mittelamerika.
Zeit etwas zu zeigen.

1. Die Ausgabe in postfrischer Qualität.

2. Ein Ersttagsbrief abgestempelt mit einem Vernon Typ 65 (Tarawa - 05.03.1973).

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute möchte ich gern die übrigen drei Ausgaben des Jahres 1973 vorstellen. Es handelt sich hierbei um die Weihnachtsausgabe von 1973, die Ausgabe zur Hochzeit von Prinzessin Anne und Mark Phillips und eine Ausgabe zur internationalen meterologischen Zusammenarbeit.

Die schon traditionelle Weihnachtsausgabe aus dem Jahre 1973 umfasst 4 Marken zu 3c, 10c, 35c und 50c. Die vom Design, meiner Meinung nach, sehr gelungene Ausgabe zeigt folgende Motive in einem Bildausschnitt der einer Meeresschnecke nachempfunden ist:

- 3c - Tänzerin von den Gilbertinseln (Entwurf Sister Juliette)
- 10c - Auslegerkanu (Entwurf Mr. R.P. Turner)
- 35c - Insel in Abenddämmerung (Entwurf Mr. R.P. Turner)
- 50c - Umriss der Weihnachtsinsel (Kiritimati) (Entwurf Mr. C. Potts)

Für das abschließende Design war Jennifer Toombs verantwortlich. Die vertikal ausgeführten Marken wurden im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3 von der Firma Questa gedruckt (50-er Bogen zweigeteilt). Die Perforation ist mit K 14 1/4 im Michelkatalog aufgeführt. Der Ersttag für die Ausgabe war wieder einmal ziemlich früh im Jahr (24.09.1973). Aber bekanntlich kommt ja kein Fest so überraschend wie Weihnachten. Zur Weihnachtsausgabe wurde auch ein Aerogramm (10c) am 01.11.1973 aufgelegt.

Die Ausgabe zur Hochzeit von Prinzessin Anne und Mark Phillips, eine sogenannte Omnibusausgabe, besteht aus 2 Werten (3c, 35c). Beide Werten zeigen motivgleich das glückliche Paar. Knapp 20 Jahre später war es mit der Herrlichkeit wieder vorbei und die Trennung (Scheidung) nach zwei gemeinsamen Kindern und einem unehlichen Kind (entstammte einer Affäre von Mark Phillips mit einer Kunstlehrerin im Jahre 1985) besiegelt. So jetzt genug mit dem Tratsch! Die vertikal ausgeführten Marken wurden im Offsetdruck auf Papier mit wasserzeichen 3 gedruckt. Die Perforation beträgt K 14. Der Ersttag der Ausgabe fiel natürlich mit dem Tag der Hochzeit, dem 14.11.1973, zusammen.

Die letzte Ausgabe des Jahres 1973 feierte 100 Jahre internationale meterologische Zusammenarbeit und die Eröffnung einer neuen Weltwetterbeobachtungsstation auf Betio (Tarawa-Atoll). Im Jahre 1873 wurde die IMO (International Meteorological Organization) gegründet. Diese Organisation ging im Jahre 1950 in die spätere UNO-Fachorganisation WMO (World Meteorological Organization) auf. Die vier Werte (3c, 10c, 35c, 50c) zeigen folgende Motive:

- 3c - Meterologische Beobachtungen
- 10c - Wetterstation
- 35c - Wetterballon
- 50c- Karte der Gilbert-, Ellice- und Phoenixinseln

Auf der rechten Seite der Marken ist jeweils das Wappen der UNO abgebildet. Für das Design war P.A.D. verantwortlich. Die Orginalentwürfe stammen von Mr. E.S. Cheek. Die horizontal ausgeführten Marken wurden im Offsetdruck, durch die Firma Questa, auf Papier mit Wasserzeichen 3 ausgeführt (50-er Bogen zweigeteilt). Die Perforation ist mit K 14 1/2 angegeben. Der Ersttag der Ausgabe war der 26.11.1973.

Was gibt es zu den drei Ausgaben jetzt noch zu sagen? Angaben zur Auflagenstärke der Ausgaben sind leider nich verfügbar. Die Katalogpreise (Michel) verheissen da jedoch auch keine großen Überraschungen. Alle Ausgaben sind noch im einstelligen Eurobereich angesiedelt. Wobei die WMO-Ausgabe jedoch mit Abstand die teuerste Ausgabe ist (oberer einstelliger Eurobereich). Postfrische und gestempelte Ausgaben werden nur bei der Weihnachtsausgabe gleich bewertet. Bei den beiden anderen Ausgaben (WMO, Hochzeit) sind die postfrischen Ausgaben doppelt so teuer wie die gestempelten (Quelle: Michel). Motivlich finde ich persönlich die Weihnachtsausgabe am gelungsten. Und Dank des frühen Ausgabedatums im Jahre 1973 ist wohl sogar die Kombination einer an Weihnachten (24.12.1973) auf der Weihnachtsinsel (Kiritimati) gestempelten Weihnachtsausgabe mit dem Motiv der Weihnachtsinsel (50c) möglich. Bei solch einen WWWW-Beleg würde ich bestimmt nicht nein sagen! So, bevor ich mir jetzt einen Zimtstern gönne, Zeit etwas zu zeigen.

1. Da haben wir die drei Ausgaben in postfrischer Qualität versammelt.

2. Die 3c-Marke der Hochzeitausgabe in Kombination mit einem waagerechten 1c-Paar der Freimarkenausgabe von 1971 auf Brief von Washington Island über Fanning Island (beide Linieninseln) nach England und das auch noch portogerecht (5c). Abgeschlagen wurde ein Zweikreisstempel von Washington Island mit handgeschriebener Datumsangabe (01.10.1975) und ein Vernon Typ 71 (Fanning Island - 04.02.1976). Interessant an dem Brief sind die Stempel. Der erste Stempel von Washington Island wurde vor dem Ende der Kolonie (Gilbert and Ellice Islands) abgeschlagen, der zweite Stempel nach dem Ende der Kolonie und somit mit der Bezeichnung Gilbert Islands. Es wird also ein Stück Zeitgeschichte eindrucksvoll dokumentiert auch wenn der Brief philatelistisch insperiert ist und keinen echten Bedarf darstellt.

3. Die WMO-Ausgabe zusammen mit Michel-Nr.236-39 auf Brief in die USA. Abgestempelt sind die Marken mit einem Stempel des Philatelistischen Büros in Betio vom 16.02.1976. Wie im vorhergehenden Brief handelt sich um eine Spätverwendung der Marken, denn der Stempel zeigt schon Gilbert Islands an (nach dem Ende der Kolonie Gilbert & Ellice Inseln). Ob der Brief tatsächlich gelaufen ist bleibt offen, denn ein Eingangsstempel fehlt leider.

Bis bald phoenix

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Hallo,

wir schreiben das Jahr 1974 und die erste Ausgabe des Jahres schreibt buchstäblich Briefmarkengeschichte. 63 Jahre nach der ersten Markenausgabe für die Kolonie der Gilbert & Ellice Inseln wird erstmals ein Briefmarkenblock (bei Michel natürlich mit BL 1 bezeichnet) aufgelegt. Doch nun alles der Reihe nach!
Die Markenausgabe mit vier Werten hat ein sehr schönes regional bezogenes Thema, den traditionellen Kanuschmuck, zum Anlass (Ersttag 04.03.1974). Die vier Werte zu 3c, 10c, 35c und 50c zeigen traditionelle Auslegerboote in Aktion mit dem jeweiligen sogenannten Kanuschmuck. Die Marken sind dabei in einem beigen (3c), hellblauen (10c), gelben (35c) und magenta (50c) Farbton gehalten und die Motive horizontal ausgeführt. Im Block sind die Marken zu 2 x 2 Marken (also als Viererblock) angeordnet. Die im einzelnen schon recht großformatigen Marken sind dabei von großzügigen Verziehrungen umgeben die die Blockgröße auf stattliche 154 x 129 mm anschwellen lässt. Die motivlich sehr ansprechenden Marken wurden im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3 erstellt und haben eine Perforation K 14. Die Einzelmarken und die Marken im Block unterscheiden sich von der Ausführung her nicht.

Fazit: Motivlich und in der Ausführung ist die Markenausgabe sehr gelungen und die Blockausgabe wie ich meine einer Nr. 1 durchaus würdig. Über die Auflagenstärke zu Satz und Block liegen mir leider keine Informationen vor. Es ist jedoch davon auszugehen das die Einzelmarken in einer deutlich höheren Stückzahl als der Block produziert wurden. Preislich ist die Ausgabe erschwinglich, wobei sich die Blockausgabe jedoch im niedrigen zweistelligen Eurobereich bewegt. Gestempelte und postfrische Ausgaben werden durch den Michel gleich hoch bewertet. Auf Brief sind Einzelmarken nicht so häufig zu finden. Der Block auf Brief ist wegen seiner Ausmaße wohl eine absolute Ausnahme. FDC's mit dem Satz werden dagegen häufiger am Markt angeboten. Einen FDC mit Block habe ich persönlich noch nicht gesehen, was aber nicht aussschließt das es so etwas tatsächlich gibt. Zeit etwas zu zeigen!

1. Der Satz und der Block in postfrischer Qualität.

2. Ein FDC versehen mit einem Stempel Typ Vernon 65 (Tarawa 04.03.1974).

3. Ein gefälligkeitsgestempelter Satzbrief mit einem Stempel Typ Vernon 64 (Tarawa 24.10.1975).

Bis bald phoenix

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Hallo,

die zweite Ausgabe des Jahres 1974 wurde zum 100. Jahrestag des Weltpostvereins (UPU) aufgelegt. Zu diesem Anlass wurden in vielen Ländern Briefmarkenausgaben herausgegeben, so das dieser Jahrestag allein schon ein interessantes Sammelgebiet darstellt. Die vier durch die Gilbert und Ellice Inseln ausgegebenen Marken zeigen folgende Motive:

- 4c - MiNr.24 (Briefmarke auf Briefmarke) und Auslegerkanu "Te koroba"
- 10c - MiNr.49 (Briefmarke auf Briefmarke) und Segelschiff "Kiakia"
- 25c - MiNr.182 (Briefmarke auf Briefmarke) und Verkehrsflugzeug BAC 1-11
- 35c - UPU-Emblem mit den Jahreszahlen (1874 - 1974)

Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen 3. Die Perforation der Marken beträgt K14. Der Ersttag der Ausgabe war der 10.06.1974. Leider liegen mir keine Informationen zur Auflagenstärke der Ausgabe vor.

Was macht die Ausgabe für den Sammler jetzt attraktiv? Ich denke es werden sich besonders die Motivsammler angesprochen fühlen. Wir haben da zum einen das Briefmarke auf Briefmarke-Motiv, die Darstellung von Schiffen sowie eines Flugzeuges und wie schon oben beschrieben der 100. Jahrestag des Weltpostvereins. Interessant ist das bei den Briefmarke auf Briefmarke-Motiven die Freimarken-Höchstwerte aus den drei hauptsächlichen Regentschaftsepochen, seit Bestehen der Kolonie (King Georg V - MiNr.24, King Georg VI - MiNr.49 und Queen Elisabeth II - MiNr.182), gewählt wurden. Die abgebildete MiNr.24 spielt hier mit dem Katalogwert laut Michel noch in einer ganz anderen Liga und ist der Schlüsselwert einer Sammlung der Gilbert und Ellice Inseln.
Für den Sammler ist die Beschaffung der Ausgabe auch heute noch sehr preisgünstig (niedriger einstelliger Betrag). Der Michel bewertet die gestempelte Ausgabe genauso hoch wie die postfrische. Echt gelaufen auf Brief sieht man die Ausgabe nicht so häufig. Auf FDC ist die Ausgabe jedoch relativ häufig und dann oft mit einem Ersttagsstempel von Tarawa (Gilbertinseln) versehen. Zeit etwas zu zeigen:

1. Der Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein FDC als R-Brief nach England gelaufen (nicht portogerecht). Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 65 (Tarawa 10.06.1974). Außerdem findet sich noch ein R-Stempel Typ R25 (Tarawa Nr.1519B) auf dem Brief.

3. Portogerecht (10c) nach Australien gelaufenes Aerogramm. Abgestempelt wurde mit einem Stempeltyp Vernon 35 (Kuria - 06.09.1974). Kuria (Gilbertinseln) ist ein nicht gerade häufiger Stempelort.

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute möchte ich gern die beiden verbliebenen Ausgaben aus dem Jahr 1974 vorstellen. Das wäre zum einen die schon traditionelle Weihnachtsausgabe und eine Ausgabe zum 100.Geburtstag von Sir Winston Churchill.
Die schon obligatorische Weihnachtsausgabe, mit vier Werten zu 4c, 10c, 25c, 35c wurde wieder einmal sehr früh im Jahr aufgelegt (05.09.1974). Eine weitere Konstante bei den Weihnachtsausgaben, der lokale Bezug, wurde erneut aufgenommen. Die Marken zeigen diesmal traditionell hergestelltes Spielzeug.
Folgende Motive sind dabei zu sehen:

- 4c - Spielzeugkanu
- 10c - Spielzeugwindmühle
- 25c - Kokosnussball
- 35c - Segelschiffe

Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Perforiert sind die Marken K14. Über die Auflagenstärke der Ausgabe liegen mir leider keine Informationen vor. Zieht man die Katalogpreise zu Rate kann man jedoch davon ausgehen das sich die Auflage in etwa auf dem Niveau der Weihnachtsausgabe von 1971, bei 160.000 - 190.000 Sätzen, bewegt. Damit wird denke ich auch deutlich das das Hauptaugenmerk auf den Sammmlermarkt gerichtet war.

Die zweite Ausgabe zum 100.Geburtstag von Sir Winston Churchill besteht aus drei Werten zu 4c, 10c, 35c und skizziert das Leben des großen Politikers und u.a. auch Literaturnobelpreisträgers auf eine etwas ungewöhnliche Weise:

- 4c - Blenheim Palace (Geburtsstätte von Winston Churchill)
- 10c - Churchill als Maler
- 35c - Churchill-Denkmal in London

Ach ja im Rostocker Zoo heisst übrigens auch ein alter Eisbär Churchill. Der ist jedoch nicht in der Ausgabe verewigt Augenzwinkern . Aber Spass beiseite! Gedruckt wurden die Marken wieder einmal im Offsetdruck. Das Papier hat das Wasserzeichen 3 und die Perforation beträgt K14. Bei der Auflagenstärke muss ich leider mal wieder passen. Der Ersttag der Ausgabe war der 30.11.1974.

Fazit: Beide Ausgaben sind durchaus ansprechend, wobei die Weihnachtsausgabe durch Gestaltung und lokalen Bezug sicherlich etwas herausragt. Aus Sammlersicht gesehen ist sicherlich die Weihnachtsausgabe gefragter. Auch heute noch sind beide Ausgaben für relativ kleines Geld (niedrige einstellige Eurobeträge) zu beschaffen. Auf FDC sind beide Ausgaben durchaus häufiger zu sehen. Echt gelaufen sind die Ausgaben, wie so oft mal wieder, schwieriger zu beschaffen. Zeit etwas zu zeigen:

1. Beide Sätze in postfrischer Qualität.

2. Ein FDC zur Weihnachtsausgabe 1974. Abgestempelt wurde mit einem Stempeltyp Vernon 65 (Tarawa - 05.09.1974).

3. Ein R-Brief von Onotoa (Gilbertinseln) in die USA. Der 25c - Wert der Weihnachtsausgabe ist hier zusammen mit den MiNr.176, 233 und 241 verklebt. Das ergibt insgesamt 60c. Abgestempelt wurde mit einem Vernon Typ 71 (Onotoa - 09.06.1976). Außerdem kann man noch einen R-Stempel Typ R25 entdecken und auf der Rückseite ist ein Eingangsstempel von Hollis (New Hampshire - USA - 02.09.1976) zu finden. Der Brief ist also echt gelaufen und das fast 3 Monate.

4. Ein gefälligkeitsgestempelter Satzbrief mit der Ausgabe zum 100.Geburtstag von Sir Winston Churchill und MiNr.244-47 (Weihnachtssatz von 1975). Abgestempelt wurde mit einem Stempel des Philatelistischen Büros in Betio (16.02.1976). Gelaufen ist der Brief wohl nicht auch wenn uns die Adresse das vorgaukeln möchte. Ein Eingangsstempel fehlt ebenfalls.

Bis bald phoenix

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Hallo,

das Jahr 1975 ist angebrochen und die erste Ausgabe widmet sich einem tierischen Thema. Diesmal geht es um Krabben. Die vier Marken der Ausgabe zeigen folgende Exemplare der Spezies:

- 4c Carpilius Maculatus (Rundkrabbe)
- 10c Ranina Ranina (Maulschlüsselkrabbe)
- 25c Portunus Pelagicus (Blaue Schwimmkrabbe)
- 35c Ocypode Ceratophthalma (Gehörnte Geisterkrabbe)

Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Die Perforation beträgt K 14 1/2. Welche Firma für den Druck verantwortlich war und welche Auflagenstärke die Ausgabe hat ist mir leider nicht bekannt. Der Ersttag der Ausgabe war der 27.01.1975.

Die gelungene und durchaus landesbezogene Ausgabe ist auch heute noch bezahlbar (einstelliger Eurobetrag). Der Michel wertet die postfrische Ausgabe doppelt so hoch wie die gestempelte. Echt gelaufen gestaltet sich die Ausgabe wieder einmal schwerer beschaffbar. Beim FDC sollte es da leichter sein, jedoch zeigen kann ich heute so einen leider nicht. Lücke notiert! Zeit etwas zu zeigen:

1. Der Satz in postfrischer Qualität.

2. Ein gefälligkeitsgestempelter Satzbrief. Abgestempelt sind die Marken mit einem Vernon Typ 64 (Tarawa - 24.10.1975).

Bis bald phoenix

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Hallo,

die zweite Ausgabe aus dem Jahre 1975 hat auch wieder ein tierisches Motiv zum Thema. Diesmal geht es um Meeresschnecken und dabei genau genommen um Kauri oder in Deutsch auch Porzellanschnecken. Diesen Riffbewohnern wurden 4 Einzelmarken und ein Briefmarkenblock (Michel BL.2) gewidmet. Folgende Vertreter der Spezies wurden dabei auf den Einzelmarken verewigt:

- 4c - Cypraea argus - Argusaugen Meeresschnecke
- 10c - Cypraea cribraria - Sieb Meeresschnecke???
- 25c - Cypraea talpa - Maulwurfs Meeresschnecke
- 35c - Cypraea mappa - Landkarten Meeresschnecke

Die Einzelmarken sind auch im großformatigen Briefmarkenblock (146 x 136 mm) verewigt. Dabei sind Motiv und Wertstufen identisch zu den Einzelmarken. Für das Design zeichnete ein gewisser Mr E. S. Cheek verantwortlich. Die künstlerische Umsetzung besorgte John Cooter der dabei auf Fotos eines gewissen Mr K. Summers zurückgriff. Gedruckt wurden die Marken im Offsetdruck auf Papier mit Wasserzeichen 3. Die Marken haben eine Perforation K 14. Ersttag für die Ausgabe war der 26.05.1975.

Fazit: Farbenfrohe und landesbezogene Markenausgabe + schön gestalteten, großformatigen Block = gelungene und gefragte Ausgabe? Ich denke motivlich und gestalterisch kann man an der Ausgabe nicht viel aussetzen auch wenn bei der Motivauswahl sicherlich auch auf den Sammlermarkt geschielt wurde. Das große Format des Blocks ist sicherlich seltsam, ich denke für die damalige Zeit aber nicht ungewöhnlich. Preislich bewegt sich der Satz im oberen einstelligen Eurobereich (postfrische Ausgabe). Den gestempelten Satz wertet der Michel nicht einmal halb so hoch. Der Block ist preislich da schon ein wenig höher angesiedelt und bewegt sich in etwa auf dem zweieinhalbfachen Niveau des postfrischen Satzes. Wie sieht es mit Bedarf aus? Ist wieder mal nicht so einfach zu finden. Den Block mit seinem Format kann man dabei von vornherein fast gänzlich ausschließen. FDC's sollten einfacher beschaffbar
sein. Ich kann jedoch leider heute keinen FDC zeigen.

1. Satz und Block in postfrischer Qualität.
2. Einen Brief mit u.a. auch den Meeresschnecken (kompletter Satz) habe ich bereits bei den Ausgaben von 1973 vorgestellt (G&E_121.jpg).

Bis bald phoenix

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Hallo,

heute möchte ich gern die letzten beiden Ausgaben aus dem Jahre 1975 und damit auch die letzten Ausgaben der Gilbert & Ellice Inseln vorstellen. Mit dem 31.12.1975 wurde das Briefmarkenland der Gilbert & Ellice Inseln postalisch zu Grabe getragen und es traten zwei neue Briefmarkenländer auf den Plan, Tuvalu (vormals die Ellice-Inseln) und die Gilbertinseln (vormals Gilbert-Inseln, Phoenix-Inseln und Linien-Inseln).
Die Teilung der Kolonie wurde nach einem Referendum der Bevölkerung unter Federführung der Vereinten Nationen vollzogen. Die Unterschiede zwischen den beiden Hauptethnien, Mikronesier im Norden und Polynesier im Süden war wohl zu groß geworden. Die Grenzziehung der Briten hatte bei der Gründung der Kolonie auf solche Belange keine Rücksicht genommen.
Rückblickend gesehen hat die Teilung der nationalen Indentität beider heute bestehenden Staaten (Tuvalu, Kiribati) sicherlich gut getan. In wirtschaftlicher, finanzieller und infrastruktureller Sicht sind die Probleme für beide Nationen seit der Teilung bis heute sicher nicht kleiner geworden und haben sich in der letzten Zeit durch den Klimawandel noch weiter verschärft. Doch genug zur Geschichte und ihren Folgen, kommen wir zur ersten Ausgabe.
Am 01.08.1975 hatte der zweite Teil zu den "Legenden über die Namen der Inseln" seinen Ersttag. Es wurden vier Marken mit folgenden Motiven dazu aufgelegt:

- 4c - Beru - Die Knospe
- 10c - Onotoa - Die sechs Riesen
- 25c - Abaiang - Das Land zum Norden
- 35c - Marakei - Die Fischfalle

Das Design der Marken stammt von J. Cooter. Die Marken wurden auf Papier mit Wasserzeichen 3 im Offsetdruck durch die Firma Questa erstellt. Die Marken wurden in Bögen zu je 50 Marken (zwei Halbbögen zu 25 Marken) gedruckt.

Die zweite Ausgabe ist die schon traditionelle Weihnachtsausgabe. Der Ersttag der Ausgabe lag auch wieder relativ früh im Jahr (22.09.2012). Die vier Marken der Ausgabe sind wieder sehr landestypisch ausgerichtet:

- 4c - Geburt Christi
- 10c - Protestantische Kirche Tarawa
- 25c - Römisch-Katholische Kirche auf Ocean Island
- 35c - Fischer sehen den Stern von Bethlehem

Die Marken wurden auf Papier mit Wasserzeichen 3 im Offsetdruck gedruckt. Die Perforation beträgt K 14 1/4.

Fazit: Preislich sind beide Markenausgaben im niedrigen einstelligen Eurobereich anzusiedeln. Eine Beschaffung der Ausgaben ist somit auch heute noch günstig. Motivlich sind beide Ausgaben ansprechend gestaltet und besonders die Weihnachtsausgabe wohl für den Motivsammler attraktiv. Ersttagsbriefe zu beiden Ausgaben sind durchaus zu finden. Echter Bedarf gestaltet sich wieder einmal schwierig. Besonders bei der Weihnachtsausgabe mit einer Gültigkeit von nur etwas mehr als 3 Monaten gibt es da sicherlich Schwierigkeiten. Man kann jedoch davon ausgehen das die eine oder andere Marke besonders auf den äußeren Inseln auch spätverwendet wurde. Zeit etwas zu zeigen!

1. Beide Sätze in postfrischer Qualität. Außerdem ein Eckrand (2 x 5 Marken) unten rechts (MiNr.243) mit Druckvermerk.

2. Zwei Briefe mit MiNr.246 frankiert die den letzten Tag der Kolonie eindrucksvoll dokumentieren (Cachetstempel Last Day of Gilbert & Ellice Islands Colony). Der erste Brief ist abgestempelt mit einem Vernon Typ 35 (Funafuti - 31.12.1975). Außerdem findet sich ein R-Stempel (Typ R25 - Funafuti) auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist die Teilung besonders gut dokumentiert. Hier findet sich neben einem Transitstempel von Fidschi (Nadi Airport - 06.01.1976) und einem Eingangsstempel vom Manchester Airport (10.01.1976) auch ein Stempel Typ TC 1 (Funafuti - Tuvalu) vom Ersttag (01.01.1976).
Der zweite Brief ist abgestempelt mit einem Vernon Typ 64 (Tarawa - 31.12.1975). Ein R-Stempel (Typ 25 - Tarawa) findet sich ebenfalls auf der Vorderseite. Auf der Rückseite findet sich ein Eingangsstempel vom Manchester Airport (17.01.1976).

3. Die Weihnachtsausgabe auf FDC abgestempelt mit einem Vernon Typ 65 (Tarawa - 22.09.1975).

4. MiNr.240-43 auf gefälligkeitsgestempelten Satzbrief (Vernon Typ 64 - Tarawa - 24.10.1975).

Bis bald phoenix

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