Zähnungsarten

  • Hier einmal die gebräuchlichsten Trennungsarten


    Marke 1
    Kammzähnung, im Katalog z.B. K 14 genannt
    Die am häufigsten vorkommende Zähnungsart


    Marke 2
    Linienzähnung, im Katalog z.B L 11 genannt
    Kommt seltener vor, aber alle AM Post Ausgaben


    Marke 3
    Durchstochen, speziell bei Infla Ausgaben


    Marke 4
    Geschnitten, ein Beispiel wie eine einwandfrei
    vollrandige Marke aussehen muß. Der Rand sollte
    mindestens 1mm betragen


    Marke 5
    Ebenfalls geschnitten, aber rechts und oben angeschnitten.
    Zwar noch Albumfähig, sollte bei Gelegenheit ausgetauscht
    werden da wertmindert

  • Die Kasten- und Kammzähnung


    Hier noch der Unterschied der Kasten- bzw. Bogenzähnung zur Kammzähnung:


    Die linke Marke hat Kastenzähnung ( Die Zähnung geht nicht auf den Bogenrand über ), Anzahl der Zähne 23.


    Die rechte Marke hat Kammzähnung ( Zähnung geht auf Bogenrand über ), Anzahl der Zähne 24.

  • Hallo Leute


    In meinem Sammelgebiet gibt es im Bereich Hradschin oftmals viele gefälschte arten. Nicht das jetzt die Marke an sich gefälscht ist ,sondern eher die Zähnung wird verfälscht. Oftmals wird aus einer Gezahnten (meinst Billigversion) eine geschnittene gemacht. Hier lauet oftmals die Faustregel Rand minimum 1,5-2mm Breite . In vielen Katalogen wird auch eine Schwarze Fläche abgedruckt . Wird diese Fläche von der Marke abgedeckt,so ist die Warscheinlichkeit groß das es eine geschnittene Marke ist.Wenn nicht ist auch hier die Chance groß das es eine "gefälschte" Marke ist. Auch hier sind die Prüfer streng und selbst bei guten Werten die auch einwandfrei gestempelt sind ,kann man Fälschungen erleben.Anbei ein Beispiel Bild wie es aussehen kann was ich meine. Naja nicht jeder ist davor gefeit das auch er mal Fälschungen bekommen kann ( bezogen auf die Zähnung) ,aber gott sei dank beitze ich aus diesem Bereich genügend Exemplare die Geprüft und Echt sind. So das ich mir keine Gedanken machen muss (Postfrisch und Gestempelt) .

  • Geschnitten, ein Beispiel wie eine einwandfrei
    vollrandige Marke aussehen muß. Der Rand sollte
    mindestens 1mm betragen



    Es kommt auf das Sammelgebiet an! Bei GB Line engraved Ausgabe, sind 1 mm Rand Luxusstücke. Hier ein Beispiel für ein breitrandiges Stück- diese Marke ist geprüft. Mi.Nr.: 1 Platte 5

  • Naja jedes Land ist da unterschiedlich
    Auch nicht jede Marke ist da 100% Identisch.


    Ausserdem hat es auch was mit dem Druck selber zu tun.
    Abhängig vom Abstand sind ja hier auch die Entsprecheden Druckplatten, Die Maschinen die sowas damals gedruckt haben sowie auch die technischen Möglichkeiten in der betreffenden Region.


    Anbei ein Bogenstück von einer Eilmarke aus der CSSR (Anfangszeit 1918-20)

    Bilder

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

  • Hallo kauli,


    bei der Schweizer Ausgabe der "sitzenden Helvetia" ungezähnt auch "Strubel(i)" genannt, werden je nach Druckperiode weiße Ränder in einer Stärke von 0,1 mmbis 0,2 mm als Autobahn bezeichnet.


    Hier ein Bild. Die Abstände zwischen den einzelnen Marken liegen zwischen 0,4 und 0,8 mm. Und die 20 Rappen Marke ist vom Bogenrand (weniger als 2,5 mm).

  • Hallo obelix.fg


    Wenn so Marken in dem Sammlerbereich von mir geschnitten wären ,würden die glatt als Fälschungen durchgehen. Hab mir mal den Spaß gemacht und hab 3 Flugpostmarken die so gescnitten waren wie deine aus CH beim Prüfer eingesandt, Alle wurden sie als Fälschungen gekennzeichnet.


    Wie verschieden und unterschieldich die Definition von geschnittenen Marken der jeweilligen Länder ist :)

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  • Hallo Nugget 100,


    Ich habe solche Versuche auch schon bei österreichischen Marken aus den 1950er und 1960er Jahren gesehen. Ich nehme dann solche Stücke und lege sie auf eine gezähnte Marke. Passt die geschnittene in die gezähnte ohne die Zähne zu berühren, dann Hände weg!

  • Hallo obelix.fg


    Es ist eine von vielen Möglichkeiten. Aber auch hier Variieren die gezähnten Marken stark untereinander. Eigentlich ist deine Beschriebene Variante noch Oberflächlicher als die Variante mit dem Buch und der Schwarzen Fläche. Den die Schwarze Fläche selber ist ein Fester Wert. Zugegeben das sie auch um 1/10 oder 1/100 variieren kann ,aber ist allgemein etwas genauer als die beschriebene von dir.


    Einige Beispiele hatte ich auch in meinem Sammelgebiet wo ich das Spaßeshalber so geprüft hab. Dabei ist mir ein Wert durch die Finger gegangen den ein Prüfer als Echt geprüft hat ,aus meiner sicht war dieser Wert aber nicht korrekt (gerade wel ich es so geprüft hab wie du es beschrieben hast).



    Auch hier unterscheiden sich die Länder und Marken stark voneinander.

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  • Nugget100


    die Strubel(i) wurden so eng aneinander gedruckt, das es sehr schwierig war, die Briefmarken mit einer Schere so auszuschneiden, das sie vollrandig blieben.


    Anbei ein zusammenhängendes Paar auf Brief. Der Abstand zwischen den Marken beträgt 1mm. Wenn man jetzt noch die Klinge der Schere misst, kann man sich vorstellen, das es ziemlich eng wird, die Briefmarke ohne Berührung auszuschneiden. Da musste sich schon einer grosse Mühe geben.


    Afredolino

  • @ Afredolino: Bei meinem ersten Beitrag zu diesem Thema habe ich die Strubel(i) fälschlicherweise als "stehende Helvetia" bezeichnet. Richtig ist natürlich "sitzende Helvetia" ungezähnt. Danke für das unterbleiben einer Schulmeisterung.


    @ all: ich habe diesen Fehler natürlich auch beim Originalbeitrag ausgebessert. Muss ja nicht stehen bleiben? Oder?


    lg, obelix.fg

  • Hallo Afredolino



    Wie ich schon erwähnt habe ist das auch Länder und Zeitabhängig sowie auch abhängig von den möglichkeiten die in der betreffenden Region zu verfügung standen. Daher finde ich auch eher den Test mit dem "drüberlegen auf einer Gezahnten Marke" sehr sehr schwammig.
    Wenn du den Abstand von dem Bogenstück was ich bildlich angegeben hab(siehe text weiter Oben !!)mit dem von deinem Briefstück vergleichst liegen vom Abstand her Welten dazwischen. Auch in der Zahnung von Marken haben es viele Angestellte in den Bereichen es nicht sooo genau genommen. Anbei ein kleines Beispiel wenn jemand mal an der Maschine Gepennt hat :D

    Bilder

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    2 Mal editiert, zuletzt von Nugget100 ()


  • Wenn ich die Anzahl der Zähne nicht weiß und keine Vergleichsstücke haben, würde ich anhand der einzelnen Marke keine Aussage treffen können.
    Gibt es andere Anzeichen, die mir zeigen, hier geht die Zähnung auf den Rand über und hier nicht ? ?(

  • Soweit ich sagen kann, kann man Einzelmarken schwer auseinanderhalten. Da ja die Eckzähne bei beiden Zähnungsverfahren gleichmäßig sind. Nur in der Art wie gezähnt wird, unterscheiden sie sich.


    Nur als Info: In Großbritannien hat Henry Archer die Zähnungsart "erfunden"!

  • citynord


    wenn Du nur die Einzelmarke hast, gibt es ausser der Anzahl verschiedener Zähne keinen Unterschied. Bei dieser Marke ist es einfach so: 24 Zähne = Kammzähnung.
    Den Zähnungsunterschied erkennt man nur bei senkrechten Paaren oder 4er-Blocks, oder Marken mit seitlichem oder unter/oberem Rand.


    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

  • Zitat

    Original von Incognito
    Hey leute,


    Ich bin ja auch noch sehr neu in diesem Mitje und habe einige Briefmarken von meinem Vater bekommen, nun wollte ich mal wissen ob diese 2 z.B. irgendeinen wert haben, ich kenne mich damit nicht so wirklich aus...



    Wohl eher nicht, die eine Marke ist Inflation DR und die anderen sind ein Kleinbogen DDR ohne Rand. Beides nix wert, auch in 100 Jahren nicht.

  • Zitat

    Original von asmodeus
    Soweit ich sagen kann, kann man Einzelmarken schwer auseinanderhalten. Da ja die Eckzähne bei beiden Zähnungsverfahren gleichmäßig sind. Nur in der Art wie gezähnt wird, unterscheiden sie sich.


    Nur als Info: In Großbritannien hat Henry Archer die Zähnungsart "erfunden"!


    Hallo asmodeus


    Schlimm wird es wenn man Mischzähnungen an den Marken hat .
    Z.B. Kopf 13,5 (13 1/2) und an der Seite 13,75 ( 13 3/4).
    im 13er Bereich und einige im 11er Bereich gibts bei CSSR Marken einige Werte .Sofern ich das irgendwie umgehen kann mach ich da meißt nen großen Bogen drum oder drücke mich so gut es nur irgendwie geht.Naja früher oder später kommt man nicht drum herum aber ist schon recht Mühsam.
    Noch fieser wirds wenn man an allen 4 Seiten 4 verschiedene Zähnungen hat.
    Soweit ich weiß gab es mal ein Nordisches Land das so eine Marke oder Marken hatte.
    Da kommt richtig freude auf wenn man da Klassifizieren muss :D

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

  • @ citynord: Um zu wissen ob Bogenzähnung (BZ) oder Kammzähnung (KZ) muß man wissen, wie die von Afredolino gezeitgten Marken gedruckt worden sind. Zur Erklärung habe ich unten ein Bild angehängt. Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist beim Bogen in Kammzähnung eine Seite nicht bis zum Rand durchgezähnt. Dieser Rand kann sowohl links als auch rechts sein.


    Bei Marken mit 23 Zähnen kann man nur feststellen ob sie in Bogenzähnung hergestellt worden sind wenn:


    die Marken einen Ober- oder Unterrand haben der nicht bis zum Rand gezähnt ist,


    bei senkrechten Paaren,


    bei 4er oder größeren Blocks,


    bei 5er Streifen mit Bogenrändern auf beiden Seite (wenn beide Seiten nicht bis zum Rand druchgezähnt sind).


    Bei allen anderen Marken ist eine Unterscheidung zwischen BZ und KZ nicht möglich. Diese müssen somit zur billigeren Variante gezählt werden.


    Wie gesagt diese Erklärung gilt nur für die von Afredolino gezeigte Ausgabe zum 50 Jahrjubiläum des Weltpostvereins (UPU).