franz. Text verdeutschen...

  • Hallo heide1


    bei dem Text handelt es sich sich um das Gedicht des französischen
    Schriftstellers Paul Verlaine (1844-1896) "Mon reve familier" mit folgendem Text:


    Je fais souvent ce reve étrange et pénétrant
    D'une femme inconnue, et que j'aime, et qui m'aime,
    Et qui n'est, chaque fois, ni tout à fait la meme
    Ni tout à fait une autre, et m'aime et me comprend.


    Car elle me comprend, et mon coer transparent
    Pour elle seule, hélas! cesse d'etre un problème
    Pour elle seule, et les moiteurs de mon front bleme
    Elle seule les sait rafraichir, en pleurant.


    Est-elle brune, blonde ou rousse? Je l'ignore.
    Son nom ? Je me souviens qu'il est doux et sonore,
    Comme ceux des aimés que la vie exila.


    Son regard est pareil au regard des statues,
    Et, pour sa voix, lontaine, et calme, et grave, elle a
    L'inflexion des voix chères qui se sont tues.


    So, nun hast Du den Text. Mit einem Wörterbuch
    Französisch-Deutsch kannst Du den Text selber übersetzen.
    Zum Inhalt einen Tipp: es geht in dem Gedicht um das
    unerschöpfliche Thema der Beziehung zwischen Mann und
    Frau.



    saintex


  • Moin saintex,
    vielen Dank für Deine Bemühungen.
    Jetzt sehe ich weiter, ich werde es mal versuchen, ob ich das hinkriege - mal sehen. Ich werde berichten.

  • Hallo heide1


    um Dich etwas zu unterstützen nachstehend 'mal mein Vorschlag
    für eine Übersetzung der Überschrift und der ersten Strophe:


    Mein altvertrauter Traum


    Ich habe oft diesen fremden und eindringlichen Traum
    von einer unbekannten Frau, und die ich liebe, und die mich liebt,
    und die jedesmal weder dieselbe
    noch eine völlig andere ist, und mich liebt und mich versteht.
    ...


    Na, dann träum mal weiter.


    saintex


  • Moin saintex,
    zur Zeit bearbeite ich einen Stapel Heuss-Belege von 2 damals jungen Leuten, die schwer verliebt waren. Das kann ich aus den Briefen ersehen, da auch noch ein toller Liebesbrief von Ihm an Sie in dem Briefpaket war. Und eben auch diese PK.


    Und da dies alles in mein Sammelgebiet HEUSS fällt, mache ich da schon eine kleine Geschichte im Rahmen meiner Heuss-Sammlung - als früherer Ahnenjäger hat mich das gepackt. Dazu gehört eben auch der komplette Text der PK, um die Geschichte abzurunden.
    Das ist der Hintergrund, denn, ich träume bestimmt nicht mehr...außer Alpträume.


    Aber, ich freue mich, dass Du Dich nochmal bemüht hast - Danke, macht auch nicht jeder...!

  • Hallo @heide 1


    das ist natürlich ein sehr romantischer Hintergrund Deiner Anfrage
    und da bin ich Dir natürlich auch wegen der Übersetzung des
    Restes des Gedichtes behilflich. Hier also mein Übersetzungsvorschlag
    für die Strophen 2 bis 4:


    ....


    Denn sie versteht mich und mein nur für sie durchsichtiges Herz,
    Ach! hat nur für sie aufgehört, ein Problem zu sein,
    und den Schweiß auf meiner bleichen Stirn
    weiß nur sie zu kühlen, mit ihren Tränen.


    Ist sie brünett, blond oder rothaarig? Ich weiß es nicht.
    Ihr Name ? Ich erinnere mich, dass er sanft und klangvoll ist,
    wie die (Namen) geliebter (Menschen), die das Leben verbannt hat.


    Ihr Blick gleicht dem Blick von Statuen
    und ihre Stimme, weit entfernt, und ruhig, und erst, hat
    den Tonfall geliebter Stimmen, die verstummt sind.


    So, das war's. Jetzt musst Du aber als Gegenleistung auch mal was
    von Deinen Heuss-Belegen zeigen, sonst kommen uns noch allen hier
    die Tränen vor Rührung.



    saintex


  • Moin saintex,
    ich wusste, dass Dich die Übersetzung nicht loslassen würde. Man muss eben warten können... - Danke!


    So hier der Liebesbrief und auch 2 Belege von den Leutchen:

  • Moin heide1 + saintex,


    vielen Dank für Eure Beiträge, die zeigen, daß Belege die Möglichkeit (wenn nicht sogar die Notwendigkeit) einer interdisziplinären Herangehensweise ermöglichen (erfordern) und wie interessant dieses optisch und inhaltlich - einschließlich natürlich der interessanten Frankaturen und Stempel - ist.


    Weiterhin viel Spaß!

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Hallo northstar


    ich bedanke mich höflichst für dieses sehr schöne Kompliment. Aber der
    Dank gebührt eher heide1 , denn der hat ja den "Liebesbrief" aus den frühen 1960-Jahren "ausgegraben". Von mir stammen ja nur die Vorschläge für die Übersetzung des französischen Gedichtes aus dem 19. Jahrh. Und das ist philatelistisch eher von untergeordneter Bedeutung.



    saintex

  • Zitat

    Original von saintex
    Hallo northstar


    ich bedanke mich höflichst für dieses sehr schöne Kompliment. Aber der
    Dank gebührt eher heide1 , denn der hat ja den "Liebesbrief" aus den frühen 1960-Jahren "ausgegraben". Von mir stammen ja nur die Vorschläge für die Übersetzung des französischen Gedichtes aus dem 19. Jahrh. Und das ist philatelistisch eher von untergeordneter Bedeutung.
    saintex


    Moin northstar,
    Moin saintex,
    jetzt kommen mir bald diie Tränen vor Rührung - Danke für die einfühlsamen Kommentare, sie gehen mir richtig aufs Gemüt...;)


    Meine weiteren Ermittlungen sind hier beendet, sie gehen mit Ahnenforschung in anderen Foren weiter - ich werde dazu meine alten Verbindungen wieder aktivieren. Es wird spannend, falls ich je fertig werde, wird hier berichtet.


    Zum Schluß zeige ich 2 weitere Teilbelege, die auf die künstlerische, verspielte Begabung der Probanden schließen lässt.

  • Hallo Jürgen,


    es freut mich das ich Dir mit den Belegen einen kleinen Zeitvertreib geboten habe. Heuss ist eben nicht meine Baustelle.
    Und Du wirst, da bin ich mir sicher. die Belege prima in deine Sammlung einbauen.


    Werner

  • Zitat

    Original von Rostigeschiene
    Hallo Jürgen,


    es freut mich das ich Dir mit den Belegen einen kleinen Zeitvertreib geboten habe. Heuss ist eben nicht meine Baustelle.
    Und Du wirst, da bin ich mir sicher. die Belege prima in deine Sammlung einbauen.


    Werner


    Moin Werner,
    diese Freude teile ich mit Dir - Danke!


    Aber, ...ich Dir mit den Belegen einen kleinen Zeitvertreib geboten habe... kann ich so nicht hinnehmen.


    Du hast in mir alte, verborgene Triebe geweckt, treibe mich inzwischen wieder in etlichen
    Genealogie-Foren mit diversen Fragen zu den beiden Probanden herum.


    Werner, Du siehst selbst, Philatelie ist nicht nur Postfrische Marken ins Album stecken, sondern kann sehr weitreichend sein. Diese Arbeit hat mit werterhöhend etc. nichts zu tun, sondern passt einfach in meine Heuss-Sammlung, in der ich etliche Hintergründe aufdecke.


    Und es macht mir einfach Spaß, diese Nachforschungen. Das ist auch Lebensqualität!

  • Moin Jürgen,


    diesen Forscherdrang kenne ich genau, nur bei mir sind es die Belege mit perforierten Marken.
    Ich suche die Firmen im net. Oder schreibe Heimatvereine an die mir evtl. weiterhelfen können. Mit diesen Informationen gestalte ich dann meine Albenblätter.
    Diese „Arbeit“ macht auch mir viel Freude, zumal dann, wenn die Seite fertig ist. Manchmal dauert es einige Zeit bis man die Infos zusammen hat aber man hat ja Zeit. Diese Befriedigung des Forscherdrangs und die Horizonterweiterung kann mir die DPAG mit ihren Ausgaben nicht bieten
    Das ist auch der Grund weshalb ich diese postfrischen bunten Bilder nicht sammle.
    Postfrische Marken habe ich auch im Haus, zum freimachen von Postsendungen die meinen Schreibtisch verlassen.


    In diesem Sinne


    Werner