Russland Postzensur 1914 - 1917

  • Bei dem Brief, den ich heute zeige, ist das Wachssiegel Typ 43 nicht besonders interessant sondern viel mehr der handschriftliche Zusatz des Prüfers.

    2 конв(ерты) = Umschläge kann ich noch lesen, beim Rest muss ich passen. Zudem hat er seine Initialen E. T darunter gesetzt. Den Prüferstempel Typ 7 des Zensors Nr. 17 konnte ich schon zeigen. Der Typ 7 kam nur kurze Zeit später, nach Versenden dieses Briefes zum Einsatz. Im Vergleich kann man die Ähnlichkeit deutlich erkennen.



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  • Hallo hsv-fan,


    schöner Vergleich der handschriftlichen Inititialen mit dem Stempel!

    Der Vermerk wäre so zu entziffern:


    2 конв[ерта] съ 2 л[истами]

    1 визитн[ая] карт[а]

    2 Umschl[äge] mit 2 Bl[att]

    1 Visit[en] kart[e]

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Nun zeige ich eine Karte vom Oktober 1914 in die Schweiz. Auch diese Karte hat den Prüferstempel Typ 7 - hier vom Zensor Nr. ?7?. Die Paraphe ist bei Speeckaert nicht notiert.

    Leider verdeckt der Typ 3 einen Teil der Nummer. Es sieht zwar wie eine '17' aus, kann es ja aber nicht sein, da ich diese zuvor zeigte. Zu dem sind die der Nummern '27', '37', '47' und '57' bekannt. Somit kann es eigentlich nur die '7' oder die '67' sein (Nr. 68 ist die höchste).



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  • Aus Kasan konnte ich schon Zensurstempel zeigen. Heute folgt der Typ 5 auf einer Karte in die Schweiz.

    Die Karte trägt drei Bahnpoststempel 'PERM - RYBINSK'. Ich kenne zwar den Streckenverlauf nicht, anhand des Zensurstempels dürfte es aber von Perm über Kasan weiter nach Rybinsk gehen. Der Zensurstempel kam dann wohl am Bahnhofspostamt zum Einsatz !?



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  • Hallo hsv-fan,


    der Form nach sieht der Stempel wie ein Bahnpoststempel aus. Es ist aber der Stempel des Flussdampfers Perm-Rybinsk. Im unteren Segment kann man ПАРОХ.[ОД] erkennen.

    Dem Mitteilungstext nach befand sich der Absender auf dem Dampfer.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • Heute zeige ich mal eine Karte nach Russland, genauer gesagt nach Moskau, wo sie auch geprüft wurde. Der Zensurstempel ist der Typ 6, welcher weniger häufig vorkommt. Die Karte wurde im August 1915 aus Nordengland versendet.



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  • Es ist noch keine vier Wochen her, da konnte ich einen ähnlichen Stempel aus Moskau wie den heutigen zeigen. Ebenfalls in Verbindung mit dem Typ 1 ist es heute der Typ 16 auf einem portorichtigen Einschreiben in die Schweiz.



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  • Heute zeige ich eine Ansichtskarte aus Polen. Wo sie aufgegeben wurde, ist schlecht zu sagen. Im oberen Teil steht übersetzt "Von der aktiven Armee". Die Karte vom September 1914 wurde zur kleinen Station Marienburg befördert. Geprüft wurde im nordwestlichen Walk, einer Stadt mit derzeit 20.000 Einwohnern. Zu sehen ist der seltene Typ 1.



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  • Unter der schlecht lesbaren Stempelinschrift steht der Ortsname noch einmal deutlich mit Schreibmaschine. Das CT. vorne dran bedeutet wohl St. (=Sankt). Dann kann ich noch Mariez entziffern, aber die restlichen Buchstaben nicht mehr. In der Nähe der Stadt Sandomierz fand ich keinen Ort, der damit anfängt.


    Gruß kartenhai

  • Heute zeige ich einmal Durchgangspost.

    Der Brief wurde am 28.3.1916 in Hamadan (Bazar) - Persien aufgegeben. Der Brief wurde dann rund 900 Kilometer Richtung Norden nach Baku am Kaspischen Meer befördert. Dort wurde der Brief geprüft, wie der Zensurstempel Typ 6 bestätigt. anschließend wurde der Brief in die USA nach Baltimore weiter geleitet, wo er im Mai des selben Jahres ankam.



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  • Linksseitig von der Zensur in Odessa geöffneter Brief vom 22.1.1917 nach Amerika. Verschlossen wurde er mit einem einfachen Papierstreifen. Zensurstempel ist der weniger häufige Typ 17. Mit der Anlieferadresse kann ich allerdings nichts anfangen.



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