Besonderheiten der Französischen Zone

  • Hallo Christoph,


    Danke für die Anmerkung. An zwei unterschiedliche Stempelgeräte habe ich gar nicht gedacht... Habe noch einen Beleg gefunden mit dem verunstalteten Stempel. Fälschun schließe ich daher aus, dagegen spricht meine Stempel Vergleichssammlung.


    Dennoch, was ist mit dem Stempel passiert? Der hat doch sicherlich nicht immer so bescheiden ausgesehen... Ich kenne Brüche im Stempel durch Büroklammern etc. aber das scheidet bei diesem ja komplett aus. Als hätte jemand darauf "gehauen".


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron,


    Ich denke, da sind die Stege ausgebrochen - das passierte i.d.R. durch lange, intensive Benutzung.


    Über die genauen Hintergründe der Abnutzung / Beschädigung kann man natürlich heute nur noch spekulieren, aber Fakt ist, dass gerade in der unmittelbaren Nachkriegszeit solche stark beschädigten Stempel immer wieder auftauchen.


    Nur mal so als Gedanke: Der Stempel war stark abgenutzt und wurde irgendwann durch einen neuen ausgetauscht. Der alte wanderte in eine Schublade. Durch die Kriegswirren waren vielleicht viele andere Stempelgeräte nicht mehr vorhanden oder unbrauchbar und deshalb wurde der alte, beschädigte Stempel wieder aus der Schublade geholt und nun für eine gewisse Zeit parallel zu dem nachgefertigten Gerät mit gleichem UB eingesetzt. Könnte so gewesen sein.


    Hast Du mal versucht, beide übereinanderzulegen, damit man sehen kann, ob die Abschläge identisch sind? Ich kriege das leider technisch nicht so gut hin wie Du in Deinem Beispiel oben. Würde mich interessieren, ob man bei starker Vergrößerung irgendwelche eindeutigen Unterschiede (unabhängig von der Beschädigung natürlich) sehen kann.


    Gruß, Christoph

  • ja, da hätte ich auch schon mal drauf kommen können.. bei stampsx gucken... :jaok:

    Der Link, der alle Fragen beantwortet:

    https://www.stampsx.com/ratgeb…he_ort=T%DCBINGEN%201%20b


    Es gibt demnach vier (!) sehr ähnliche Stempelgeräte, die sich nur in Details unterscheiden. Muss man sich bei Gelegenheit nochmal ganz genau ansehen, ob es wirklich vier verschiedene sind.


    Gruß, Christoph

  • Hallo labarnas,


    danke Dir! Ja hast vollkommen recht, hätte ich auch darauf kommen können aber vor lauter Bäumen...


    Danke, wünsche ich Dir auch!


    Den Stempel selbst kann ich bei 3 Belegen in meiner Sammlung und auf eBay gibt es noch mal 2 Belege belegen (welch Satz...). Auch auf "günstigeren" werten. Von daher m.E. alles gut.


    Generell, fand es einfach interessant bei dem Stempel, dass ein so malträtierter tatsächlich so lange noch im Einsatz war. Man darf aber auch nicht vergessen, in Tübingen war die OPD der FZ Württemberg beheimatet, die haben wohl jeden Stempel benötigt :D.


    Grüße,

    Ron

  • Schönen Nachmittag zusammen,


    diese 6 Marken vom Oberrand, FZ Württemberg MiNr. 46, haben es in meine Sammlung geschafft :)

    Hier sieht man jetzt auch sehr schön auf Feld 14 den Plattenfehler II: weiße Spitze unter "M" in "WÜRTTEMBERG"

    Hier noch mal markiert:

    Der Vollständigkeit halber hier noch mal MiNr. 46 mit PF I: 3 und 0 bei linker Wertangabe durch Bogen verbunden.


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron,


    vielen Dank für das Zeigen. Interessant finde ich auch das wohl fehlende Zähnungsloch am oberen Rand. Ist das bei der fr. Zone öfters vorkommend?


    Grüße labarnas

    Hallo labarnas,


    bei der ersten Dauerserie gab es hier Unmengen an abarten. Bei den nachfolgenden Ausgaben wurde es besser, es wurde hier dann auch viel aussortiert. Da es nicht mehr viele größere zusammenhängende Markenbögen / Markenteile der FZ gibt (Bis auf die erste Dauerserie in Reichsmark Währung), kann ich hier nur sagen, dass ich dies bei der Goethe Ausgabe das erste Mal gesehen habe, das ein Zahnloch fehlt. Bei der Kammzähnung hätten sie wohl noch mal ansetzen müssen um die Zähnung abzuschließen was aber aufgrund des geringen Abstandes unterlassen wurde.


    Grüße,

    Ron

  • Hallo Ron,


    ich habe vor nicht all zu langer Zeit eine Grafik gesehen, wo jemand die Zähnungslöcher systematisiert hat. Also wie viele rechts und wie viele nach oben. Vielleicht ist aufgrund der Bogenlänge (nicht beschnitten) das fehlende Zahlungsloch "entstanden".


    viele Grüße

    labarnas

  • Hallo labarnas,


    wenn Du den Link finden würdest, wäre klasse :).

    Aber generell, ja ich denke auch das der Bogen einfach zu groß war, es gibt ja auch gezähnte Leerfelder in der FZ, dies vor allem bei der ersten Dauerserie. Dies ist auf genau diesen Umstand zurückzuführen, der bogen war zu groß. Wobei ich es doch durchaus lustig finde wenn dann ein leerfeld noch mitgezähnt wird :lachen:.


    Dafür werden stellenweise ganz schöne Preise bezahlt. Ist halt auch etwas man sammeln kann, so aber in keinem Katalog auftaucht.

    Falls Interesse besteht, hier meine Sammlung zu den gezackten Leerfeldern:

    http://www.ronpichler.de/fz_wu…der/erste_dauerserie.html


    Grüße,

    Ron

  • Hallo labarnas,


    Vielen Dank, habe mir den Link gespeichert!


    Eine Doppelkammzähnung scheidet damit dann wohl aus.


    Grüße,

    Ron

  • Schönen guten Abend,


    so mal wieder das Thema aus der Versenkung holen.


    Brief aufgegeben am 22.06.1948 in Ravensburg und lief nach Ravensburg. Also ein Brief im Ortsverkehr, zu entrichten wären hierfür 16Pf gewesen. Freigemacht wurde der Brief jetzt aber mit 236RPf. Folglich ist der Brief, auch für eine Zehnfachfrankatur überfrankiert. Nehme an es handelt sich dabei um ein Philatelistisches Machwerk das aber doch sehr schön die Übergangszeit der Zehnfachfrankatur dokumentiert. Es wurde wohl das Porto für einen Brief im Fernverkehr angenommen, hier hätte es dann auch (fast) gepasst.


    Also haben wir erst mal eine philatelistische, überfrankierte Zehnfachfrankatur. Dafür haben ich ihn jetzt aber nicht erwoben, schauen wir uns jetzt mal die Marken auf dem Beleg etwas genauer an. So erkennen wir drei Plattenfehler auf einem Brief! Das sieht man jetzt auch nicht so oft:




    Grüße,

    Ron