Poststelle I & II Stempel

  • Hallo Wandervogelgelb,


    hier muss ich eine kleine Berichtigung anbringen. Das Postamt, das der Poststelle II in Blickwedel übergeordnet war, heisst Unterlüß. Blickwedel ist ein winzigkleiner Ort südöstlich von Unterlüß.
    Unterlüß selbst ist ebenfalls nicht sehr groß, liegt aber an der Bahnlinie Hannover-Hamburg zwischen Uelzen und Celle. In meiner Kindheit sind wir ab und an im Herbst nach Unterlüß zum Pilze suchen gefahren, war damals ein gutes Pilzrevier.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute zeige ich einen Brief aus dem Karolinenkoog nach Heide aus dem Jahr 1962. Er zeigt die meines Wissens letzte Form der Poststelle II Stempel. Der Ortsbezeichnung ist die vierstellige Postleitzahl vorangestellt, deshalb erübrigte sich die Nennung des Leitpostamts Heide. Mein Brief wurde am 26.10.62 im Leitpostamt Heide abgestempelt.


    Der Karolinenkoog wurde ca. 1800 eingedeicht und liegt südlich der Eider gegenüber der Stadt Tönning. In den Jahren 1877 bis 1940 endete im Karolinenkoog eine von Heide kommende Bahnstrecke, zwischen Karolinenkoog und Tönning bestand eine Fährverbindung. Heute verläuft die B5 großteils auf der alten Bahntrasse.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 22. Juni 1943 aus Pätschow in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Stettin in der preußischen Provinz Pommern. Der Brief wurde in Einzelfrankatur portorichtig mit 12 Rpf (1 x Mi.-Nr. 827) freigemacht.


    Nach dem Ortsverzeichnis I von 1944 befand sich in der Gemeinde Pätschow eine Poststelle II. Von dieser Poststelle II zeugt der links neben dem Postwertzeichen abgeschlagene Rechteckstempel mit abgerundeten Ecken und Strich Pätschow / über Anklam. Von Pätschow aus wurde der Brief zur Postanstalt in der Stadt Anklam weitergeleitet, wo das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten ANKLAM / LAND abgeschlagen wurde.


    Nach dem Gemeindeverzeichnis des Landes Mecklenburg lebten zum 29. Oktober 1946 in der Gemeinde Pätschow, der auch die Ortschaft Vitense zugeordnet war, insgesamt 546 Einwohner.

  • Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 8. Juni 1943 aus Hohendorf in der preußischen Provinz Pommern (RPD Stettin) nach Stettin in der preußischen Provinz Pommern. Der Brief wurde in Einzelfrankatur portorichtig mit 12 Rpf (1 x Mi.-Nr. 827) freigemacht.


    Nach dem Ortsverzeichnis I von 1944 befand sich in der Gemeinde Hohendorf eine Poststelle II. Von dieser Poststelle II zeugt der links neben dem Postwertzeichen abgeschlagene Rechteckstempel mit abgerundeten Ecken und Strich Hohendorf / über Anklam. Von Hohendorf aus wurde der Brief zur Postanstalt in der Stadt Anklam weitergeleitet, wo das Postwertzeichen mit dem Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten ANKLAM / LAND abgeschlagen wurde.


    Nach dem Gemeindeverzeichnis des Landes Mecklenburg lebten zum 29. Oktober 1946 in der Gemeinde Hohendorf, der auch die Ortschaft Zarnitz zugeordnet war, insgesamt 875 Einwohner.

  • Hallo zusammen,


    ich kann wieder mal einen Landpoststelle II Stempel präsentieren. Diesmal ein kleines Briefchen im ungewöhnlichen Quadratformat (nicht verkürzt, siehe Rückseite) aus dem Ort Löwenstedt im Kreis Nordfriesland. Der Ort liegt nördlich der B200, die Husum mit Flensburg verbindet und hatte im Jahr 2008 662 Einwohner.


    Den Absendernamen habe ich abgedeckt, denn die Familie wohnt immer noch am Ort.


    Der Landpoststempel zeigt die alte Postleitzahl 24b im Kreis und Poststelle (Löwenstedt) und Leitpostamt (Husum) als dranhängendes Ra-2 Element.
    Die Marke wurde in Husum am 18.11.61 mit dem TMS "Theodor-Storm Stadt Husum Das Tor zur Hallig-Welt" abgestempelt


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo,


    so einfach ist das nicht mit dem Petershagen, denn es gibt östlich und südöstlich von Berlin zwei Petershagen. Beide gehören heute zum Kreis Märkisch-Oderland (MOL). Das östlich von Berlin liegende Petershagen wurde vor einigen Jahren im Rahmen der Gemeindereform mit Eggersdorf zusammengeschlossen und trägt heute den Doppelnamen Petershagen-Eggersdorf, war aber zuvor eine eigenständige Gemeinde; die PLZ lautet auf 15370. Der Doppelort hat etwa 8.300 Einwohner.


    Das andere Petershagen gehört heute zum Amt Lebus, aber auch zum Kreis MOL. Diese Gemeinde hat heute etwas über 300 Einwohner; die PLZ lautet auf 15236. Ich vermute, dass dein Stempel zu diesem kleinen Petershagen gehört, schade nur, dass nicht der ganze Beleg sichtbar ist.


    Für dieses kleine Petershagen findet sich im "Handbuch für das Deutsche Reich, Ausgabe 1913" der Eintrag, dass es unter der Oberhoheit der Ober-Postdirektion zu Frankfurt an der Oder in "Petershagen, Kreis Lebus" eine Postagentur gab. Diese Postagenturen waren noch unterhalb der Ebene der Postämter III.Klasse angeordnet.

    Viele Grüße
    Ingo

  • Hallo Vichy,


    ich hatte exakt in deinem Beitrag auf "antworten" geklickt und war - wie in anderen Foren - davon ausgegangen, dass die Software automatisch den Bezug herstellt, das war aber offensichtlich nicht der Fall. Ich werde es also in Zukunft anders handhaben.


    Vielen Dank für den ganzen Beleg, ich denke nun auch, dass es das "kleine" Petershagen ist.


    Ich habe bei mir mal nachgeschaut; diesen Stempel habe ich noch nicht. Falls du da also etwas doppelt haben solltest, könnten wir vielleicht ins Geschäft kommen, denn ein paar Poststellen II-Stempel habe ich auch in meinen Dubletten.


    Viele Grüße
    Ingo

  • Dieser Beleg ist mir letzte Woche in die Hände gefallen. Es handelt sich um eine Postkarte mit gleich zwei Poststelle II Stempeln "Seifersdorf über Radeberg" auf einem Postkartenvordruck von 1944. Auf der linken Seite befindet sich ein etwas schwach abgeschlagener Poststelle II Stempel älterer Art, dessen Struktur (Rahmenfargmente?) nicht ganz eindeutig erkennbar ist. Der Zweikreisbrückenstempel auf der rechten Seite ist auf den 24. 7. 1945 datiert. Die Sendung wurde zudem mit einem "Gebühr bezahlt" Stempel entwertet. Bei dem Absender handelt es sich um den Posthalter Paul Schuttel der Poststelle. Ich vermute, dass der Posthalter seine Postkarten bereits vorab mit dem älteren Stempel versehen hatte und bei Versand den Zweikreisbrückenstempel verwendete. Die Postkarte ist nach Dresden gelaufen.

  • Hallo zusammen,


    ich kann heute einen recht interessanten Neuzugang präsentieren. Es handelt sich um eine Postkarte mit Urlaubsgrüssen aus dem Jahr 1963.


    Die Karte wurde in Lockstedt (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) aufgegeben und die Marke wurde in Kellinghusen am 28.8.63 abgestempelt.


    Der Poststelle II Stempel "2211 Lockstedt" sieht so aus, als wenn er aus einem älteren Stempel umgearbeitet worden wäre (zum Beispiel aus: 24b Lockstedt / über Kellinghusen). Vielleicht komme ich am Wochenende wieder mal in die Münchner Philabibliothek, die sollten das Handbuch der ARGE SH zu den Poststelle II Stempeln im Bestand haben.


    Die Ansichtsseite demnächst im AK-thread.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    wieder mal ein Poststelle II Stempel aus meiner norddeutschen Heimat Norddeutschland :D, genauer gesagt aus Dithmarschen.


    Die Ansichtskarte wurde in Welmbüttel nach Sielbeck bei Eutin abgeschickt, erhielt in Welmbüttel einen leider etwas undeutlich abgeschlagenen Poststelle II Stempel "Welmbüttel / über Heide (Holstein)" auf der Adressseite. Die Marke wurde mit einem Datumstempel "Heide / * (Holstein) e, 16.7.34" entwertet.


    Die Bildseite folgt demnächst im AK-thread Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübeck.


    Viele Grüße
    DKKW