Belege aus Deutschland - Februar 1946

  • SBZ Ostsachsen Nr. 58 in c - Farbe portorichtig als Mehrfachfrankatur auf Fernbrief der ersten Gewichtsstufe ab Radeburg (Bezirk Dresden) nach Dresden - Weisser Hirsch. Die Entwertung der Frankatur erfolgte mit dem Stempel Radeburg (BZ Dresden) am 23.02.1946.
    Die linke Marke ist anhand eines Feldmerkmals sogar identifizierbar.

  • Hallo Briefmarkentor und alle anderen :-)


    Ich hoffe folgender Beleg ist hier richtig.


    Der Brief lief am 18.02.1946 von Peine nach Bad Grund.

    Ins Auge fällt der Stempel und die Verschlussbanderole der Militärzensur.

  • Inlandspostkarte P 5 der OPD Schwerin für Mecklenburg - Vorpommern im Fernverkehr vom 08.02.1946 von Schwerin (Mecklenburg) nach Lüneburg (Britische Zone).



    Die Rückseite zeigt wieder einmal einen erschütternden Text.

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • heckinio

    Wenn damit gemeint war, dass Sütterlin und ähnliches nicht zu verwenden war, hast Du Recht. Aber mit fortlaufender Schrift im Gegensatz zu Druckbuchstaben hätten die alten Römer auch ihre Probleme gehabt. Handelte es sich um eine Vorschrift (zu Zensurzwecken ?) oder um einen guten Rat (dann wäre er eher auf der Vorderseite für die Adresse angebracht gewesen).

    Gruss

    Jean Philippe

  • Meines Wissens war es Vorschrift, lateinische oder kyrillische Buchstaben zu verwenden, so zumindest in der OPD Schwerin. Allerding sollte man beachten, dass die Postbeamten in der SBZ, die Mitglied der NSDAP oder anderer Organisationen des Dritten Reiches gewesen waren , sehr schnell durch Kollegen ersetzt wurden, die dem Wiederstand nahe standen. Kurz, fast alle Beamten mit Erfahrung und Wissen flogen raus und ungelernte Kräfte hielten den Geschäftsbetrieb aufrecht. Zusammen mit den sonstigen Problemen der damaligen Zeit ist es nicht verwunderlich, dass eine größere Anzahl an Belegen die Post durchlief, die gegen die obigen (siehe Beitrag #8) und andere Vorschriften verstießen.