Große Hermesköpfe

  • Hallo in die Gruppe der Hermesfreunde, Hallo miasmatic,


    tolle 31b! Das mit dem gebleichten Papier kann ich mir nicht vorstellen, da die skyblue Markenfarbe und CF passt - würde ja auch gebleicht werden. Habe mal meine 31ger durchgeschaut und finde generell das Papier ein kick heller als die 27ger Serie.


    Bei der 36 könnte es auch einen Rose-Bister sein also 36b (rötliche Tönung) bin da aber echt unsicher. Um so wichtiger ist die Untersuchung vom Griechen.


    VG Miklas

  • Hallo miasmatic, schöne 36b - würde ich auch so sehen.


    Bezüglich der 4 hab ich mal recherchiert: Also Glückwunsch Position 61 - zu erkennen am Quetschrand links - Bogenrandmarke !, der Warze am Hals - Plattenfehler und der Bruchstelle am Halsschatten, 2 Schattenlinien gekürzt - Plattenfehler. Die "4" linke Wertziffer, ist nach Karamitsos ein ink spot, der seit Periode gereinigte Platte bis zum Ende an der Stelle der 4 auftrat.


    VG Miklas

  • Moin MIKLAS,

    moin "Hermesfans",


    wow, ich bin geplättet, wie viel Fachwissen Du Dir mittlerweile (teils klammheimlich;)) angeeignet hast - ich selbst habe momentan leider nicht die Möglichkeit, meinen Wissenstand etwas zu vergrößern, um etwas "aufholen" zu können.

    Die Kalenderbilder sind ja echt interessant und informativ - sind auf den fehlenden Blättern andere Ausgaben Griechenlands zu sehen?

    Kanntest Du den Prüfer Kurt Mittenentzwei (was für ein Name :D) vorher bereits?

    Hier

    https://briefmarken-pruefer.de

    ist auch so gut wie nichts zu finden und auch bei filatelia steht nichts über ihn.

    Gab es den Kalender zum neuen Hellas-Katalog dazu?


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic

  • Der Prüfer war - MITTENENTZWEI, KURT

    Röntgenstr. 30

    - Leipzig

    Deutschland


    aber wann? Das weiß ich nicht



    Den Kalender habe ich mit viel Freude selbst zusammengestellt - kann diesen wegen der Datenmenge nicht direkt hochladen


    Schönen Abend und Gruß Miklas

  • Moin zusammen,


    bzgl. der heute angefügten Marke möchte ich gern einmal Eure Meinung dahingehend hören, ob es sich eventuell um eine Ganzfälschung dieses 40-Lepta-Wertes handeln könnte.

    Ich selbst würde davon ausgehen, da meiner Meinung nach das Markenbild deutliche Abweichungen zeigt, sehr unscharf und wenig detailliert ist. Auch der Stempelabschlag, wohl eine Imitation eines Punkt-Rhomben-Stempels, scheint in meinen Augen falsch zu sein, da, obwohl große Teile des Stempelabschlags zu sehen sind, keine Stempelnummer zu erkennen ist.

    Die Rückseite der Marke weist keine Kontrollziffer auf, weder Besitzer-, Händler- oder Prüferzeichen und die Marke selbst ist auf bläulichem Papier gedruckt.

    Über sachdienliche Hinweise würde ich mich freuen :)


    Schönen Abend,


    miasmatic

  • Moin "Hermesfans",


    beim Durchsehen des mir - dankenswerterweise von DKKW kopierten - zu Verfügung stehenden Stiedl/Billig bin ich nun fast sicher, dass es sich um die italienische Steindruckfälschung nach Abb. 56/Type 4 handeln muß. Nach meinem Dafürhalten treffen alle beschriebenen Unterschiede zu den Originalen (mehr oder weniger gut sichtbar) vor.


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic

  • Moin "Hermesfans",


    heute zeige ich zwei meiner Neuerwerbungen der vergangenen Tage und Wochen.

    Zum einen ein ungebrauchtes, waagerechtes Paar des Pariser Druckes der Hellas-Nr. 43b.

    Wie gut zu erkennen, haben die Marken mittig oben zwar eine leichte (Gummi-)Tönung (die im Original nicht ganz so deutlich hervorsticht), trotzdem gefällt mir persönlich das Pärchen ganz gut :) (habe es zudem sehr günstig erwerben können). Bei beiden Marken ist links oben der innere Rahmen durchbrochen, die rechte Marke weist zusätzlich noch einen Spieß am linken, oberen Mäanderband auf.

    Zum anderen zeige ich aus demselben Ausgabejahr die im Hellas-Katalog die darauffolgende Nr. 44, also den 60 Lepta-Wert, ebenfalls ungebraucht, vom rechten Bogenrand. Auffällig ist hier evtl. noch das oben verkürzte "E" (nach deutscher Lesart :)).


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic

  • Moin "Hermesfans",


    heute zeige ich ein Briefstückchen, das es mir aufgrund des m.M.n. attraktiven, roten Ankkunftsstempelabschlags "PAID-LONDON 5 AP. 79" angetan hat. Bei der Marke selbst handelt es sich um eine Hellas Nr. 45/Athener Druck.

    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic



  • Moin DKKW,


    diese Linien bzw. Linienfragmente waren mir selbst bereits aufgefallen und auch ein Grund, die Marke zu erwerben.

    Ich habe einen Teil meiner Bestände durchsucht, konnte aber bislang lediglich eine Marke finden, bei der Ähnliches sichtbar ist, die nun dargestellte Hellas Nr. 18d. Am linken Rand erkennt man eine ähnliche Linie wie bei der vorher gezeigten 30L-Marke Hellas Nr. 45.

    Die 18d stammt vermutlich vom linken Bogenrand, die 45 evtl. vom rechten Rand und bei beiden Marken handelt es sich aus meiner Sicht (einige Druckdetails lassen dies erkennen) fargesättigte/-übersättigte Drucke.

    Bei beiden Marken handelt es sich weiterhin um solche aus sog. Weichdrucken (= Verwendung eines feinen Drucktuchs).

    Insgesamt könnte ich mir diese Druckerscheinungen nur damit erklären, dass durch das Zusammenspiel von Weichdruck und viel Druckfarbe die Einfassungen der Druckplatten evtl. teils mitgedruckt haben.

    Ich werde mal versuchen, parallel bei Herrn Girndt von der ARGE Griechenland nachzufragen, vielleicht meldet sich hier ja auch noch MIKLAS oder unser "Grieche" Vasilis ;) zu Wort, die sicherlich fachlich weit fundierter antworten können.


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic



  • Hallo und lieben Gruß in die Hermesgruppe, erst mal danke fürs zeigen - super Qualität deine Scans - habe das Paar 30 Lepta von miasmatic näher angeschaut - mir ist aufgefallen erste Wellenlinie nicht unterbrochen, Schattenlinie stößt unten nicht an die Randleiste und Oberer Flügel am Helm hat keinen freistehenden Unterflügel - uff, habe im Stiedl/Billig nachgeschaut - sorry, könnte das eine Fälschung Type 11a sein?

    Liebe Grüße Miklas

  • Moin Miklas,


    mir waren selbst auch Zweifel gekommen und ich habe auch in diesem Fall bei der ARGE per Mail und Scan nachgefragt, aber noch keine Antwort erhalten.

    Die von Dir aufgeführten Fälschungskennzeichen lassen auch mich von einer Fälschung Type 11a/Abb. 45 ausgehen :( Man sollte sich vor Erwerb der Marken eben doch nicht nur vom günstigen Preis, der Losbeschreibung und der Möglichkeit, eine "Lücke" in der Sammlung zu stopfen, leiten lassen, sondern die Grundlagen

    erste Wellenlinie nicht unterbrochen

    (absoluter Anfängerfehler :ups::ups::ups:) parat haben.

    Sobald ich zusätzliche Bestätigung von der ARGE habe, melde ich mich :).


    Einen schönen Abend wünscht


    miasmatic

  • Guten Morgen und liebe Grüße in die Hermesgruppe,


    also die 10 Lepta Hellas 18d ist tatsächlich von der Position linker Bogenrand und zwar die Position 81 späterer Druck der Periode 1862-1867 (vermutlich Auflage 1865) anbei die Erkennungszeichen Farbspots eingekreist. Die Linie rechts des Markenrandes ist in der Tat der Abdruck der unsauberen rechte Kante des Druckstocks. Die war mit eingefärbt, nicht vor Druck gereinigt und erzeugte dies parallele Linie.


    Anders ist das bei der 30 Lepta Marke auf dem Briefstück (sehr schön). Dazu muss man wissen, dass die 30 Lepta Marke in Bögen zu 600 Marken gedruckt wurden. Es wurden vier Druckstücke zusammengespannt um mit einem Druck (Arbeitsgang) mehr Marken herstellen zu können.


    Die Randlinie bei der 30 Lepta Marke auf dem Briefstück ist typisch für genau den Spalt der zwischen den Druckstöcken stand. Dieser hat sich mit der Zeit zugesetzt und wurde dadurch mit gedruckt. Zur Verdeutlichung habe ich eine 30 Lepta Marke beigelegt, die genau aus der Position 310 stammt. Der Teil des Mittelkreuzes der zusammengespanten Druckstöcke ist am oberen und rechten Rand (sehr schwach) zu erkennen. Siehe dazu auch die beigelegte Bogenbezifferung.

  • Hallo miklas,


    vielen Dank für die Erklärungen zu den von miasmatic gezeigten Hermesköpfen mit "Schnittlinien" Wieder etwas dazu gelernt. Es ist immer wieder eine Bereicherung an philatelistischem Wissen Eurem thread zu folgen auch wenn ich Greichenland und die Hermesköpfe nur so nebenbei sammele.


    Viele Grüße

    DKKW

  • Moin "Hermesfans",


    nach längerer/langer Zeit zeige ich heute eine Hellas Nr. 50/cremefarbenes Papier mit Kontrollziffer.

    Die Besonderheiten an dieser recht gut erhaltenen Marke sind die, dass, wie hoffentlich gut sichtbar, einerseits die Kontrollziffer nicht "10", sondern "00" lautet, andererseits oll lt. Mitteilung des Verkäufers die zweite, also rechte "0" invertiert sein, was ich selbst allerdings so nicht nachvollziehen kann. Aus meiner Sicht handelt es sich daher um eine Hellas Nr. 50 NeI, nicht NeII. Das (vermutliche) Besitzerzeichen kann ich leider nicht identifizieren, die ebenfalls von vorherigen Besitzern der Marke bestimmte Plattenposition 101 scheint sich hauptsächlich auf die Farbpunkte innerhalb der Wellenlinien links oben und unten zurückzuführen sein.



    Einen schönen Tag wünscht


    miasmatic

  • Hi und Danke fürs zeigen des schönen seltenen Stückes!


    Pos. 101 würde ich bestätigen - wegen der angestoßenen Rahmen unten rechte - dies tritt nur in 4 Positionen auf 5;101;111; 141. Wegen dem dicken Farbrand rechts, also eine Position in der ersten Spalte, kann es nur die 101 oder 111 sein. Die 111 hat aber noch einen Plattenfehler im rechten Mäander - also damit ist die 101 bestätigt - Farbtupfer sprechen auch dafür - habe die Charakteristischen gegenzeichnet. Ich nehme bei der Bestimmung an, dass der mit Stern gekennzeichnete Farbklecks die Stelle verdeckt, wo die 1 rechts unten den Rand des Schriftfeldes berührt (Charakteristisch für 101) .


    Die Rückseiten zeigt dann bei den 00 die charakteristischen Fehler für Pos. 101 Rückseite - habe ich eingezeichnet - Damit ist die Marke exakt bestimmt und die rechte 0 ist invertiert nach Coundouros 62.7.2 -


    also freu - eine Hellas 50 NeII


    Viele Grüße von Miklas