Rundstempel Sammellager 1. WK

  • Hallo zusammen,


    vielleicht kann mir einer in dieser speziellen Sache weiterhelfen.


    Es geht um diese Postkarte.
    Geschrieben für einen russisch-polnischen Zwangsarbeiter von seiner Frau aus Lodz.
    Die Leute hatten ja bis 1914 als Saisonarbeiter mit Rückkehrzwang im Kaiserreich (Erntehelfer) gearbeitet. Bei Kriegsbeginn wegen befürchteter "feindlicher Sabotage & Spionage" festgehalten und in Sammellager weiter westwärts verbracht.


    Nun zur igentlichen Frage:
    Kann man die Rundstempel "P 6" und "P.25" auflösen?
    Oben ist noch schwach ein schwarzer Eingangsstempel "Eingang am / 31. Jan. 1917 / Hameln" zu lesen. Beim anderen violetten Kastenstempel kann man das Lager leider nichtmehr erkennen, nur das Eingangsdatum "19. Mai 1917".


    Vielleicht Hameln und Hannover?
    Kann jemand Infos zu diesen Lagern liefern?


    Gruß Bummi

  • Danke iht Zwei.


    Mit "Infos zu diesen Lagern" meinte ich eher in die postalische Richtung ;-)
    Da hab ich mich wohl zu undeutlich ausgedrückt.


    Ich denke aber (wie eingangs schon erwähnt), dass diese Karte nicht von einem dieser Kriegsgefangegenlager stammt, sondern von einem Sammellager für Zwangsarbeiter.
    Auch wenn Madame an den "russischen Kriegsgefangenen" adressiert hat.
    Die Schreiberin bedankt sich nämlich auf der Rückseite bei ihrem Mann dafür, dass er ihr 18 Mark geschickt hat.
    Soweit mir bekannt ist, gabs in Kriegsgefangenenlagern nur eigenes Lagergeld, keine reguläre Mark.


    Gruß