Markenlose Briefe

  • Hallo Michael D,


    steht sowohl im Michel als auch bei Beyerodt so ohne weitere Erklärung: z. B. heißt es bei Beyerodt für die Herzogtümer Holstein und Lauenburg (ab dem 12.1.1864) auf S. 162:
    Wertsendungen (Briefe) innerhalb Holstein-Lauenburg:
    Grundtaxe 2 Schilling, zusätzlich je angefangene 100 Mark Wertangabe 1 Schilling (Im Michel anders formuliert aber mit dem gleichen Ergebnis).


    Mir fehlen Kopien der originalen Postvorschriften also begebe ich mich jetzt in den Konjunktiv:


    Ich vermute, dass auch Wertbriefe mit der Fahrpost transportiert wurden. Es wurde anscheinend eine Unterscheidung getroffen zwischen Wertsendungen die in einem Kuvert verschickt wurden und Wertpaketen (plus Paketbegleitbrief). Das ist aber nur eine Vermutung von mir.


    Die Formulierung im Beitrag zu den Fahrpostbelegen habe ich dementsprechend abgeändert


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    heute ist mein letzter Urlaubstag, in den kommenden Tagen komme ich sicherlich nicht zum Schreiben also schnell noch der versprochene Beitrag zu markenlosen Militär- und Feldpostbelegen.


    Militärsachen und Feldpostbriefe bzw- -karten waren in der Regel portofrei. Beispielsweise war dies in alter Zeit in Großbritannien anders, hier mussten, wenn ich mich recht erinnere, Offiziere volles Porto zahlen, für Soldatenbriefe galt viele Jahrzehnte das 1p Porto.


    Ich kann drei Militärpost- bzw. Feldpostbelege mit Elmshorn-Bezug zeigen. Alle drei natürlich markenlos.


    Zunächst eine Briefhülle aus dem 1. deutsch-dänischen Krieg. Leider ohne Jahreszahl, muss aber irgendwann zwischen 1848-1850 verschickt worden sein.


    Neben dem Kreisstempel "Elmshorn 2?.11. 1-5" wurde der Ovalstempel "Lazarett-Commission zu Elmshorn" abgeschlagen. Der einzige mir bekannte Militärstempel von Elmshorn denn meine Heimatstadt war nie Garnisonsstadt.


    Dann eine Feldpostkarte der "Kais. D. Feldpoststation 21 b 29.12.14. 12-1N" von einem Mitglied des altehrwürdigen Elmshorner Männer-Turnvereins an die Daheimgebliebenen Vereinsmitglieder. (Ich war in meiner Kindheit auch ein paar Jahre lang Geräteturner im EMTV).


    Schließlich ein Feldpostbrief aus dem 2. Weltkrieg. Abgestempelt am 1.9.40 mit dem Kreisstempel Feldpost b von der "Feldeinheit 23644" nach Elmshorn.


    Damit habe ich, glaube ich, die wesentlichen Gruppen markenloser Postsendungen vorgestellt. Mir hat es Spass gemacht und ich hoffe, dass viele von Euch etwas Nutzen aus diesen Beiträgen ziehen können. Vielen Dank auch für die kritischen Anmerkungen und natürlich auch für das Lob, das ich von verschiedener Seite erhalten habe.


    Ich hoffe, ich komme spätestens am nächsten Wochenende zu einem Beitrag über Maße, Gewichte und Währungen in alter Zeit. Ich werde an der Oberfläche bleiben müssen, denn die vorphilatelistische Zeit in Elmshorn erstreckt sich (auch wenn ich sie nicht komplett mit Briefen belegen kann) von 1624 bis ca. 1850.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW,


    bei den Fahrpostsendungen ist m.E. noch Forschungsarbeit notwendig. Die Tarife sind leider nicht glasklar und unterscheiden sich auch noch in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Eine gute Primärquelle fehlt, aber grundsätzlich orientieren sich die Tarife noch an der dänischen Frachtposttaxe.


    Wertsendungen gehörten zur Fahrpost und eine Unterscheidung zwischen Brief- und Paketform gab es m.W. nicht.


    Anhand der Regeln, die Du oben auch aufgeschrieben hast, habe ich schon viele Fahrpostsendungen analysiert, aber leider stimmt das Ergebnis nicht in allen Fällen mit den notierten Gebühren auf den Briefen überein. Es könnte also noch irgendwelche Sonderregeln geben.


    So ist das auch bei Deiner Elmshorn-Wertsendung: auf 7 Schilling komme ich auch, aber zwischen Orten, die eine direkte Eisenbahnverbindung hatten, wurde nur der halbe Tarif angewendet. Und schon passt es! :)


    Viele Grüße
    nordlicht

  • Hallo Michael,


    wie schon geschrieben fehlt leider die alles erklärende Primärquelle (bzw. mir bislang nicht bekannt). Daher muss man sich die Informationen aus den verschiedensten verfügbaren Quellen zusammensuchen. Ausgangspunkt sind häufig die alten dänischen Bestimmungen, die zumindest noch in der SH-Anfangszeit einfach weiterverwendet wurden, zum Teil wurde sogar noch in dänischen Skilling notiert und dann nur in Schilling umgerechnet.


    Weitere "Puzzle-Stücke" sind Artikel aus der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein, entsprechende Fahrpost-Exponate und Ableitungen aus vorhandenen Belegen.


    Viele Grüße
    nordlicht

  • Hallo zusammen,


    Bevor ich zu dem versprochenen Beitrag zu Währungen, Gewichten und Massen komme, möchte ich noch einen Blick auf das historische Umfeld der Zeit der Vorphilatelie werfen. Auch dies kann natürlich nur ein grober Abriss sein, mit dem Thema kann man Bücher füllen.


    Die frühe Neuzeit ist in Mitteleuropa eine Zeit der Kleinstaaterei. Zoll- und Währungsgrenzen teilten das Land in einen Flickenteppich mittlerer, kleiner und kleinster Territorien deren Herrscher eifersüchtig auf ihre Vorrechte und (ganz wichtig) ihre Einnahmen achteten. Die Produktivität der Wirtschaft war aufgrund ständischer Organisation gering, der Handel durch Zölle und mangelhafte Verkehrs- und auch Nachrichtenverbindungen stark behindert. Flüsse waren die wichtigsten Handelswege doch es gab Zeiten in denen beispielsweise ein Fernhändler auf dem Rhein von Holland bis nach Basel an über 60 Zollstationen seinen Obolus zu entrichten hatte. Man kann sich vorstellen, wie preistreibend diese Zollbarrieren waren. Importware war nur für die reiche Oberschicht erschwinglich. Teil- und zeitweise war es der einfachen Bevölkerung sogar verboten Importwaren zu kaufen.


    Die Erfindung der Dampfmaschine ermöglichte im 18. Jahrhundert deutliche Produktionssteigerungen und damit auch niedrigere Produktionskosten. Die notwendigen Arbeiter, die unter erbärmlichsten Bedingungen ihren Lebensunterhalt verdienen mussten wurden durch die Abschaffung der Leibeigenschaft der Landbevölkerung freigesetzt. Eigentlich gerieten sie vom Regen in die Traufe. Leider habe ich trotz intensiver Suche keine Angaben zur Einkommenssituation in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts gefunden. Natürlich findet man immer wieder Textpassagen die auf die geringen Löhne hinweisen doch nie konkrete Aussagen.


    Was nützen eine Ausweitung der Produktion und eine erhöhte Produktivität wenn die Transportmittel fehlen um die waren vom Hersteller zum Verbraucher, dem aufstrebenden Bürgertum, zu befördern? Der folgerichtige Einsatz der Dampfmaschine als Schiffsantrieb und die Erfindung der Eisenbahn aber auch die Verbesserung der Straßen durch den Bau von Chausseen brachte eine Revolution des Transportwesens mit sich.


    Problemkind blieb die Nachrichtenübermittlung. Diese war, ähnlich wie das Zollwesen durch die vielen Postverwaltungen behindert, die im internationalen Verkehr alle an einer Postsendung mitverdienen wollten. Auch Inlandsbriefe wurden mit zunehmender Entfernung immer teurer. So kostete beispielsweise am 1.8.1818 ein einfacher Brief aus Kopenhagen nach Helsingør 4 RBS (Silber), nach Odense (auf der Insel Fünen) 11 RBS, nach Hadersleben (Hzgtm. Schleswig) 13 RBS und nach Hamburg 29 RBS. (Quelle: Ole Maintz, Grundbog i Analyse af Danske Præfilatelistiske Breve).


    Die Regierungen sahen sich zunehmend mit den Forderungen des Handels und der Wirtschaft konfrontiert, ein effizienteres und kostengünstigeres Postwesen zu schaffen. Die von Großbritannien ausgehende weltweite Einführung der Briefmarken revolutionierte dann den inländischen Briefverkehr. International kam der endgültige Durchbruch mit der Gründung des Weltpostvereins im Jahr 1875, aber da befinden wir uns schon weit jenseits der Einführung der Briefmarke.


    In Dänemark wurde die 4 RBS Briefmarke am 1. April 1851 eingeführt. Das Herzogtum Schleswig folgte am 1. Mai 1851. Die aufständische Regierung Schleswig-Holsteins führte am 15. November 1850 die so genannten Postschillinge ein. Allerdings nur im Herzogtum Holstein da man die militärische Kontrolle über das Herzogtum Schleswig nach dem Verrat Preußens (Waffenstillstandskonvention von Berlin vom 10.7.1849) bereits wieder an Dänemark verloren hatte. Im März 1851 wurde der Verkauf der Postschillinge im Herzogtum Holstein eingestellt, bis zum 31.8.1851 sind mit Postschillingen frankierte Briefe registriert. Ab dem 1.Juli 1853 wurden dann in den Herzogtümern Holstein und Lauenburg dänische 4 RBS Marken eingeführt.
    Eigentlich erstaunlich, dass die beide Hansestädte Hamburg und Lübeck zu den Spätzündern der Einführung von Briefmarken gehörten (beide am 1.1.1859).


    Das nächste Mal folgt dann aber wirklich ein Beitrag zu Währungen, Massen und Gewichten. Da hier ein enger Zusammenhang zur Wirtschaftsgeschichte besteht, war es mir wichtig den heutigen Beitrag voranzustellen.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    hier nun der schon lange versprochene Artikel zu Währungen, Gewichten und Massen. Auch dies ein Thema mit dem man Bücher füllen kann. Ich werde mich also nur an der Oberfläche bewegen und nicht in die Tiefe gehen können.


    Bereits in meinem letzten Beitrag hatte ich beschrieben, wie sehr die Kleinstaaterei den Handel und die Wirtschaft behinderte. Heutzutage sind die Vorteile großer Wirtschafts- und Währungsräume so selbstverständlich geworden, das schlichte Gemüter sich die "Gute alte Zeit" zurückwünschen als sich das Leben und Denken nur im Umkreis des eigenen Kirchturms abspielte. Apropos Kirchturm, erst der Bau der Eisenbahnen mit ihren festen Fahrplänen führte zu einer landesweiten Vereinheitlichung der Uhrzeiten. Ansonsten konnten die Uhrzeiten von Dorf zu Dorf durchaus abweichen (je nachdem ob der Pfarrer oder Pastor eher Frühaufsteher oder Langschläfer war :D


    Im Königreich Dänemark und den Herzogtümern Schleswig und Holstein galt zur Zeit der Gründung des dänischen Postwesens im Jahr 1624 die Krone, sie war in 96 dänische Kroneskillinger unterteilt. Da die dänische Währung gegenüber der im Norden recht verbreiteten Lübischen Mark = 16 lübische Schilling immer mehr an Wert verlor, wurde ab dem 31.12.1734 das Porto der dänischen Post in lübischen Schilling angegeben (dän.: lybske skilling).


    Im Jahr 1788 scherten die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein sowie die Grafschaft Rantzau und die Herrschaft Pinneberg) aus dem dänischen Währungsverbund aus und führten den Schilling Schleswig Holsteinisch Courant ein. Dieser unterschied sich von den Hansestädtischen Courant Schillingen, wäre sonst ja auch zu einfach gewesen :O_O:.


    Im Jahr 1813 musste das Königreich Dänemark den Staatsbankrott erklären. Ab diesem Zeitpunkt wurde in Dänemark und den Herzogtümern der Dänische Reichsbanktaler eingeführt. Der Reichsbanktaler war in 96 Reichsbankskilling (RBS) unterteilt. Aufgrund des Staatsbankrotts und dem damit verbundenen Mangel an Münzsilber gab es zunächst nur Papiergeld das in den darauffolgenden Jahren einem erheblichen Wertverlust unterworfen war. Dies dürfte mit ein Grund sein, warum in Schleswig und Holstein weiterhin in Schilling Courant gerechnet wurde auch wenn diese Währung ja eigentlich abgeschafft war. Später, als wieder Münzen geprägt wurden, gab es in den Herzogtümern auch Münzen deren Wert sowohl in RBS als auch Schilling Crt. angegeben war.


    In meiner Sammlung befinden sich auch zwei Exemplare des Altonaischen Mercurius. Ich habe mal die beiden Seiten mit den Wechselkursen eingescannt.


    In Dänemark, ich beziehe mich hier auf die Zeit vor 1861, also die vorphilatelistische Zeit, war die kleinste Gewichtseinheit 1 Ort (ca. 0,98g). 4 Ort entsprachen einem Kvint (ca. 3,91g). 4 Kvint entsprachen einem Lod (ca. 15,63g), 2 Kvint ergaben eine Unse (ca. 31,25g). Das dänische Pund entsprach mit 500,45g in etwa dem späteren deutschen Pfund (500g). Für Butter und Münzmetall galten in Dänemark wieder andere Gewichte. Auch die Apotheker hatten ihr eigenes Gewichtssystem.


    Nach 1861 entsprach 1 Kvint 5g und 3 Kvint ergaben ein Lod (15g). Beide Gewichte spielen bei der Portoberechnung eine Rolle.


    Beim Gewichtsvergleich beschränke ich mich auf die die preußischen Gewichte (Berliner Handelsgewicht): ein Quentchen (ca.3,66g), vier Quentchen ergaben ein Lot (ca. 14,642g). Zwei Lot ergaben eine Unze, 8 Unzen eine Mark und 2 Mark ein preußisches Pfund (ca. 468,5g)


    Die dänische Landmeile entsprach 7.452m. Die preußische Landmeile entsprach 7.532m. Sie wurde auch in Mecklenburg verwendet. In Hannover rechnete man 7.419,2m pro Landmeile.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo zusammen,


    neulich konnte ich einen Fahrpostbeleg aus Elmshorn nach Itzehoe aus der Zeit der dänischen Postverwaltung 1853 - 1864 erwerben.


    Auch hier verstehe ich die Taxierung nicht, ich nehme aber an, dass die Portoberechnung in dänischer Währung erfolgte.


    Es handelt sich um eine Kirchendienstsache, von einem Pastor Petersen in Neuendorf an den Kirchenprobst in Itzehoe verschickt. Es handelt sich um einen Paketbegleitbrief zu einem Wertpaket mit 23 Thalern 16 Schilling RM (Reichsmünze).


    Oben links sollte vorschriftsmässig die Journalnummer stehen 24. Oben rechts das Gewicht 24 L (24 Loth ca. 360g). Dann kommen die Taxvermerke (12 / 11) beide Ziffern gestrichen und 23.


    Nach dänischer Pakettaxe war eine
    Grundtaxe 6 Skilling
    Gewichtstaxe 2 Skilling (Mindesttaxe) und
    Werttaxe 8 Skilling (Beträge von 5 bis 25 RD) zu zahlen.
    in Summe 16 Skilling.


    Ich habe nur ein schleswigsche Pakettaxe gefunden (Circ. No. 2, 1851)
    Grundtaxe 2 Sch. Crt.
    Gewichtstaxe 1 Sch. Crt. (Mindesttaxe) und
    Werttaxe 4 Sch. Crt.
    In Summe 7 Sch. Crt. (entspricht 22 Skilling Reichsmünze)


    Offenbar wich die holsteinische Pakettaxe von der schleswigschen Pakettaxe ab, aber es fehlt wieder einmal die Originalquelle. Obwohl Elmshorn und Itzehoe durch die Eisenbahn verbunden waren kommt es hier nicht zu einer Halbierung der Taxe.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW,


    wieder einmal ein sehr interessanter Heimatbeleg!


    Da das Porto nicht zur zitierten Pakettaxe passt, muss man m.E. auch in Erwägung ziehen, dass der Brief nicht aus der "Zeit der dänischen Postverwaltung 1853 - 1864" stammt, sondern älter ist. Dafür käme dann aufgrund der Verwendungszeit des Stempels und der Taxierung in Skilling - 1845 bis 1848 in Frage.


    Eine Fahrposttaxe aus dieser Zeit habe ich aber leider (noch) nicht gefunden, um zu überprüfen, ob diese besser zum Porto des Briefes passen würde.


    Eine Eisenbahnverbindung spielt bei der Taxierung keine Rolle, da Itzehoe auch erst 1857 angebunden wurde - als dieser alte Stempeltyp "ELMSHORN" (höchstwahrscheinlich) nicht mehr im Einsatz war.


    Viele Grüße
    nordlicht

  • Hallo nordlicht,


    vielen Dank für den Hinweis. In einer ruhigen Minute muss ich das mal nachprüfen. Paketporto vor 1851 ist extrem komplex und ich bin mir nicht sicher ob ich da Zugang zu scans der Originaldokumente habe. Hinweise in der Sekundärliteratur gibt es schon aber ich musste schon öfters feststellen, dass die Sekundärliteratur fehlerhaft bzw. unvollständig ist.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Bei der ersten Sendung handelt es sich um einen Paketbegleitbrief aus Elmshorn nach Schleswig. Abgestempelt mit dem Kreisstempel "Elmshorn 3.7." ohne Jahreszahl. Laut Forumsmitglied nordlicht muss der Brief aus den Jahren 1851 oder 1852 stammen, da hier sowohl holsteinisches (unabhängige Landespost) als auch schleswigsches (wieder unter dänischer Verwaltung) Porto berechnet wurde.
    Es ist quasi ein vorphilatelistischer Brief, denn die schleswig-holsteinischen Postschillinge waren bereits außer Kurs gesetzt, die dänischer Briefmarken (nach der Niederlage der schleswig-holsteinischen Unabhängigkeitsbewegung) kamen in Holstein erst zum 1.7.1853 an die Postschalter.
    Gewicht des Pakets: 5 Pfund, 4 Loth. Gewicht des Briefes: 1 Loth
    Das Porto setzt sich zusammen aus 3 Schilling Crt. holsteinischer Paketposttaxe bis zur Grenze, der schleswigschen Paketgrundtaxe: 6 Skilling dänisch = 2 Schilling Crt., der schleswigschen Gewichtstaxe 6 Pfd x 1/2 Skilling = 3 Skilling dänisch = 1 Schilling Crt plus schleswigscher Werttaxe 6 Pfd x 1 Skilling = 6 Skilling dänisch = 2 Schilling Crt. Macht zusammen 9 Schilling Crt die vom Absender bar bezahlt wurden (handschriftlicher Vermerk: frey)

    Halli Hallo,


    auch wenn der letzte Eintrag in diesem Threat schon länger her ist, möchte ich DKKW ein großes Kompliment aussprechen! Ich finde die Ermittlung der Postrouten und der damit verbundenen Berechnung des Portos extrem schwierig, aber super gelungen!


    Mein Sammelgebiet für Vorphila-Briefe ist Bremen und die dortigen Postanstalten.


    Ich bin immer auf der suche nach Literatur und Artikeln, die sich mit der Währung und den Postgebühren für die verschiedenen Routen aus Bremen beschäftigen.


    Wenn jemand etwas kennt, bin ich für Anregungen dankbar.