Notausgabe ja oder nein?

  • Zitat

    Original von frimer14
    Handelt es sich dabei um einen Notausgabeumschlag aus der Amerikanischen Zone?


    Meiner Meinung nach ist die Bezeichnung "Notausgabeumschlag" nicht passend. Es gab in der Besatzungszeit durchaus Notausgaben, das waren aber meines Wissens meist Postkarten, die dann analog zu Ganzsachen einen Wertstempel eingedruckt hatten mit "Gebühr bezahlt" o.ä.


    Bei dem Beleg, den Du zeigst, handelt es sich m.E. um einen ganz normalen Briefumschlag, der - in Ermangelung vorhandener Briefmarken beim Postamt Gräfelfing - mit einem "Gebühr bezahlt"-Stempel versehen wurde. Dies ist aber kein Aufdruck, sondern ein Stempel. Der Brief ging nach Stadthagen und wurde von dort aus nach Vehlen nachgeschickt, weil die Empfängerin dorthin verzogen war.


    Die Bleistiftnotizen auf der Vorder- und Rückseite kann ich allerdings nicht lesen.

  • Es handelt sich um eine normale "Gebühr bezahlt" - Frankatur, wie sie in sehr vielen Orten in Deutschland nach Ende des II. Weltkriegs praktiziert wurde.
    Dein Bespiel wird unter der Mi.Nr. 4, Variante Rahmenstempel mit Umrandung, einzeilig geführt.


    Den Begriff "Notausgabeumschlag" kenne ich nicht, aber den Zusammenhang hat mein Vorschreiber schon gut erläutert.


    Gruß
    KJ

  • Das ist eine ganz gewöhliche Barfrankatur, wie sie eigentlich zu allen Zeit bei Markenmangel vorgeschrieben war.

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