Spanien Block-Schwemme

  • Als ich die letzte Michelrundschau 1/2017 durchblätterte, fiel mir bei Spanien eine regelrechte Blockschwemme auf. Auf 3 Seiten waren alleine 7 Blöcke vom September 2016 bis Oktober 2016 katalogisiert (Blöcke Mi.-Nr. 281 - 287). Die Auflage war jedesmal 200.000 Stücke. Früher einmal war Spanien eines der preiswertesten Briefmarken-Länder bei den Neuheiten, jede Marke kostete umgerechnet nur ein paar Cents. Die neuesten Blöcke haben alle einen Nennwert von 3,- is 5,- EUR und bringen der Post natürlich viel Geld von den Sammlern ein. Der Block mit dem Aquädukt ist leporelloartig gefaltet und wohl der erste seiner Art.


    Für mich ist Spanien damit ein moderner Raubstaat der Philatelie geworden und blockmäßig schon mit Frankreich zu vergleichen.


    Gruß kartenhai

  • Offenbar ist wieder ein Land bzw. eine Postverwaltung auf Marketing-Gerede hereingefallen. Aber das hat schon ganz andere erwischt, die lange Jahre eher zurückhaltend waren ...


    Ob die Auflagen ganz verkauft werden, wage ich inzwischen anzuzweifeln. In älteren Katalogen gab es eine Kennzeichnung von "Ausgaben zum Schaden der Philatelie". Natürlich ist die auch nie ganz objektiv gewesen, aber bei einem großen Land wie Spanien und solchen Kleinauflagen von unpraktischen Formaten wären diese Ausgaben wohl ziemlich sichere Kandidaten gewesen.


    So toll fand ich die spanischen Briefmarkenausgaben eigentlich nie, es waren schon seit langem zu viele für meinen Geschmack. Diese Mammutserien mit Trachten und Wappen und Sehenswürdigkeiten, na ja, wenigstens wurden sie auch postalisch gebraucht, man schrieb ja viele Ansichtskarten von da ;-). Aber mit den vielen verschiedenen Automatenmarken, noch dazu selbstklebend und im Thermodruck, hat sich IMHO die dortige Post schon nicht gerade mit Ruhm bekleckert (und da will ich Dauerseriensammler sein ...).


    Nauru macht's jetzt richtig ;-)


    Jan-Martin