Meine angehende Heimatsammlung Hunsrück

  • Hallo Simon,


    da nich für. Es freut mich, wenn ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte. Literatur ist immer wichtig.


    Für Heimatsammler sind meistens die Veröffentlichungen der Briefmarkenvereine hilfreich. In den 70er und 80er Jahren, als Briefmarkensammeln noch weit verbreitet war, haben die Vereine nicht nur Ausstellungen organisiert sondern auch Kataloge für diese Ausstellungen herausgegeben. Häufig finden sich in diesen Katalogen Aufsätze zur Heimatphilatelie.


    Ich habe durch den Erwerb eines Nachlasses etliche Kataloge des Briefmarkensammlervereins Elmshorn erhalten. Sie stellen auch heute noch (ca. 40 Jahre nach erscheinen) eine wichtige Informationsquelle für meine Heimatsammlung dar.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo,
    bald kommt hier wieder mehr in diesem Thread :). War heute auf einem Flohmarkt in Neuwied, dort gab es mehrere Stände mit Briefmarken und vor allem Ansichtskarten. Als Erstes habe ich für 40€ 25 AK's gekauft, habe etliche neue Orte und Stempel erschließen können, zum Großteil auch schöne Ansichten auf der Vorderseite. Der nächste hatte leider kaum etwas vom Hunsrück, aber 4 tolle Ansichten habe ich mir 10€ kosten lassen, davon 2 Feldpost, 1 Infla und eine von 1900. Der Händler kündigte an, beim nächsten mal extra für mich mehr aus dem Hunsrück mitzunehmen.
    Da ich schon häufig im Internet nach gelaufenen Ansichtskarten aus meiner Umgebung gesucht habe kann ich sagen, dass die Preise zum Großteil nicht überzogen waren.
    Ich werde euch definitiv in naher Zukunft ordentlich mit dem Material füttern :D.


    Gruß
    Simon

  • Hallo,
    am 18.03 hatte ich bereits den Ort Rhaunen vorgestellt. Hier meine erste Ak des Ortes und der bisher dritte Stempel, zum ersten mal ohne Zusatz ,,Hunsrück".
    Die Gesamtansicht ist so gemacht, dass die Sehenswürdigkeiten zu sehen sind. Links die katholische Kirche Sankt Martin nicht weit davon entfernt das Rathaus. In Bildmitte sieht man auch die evangelische Kirche. An dem Ort sind die Farben etwas besonderes, außer der grünen Natur, den weißen Häusern mit roten Dächern gibt es wenig Farbabwechslung. Im Hintergrund sieht man schöne Hunsrücker Hügellandschaft.


    Gruß
    Simon

  • Hallo an alle Leser,
    heute stelle ich eine Ansichtskarte vor, die ich aus einer 50cent Krabbelkiste entnommen habe. Damit habe ich wohl nicht falsch gemacht, im Internet wird sie ungelaufen für 4€ verkauft. Zu sehen sind hauptsächlich Ansichten aus dem Osten und der ,,Mitte“ des Hunsrück.
    Links oben sieht man eine Gesamtansicht der Kreisstadt des Rhein-Hunsrück-Kreises, Simmern. Sie hat einige Sehenswürdigkeiten wie den Schinderhannesturm, der rechts auf der unten auf der AK zu sehen ist, das neue Schloss, welches von Napoleon verschenkt wurde und die beiden Kirchen.
    Zum Kirchberger Marktplatz kann ich nicht viel sagen. Für mich würde hier eher der Wasserturm stehen, der über den ganzen Ort ragt. Trotzdem ist der Marktplatz ein nettes Fleckchen, genauso wie diese in Kastellaun und Rheinböllen.
    Ähnlich ortsprägend wie der Wasserturm in Kirchberg ist das Schloss in Gemünden. Früher stand hier mal eine Burg, die aber zum Großteil zerstört wurde. Das Schloss wurde 1718 bis 1728 errichtet. Zu dem Besitz gehört auch die nah gelegene Burg Koppenstein, welche sich auf der Ak rechts daneben befindet. Sehr schön erkennbar ist, dass fast nur noch der besteigbare ,,Bergfried“ gut erhalten ist. Hier hatte natürlich der Schinderhannes wieder seine Finger im Spiel, seine Beute nach einem Überfall wurde hier aufgeteilt. Das passt wieder sehr gut zusammen, da auf der AK rechts daneben der Schinderhannesturm liegt. Nachdem er inhaftiert machte er ein spektakulären Ausbruch aus dem damaligen Gefängnis: Er ließ sich heimlich ein Messer zustecken, schnitt damit Türbretter auf und sprang von oben in den Graben. Dabei fügte er sich selbst schwere Verletzungen zu.


    Oben seht ihr den Erbeskopf mit dem alten Turm, der 1901 erbaut wurde und 1971 gesprengt wurde. Der neue ist allerdings im Moment nicht zu begehen, da reperationsbedürftig. Die Höhenangabe mit 816 Metern stimmen nach den letzten Messungen und damit ist der Erbeskopf die höchste Erhebung des Hunsrück.
    Stumpfer Turm, Die Brücke bei Hoxel und die Jugendherberge gehören alle zu Morbach. Der stumpfe Wachturm wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet und liegt direkt an der Hunsrückhöhenstraße. Die Form lässt sich schön auf der Ansichtskarte erkennen. Heute kann man direkt neben dem Turm rasten und diesen erkunden.
    Die Brücke, das Hoxeler Viadukt wird heute leider kaum noch benutzt, immerhin kannte nicht mal ich sie zuvor, obwohl mir aufgefallen ist, dass ich schonmal darunter gewandert bin :lachen:. Sie wurde zum Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Interessant ist die Geschichte trotzdem für mich vor allem dadurch, dass hier die Hunsrückquerbahn hierüber fuhr. Zu den Bahnen gibt es nämlich auch einiges philatelistisches,ein paar Ansichten und Stempel habe ich auch schon.
    Die Jugendherberge besteht nicht mehr und wurde in den 00er Jahren abgerissen.
    Rechts unten findet man einige Tiere in der Natur. Leider wird/wurde diese durch den Bau von Windkraftanlagen breitflächig zerstört :volldepri:. Tiere findet man trotzdem noch zu Haufe in den Wäldern und leider auch auf den Straßen nachts.


    Eine schöne Karte finde ich, gelaufen in Mengerschied bei Simmern am 19.8.1954. Die Karte zeigt viel Zeitgeschichtliches, einiges davon hat sich sehr verändert, anderes ist fast genauso geblieben :jaok:.


    Gruß
    Simon

  • Hallo,
    gestern war ich mal wieder auf einem Flohmarkt, diesmal in Linz/Rhein. Es waren 3 Händler für Ansichtskarten anwesend. Leider hatte keiner den alten PLZ-Bereich 65... dabei, weshalb sich mein Interesse sehr einschränkte auf 2 Bereiche, einmal der Umkreis Kastellaun (5548) und Sankt Goar (5401). Viel wurde zu extrem hohen Preisen verkauft, einige Ansichtskarten für +/- 40€, so viel gebe ich nicht aus. Trotzdem ging für mich der Tag ordentlich in den Geldbeutel, bin aber zufrieden und habe schöne Funde gemacht. Hier mal die, meiner Meinung, schönsten Belege.
    1) Landpost Riegenroth, etwas dünn, der kleine Ort hat heute aber unter 200 Einwohnern. Rückseitig mit Ansichtskarte des Ortes zeige ich bei Gelegenheit
    2)Feldpostkarte WK1 mit Stempel Niederterhaus, zum Ort habe ich sehr wenig gefunden. Hatte Ende des 19. Jahrhunderts gerade mal 3 Häuser mit 20 Einwohnern, heute gibt es nur noch den Ort Niedert an sich. Ein nettes Mitglied aus dem Forum teilte mir dazu mit, dass es sich um ein Gasthaus handelte, in dem es ein Postbüro mit Telegraphen gab.
    3) Hierzu die Rückseite mit Ansicht des Ortes Frankweiler, für mich das erste Stück dieses kleinen Ortes. Die Flecken sehen durch den Scan schlimmer aus als sie wirklich sind, natürlich ist sie in einem sehr schlechten Zustand, trotzdem ein tolles Stück für den kleinen Geldbeutel.
    4) Wenn sich auf diesem keine Stockflecken gebildet hätten wäre diese Karte das wohl schönste Stück meiner Ansammlung :frust:. Den Stempel Völkenroth habe ich auf keiner Stempeldatenbank finden können.
    5) Die Rückseite ist aber das wirklich tolle, auch etwas fleckig, trotzdem etwas echt tolles und eine Abwechslung zu den ,,normalen" Ansichtskarten. Der Verkäufer hätte sie mir geschenkt, wenn ich das Lied vor allen Besuchern das Lied gesungen hätte :lachen2:.


    Gruß
    Simon

  • Zitat

    Original von Vogelfuchs
    Hallo Simon,


    wow, cool, rare Funde!
    Ich nehme an, du hast das Lied nicht gesungen, oder?: -)


    Grüße,
    Vogelfuchs


    Hallo Vogelfuchs,
    Danke, nein ich habe natürlich nicht gesungen, damit hätte ich die Besucher im Umkreis alle verjagt :lachen:.
    Gruß
    Simon

  • Hallo,
    schon lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Erst hatte ich keine Zeit, dann war ich zu faul und jetzt möchte der Scanner nicht.
    Mein Interesse an dem Sammelgebiet ist aber weiterhin sehr hoch. in der Zwischenzeit haben sich ca. 130 Belege angesammelt. Mittlerweile habe ich eine Vorliebe entwickelt: Die Hunsrückbahn. Wenn der Scanner nicht streiken würde könnte ich euch einige Ansichten und auch Stempel zeigen. So nur eine Ansicht, die wohl häufigste. Sie zeigt das Mühl(bach)tal bei Boppard. Auf der Rückseite ist der Stempel gut abgeschlagen. Ich habe vor, euch in Zukunft zu der Hunsrückbahn Informationen zu geben und Ansichten zu zeigen.
    Hoffentlich kann ich in Zukunft häufiger etwas zeigen.
    Simon

  • Hallo,
    nun stelle ich euch das Hubertusviadukt vor. Wer sich gerne einige Aufnahmen und einiges an Fachwissen bezüglich der Hunsrückbahn und vorallem des Viadukts anhören möchte, kann sich gerne dieses 13 minütige Video anschauen:
    Einige Infos :
    - auf der ehemaligen Strecke Simmern-Boppard, heute ist davon nur noch Emmelshausen-
    Boppard vorhanden. Heute findet dort weiterhin Verkehr statt.
    - 1905-1908 hauptsächlich von Italienern erbaut
    - 130 m lang, fast 50m hoch
    - Unfall, Tunneleinbruch kostete Menschenleben
    - während des 1. Weltkriegs wurden unter dem Viadukt Wachen aufgestellt, Brücken waren
    sehr anschlagsgefährdet.^


    Hier meine bisher einzige AK zu dem Viadukt. Leider passt der Stempel Bingerbrück nicht so passend, Bingerbrück liegt nämlich auf einer anderen Strekce (Simmern-Langenlonsheim). Trotzdem eine sehr schöne Ak.
    Gruß
    Simon

  • Da meine Zeit in Zukunft beschränkter sein wird, werde ich mich auf kürzere Beiträge beschränken, aber trotzdem schönes zeigen.
    - Lithographie des kleinen Ortes Kisselbach
    - stärkere Gebrauchsspuren, etwas beschnitten, fehlende Ecke
    - gelaufen über Oberwesel ( nicht weit von Kisselbach entfernt); 5.4.1904, ein Tag später in
    Marienberghausen angekommen
    - seltener, da wohl keine hohe Auflage
    - wie ich finde wunderschön :love:


    Gruß
    Simon

  • "Lieber Alfons,
    Ich möchte mich entschuldigen, dass ich erst heute schreibe. Ich bin bereits eine Woche in Simmern und Du weisst ja gut dass es in einem Geschäft immer viel zu tun gibt. Was gibt es Neues bei Dir. Komplimente an Deine Mutter und an Louis. Freundliche Grüsse, Edgar.
    Das Foto zeigt unser Schwimmbecken."

  • Zitat

    Original von Jean Philippe
    "Lieber Alfons,
    Ich möchte mich entschuldigen, dass ich erst heute schreibe. Ich bin bereits eine Woche in Simmern und Du weisst ja gut dass es in einem Geschäft immer viel zu tun gibt. Was gibt es Neues bei Dir. Komplimente an Deine Mutter und an Louis. Freundliche Grüsse, Edgar.
    Das Foto zeigt unser Schwimmbecken."


    Danke fürs Übersetzten!
    Gruß
    Simon

  • Nach längerer Abstinenz meinerseits möchte ich ein paar kleiner Dörfer vorstellen, ich starte mit Wiebelsheim.
    - heute ca. 500 Einwohner
    - gelegen im Osten des Rhein-Hunsrück-Kreises, Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel, unweit des Rhei
    - Kreisgitterstempel ohne UB, 2 Sterne, Ortszusatz "(HUNSRÜCK)" vom 31.8.1918 auf Ansichtskarte, die per Feldpost verschickt wurde




    Bis die Tage :veryhappy:!

    Simon

  • Hallo,

    Danke für die netten Worte! Ja, die Karte ist sehr schön, war aber auch nicht billig;).

    Als nächstes ein Brief einer dir bekannten Thematik. Der Leitbereich des Postamtes Simmern dehnte sich nach der Einführung von vierstelligen Postleitzahlen aus. Über das Leitpostamt Simmern lief die Post von Sohrschied (6541) als Poststelle II.

    Der Simmern Stempel hat einen Verwendungszeitraum vom 18.11.1961-12.02.1982. Die 0 an letzter Stelle der Postleitzahl wurde weggelassen.


    Als Quelle diente mir die Lektüre ,,Das Postamt Simmern und seine Geschichte in Briefen, Stempeln und Dokumenten" von Marco Müller. Hier wird auch ein ähnlicher Beleg aus Niedersohren abgebildet (Abb. 177), die beiden Orte hatten 6541 als PLZ.


    Viele Grüße

    Simon