Marlow, Lkr. Vorpommern-Rügen

  • Hallo,


    ich möchte euch hier peu à peu meine Heimatsammlung zur Stadt Marlow vorstellen.


    Diese liegt in Mecklenburg-Vorpommern, im Landkreis Vorpommern-Rügen, ca. 35km östlich von Rostock, zwischen Bad Sülze und Ribnitz-Damgarten.
    Dabei liegt Marlow im schönen Recknitztal direkt westlich der Recknitz, dem Fluss, der die Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern bildet.


    Seine Entstehung verdankt Marlow einer slawischen Burg aus dem 9. Jahrhundert.
    Durch die Lage an der Grenze zu Pommern erlangte Marlow im 12. und 13. Jahrhundert strategische Bedeutung für die in Mecklenburg und dem Norden Brandenburgs ansässigen Stämme der Wilzen sowie als Hauptort der späteren Vogtei 'Marlow'.


    Im Jahr 1244 wurde die Stadtkirche Marlows geweiht. Eine erste Stagnation in der Entwicklung setzte zum Ende des 13. Jahrhunderts ein, als die Vogtei nach Bad Sülze verlegt wurde. Die dortige Saline wurde jedoch noch Jahrhunderte später als „salina de Marlowe“ bezeichnet.


    Im späten 13. Jahrhundert begann die Geschichte von Marlow als deutschrechtliche Stadt, wobei das Jahr der Verleihung der Stadtrechte nicht überliefert ist. 1298 wurde Marlow jedoch bereits als „oppidum“ (Städtchen) bezeichnet, 1459 erfolgte eine Bestätigung des Lübischen Stadtrechtes.


    Marlow erlangte niemals überregionale Bedeutung. Bis zu den jüngsten Eingemeindungen war es zudem eine der kleinsten Städte in Mecklenburg. Zudem wurde Marlow öfter als Pfand für Schulden des Landesherren eingesetzt und gehörte so zum Beispiel von 1301 bis 1325 mit der Herrschaft Rostocks zu Dänemark. Bis 1918 war Marlow als Landstadt in Mecklenburg eine der Städte aus dem Wendischen Kreis, die auf mecklenburgischen Landtagen vertreten waren.


    Während des Dreißigjährigen Krieges blieb auch Marlow nicht verschont und selbst die Kupferdeckung der Kirche wurde beschlagnahmt. Ein heute noch existierendes Fachwerkhaus wurde 1775 als Küsterhaus gebaut.


    Zwar profitierte Marlow im 19. Jahrhundert von einer allgmeinen positiven Entwicklung, jedoch blieb die Bedeutung so gering, dass Marlow beispielsweise keinen Eisenbahnanschluss erhielt.
    1819 hatte Marlow 1191 Einwohner, im Jahr 1859 bereits 2100.
    1862 entstand ein neues Rathaus.


    Bis 1925 gehörte Marlow zum Amt Rostock im Großherzogtum, später zum Land Mecklenburg-Schwerin. Nach der Vereinigung von Mecklenburg-Schwerin mit Mecklenburg-Strelitz wurde Marlow 1934 Teil des Landes Mecklenburg. Von 1939 bis 1952 gehörte Marlow zum Landkreis Rostock, 1952 zum neuen Bezirk Rostock und zum Kreis Ribnitz-Damgarten aus dem 1994 der Landkreis Nordvorpommern hervorging. Seit 2011 gehört Marlow zum Landkreis Vorpommern-Rügen.

  • Hallo,


    heute möchte ich euch meine älteste gelaufene Karte zeigen. Diese wurde am 31.12.91 aufgegeben und ist in das nicht weit entfernte Bützow adressiert.


    Abgeschlagen wurde die Marke mit einem K1 Kreisstempel, wobei die Zeitangabe "11-12V." im Gegensatz zur Ortsangabe "Marlow" mit Serifen versehen ist.
    Die Karte aus dem Verlag Otto Junge, Marlow zeigt neben dem Rathaus und einer Totalansicht, auch den Blick aus der Großen Teichstraße aus Ribnitz kommend, auf die Kirche.

  • Hallo Vogelfuchs,


    vielen Dank dafür, dass Du Deine Heimatsammlung zeigst. Ich hoffe, Du kannst verschmerzen, dass ich von Marlow erstmals durch Deinen thread erfahren habe. Jetzt möchte ich aber gerne mehr wissen und freue mich auf weitere Beiträge von Dir. Sehr gerne auch noch ein paar weitere Ansichtskarten, damit man sich ein "Bild" von Deiner Heimatstadt machen kann. Die von Dir gezeigte frühe Karte ist wirklich Klasse.


    Viele Grüße
    DKKW

  • Hallo DKKW und alle anderen,


    vorneweg muss ich noch sagen, dass Marlow nicht meine Heimatstadt ist, das ist Berlin (...ist etwas bekannter, nehme ich an), und ich dort auch nie gewohnt habe. Zu Marlow bin ich nur gekommen, da meine ehemalige Freundin dorthin zur Ausbildung zur Zootierpflegerin gezogen ist. Da sich das mit dem Beginn meiner Sammelleidenschaft überschnitten hat, habe ich halt angefangen Ansichtskarten und Belege - welche in der Menge leider sehr übersichtlich sind - aus Marlow zu sammeln.


    Leider sind auch erhältliche Informationen zu Marlow und seiner Geschichte sehr übersichtlich, sodass ich nicht wirklich viel zum Gezeigten sagen kann. Hier hoffe ich auf die Zukunft und die Digitalisierung alter Adressbücher etc.


    So, um sich nun aber ein besseres Bild von Marlow machen zu können, möchte ich euch ein paar Ansichtskarten zeigen. Beginnen werde ich hierbei mit dem Rathaus und Marktplatz.


    Auf der zweiten Karte hat jemand das Wort "Giftbrühe" mit einem Pfeil versehen geschrieben. Leider weiß ich nicht welche ehemalige Bierstube/Lokal damit gemeint ist. Heute gibt es in etwa dort ein Pizza-, Döner-, Hamburger-, Bierlokal welches nun in den vielleicht gemeinten Räumlichkeiten ansässig ist.


    Gruß,
    Stefan

  • Hier noch 2 DDR-Ansichtskarten mit dem Rathaus. Dieses wurde 1862 eingeweiht und ersetzte einen Fachwerkbau, der zuvor als Rathaus diente.


    Das heutige zweigeschossige Rathaus entstand 1861 bis 1862 am Marktplatz. Der gelbe Putzbau im neogotischen, historisierenden Stil ist zum Markt in drei Teile gegliedert. Im Mittelrisalit führt durch die spitzbogig gewölbten Arkaden der alte Eingang. Darüber befindet sich ein repräsentativer Balkon und ein schlanker, gefälliger Turm mit einem hohen, sechseckigen Turmhelm. Das Walmdach wird durch den wehrhaften Zinnenkranz umgrenzt. An den Gebäude- und den Turmecken lockern zierliche Fialtürmchen das wuchtige Gebäude auf. Das Rathaus wurde von 1995 bis 1996 im Rahmen der allgemeinen Stadterneuerung grundlegend saniert. Das hellgelbe Rathaus erhielt seitlich einen neuzeitlichen Anbau mit Büroräumen, durch den der heutige Haupteingang führt. Heute ist das Rathaus Verwaltungssitz der „Grünen Stadt Marlow“ mit ihren 23 Ortsteilen. (Quelle: )



    Gruß,
    Stefan

  • Hallo,


    nach diesen ersten Eindrücken, möchte ich euch die Hauptattraktion Marlows näherbingen. Es handelt sich um den Vogelpark Marlow.


    Dieser wurde ab dem Jahr 1992 angelegt und konnte 1994 seine Pforten öffnen. Das ehemals 8 Hektar große Gelände liegt im Süden der Stadt und wurde durch zahlreiche Erweiterungen auf eine Fläche von derzeit ca. 22 Hektar ausgebaut. Über 1200 Tiere in, darunter nicht nur Vögel, sondern auch Känguruhs, Affen und Lemuren, Präriehunde, Zwergotter und alte Haustierrassen finden in wunderbar gestalteten und zum größten Teil begehbaren Anlagen genügend Platz. Eine besondere Attraktion des Parks sind die Flug- und Tiershows, sowie die Haustiershow. Hier erfährt der Besucher viel Wissenswertes und hat die Möglichkeit die Tiere aus nächster Nähe zu sehen. Auch ist es seit 2 Jahren möglich in 4 verschiedenen, wieder mit viel Liebe zum Detail gestalteten Häusern im Park selbst zu übernachten.


    Vielleicht hat ja der Eine oder Andere die Möglichkeit und die Lust beim nächsten Ostseeurlaub einen Abstecher in den Voglepark Marlow zu unternehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall (und Dank der tollen, großen Anlage mitsamt Heidelandschaft auf der es vieles zu entdecken gibt, nicht nur im Sommer!)





    Die gezeigten Karten stammen aus 3 verschiedenen Perioden und lassen die Entwicklung - nicht nur die des Vogelparks, sondern auch die der Außendarstellung - wunderbar erkennen. Leider habe ich keine Jahresangabe zu den Karten (die letzten 4 habe ich dort 2015 gekauft)



    Gruß,
    Stefan

  • Hallo,


    heute möchte ich euch eine "Gruss aus"-Karte zeigen. Darauf abgebildet ist eine Totalansicht, das 'Hotel zum Erbgroßherzog' sowie die Fassfabrik 'R. Kossow & Levermann'.
    Auf die Fassfabrik werde ich später noch gesondert eingehen.


    Die Karte wurde am 06.06.1901 abgestempelt.
    Zur Entwertung kam dabei ein K1 Kreisstempel, wobei die Zeitangabe ohne Serifen auskommt. Für diesen Stempel kann ich den Zeitraum vom 06.06.1901 bis 17.09.1912 nachweisen.


    Gruß,
    Stefan

  • Hallo zusammen,


    heute möchte ich etwas näher auf die Fassfabrik 'R. Kossow & Levermann' eingehen. Diese war ja bereits auf einer Ansichtskarte abgebildet, was sicherlich auch bereits etwas zur Stellung der Firma in Marlow aussagt.


    Im 'Adreßbuch der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbsleute und Rittergutsbesitzer von Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Hamburg, Bremen, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin & Strelitz, Schmauburg-Lippe' von 1871 kann man in den wenigen Eintragungen unter Marlow bereits unter 'Manufakturwaren' den Namen Kossow lesen. Allerdings handelt es sich hier nicht um Robert Kossow, sondern einen U. Kossow, möglicherweise der Vater, der mit Kurzwaren und Porzellan handelte.


    Desweiteren und nebenbei erfährt man, dass Marlow zu dieser Zeit 2192 Einwohner hatte.



    Das Unternehmen 'R. Kossow & Levermann' wurde schließlich 1891 als Sägewerk mit angeschlossener Fassfabrik gegründet, später verstaatlicht und nach der Wende als 'ScanHaus' zu einem efolgreichen Fertighausanbieter.


    Wikipedia schreibt ausführlicher...


    "Robert Kossow gründete 1891 das Unternehmen R. Kossow & Levermann, als Sägewerk mit angeschlossener Fassfabrik. Der Betrieb hatte eine beständige Auftragslage, da die in Marlow ansässige Molkerei einen kontinuierlichen Bedarf an Butterfässern hatte. Carl Kossow führte das Unternehmen bis zur Enteignung im Jahr 1953. Im Rahmen der Aktion Rose wurde der Betrieb am 10. Februar 1953 entschädigungslos verstaatlicht und Carl Kossow inhaftiert. Die Familie wanderte in den 1950er Jahren nach Schweden aus. Während der staatlichen Führung produzierte das Unternehmen vor allem Holzgestelle für Möbelstücke unter dem Namen: Holzwerke Ribnitz-Damgarten, Möbelkombinat Nord, Betriebsteil Wohnraum und VEB Ribnitzer Polstermöbel.Nach der Wiedervereinigung 1990 kehrte der in Schweden geborene Friedemann Kunz, ein Ururenkel des Firmengründers Robert Kossow, mit seiner Familie nach Marlow zurück und übernahm 1992 den maroden Staatsbetrieb von der Treuhandanstalt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten 45 Mitarbeiter im Unternehmen und erwirtschafteten einen Verlust von rund einer Million Mark. Das Geschäftsmodell wurde grundlegend geändert und so begann man mit dem Import von skandinavischen Fertigteilhäusern, von denen im Jahre 1991 drei verkauft werden konnten.1992 stellte der Betrieb auf Eigenproduktion um und im ersten Geschäftsjahr konnten drei selbstproduzierte Fertigteilhäuser verkauft werden. Ende 2005 konnte eine fast dreijährige Investitionsphase abgeschlossen werden, in der knapp fünf Millionen Euro in den Standort Marlow und in neue Musterhäuser geflossen sind. 2007 entstand ein weiterer Bürokomplex, in dem „Architektenhaus“ genannten Gebäude finden die Beratungsgespräche mit den Kunden statt, außerdem ist hier ein Sportcenter, das von der Belegschaft und den Marlower Einwohnern genutzt werden kann.


    2008 wurde das firmeneigene 4-Sterne-Recknitztal-Hotel eröffnet, das gegenüber vom Werksgelände in Marlow liegt."



    Zudem gibt es seit ein paar Jahren auch die Marlower Brauerei, die ebenfalls zur R. Kossow & Levermann GmbH gehört und dem ScanHaus-Betrieb gegenüberliegt. Im Logo der Brauerei findet sich neben Teilen des ScanHaus-Logos in roter statt blauer Farbe, auch ein Fass, was somit den Kreis zum Firmenursprung schließt.


  • Aus den Zeiten der Fassfabrik möchte ich euch nun ein paar Belege zeigen, die aus der Korrespondenz mit der Firma Rothfritz und Co. aus Hamburg stammen.
    Diese stammen aus dem Zeitraum vom 30.01.1911 bis 15.03.1915.


    Es handelt sich hierbei um eigens bedruckte Postkarten, die man nutzte, um den Geldeingang der Kunden zu bestätigen.

  • Die letzte Karte aus dem Jahr 1915 ist eine Blankokarte, welche für alle möglichen Gelegenheiten verwendet werden konnte und unterscheidet sich dadurch von den anderen. Diese stammt im Unterschied zu den erstgezeigten zudem aus einem Leporellobogen und gibt eine Fernsprechnummer an.


    Da Marlow nie über eine große oder wichtige Industrie verfügte, sind diese Belege für mich schon richtige Schätze.



    Gruß,
    Stefan

  • Hallo,


    nachdem ich am 08.03. eine Ansichtskarte mit der Fassfabrik und dem Hotel Erbgroßherzog gezeigt habe, möchte ich heute nochmals eine Karte mit dem Hotel Erbgroßherzog (vorne rechts) in der Langestraße, heute Ernst Thälmann-Straße, zeigen.


    Das Haus diente nicht nur als Hotel, sondern in diesem befand sich zwischen 1921 und 1940 auch das Kino 'Marlower Lichtspiele', welches Platz für 150 - 200 Besucher bot und zumindest kurzzeitig regelmäßig an den Wochenenden zum Filmschauen lud.


    Blickt man generell auf die Liste der damaligen Spielorte, fällt auf, dass es früher in vielen kleinen Orten zumindest für eine Weile ein Kino (wahrscheinlich zumeist nur ein großer Allzweck-Raum mit Projektor) gab.


  • Hallo,


    heute möchte ich bei den Stempeln chronologisch vorangehen, und zeige ich euch den Kreisbrückenstempel MARLOW / (MECKLB.), der wohl den K1 Kreisstempel abgelöst hat. Belegen kann ich die Verwendung des Kreisbrückenstempels vom 15.03.1915 bis zum 23.11.1932. in der Stempeldatenbank findet sich ein Abschlag vom 18.03.1935.


    Grüße,
    Stefan

  • Hallo,


    im heutigen Beitrag soll es um die Marlower Stadtkirche gehen.


    Hierzu zitiere ich als weder Kunst- noch Architekturkundiger Wikipedia.


    "Marlow ist 1179 erstmals urkundlich erwähnt worden. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Stadtkirche begonnen und 1244 wurde sie wahrscheinlich geweiht, ein Ziegelstein in der oberen südlichen Außenwand der Kirche trägt diese Jahreszahl. Aus dem Jahr 1248 ist für Marlow die Benennung eines ersten Geistlichen bekannt. Der quadratische, wuchtige und gedrungene Turm in der Breite des Mittelschiffs stammt aus dem 15. Jahrhundert und wird durch einen achtseitigen Turmhelm (Bischofsmütze) abgeschlossen.


    Die Stadtkirche ist eine Backsteinkirche aus der Zeit des Übergangs von der Romanik zur Gotik mit einem basikalen Langhaus aus zwei Jochen und einem gotischen Gewölbe in westfälischer Prägung. Die beiden Seitenschiffe sind nicht mehr vorhanden. Die rundbogigen, teils vermauerten Arkadenöffnungen zu den geplanten und nicht ausgeführten oder früher vorhandenen Seitenschiffen sind erkennbar. Über den Rundbogen befinden sich paarweise die Obergaden-Fenster. Das Gewölbe besteht aus frühgotischen Hängekuppeln. Die tragenden Pfeiler weisen schon die für die Gotik typischen Dienste auf. Die Kuppelgewölbe des Kirchenschiffs haben vier bzw. fünf Rippen und jeweils einen ringförmigen Schlussstein. Die beiden Joche trennt ein breiter, hochansteigender, gotischer Gurtbogen. Im quadratischen Chor ist das frühgotische Kuppelgewölbe mit seinen acht Rippen mit dem ringförmigen Schlussstein noch erhalten (vergleiche auch mit der Stadtkirche Bad Sülze). Die Reste von Malereien aus dem 13. Jahrhundert zeigen Fabelwesen. Die an allen drei Seiten in Dreiergruppen angeordneten Fenster haben einen deutlich höheren Mittelteil. Das Äußere ist besonders am Chor reich gestaltet: Die Oberfenster-Leibungen werden durch die Rundwülste und Ecklisenen geprägt. Unter dem Gesims befindet sich ein Fries als so genanntes „Deutsches Band“.


    Auf dem im Stil der Spätrenaissance gefertigten Altaraufsatz befindet sich ein Kreuzigungsbild (um 1853) von Gaston Lenthe. Die Kanzel an der Südseite der Kirche stammt ebenfalls aus der Zeit der Spätrenaissance und wurde wahrscheinlich von den Familien von der Lühe und von Hahn gestiftet. Sie wurde vor oder im 17. Jahrhundert gefertigt. Die ehemalige Orgel von 1839 stammte von Quosig und stand im Chorraum über dem Altar. Seit 1988 steht eine 2manualige Orgel mit 17 Registern und 3 Koppeln von Wolfgang Nussbücker (Plau am See) auf der Orgelempore. Die weitere neugotische Ausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert."



    weitere Informationen und Bilder:


  • Folgend noch ein paar Ansichtskarten, welche das Innere der Kirche zeigen.
    Hier sieht man, dass die Orgel ihren Platz in der Kirche wechselte und vom Altar auf die gegenüberliegende Seite platziert wurde.
    Die erste Karte wurde 1903 verschickt, die beiden letzten großformatigen Karten sind aus DDR-Zeiten vom Kirchlichen Kunstverlag C. Aurig in Dresden.


    Gruß,
    Stefan

  • Ein spätes Hallo in die Runde,


    heute möchte ich eine Ansichtskarte mit Blick in die Langestraße zeigen.
    Herausgegeben wurde diese vom 'Verlag Herm. Horn Ww. Marlow'. Über die Witwe Horn ist mir Dank eines digitalisierten Telefonbuchs bekannt, dass sie 1925 eine Zigarrenhandlung in Marlow hatte, das Geschäft 1935 als Papier- und Schreibwarenhandlung geführt wurde, wozu auch das Geschäft mit Ansichtskarten passt. Interessant, dass wohl auch damals die Hürden zur Gründung eines Verlags nicht allzu hoch waren und wohl oftmals nur als kleine Nebeneinkunft diente.


    1926


    1936



    Grüße,
    Stefan