Marlow, Lkr. Vorpommern-Rügen

  • Hallo,


    im Beitrag #56 ist der K1 Stempel MARLOW mit Datum 23.06.1888 zu sehen. Dieser war auch noch nicht bei der Stempeldatenbank verzeichnet. Heute kann ich zu diesem Stempelgerät noch ein früheres Datum, nämlich den 07.01.1876, hinzufügen.

    Hat vielleicht jemand auch für diesen Stempel einen Verwendungszeitraum?


    Grüße, Stefan




  • Im Beitrag #60 habe ich bereits 2 Ansichtskarten vom Marlower Schützenumzug, bzw. dem Schützenverein gezeigt. Zum ersten Anlass kann ich nun noch eine weitere Karte zeigen. Beide Karten sind vom Verlag Kunstanstalt E. Ehmling in Hamburg 39. Die bereits gezeigte Karte hat rückseitig die Nummer 182, die hier gezeigte die Nummer 367. Da ich nun nicht glaube, dass es noch knapp 200 andere Marlower Motive vom Schützenumzug gibt, oder auch nur Karten aus verschiedenen Jahren, und ich einfach mal annehme, dass diese Zahlen Produktnummern sind, denke ich, dass die hier gezeigte Karte also erst später herauskam, als die in Beitrag #60 gezeigte

  • Ich habe mir zudem in letzter Zeit Gedanken gemacht, ob ich auch Karten von später eingemeindeten Ortsteilen in meine Sammlung aufnehmen möchte, und diese Frage letztlich mit 'ja' beantwortet.

    So kann ich euch auch eine Mehrbildkarte aus Gresenhorst zeigen. Dieses ehemals eigenständige Dorf wurde am 1. Januar 1999 zusammen mit den selbstständigen Gemeinden Allerstorf, Bartelshagen I, Brünkendorf, Carlsruhe, sowie Kuhlrade nach Marlow eingemeindet.


    Herausgegeben wurde die Karte wohl vom Gasthof R. Döll, der, wie die rückseitige Werbung verrät, auch Kolonialwaren im Angebot hatte.


    Hier ein kurzer geschichtlicher Abriss Gresenhorsts von der Webseite der Stadt Marlow:


    "Der Ort Gresenhorst liegt im Landkreis Nordvorpommern und ist ein Ortsteil der Stadt Marlow. Urkundlich hieß Gresenhorst früher "Gresegenhorst". Den Namen leitet man von dem altslavischen Wort "gora" Berg ab. Das würde bedeuten "Ort am Berglein". Auch steckt der Personenname "Greseke" darin, aus dem später der Familienname "Griese" wurde. Gresenhorst wäre dann Ort der Griesen. Die Bezeichnung "Horst" bezeichnet ein abgegrenztes Waldgebiet. Am 24.04.1309 wurde Gresenhorst erstmals urkundlich erwähnt, der damalige Besitzer war Ritter Heinrich Preen. Die Bauern waren in den Jahren völlig in der Gewalt der Ritter.

    Kriegswirren machten auch um Gresenhorst keinen Bogen, um das Jahr 1676 wurde das Dorf durch die Dänen und Brandenburger geplündert. Um 1900 lebten im Ort 4 Erbpächter, 34 Büdner und 24 Häusler, es gibt eine Poststation und eine Schule.

    In diesen Jahren wurden Vereine gegründet und das Handwerk entwickelte sich langsam. So wurde zum Beispiel 1902 der Schützenverein gegründet und die Molkerei nahm ihren Betrieb auf.


    Die beiden Weltkriege forderten auch in Gresenhorst ihre Opfer. Zum Andenken an die Opfer des Ersten Weltkrieges wurde Anfang der 20er Jahre ein Kriegerdenkmal errichtet. Die Landwirtschaft prägte das Leben und die Entwicklung des Dorfes. Da es in Gresenhorst kein Gut gab, erfolgte auch keine Bodenreform. Die Bauern konnten ihre Flächen weiter bewirtschaften, mussten nach Größe ihrer Höfe Abgaben leisten. Einige Bauern verließen ihre Höfe und gingen in den westlichen Teil Deutschlands. Aus den leerstehenden Bauernhöfen wurde am 01. Januar 1957 eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III gegründet. In den folgenden Jahren wurden immer neuere Formen von Produktionsgenossenschaften geschaffen. Die KAP Gresenhorst bewirtschaftete die Nutzungflächen von Neu Guthendorf bis Völkshagen und Dänschenburg.


    Am 29. Juli 1991 kommt das "Aus" für die LPG in dieser Region. Viehbestände, Maschinen und Stallgebäude wurden verkauft. Einige Stallgebäude werden von den Wiedereinrichtern Fritz Friedrichsen und Volker Schleusner übernommen. Heute gibt es im Ortsteil eine Kindertagesstätte, ein Jugendclubhaus, eine Arztpraxis, einen Friseursalon, eine Bäckerei und eine katholische Kirche mit Gemeindefriedhof. Auch in Gresenhorst sind nach der Wende viele neue Eigenheime entstanden, z.B. auf dem Driftweg und an der Bleiche."


    Quelle: Geschichte Gresenhorsts auf der Webseite der Stadt Marlow






  • Einen schönen Samstag-Vormittag,


    die Sonne scheint und ich möchte euch heute eine Paketkarte vom 22.02.1932, aufgegeben von der Genossenschaftsmolkerei Marlow und gelaufen von Marlow nach Dresden, zeigen. 15 RM und 25 Pfennige mussten hier noch in Nachnahme für das Paket von 5kg bezahlt werden. Frankiert ist die Paketkarte mit 80 Pfennig.


    Grüße,

    Stefan


  • Hallo,


    so, weiter geht es heute mit einem tollen Einschreibebrief vom 18.01.1946. Dieser lief von der Bankstelle Marlow der Kreisbank Rostock an eben jene Bank in Rostock. Die Rostocker Kreisbank gehörte früher offensichtlich zur Niedersächsischen Landesbank und entstand aus dieser, welche in Rostock eine Zweiganstalt unterhielt. Auch heute dient die Norddeutsche Landesbank als Girozentrale für Mecklenburg-Vormpommern.

    Hier wurden alte Umschläge aufgebraucht und der alte Name mittels Stempel mit dem neuen Namen überdruckt.

    Frankiert ist der mit 42 Pfennig frankierte Brief mit 3x Mi 11x, der Mi 18 II, sowie der Mi 9.


    Grüße,

    Stefan


  • Auch die Heimatsammlung Marlow kann mit neuen Stücken versehen werden.


    Als erstes möchte ich euch eingehende Post von 1945 aus einem britischen Kriegsgefangenlager zeigen. Bei dem P/W Camp 2228 handelt es sich um das Kriegsgefangenenlager in Overijse nahe Brüssel . Mittels der BAOR, der British Army Of The Rhine und "via Münster" gelangten die im September 1945 geschriebenen Karten dann gut fünf Monate später nach Marlow.


  • Hallo,


    heute zeige ich zwei einfache Briefe nach Rostock.

    Der erste vom 09.06.1922 ist frankiert mit Mi 155, der zweite vom 03.07.1922 mit einer späten Verwendung der Mi 65.


    Vielleicht kann mir jemand helfen, was den Adressaten betrifft? Ich kann hier leider nur 'Mecklenbg. ...amt' in Rostock lesen.




    Vielen Dank!

    Stefan

  • Steueramt ?

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;


    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (insbesondere Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR
    und Neu: Dt. Kolonien / DSWA (gestempelt)


    dazu noch alles aus Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

  • am Steintor?

    Ich mag Vollstempel (keine Versandstellenstempel) folgender Gebiete;


    Bund (bis zum Mauerfall)
    Berlin (insbesondere Berliner Bauten , Mi.- Nr. 42- 60)
    DR
    und Neu: Dt. Kolonien / DSWA (gestempelt)


    dazu noch alles aus Cöln/ Coeln/ Köln bis 1940

  • Hallo,


    Postgeschichte ist ja auch als Teil der Kommunikationsgeschichte zu sehen. Und zur Kommunikationsgeschichte gehört(e) auch der Amateurfunk. Auch diesen gab es in Marlow in der "Station junger Naturforscher und Techniker".

    Zur Bestätigung einer Funkverbindung verschicken Funkamateure sogenannte QSL-Karten. Diese wurden früher jedoch zumeist nicht direkt von Person zu Person verschickt, sondern über QSL-Büros oder QSL-Managern in den jeweiligen Ländern. Hier kann ich eine QSL-Karte aus Marlow zeigen, die am 10.10.1981 eine Funkverbindung zum Sender IR4 (oder 'U'?) LSA bestätigt.

    Für QSL-Karten selbst gibt es auch eigene Sammler und für (m)eine Heimatsammlung ein schönes Stück, das eben einen Teil der örtlichen Kommunikationsgeschichte sichtbar macht.


    --> QSL-Karte



    Grüße,

    Stefan

  • Kleine Ergänzung noch:

    Auf dem ersten Brief steht: ... im fr(üheren) Ständehaus.

    Auf dem Zweiten (wie schon geschrieben): ... am Steintor.

    Ist beides dieselbe Adresse, denn das Ständehaus ist in unmittelbarer Nähe des Steintors.


    Viele Grüße aus Rostock