Gratis Album von Primus

  • Hallo zusammen,


    Habe bei dieser Aktion nicht mitgemacht, aber bei diversen vorher. Die Qualität der Alben war immer top (Leuchtturm oder Lindner). Wenn es B-Ware war, sind mir jedenfalls keine Kratzer oder ähnliches aufgefallen. Teilweise gab es die wirklich umsonst, manchmal fiel das Porto an. Das es aber meistens noch irgendwelche Geschenke dazu gab, habe ich das immer reingeholt. Zum Beispiel gab es mal einen Pack mit 100 Nordkorea Blocks. Für mich uninteressant, aber in einem anderen Forums habe ich einen Käufer für nen 10er gefunden. Also sogar Gewinn. Das zu den Alben, weil hier ja danach gefragt wurde.


    Primus selbst halte ich an vielen Stellen auch für dubios. Dass es bei den Münzen immer wieder Probleme und lieferengpässe gab, habe ich auch gehört. Sammel aber keine Münzen. Bei Briefmarken gab es hin und wieder Schnapper, die einfach zu gut waren. Zum locken wahrscheinlich. Hatte mal einen Deutschland Mix mit Alben bestellt. 49 Euro, ideal für Wiederverkäufer von dem her, was dabei gewesen wäre. War dann aber natürlich ausverkauft. Geliefert wurde nur der Rest, den ich eigentlich nur als Beiwerk mit bestellt hatte. So finanzieren die sich wahrscheinlich. Die Rückgabe hat aber immer funktioniert. Das sei mal positiv erwähnt.


    Werbung: ja, gibt es. Und zwar ziemlich oft. Gefühlt jede Woche. Aber packe ich halt ins Altpapier und gut ist.


    Empfehlen kann ich auf jeden Fall die Gratis-Plattenfehler-Kataloge. Sind beliebt bei meinen ausländischen Sammlerkollegen oder bei ebay.


    Fazit: würde Primus nicht verteufeln, wie es einige hier tun. Aber man muss schon ein bisschen aufpassen. Erinnern mich immer ein bisschen an Goldhahn :-)

  • Als Anhang zum Fernsehmagazin Prisma (Wochenbeilage zu zahlreichen Tageszeitungen) ist mir heute ein "kostenloses" Angebot von Primus für ein 16-Seiten Album und eine "Briefmarkenwundertüte" im Katalogwert von 500 € ins Haus geflattert. Im Kleingedruckten steh dann noch etwas von 3,95 € Versandkosten. Das letzte Mal habe ich um die 130 bunte Blöcke aus Nordkorea erhalten. Aufgrund des internationalen Embargos dürften nordkoreanische Erzeugnisse heutzutage wohl nicht mehr verschickt werden. Vielleich freut sich ja der eine oder andere Jungsammler zu diesem Tip und einem preiswerten neuen Album. In der Sendung sind dann erfahrungsgemäß noch ein paar Kilo Werbung für Phila und Numismatikerzeugnisse enthalten.

  • :philaforum1:Es hat etwa drei Wochen gedauert, bis der Postbote mit der Sendung an der Tür klingelte. Die Lieferung entsprach dem Angebot, ein sehr gutes, noch eingeschweißtes 16 Seiten-Album und wieder eine Box mit ca. 130 -150 Blöcken, Kleinbögen und Marken aus Nordkorea. Ich glaube aber, dass der Bestand sein Herkunftsland nie gesehen hat. Einige Händler müssen auf Tonnen derartiger Bestände aus den 70ér und 80ér Jahren sitzen. Der Inhalt der von Primus verschickten Boxen scheint variabel zu sein, etwa ein Drittel des Bestandes hatte ich noch nicht in meinen Nordkorea-Alben. Das beigelegte Werbematerial hielt sich in Grenzen. Weitere ungewollte Werbesendungen oder Kontaktaufnehmen gab es bislang nicht.


    Um die Markenfülle ordentlich zu verwahren, benötigt man ca. 2-3 Alben. Ob das das neben den Adressdaten der Sammler das Geschäftsmodell ist?


    Juristisch steht für mich immer noch die Frage, ob angesichts der Nordkorea-Sanktionen derartige Briefmarkenbestände gewerblich überhaupt massenhaft in den Handel gebracht werden dürfen. In irgendeiner Weise müssen die lizenzgebenden Kim´s an dem Material ja auch mitverdienen.


    Auf Ebay z.B. wird der Handel mit KVDR-Marken (ebenso wie Kuba oder Iran) unterdrückt. Die bunten Nordkorea-Boxen tauchen aber (als solche nicht ausgewiesen) bei einigen Briefmarkenhändlern als Zugabe zu technischem Gerät auf.


    Unter dem Strich: Bei dem Primus-Angebot, das einmal jährlich in den Fernsehbeilagen verschiedener Tageszeitungen zu finden ist, kann man meiner Meinung nach nichts falsch machen. Die 3,95 € sind bereits für das Album gut investiert. Und irgendein Jung- oder Motivsammler wird sich auch für die bunten Nordkorea-Marken mit ihren z.T. skurrilen Motiven finden.


    Noch eine Anmerkung: Die meisten Nordkoreaner dürften die Marken selbst nie gesehen haben. Sollten sie oder ihre südkoreanischen Brüder und Schwestern, denen jeglicher Kontakt zum Norden untersagt ist, in naher oder ferner Zukunft einmal in die Lage versetzt werden, die Marken dieses Sammelgebiets erwerben zu können, ergibt sich - wie schon bei Chinamarken - ein beachtliches Wertsteigerungspotenzial. Primus wird es dann vielleicht noch Leid tun, seine Bestände so einfach verschleudert zu haben.^^

  • Wenn die nordkoreanischen Marken aus alten Beständen sind (vor Erlass der Sanktionen) sind sie davon nicht betroffen. Nordkorea hat ja dann damals schon sein Geld bekommen und hat so oder so mit dem weiteren Handel damit nichts zu tun.

    Das gleiche gilt für andere Beispiele (alte persische Marken usw.)

    Ebay darf man da gar nicht als Modell nehmen. Da wird ziemlich sinnlos das eine unterdrückt und das andere erlaubt.

    Gruss

    Jean Philippe