Briefkarte Annahme verweigert

  • Hallo zimbo,


    ich bin ehrlich gesagt auch etwas ratlos. Das damals gültige Porto für eine Karte in die Schweiz betrug 10 Pfennig. Die wurden augenscheinlich auch verklebt. In Zürich wurde dann ein Nachporto erhoben (siehe die große "20") und entsprechende Nachgebühr Marken verklebt.

    Unten links ist noch vermerkt "Annahme verweigert (?)"

    Der Empfänger hat die Karte aufgrund der NG nicht angenommen.

    Aber warum NG?

    Ich bin sehr gespannt auf andere Erklärungen :-)

  • 25 Rappen entsprachen in der Schweiz dem für ein Fehlporto von 10 Pfennig erhobenen Nachporto.

    Ich vermute, dass diese Sendung nicht als Postkarte anerkannt wurde, sondern als Briefsendung eingestuft wurde, die eine Frankatur von 20 Pfennig gebraucht hätte.

    Die somit resultierenden 10 Pfennig Fehlporto wurden in der Schweiz ausgewiesen als "25" Rappen, die am 14.06.1901 oben links in Portomarken verklebt wurden. Da das Nachporto an diesem Tag nicht eingezogen werden konnte wurden die Portomarken als "Ungültig" überstempelt und der Vorgang wiederholte sich am 15.06.1901, woraufhin der Empfänder die Annahme verweigerte.


    Liebe Grüße

    Rüdiger

  • Hallo, ich nochmal :-)


    So ganz ist mir das Nachporto immer noch nicht klar. Ist es nun eine 08/15 Postkarte oder so ein Brief den man zusammengeklebt hat? Man kann das anhand der Scans nicht so richtig erkennen.


    Gruß

    Ich vermute einmal, daß eine "lange" PK auf ein PK-"ähnliches" Format beschnitten wurde . Begründung:


    - Adressfeldvordrucke fast über den ganzen Bereich


    - Beschnittene Bildseite (s. Bild/PK-Angaben links und rechts oben)


    Daraus Schlußfolgerung der Schweizer Post: Keine normgerechte PK ---> also Nachgebühr