Drucksache oder Postkarte

  • Hallo Forumskollegen!


    Schon wieder eine Frage zu einem Postbeleg.

    Kürzlich habe ich die beigefügte Karte erworben. Ich dachte mir, MeF mit annehmbarem Stempel und guter Markenqualität kann kein Fehler sein. Da ich nicht immer mit Michel herumlaufe, habe ich mich um die portogerechte Frankierung auch nicht gekümmert. Jetzt nach Überprüfung des Postbeleges stellen sich aber Fragen ein. Konnte eine Postkarte, auf die man nachträglich "Drucksache" draufschrieb, zur Drucksache gemacht werden? Nach Postgebührenliste ist die Karte als Drucksache richtig frankiert. Wäre es eine Postkarte, hätte sie mit 1,5 RM versehen werden müssen.

    Daneben stellt sich natürlich auch die Frage, um welche Marken handelt es sich hier. Sind es Mi 164 oder Mi 183 a oder b.

    Für jeden Hinweis oder Diskussionsbeitrag schon jetzt herzlichen Dank.


    Gruß frimer14

  • Die Frage stellt sich, was ist oder besser war (da es sie seit 1993 nicht mehr gibt) eine Drucksache. Eine Drucksache war ein Poststück, welches nur max. 5 persönliche Worte enthielt, ob das nun im Briefumschlag oder als Postkarte verschickt wurde, ist dabei einerlei. Im Übrigen waren solche Einladungen zu Tagungen, Meetings (wie man heute sagt) oder Festen durchaus häufig als Drucksachen in Postkartenform verschickt. (Das da davor Postkarte drauf stand ist egal)

  • Schöner Beleg! Die hier vom Absender verwendete "Schönschrift" macht es nicht so einfach, zu unterscheiden, was hier Handschrift ist und was "gedruckt". Aber offenbar ist die Karte als Drucksache durchgegangen. Vermutlich ist auch der Textblock auf der Rückseite aufgedruckt (überdeckt teilweise den Vordruck oben links) und nur die Unterschrift ist handschriftlich? Die Beschriftungen mit Bleistift sind vermutlich erst später als Notizen aufgebracht worden. Aber ganz sicher werden wir das wohl nie erfahren...


    Die Unterscheidung zwischen Mi-Nr. 164 und 183 wäre wohl nur anhand des Wasserzeichens (Rauten oder Waffeln) möglich. Aber das ist vermutlich nicht erkennbar ohne die Marken abzulösen...

  • Hallo Forumskollegen!


    Habt Dank für Eure Beiträge. Wahrscheinlich ist es so, wie Christoph 1 es beschrieben hat. Wenn die Post Anstoß an der Drucksache genommen hätte, hätte der Empfänger eine Nachgebühr bezahlen müssen.

    Schade, dass eine Eingrenzung der Marken nicht möglich ist; obliegt also bei Tausch oder Verkauf wieder einer Verhandlung.


    Gruß frimer14