Halbierte Marke aus 1973

  • Hallo Forum


    Bei der Durchsicht eines Konvoluts, bin ich auf einen gelaufenen Brief gestoßen, der mit einer 30Pf Marke und einer halben 20Pf Marke frankiert wurde.

    Der Brief stammt aus 1973. Offensichtlich hatte der Absender keine 10Pf Marke zur Hand, denn das Porto betrug 40Pf.

    Aber: War das damals überhaupt erlaubt? :/


    Viele Grüße,

    Yvonne

  • Erlaubt war das damals sicher nicht, der Brief wurde wohl versehentlich bei der Post abgestempelt oder von einem befreundeten Postbeamten. Für Sammler in Frankfurt und für Heimatsammler dieser Stadt aber trotzdem eine Kuriosität und deshalb sammelnswert.


    Echte Halbierungen waren manchmal so um 1900 oder davor auch in einigen Ländern ausdrücklich erlaubt, man findet die auch in Briefmarken-Katalogen, eine der bekanntesten war wohl das Vineta-Provisorium von 1901, das aber in den letzten Jahren auch sehr umstritten war, die Meinungen gehen zwischen Machwerk und Rarität stark auseinander:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Vineta-Provisorium


    Gruß kartenhai

  • Zitat

    Aber: War das damals überhaupt erlaubt?

    Ganz klare Antwort: Nein!


    Das ist eine reine Spielerei die durchgeschlüpft ist. Da hätte Nachporto erhoben werden müssen.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • Hinzu kommt noch, dass die andere Hälfte der Marke

    - entweder neu war, aber abgeschnitten unbrauchbar, da ohne Wertangabe; also waren die 20 Pfg sowieso futsch und eine Ueberfrankierung hätte weniger Mühe gemacht und keine Strafe riskiert;

    - oder schon gestempelt war; dann war es Betrug.


    Gruss

    Jean Philippe