Plattenfehler und Druckzufälligkeiten

  • Bin eher durch Zufall darauf gestoßen, dass im Köpfe-Portal jetzt auch Druckzufälligkeiten und Plattenfehler der Michel-Nummern 228 bis 241 im Fokus stehen. Dazu gibt es auch eine Korrespondenz bei den Philaseiten. Dann habe ich mir mal meine Marken angesehen und doch ganz paar Sachen als Bestätigungen gefunden oder gewisse Merkwürdigkeiten waren mir aufgefallen. Hatte ich so bewusst mir noch nicht angesehen. Hatte dann Dr. Burkhardt mal angeschrieben und ne nette Antwort bekommen. Dann habe ich gesehen, er war gestern hier on. Und dann habe ich mir gedacht, warum bei den Philaseiten sich anmelden, hier würde so ein Thema auch gut tun. Ich werde meine Fundstücke einstellen. Es sind alle herzlich eingeladen ebenso ihre Dinge vorzustellen.


    Grüße

    labarnas:)

  • Weiter zum Plattenfehler II (PF). Mit einem für mich markanten Zusatzmerkmal und einer Retusche des PF II.


    SBZ 228 | gest. | PF II f17, f29 TA »F« in Briefmarke unten kurz | »U« von Institut mit »Querstrebe«




    SBZ 228 | * | »F« in Briefmarke unten retuschiert | »U« von Institut mit »Querstrebe«


  • Hallo,

    ich lese ab sofort mit und werde mich soweit es geht beteiligen.

    Vor ein Paar Wochen flogen mir durch einen Zufall einige Bögen der Goetheserie zu. Da ich noch einige alte Scan auf einer Festplatte hatte, begann ich mal zu versuchen, was man daraus machen könnte. Es fanden sich auf Anhieb Hunderte Feldmerkmale beim Studium der Bögen, alles ist seit einigen Wochen auf meiner Seite online. Dort werde ich versuchen, alle Funde von hier mit zu dokumentieren, wenn ihr mir es erlaubt.

    Viele Grüsse

    Carsten

  • hallo labarnas ,


    228 Plf II , allerdings ohne dem von dir gezeigten Zusatzmerkmal

    Querstrebe im U


    gruss kalle

    suche AK und Briefe , Briefstücke mit Stempel Nürnberg bis 1950
    suche AK und Briefe , Briefstücke mit Stempel Bieswang

  • @ henrik, danke für die Aussicht mitzumachen. @ Kalle finde es gut, auch den vermutlich »normalen« PF I hier zu sehen. @ Carste, dass mit den Bögen ist ja ein toller Zufall. Meist werden solche Dinge ja, leider, zerlegt.


    Dann vor einer Bestätigung mal zwei neue Dinge, sogar mit Feldangabe. Habe die im Köpfe-Projekt auf dem dortigen Bogen nicht gesehen.


    SBZ 228 | ** | f3 Beule links oben am »B« von BRIEFMARKE



    SBZ 228 | ** | f14 roter Punkt rechts im Bogen des stilisierten »P«



    Grüße

    labarnas

  • Hallo labarnas und kalle,

    ich habe heute angefangen, Euro Bilder in die Datenbank einzupflegen, die Qualität der Scans ist sehr gut und ich komme damit gut zurecht. Mal sehen, wie schnell ich damit heute vorankomme. Ist zwar keine Arbeit heute, aber gutes Wetter, eigentlich ruft der Garten ...

    Weiter so!

    Viele Grüße

    Carsten


  • ich habe im Büro gerade noch mal nachgeschaut und meine Bestände von 228 auf den Scanner gelegt. Darunter waren auch 100 farbvermessene, die ich heute erstmals nach Forschungsfarben aufgesteckt habe.

    Interessant ist vielleicht Forschungsfarbe 3, die auch bei der gesteckten Massenware etwas heraussticht, nicht nur weil sie heller ist, sondern auch wegen des anderen Farbtons


    VG

    Carsten

  • Hallo Carsten,


    bin mal die Originalscans durch. Die zweite Vorstellung hier - klick - der Punkt in dem E hat bei mir diese blasse Farbe. Habe mal mit einfachen Mitteln den RGB-Code abgenommen. Da vorher nicht kalibriert, also nur mein System ^^ Farben kann man hier prüfen - klick


    RGB 203 | 69 | 68 -> Hex-Farbcode #CB4544


    RGB 184 | 71 | 72 -> Hex-Farbcode #B84748


    Die beiden Bilder sind ein Ausschnitt von zwei Marken von mir (1200 dpi - ohne Anpassung). Die untere ist die mit dem Punkt im E.


  • Zur Illustration mal meine Kurven. Ich benutze ein Spektrophotometer, das von 360 bis 700 nm aller 20nm die Intensität des reflektierten Lichts misst und diese Werte als Zahlenkolonne ausgibt. Die Software FarbAuswertung von Wolfram Podien macht die Berechnungen und gibt alles als Kurve, Wolkenbild nach Lab/LCh Farbraum und vieles andere aus. Und speichert alles in eine Datenbank.

    Bild 1 zeigt die Forschungsfarbe 3 als Kurven und die Werte in der Wolke. Man sieht, dass sie außerhalb der Restwolke liegen, also dass der visuelle Farbeindruck wahrscheinlich ein anderer ist.

    Die Kurven zeigen parallel zueinander die jeweiligen Einzelkurven einer Farbe grün dick, die anderen 3 Referenzfarben sind auch dünn zu sehen

  • Noch 3 Worte zu den gesteckten Marken:

    Je Zeile eine Farbe : 1, 2, und 3

    Links die dunkelste, rechts die hellste eine Messreihe, in der Mitte eine dazwischen.

    Wenn man es ganz genau vergleichbar machen will, muss man nach dem gemessenen L-Wert (Helligkeit) sortieren. Man kann nur gleich helle Farben miteinander vergleichen. Sonst hält das Auge helle und dunkle Varianten für unterschiedlicher als verschiedene Farben.

    Die Farbmessung hier soll nicht dazu dienen, etwas in den Katalog zu bringen. Man kann aber damit abschätzen, ob verschiedene Auflagen gedruckt wurden und diese einander später zuordnen.

    Meist haben andere Farben auch andere Platten (-generationen) zur Folge. Oder zumindest eine gründliche Reinigung. Weshalb Verschmutzungen und andere temporäre Veränderungen der Druckplatte dann weg sind.

    Der ideale Plattenfehler ist auf allen Drucken einer Platte, von Anfang bis Ende der Lebenszeit der Platte.

    Alles andere sind DZF


    Viele Grüße

    Carsten