Die Portomarken der Schweiz

  • Ich möchte Euch hier mal ein spezielles Sammelgebiet von Schweizer Briefmarken etwas näher bringen.


    Die Portomarken




    1878 bis 1956 wurden diese Briefmarken nur postintern und zur Nach- und Straftaxierung verwendet. Daher sind auf dem ersten Muster, das bis 1909 zur Anwendung kam, weder die Landesbezeichnung noch ein Schweizerkreuz aufgedruckt. Die 24 Sterne um die Wertziffer herum symbolisieren die Kantone. Für viele Laien ist dieses erste Markenmuster deshalb ein grosses Fragezeichen. Besonders reizvoll sind an diesen ersten Portomarken die verschiedenen Typen und die unterschiedlichen Farben. Fast jede Ausgabe wurde in einem leicht bis stark veränderten Farbton gedruckt, was die genau Bestimmung nicht gerade vereinfacht.


    Aber bevor wir uns der Farbbestimmung zuwenden, möchte ich Euch mal die verschiedenen Typenunterschiede erläutern. Ab 1878 bis 1893 haben alle Portomarken das Kontrollzeichen A, ab 1894 bis 1905 das Kontrollzeichen B und ab 1907 bis 1910 ein Wasserzeichen "Kreuz". Und hier unterscheidet man auch noch zwischen dem stehenden- und liegenden Wasserzeichen. Ich hab die verschiedenen Arten mal unten angehängt:





    Type 1


    Bei dieser Type sind alle Flügelräder (Ziffer 1) unbeschädigt. Es gibt sie mit normal -und kopfstehendem Rahmen. Hier kann man den Unterschied nur anhand der Zwickelspitzen (Ziffer 3 + 4) bestimmen. Ich hab mal die 2 verschiedenen Typen mit einem Bild aus dem Zumstein Spezial angehängt:



    Type 2


    Bei der Type 2 ist immer ein Flügelrad beschädigt. Dabei kommt es darauf an, ob der Rahmen normal -oder kopfstehend ist. Beim normalstehendem Rahmen ist das Flügelrad oben re. ausgebrochen, bei der kopfstehenden Type das Flügelrad unten li.



    Und jetzt kommem wir zu den verschiedenen Farben.


    1878 bis 1882


    Bei dieser Ausgabe sind die Portomarken blau/dunkelblau. Wobei es im Jahr 1882 noch dieselbe Portomarke in ultramarin/dunkelblau jetzt auf Faserpapier gibt. Unten noch ein Bild dazu. Leider fehlen mir hier die Ausgaben auf Faserpapier, die im SBK auch relativ teuer bewertet sind.



    1883 bis 1910


    Und nun kommen die schwierigen Marken. Schwierig in dem Sinne, das sie von der Farbbestimmung nicht gerade einfach sind. Vor allem die Marken mit Kontrollzeichen sind oft schwer zu unterscheiden. Ich habe mal ein Bild angehängt, wo man mal grob die verschiedenen Farbtöne sieht. Auf die genaue Bestimmung komme ich etwas später zurück.
    Die gibt es in folgenden Farbvarianten:


    -Hellblaugrün
    -Fahlgrün
    -Gelbgrün
    -Hellgrün
    -Olivgrün
    -Hellolivgrün
    -Grasgrün
    -Dunkelolivgrün
    -Hellgrünlicholiv
    -Grünlicholiv
    -Bräunlicholiv
    -Hellgrauoliv


    Die ersten Ausgaben bis 1905 unterscheiden dann noch 2 verschiedene Farben des Werteindruckes:


    -Karminrot
    -Zinnoberrot


    Unten hab ich mal ein Bild angehängt mit einem Querschnitt durch fast alle (?) Farbvarianten:



    Nun lasse ich das mal etwas im Raume schweben. Später werde ich dann mal die Farben etwas genauer bestimmen und hier zeigen.


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

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  • @alfredolino


    Schöne Beispiele die du hier zeigst. Vor allem die Farbvarianten sind interessant. Ich habe als Schweizer Ländersammler natürlich auch schon versucht, die einzelnen Typen unf Varianten zu bestimmen. Doch bin ich bisher noch zu keinem befriedigenden Ergebniss gekommen. Daher bin ich gespannt wie weit deine Ausführungen gehen werden und freue mich über jede gute Info die mir in meiner eigenen Sammlung weiter hilft.


    Daher sage ich jetzt schon Danke für deinen Beitrag


    Gruss Fredi /philafred63

  • Hallo zusammen


    Zitat

    Original von philafred63
    Ich habe als Schweizer Ländersammler natürlich auch schon versucht, die einzelnen Typen unf Varianten zu bestimmen. Doch bin ich bisher noch zu keinem befriedigenden Ergebniss gekommen...


    Ohne dementsprechendes Vergleichsmaterial ist es fast nicht möglich!


    Daher mein Rat;
    Bei einem Briefmarkenhändler eine Portomarke von jeder Farbvarianten, meisten eine billige, kaufen und diese als Basis fürs bestimmen der Farbvarianten verwenden.

    Gruss tubist
    -----------------------------------------------------------
    Wenn du von einem Fremden etwas willst,
    was für dich von Interesse ist,
    so lege stets eine Briefmarke bei... (Abraham Lincoln)

  • Das wären dann bei den grünlichen Farbvarianten 11 Vergleichsmarken in der Grundfarbe. Doch bekunde ich auch Mühe mit der Bestimmung von -Karminrot -Zinnoberrot bei den Wertziffern. Dann gibts ja noch die Kopfstehenden Rahmen sowie Typ A bzw. Typ B, von den Wasserzeichen ganz zu schweigen.


    Wenn ich mir obiges Beispiel der Typenkennung (A/B) ansehe, erscheint mir der Unterschied in den Massen des Schweizer Kreuzes einfach. Doch bei den Marken erkenn ich den Unterschied vom blossen Auge sehr schlecht. Was gibt es da für Hilfsmittel?

  • Zitat

    Daher mein Rat;


    Aus leidiger Erfahrung (Farben Kontrollrat) kann ich nur den Rat von tubist unterstützen.
    Leider kenne ich die Bewertungen der schweizerischen Portomarken nicht auswendig, aber wenn es eben geht, solltest Du Dir alle Farbvarianten einmal in geprüfter Erhaltung, am besten postfrisch UND gestempelt besorgen.


    Dann ist der Vergleich und die Bestimmung eigener Marken (in der Regel) kein Problem mehr.
    Der Einsatz einer UV - Lampe ist mitunter auch hilfreich.


    Viel Spass bei der Suche nach den farbigen Seltenheiten...... :)

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • Im 1. Beitrag habe ich Euch versprochen, die fehlende Farbvariante hellblaugrün noch nachzureichen. Heute hatte ich einen Neuzugang von eben dieser Farbvariante und deshalb möchte ich auch gleich mit dieser Portomarke in meinem Beitrag fortfahren.


    Diese Farbe ist sehr leicht zu bestimmen, da sie als einzige einen wirklichen Blauton enthält. Hier muss man nur noch kontrollieren, ob der Rahmen normal- oder kopfstehend ist.


    Ausgabejahr 1883, Rahmen hellblaugrün, Wertziffer karminrot, Kontrollzeichen A. Diese Marke gibt es nur als Type II, das heisst, eines der Flügelräder muss ausgebrochen sein.


    Im angehängten Beispiel seht Ihr eine:


    Michel-Nr. 17AXa (SBK 17A) mit kopfstehendem Rahmen.


    Ich habe noch eine Marke in Olivgrün daneben gestellt, weil der Blauton der 17A auf dem Scann nicht richtig zur Geltung kommt. Da kann man auch gleichzeitig den Farbunterschied der Wertziffer erkennen ( 5 = Karminrot, 10 = Zinnoberrot)


    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

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  • Toller Beitag Alfredolino! Da werde ich in den nächsten Tagen doch gleich mal wieder meine Portomarken hervorholen ;)

    Gesucht: Belege/Stempel aus Bremervörde und Umgebung, Vorphila bis heute. AM-Post Belege, Bogenränder mit Besonderheiten, gest. Einheiten.

  • Dann mach ich gleich mal weiter mit der nächsten Marke.


    Das ist eine Farbe, die ist schon etwas schwieriger zu bestimmen: "Fahlgrün". Es ist oft deshalb so schwer, weil es viele olivgrüne Marken gibt, die durch Wettereinflüsse , z.B. der Sonne, ausgebleicht sind oder dann wurden sie zu lange im Wasserbad gewaschen. Bei den gestempelten Ausgaben hilft oft nur das Stempeldatum, sofern dieses zu lesen ist. Bei meiner Marke ist das Datum der 19. VI. 86 zu lesen. Ab 1887 gab es schon wieder andere Farben, deshalb ist bei dieser Marke der Farbton eindeutig nachweisbar.


    Unten abgebildet sind:


    -Michel-Nr. 20AXba (SBK 20B), ungestempelt *, Rahmen kopfstehend
    und darunter
    -Michel-Nr. 18AXba (SBK 18B), gestempelt, Rahmen kopfstehend


    Ausgabejahr 1884 - 1886, Rahmen fahlgrün, Wertziffer karminrot, Kontrollzeichen A. Auch diese Ausgabe gibt es nur in Type II.



    Zitat

    Wenn ich mir obiges Beispiel der Typenkennung (A/B) ansehe, erscheint mir der Unterschied in den Massen des Schweizer Kreuzes einfach. Doch bei den Marken erkenn ich den Unterschied vom blossen Auge sehr schlecht. Was gibt es da für Hilfsmittel?


    Hier möchte ich noch die Frage von philafred63 beantworten.


    Oftmals erkennt man das Kontrollzeichen, wenn man die Marke mit der Bildseite auf eine schwarze Unterlage legt. Wenn man ein geübtes Auge hat, kann man das Kontrollzeichen mit blossem Auge gut unterscheiden. Auch hier ist es hilfreich, wenn man 2 Vergleichsstücke nebeneinander legt. Ich orientiere mich, wenn möglich, immer an den ovalen Doppellinien. Bei der Type A sind die 2 Linien breiter als bei der Type B.
    Wenn ich das nicht genau erkennen kann, nehme ich als Hilfsmittel auch oft eine Schiebelehre zuhilfe und messe das Oval in seiner ganzen Breite. Man kann das Kontrollzeichen auch mit dem Signoscop sichtbar machen, aber da ist der Typenunterschied oftmals nicht klar erkennbar.
    Und wenn alles nicht hilft, mache ich es mit der Methode des Benzinbades. Aber das nur in Ausnahmefällen.


    Gruss
    Afredolino

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  • Da hab ich doch noch eine Art des Kontrollieren's vergessen:


    Wer keine Schiebelehre zur Hand hat, kann das Kontrollzeichen natürlich auch mit einem Fadenzähler ausmessen. Das hat mir auch schon oft das Bestimmen erleichtert.


    Gruss
    Afredolino

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  • Ich hab mich heute wieder an den Scanner gesetzt und zeige Euch hier die nächste Portomarke.


    Bei diesem Stück zeige ich Euch die Farbe "gelbgrün":


    -Michel-Nr. 17AXc (SBK 17C), Ausgabezeit von 1887 - 1888. Ab jetzt gab es diese Marken in den 2 verschiedenen Typen. Abgebildet ist eine Type II mit kopfstehendem Rahmen, Wertziffer in Karminrot. Eine Type I kann ich leider hier nicht zeigen, sowas kostspieliges fehlt mir noch in meiner Sammlung.



    Und dann gleich die nächste Marke, damit man auch etwas vom Farbunterschied feststellen kann.


    -Michel-Nr. 17AXda (SBK 17Da), Type II, hellgrün, Rahmen normalstehend, Ziffer in Karminrot. Ausgabezeit von 1889 - 1891. Auch hier fehlt mir die Type I.



    Bisher war's mit der Bestimmung noch relativ einfach, ab jetzt wird es etwas schwieriger.


    Gruss
    Afredolino

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  • Und da ich jetzt so schön drann bin, gleich die nächsten 2 Varianten.


    Auf dem nächsten Bild seht Ihr eine:


    Michel-Nr. 19AXdb (SBK 19Db), Type II, "olivgrün", Rahmen normalstehend, Ziffer in Karminrot. Ausgabezeit von 1892 - 1893. Auch diese Portomarken gibt es in den 2 verschiedenen Typen.



    Und gleich das nächste Vergleichsstück. Ab dieser Ausgabe wechselt das Kontrollzeichen von "A" zu "B". Und nurnoch bei dieser Ausgabe sind die Wertziffer'n in der Farbe "karminrot, alle folgenden Portomarken haben eine Wertziffer in "zinnoberrot".


    -Michel-Nr. 19AYe (SBK 19E), Type II, "hellolivgrün", Rahmen kopfstehend, Kontrollzeichen "B", Ziffer in "karminrot". Ausgabezeit von 1894 - 1896. Hier ist die Farbe karminrot ausgebleicht, aber anhand des Stempeldatum's ist eine zinnoberrote Farbe nicht möglich, die gab es erst ab 1897.



    Gruss
    Afredolino

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  • Ein Sprichwort sagt: was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen. Deshalb mach ich auch gleich weiter.


    Im nächsten Bild seht Ihr eine:


    -Michel-Nr. 19BYf (SBK 19F), Type II, in der Farbe "grasgrün", normalstehender Rahmen, Ziffer in "zinnoberrot". Ausgabejahr 1897. Auch hier mit Kontrollzeichen "B".



    Und als Vergleich:


    -Michel-Nr. 19BYga (SBK 19Ga), Type II, Farbe "hellolivgrün", Rahmen kopfstehend, Kontrollzeichen "B" und Ziffer in "zinnoberrot". Ausgabejahr 1897 - 1899.



    Aber die nächsten Portomarken verschiebe ich jetzt doch auf morgen ;)


    Gruss
    Afredolino

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  • Hallo Afredolino


    Hier noch ein Link zu einer fachperson für Portomarken der Schweiz:



    Wenn Du einmal Fragen hast zu Thema Portomarken, hilft er Dir gerne weiter.
    (Er hat mir auch schon geholfen!!)

    Gruss tubist
    -----------------------------------------------------------
    Wenn du von einem Fremden etwas willst,
    was für dich von Interesse ist,
    so lege stets eine Briefmarke bei... (Abraham Lincoln)

  • Hi Fredi!


    Sind denn die Typ I Marken generell seltener, weil Du geschrieben hast, daß Dir sowas Kostspieliges noch fehlt und Du bisher Typ II gezeigt hast! Bin grad auch dabei meine Portomarken durchzugehen! Thanks für den tollen Thread!


    Gruß


    jojo30

  • Hallo jojo


    Deine Frage kann ich klar beantworten. Bei den Type II Briefmarken wurden Auflagen in Millionenhöhe gedruckt, bei den Type I Marken waren es z. Teil nicht mal 1000 Stück. Die grösste Auflagezahl bei einer Type 1 ist die Michel-Nr. 19AXda (SBK 19Da) mit insgesamt 9373 Stück.


    Darum kannst Du davon ausgehen, das diese Type I selten und deshalb auch z. Teil unbezahlbar ist.


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

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  • Grüezi Fredi -
    da bleibt einem ja der Mund offen, wieviel gefühlte tausend Variationen es allein bei diesem vermeintlich kleinen Feld der Portomarken gibt!!


    Dann will ich doch sofort mal meine CH-Alben vorholen und schauen, was ich bei Dir inzwischen gelernt habe!
    Und obwohl Du mit Deinen Beispielen noch garnicht fertig bist, muss ich doch gleich den 10er-Daumen als Anerkennung anklicken!


    Vielen Dank für Deine griffigen Beschreibungen
    vom Abarten-Hannes

  • @alfredolino Tolle Beispiele :P Ich werde bestimmt keine Portomarke mehr hergeben bevor ich mich in der Materie nicht besser auskenne. :O_O: Früher habe ich Portomarken achtlos verschenkt, weil ich Platz in meinen Alben brauchte. :ups:


    tubist Vielen Dank für den Link, auch wenn er nicht für mich gedacht war, habe in gleich unter den Favoriten abgelegt.


    Gruss Fredi/philafred63

  • Ich glaub ich versuche einfach mal mein Glück!


    Zuerst hab ich mal alles durchgeschaut nach evtl. Typ I Marken. Von den blauen Marken hab ich nur die vier gefunden, ein oder zwei stärker defekte hatte ich zwar noch, aber die hab ich weggelassen.


    Also: Alle Marken haben schonmal kein Faserpapier!


    1. Marke: 1C mit Kontrollzeichen B und normalstehendem Rahmen. Farbe kenne ich aber nicht!


    2. Marke: 2C mit Kontrollzeichen A und normalstehendem Rahmen. Farbe bischen anders als bei der ersten Marke


    3. Marke: 3C mit Kontrollzeichen B und normalstehendem Rahmen. Farbe heller als die anderen.


    4. Marke: 500C mit Kontrollzeichen B und normalstehendem Rahmen.Farbe heller und matter, fst bischen milchig.


    Insgesamt sind zumindest alle andersfarbig, aber die Farben der blauen Marken wurden ja nicht differenziert.


    Der Rückseiten-Scan wurde beim Scannen bewusst dunkler und bischen durchscheinend gescannt, damit das Kontrollzeichen besser zu sehen ist!


    Gebt mir vielleicht mal ne Rückmeldung, ob vielleicht mal was richtig war!!?? Achso, und vielleicht hat jemand die Michelbezeichnung und den Michelwert dafür!?


    Thanks

  • Hallo jojo30


    Super, Du hast alle 4 Marken (fast) richtig bestimmt!! :goodjob: Nur einen Fehler hast Du gemacht..bei der blauen Ausgabe gab es nur das Kontrollzeichen "A" ;)


    Die blauen Portomarken wollte ich eigentlich erst am Schluss erläutern, aber wenn jetzt schon danach gefragt wird, hole ich das eben vor.


    Die ersten Portomarken der Schweiz erschienen im Jahr 1878 in der Farbe "blau/dunkelblau". Und die ersten Ausgaben waren alle in der Type I. Im Gegensatz zu den olivfarbenen Marken wurden diese in Millionenauflagen gedruckt, darum hat jojo auch gleich 4 Stück davon.


    Dann zeige ich Euch jetzt mal die:


    -Michel-Nr. 1 (SBK 1), Type I, blauer, kopfstehender Rahmen, Ziffer in dunkelblau mit achtzigstrahligem Mittelstern (nur auf dieser Ausgabe 1), weisses Papier, Kontrollzeichen "A", Ausgabejahr 1878 - 1880.



    und gleich daneben:


    -Michel-Nr. 3 I, Type I, blauer, normalstehender Rahmen, Ziffer dunkelblau auf weissem Hintergrund, weisses Papier, Kontrollzeichen "A", Ausgabejahr wie die Nr. 1.


    jojo30


    Hier noch die Nummer'n und Bewertung zu deinen Marken:


    -Michel-Nr. 1, Rahmen normalstehend....gestempelt Fr. 2.50
    -Michel-Nr. 2, Rahmen normalstehend....gestempelt Fr. 2.50
    -Michel-Nr. 3 I, Rahmen normalstehend..gestempelt Fr. 35.00
    -Michel-Nr. 9 I, Rahmen normalstehend..gestempelt Fr. 40.00


    Von diesen Ausgaben werden im Zumstein Spezial auch einige Farbvarianten erwähnt. Unter anderem:


    -Reinblau
    -Reinmattblau (Reinstumpfblau)
    -Ultramarinblau
    -Blauultramarin
    -Mattultramarinblau
    -Mattblauultramarin


    Und jetzt kannst Du dich noch daran machen, deine Marken nach Farbe zu bestimmen....viel Glück!!! ;) :D


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

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