Beiträge von Kontrollratjunkie

    Hallo Marko,


    Belege aus der unmittelbaren Nachkriegszeit sind immer spannend und in jedem Falle wert, ein Thema dafür zu eröffnen.

    Nur gibt es aber doch schon diverse Themen zu diesen Belegen, meistens nach dem Verwendungsmonat , z.B. Februar 1946, sortiert. Warum also dieses eigentlich alles umfassende Gesamtthema ? Verzettelst du dich damit nicht völlig ?


    Gruß
    KJ

    Diese kleine Ansammlung von Briefabschnitten, genannt "Kiloware", besitzt keinen Handelswert. Es befinden sich keine Briefmarken darunter, für die jemand Geld ausgeben würde.

    Einfach an einen interessierten Mitmenschen verschenken.


    Gruß
    KJ

    Der Block ist für lächerliche 1600 Euro weg gegangen

    Natürlich ist ein Zuschlag von 1600 EUR unter den Erwartungen geblieben, aber doch eine schöne Summe. Es ist eine Rarität, nur muss man eben auch jemanden finden, der bereit ist, entsprechend zu zahlen. Offenbar gab es zum Auktionszeitpunkt nur einen Interessenten.

    Immerhin hast Du alles verkauft, das ist doch auch tröstlich.


    Beste Grüße
    KJ

    Ob die Reichsmark im September 1947 schon annähernd wertlos war, sei dahingestellt. Andere Tauschobjekte wie "Lucky Strike" waren sicher wertvoller.

    Aber zur Beurteilung des Beleges tragen solche Gedanken nicht bei. Der Brief IST überfrankiert, daran führt kein Weg vorbei. Es handelt sich also um ein Briefstück, keinen Bedarfsbeleg nach den Kriterien des Michel Briefe Kataloges. Die noch vor etlichen Jahren kolportierte und akzeptierte Überfrankierung von bis zu 10 % gilt schon lange nicht mehr. Diese "Regelung" des Michel hat einen ernsthaften Belegesammler aber ohnehin nie wirklich interessiert.


    Gruß

    KJ

    Das ist ein wundervoller Satz und er hat einen fantastischen Preis erzielt, wenn das Angebot denn seriös gelaufen ist. Da kann man dann schön sehen, dass das ewige Gerede von 10 % eben NICHT immer passt und gutes Material auch einen guten Preis erzielt, selbst bei Ebay.


    Gruß
    KJ

    Hallo frimer14,


    das ist so korrekt. Bei dem Stempelzusatz "über" kann es sich um eine Poststelle I handeln, muss es aber nicht. Auskunft darüber geben die von dir genannten Verzeichnisse.

    Aber bitte nicht aufgeben, nach diesen schönen Stempeln Ausschau zu halten. Auch die kleinen Zweigpostämter werden sicher kein großes Postaufkommen gehabt haben und die Abschläge sind daher sicher keine Massenware.


    Gruß
    KJ

    Hallo,


    nach meinen Unterlagen handelt es sich bei diesem Abschlag um einen Stempel des Zweigpostamtes Dallmin über Karstädt, zugehörig zum Postamt Karstädt. Es ist also auch kein Poststellen I - Stempel.


    Gruß
    KJ

    Und gleich noch ein Poststellenstempel aus Falkenhagen über Fürstenwalde (Spree) vom 15.6(?).1948 hinterher.

    Hallo,


    nach meinen Unterlagen handelt es sich bei diesem Abschlag um einen Stempel des Zweigpostamtes Falkenhagen über Fürstenwalde (Spree), zugehörig zum Postamt Fürstenwalde (Spree). Es ist also kein Poststellen I - Stempel.

    Gruß
    KJ

    Fernbrief, der in der Poststelle II "Waldidylle über Kipsdorf (Erzgeb)" aufgegeben wurde. Die Entwertung der Frankatur erfolgte im zuständigen Leitpostamt Kipsdorf (Erzgeb) am 11.05.1946.
    Der Brief lief nach Wien in Österreich. Er wurde portorichtig mit einer Mischfrankatur der Mi.Nr. 52 atx (2x), der Mi.Nr. 57 a und mit einer Marke des Alliierten Kontrollrates Mi.Nr. 932 freigemacht. Nach der Portoerhöhung zum 01.03.1946 war für Fernbriefe der ersten Gewichtsstufe ein Porto von 75 Rpf für einen Fernbrief zu entrichten.
    Interessant ist auch die in der Sowjetischen Zensurstelle in Wien 76 für Auslandspost erfolgte Zensur des Briefes, die durch den linksseitig angebrachten Verschlussstreifen und den Zensorstempel mit der Nummer „295“ erkennbar ist.

    Die Kombination von der Aufgabe des Beleges in einer Poststelle II und der Auslandsdestination mit Zensur ist selten.

    Natürlich ist es jetzt "etwas" spät, aber wäre nicht eine Trennung zwischen Belegen von Poststellen I und II sinnvoller gewesen ?

    So ein pauschales Thema verwischt m.E. die Besonderheiten der beiden Gerätetypen sehr.

    Nur mal so als Anregung.


    Gruß
    KJ

    Beleg mit Barfrankatur "Gebühr bezahlt" als Fernbrief, gelaufen von Crimmitschau nach Königsbrück. Die Abstempelung erfolgte im Postamt Crimmitschau am 19.09.1946.

    Die Katalogbezeichnung dieser Variante lautet Nr. 4 a, Rahmenstempel mit Umrandung, zweizeilig.

    Das Spannende an diesem Beleg ist die Verwendung eines Umschlages aus "alter" Zeit. Der Briefmarkenhändler Schönwitz aus Crimmitschau verfügte offenbar über Vordruckumschläge des Reichsluftfahrtministeriums, die durch Überdruck des Absenders nunmehr für zivile Zwecke aufgebraucht wurden. Die Materialknappheit in der Zeit nach Kriegsende machte es erforderlich, dass man solche Umschläge nicht entsorgte, sondern für die weitere Verwendung brauchbar machte.

    Inlandspostkarte P 954 der Gemeinschaftsausgaben unter dem Alliierten Kontrollrat im Fernverkehr vom 05.08.1946 von Schwerin (Mecklenburg) nach Döbeln (Sachsen)



    Rückseitig findet sich wie oft bei Korrespondenzen aus dieser Zeit ein Angebot eines Sammlers für die neuen Briefmarken, hier für Ausgaben von Mecklenburg-Vorpommern.

    Werbepostkarte zum Wiederaufbau des Landes Sachsen aus Pillnitz an der Elbe, frankiert mit einem Paar der Ostsachsen Nr. 57 a und einer Kontrollrat Nr. 912 a
    Der Werbestempel aus Pillnitz vom 07.07.1946 mit der Darstellung des Schlosses wiederholt den Zudruck der Postkarte.

    Am Druckvermerk ist sogar die Auflage der Karte zu erkennen (62.000 Stück).