Beiträge von 241264hsv-fan

    Nach einem Hinweis muss ich sagen, das die beiden roten Stempel auf dem Brief aus Taschkent im Speeckaert unter KOKAND Typ 1 und Typ 2 gelistet sind. Die sehr seltenen Stempel sind dort aber nur aus dem Oktober 1914 bekannt.

    Zudem bezweifle ich, das die Stempel zu Kokand gehören. Mir ist ein ähnlich Brief bekannt, welcher ebenfalls aus Taschkent ist. Einen Hinweis auf Kokand gibt es jedenfalls nicht.

    Woher genau der nächste Brief stammt, kann ich nicht sagen. Alle Stempel sind leider sehr unklar. Geprüft wurde in Minsk. Abgeschlagen ist der Typ 32. Verschlossen ist der Brief mit dem Verschlußstreifen Typ 49. Diesen gibt es aus rosafarbenen, grauem und gelben Papier. Er kommt nur selten vor.


    Der nächste Brief ist vom Juni 1915 und wurde in Bobruisk zur Post gegeben. Wahrscheinlich wurde er dort auch geprüft worden sein. Zensurstempel sind die Typen 19 (Rahmenstempel) und 19A von Minsk. Laut Alexander Epstein prüfte der Zensor S.D. Wolkow zumindest bis Januar 1915 in Gomel. Möglicherweise wurde er nach Bobruisk versetzt.


    Nach vielen Karten zeige ich nun mal wieder einen Brief. Dieser wurde Ende Dezember 1914 in Taschkent aufgegeben und lief dann nach Frankreich.

    Zu den Zensurstempeln: Der Ovalstempel ist ähnlich dem Typ 1. Speeckaert gibt ihn in der Farbe blau vom Januar 1915 an. Der Unterschied ist jedoch, das hier das innere Oval dünn und das äußere dick ist - also genau umgekehrt. Außerdem ist das 'D' hier schlanker und das 'Z' hat eine etwas andere Schriftart. Der Zweizeiler Geöffnet Militär - Zensur. ist gar nicht gelistet.


    Zensurstempel Typ 1 von Petropawlowsk. Auch hier ist wie bei dem kürzlich gezeigten Stempel aus Omsk ein Balken hinter dem 'Z'. Auf einer weiteren mir bekannten Karte, welche genau eine Woche vorher geschrieben wurde, ist dies ebenso (anders als im Speeckaert). Kann jemand den Namen lesen?


    Die nächste Karte, die ich zeige, wurde in Tscheljabinsk geprüft. Der Zensurstempel ist zwar etwas schwach, so aber nicht bei Speeckaert gelistet. Er ist ähnlich dem Typ 2, hat aber in der dritten Zeile die Schriftart von Typ 6 sowie an Stelle des Zensornamens No 166 stehen.


    Vor längerer Zeit konnte ich mal einen Zensurstempel aus Tuckum zeigen. Die vier bei Speeckaert notierten Stempel wertet er alls mit 5 = sehr selten. Heute kann ich den Typ 4 auf einer Karte vom Mai 1915 nach Tuckum zeigen. Der Stempel des Aufgabeortes ist recht schwach, weshalb ich ihn (noch) nicht identifizieren konnte.


    Ab 1917 stand in den Stempeln und auf den Verschlußstreifen zusätzlich die Abkürzung P.B.O. für übersetzt Petrograder Militärbezirk. Dieser Militärbezirk war ähnlich wie der von Minsk recht groß. Er reichte anfangs sogar bis Finnland.

    Die Stempel mit hohen Nummern waren für mobile Einheiten. Speeckaert zeigt einige Stempel. Diese sind teils zwei-, teils dreizeilig und unterscheiden sich unter anderem auch in der Schriftart.

    Einen solchen Stempel zeige ich heute auf einer Karte von Rujen nach Aloja (Mai 1917). Beides liegt im Norden des heutigen Lettland nur gut 50 km auseinander.

    In Rujen gab es eine Zensurstelle. Daher wird die Karte auch dort geprüft worden sein.


    Heute zeige ich eine Karte aus Pavlograd (Februar 1915), die leider sehr schlecht erhalten ist. Der Zensurstempel sieht dem aus Moskau ähnlich, ist aber etwas breiter. Vermutlich wurde in Pavlograd selber geprüft. Speeckaert hat jedoch nur einen Zensurstempel notiert.



    Kriegsgefangenenkarte vom Januar 1915 aus Omsk. Prüfer Braunfeldt verwendete die Typen 9 und 9C. Der Typ 9 weist im Speeckaert aber nicht den Balken hinter D.Z. auf. Dieser gehört meiner Meinung nach aber zum Stempel, da ich auf einer weiteren Karte diesen Balken ebenfalls gesehen habe. Dieser Typ ist aus dem nach Speeckaert ersten Verwendungsmonat, den Typ 9C hat er sogar erst ab Februar aufgeführt.



    Der Preis ist natürlich vollkommen überzogen. Erst vor einigen Jahren hat man die Urmarke Nr. 41y K in den Katalog aufgenommen. Die Bewertung hat der Michel mit völlig absurden, aus der Luft gegriffenen 1000,- Euro in postfrisch bewertet. Gestempelt fehlte eine Bewertung ganz.

    Heutzutage werden auf vielen Auktionen weit über 100,- € für eine gestempelte Marke und über 300,- € für einen Beleg bereits im Ausruf verlangt. Hingegen sind die Ergebnisse ernüchternd, da die Stücke auch nach mehrmaligen Ausrufen unverkauft bleiben.

    Prüfer Wolfgang Leupold warnt im neuen ARGE-Heft sogar vor einer Abzocke! Die Marke kommt sehr häufig vor und schlummert in vielen Sammlungen wohl auch unerkannt. Der Wert wird im neuen Michel daher auf 50,- € * / 40,- o gesetzt.

    Der Wert der Normalmarke für die Levante ist sogar niedriger als der der Normalmarke für Russland. Auch wenn die Marke in den neuen Michel erst aufgenommen wird, gehe ich mal von einer ähnlichen Verhältnis und daher ähnlichen Preis aus. Ludger Hovest hat hier auch nicht von einer extremen Seltenheit geschrieben. Weitere Marken werden vermutlich bald auf den Markt kommen. Wenn diese dann nicht für ähnlich überzogene Preise angeboten werden, kann vielleicht auch ein realistischer Wert ermittelt werden.

    DKKW konnte hier einmal einen Brief nach Indien zeigen. Auch mir ist es nun gelungen, eine Karte nach Indien zu bekommen. Zudem habe befindet sich ein sehr seltener Zensurstempel aus Grosnyi, nämlich der Typ 2, auf der Karte. Auch am Leitweg dürfte DKKW seine helle Freude haben. Ganz erklärbar ist er für mich jedoch nicht. Vielleicht kann da jemand mehr zu sagen.

    Aufgegeben wurde die Karte am 6. Juni 1915 in Grosnyi. Nach erfolgter Prüfung lief sie dann weiter über Odessa (10.6.) und Shanghai (19.7.) nach Quetta (12.8.). Von dort wurde die Karte umgeleitet nach Ziarat, wo sie am 14.8.1915 eintraf.



    Zitat

    northstar gefällt das.

    Mir hat der Stempel besonders wegen des Namens gefallen. Die Erhaltung der Karte war zweitrangig. Vielleicht besteht irgend wann einmal die Möglichkeit zum Austausch.


    Von Schedau hat Speeckaert nur einen einzigen Stempel notiert - und diesen auch nur mit der Zensornummer '23' (April 1915 in rot). Diesen Stempel in lila kann ich heute auf einer Karte vom März 1915 nach Bauske zeigen.



    Es ist mir mal wieder gelungen, einen nicht registrierten Stempel an Land zu ziehen. Dieser befindet sich auf einer Karte aus Saratow. Der Prüfer dort war N.P. Chaljawin. Der Zeitpunkt lässt sich hier nicht feststellen, da die Stempel auf der nach Wien gelaufenen Karte größtenteils nicht lesbar sind.