Beiträge von DKKW

    Hallo kartenhai,


    sollte es sich hier tatsächlich um einen Flüchtlingstreck handeln, dann würde ich Ostpreußen in die Überlegungen mit einbeziehen. Hier sind die Russen tatsächlich im 1. Weltkrieg einmarschiert und wurden erst nach der Schlacht bei Tannenberg wieder zurückgedrängt. Zumindest in Allenstein, Tilsit und Königsberg gab es Straßenbahnen. Eventuell kommt aber auch Westpreußen in Frage, z.B. Thorn oder Graudenz.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    ich kehre mal wieder auf die Halbinsel Angeln zurück und zeige eine 6Pfg Ganzsachenpostkarte, die im Jahr 1934 von Lehbek nach Stenderup über Kappeln gelaufen ist.


    Lehbek ist ein ganz kleines Dorf (lt. Müllers Ortslexikon 1991 mit 145 Einwohnern) das seit 1938 zur Gemeinde Gelting gehört. Der Ort liegt etwas östlich von Gelting und südlich der Nordstraße B199.


    Die 6 Pfg Hindenburg Ganzsachenpostkarte (P225I) wurde laut Kartentext am 13. September 1934 in Lehbek geschrieben und war nach Stenderup über Kappeln adressiert. Neben dem Wertstempel wurde der Ra2-Poststellenstempel "Lehbek / über Süderbrarup (Angeln)" (Frakturschrift) abgeschlagen. Der Wertstempel wurde im Leitpostamt mit dem Zweikreisstegstempel "Süderbrarup (Angeln) a 13.10.34 -14" entwertet. Da ich nicht denke, dass die Postler die Karte einen Monat liegen liessen ist wohl von einer Fehleinstellung des Stempels auszugehen ;)


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo zusammen,


    erneut ein Sprung an die Nordseeküste. Ich zeige heute eine Postkarte aus Schobüll nach Hamburg aus dem Jahr 1934.


    Schobüll gehört heute zu Husum im Landkreis Nordfriesland. Bis 2007 war Schobüll eine eigenständige Gemeinde an der Nordseeküste nördlich der Stadt Husum. Bei Schobüll reicht die Geest bis an die Nordsee, somit ist der Strand bei Schobüll eine der wenigen Abschnitte an der deutschen Nordseeküste ohne Deichlinie.


    Neben der Frankatur wurde der Ra2-Poststellenstempel "Schobüll / über Husum" abgeschlagen, die 6 Pfg. Hindenburg-Marke wurde mit dem KBS "Husum 1 **d 11.6.34 - 18" entwertet.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo zusammen,


    wir nähern uns wieder einmal dem Ende eines Durchgangs. Ich zeige Euch heute einen Feldpostbrief mit dem dem K1-Stempel "C.A.P.O. No.1" und dem Kreisstpl. "Passed by Military Censor Nr. 35" aus dem Jahr 1945.


    Der Feldpostbrief ist unfrankiert, lief also "overground" und nicht per Luftpost. Der Zensorenstempel Nr. 35 ist zusammen mit C.A.P.O. No.1. und C.A.P.O. No. 3 vom Dezember 1941 bis Mai 1945 bekannt. Insgesamt sind 8 Abschläge registriert.


    Der Brief war nach Albany, New York, USA adressiert. Er wurde am 7.4.45 abgestempelt und stammt somit aus der Spätphase der bislang bekannten Verwendung.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo kalle01,


    den guten Wünschen meiner Vorschreiber schließe ich mich gerne an. Zumal ich ja als Nordlicht gleich um die Ecke aufgewachsen bin.


    Alles Gute und viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    am 12. Mai 1937 kam die long coronation issue anläßlich der Krönung König Georg VI zusätzlich zu der drei Werte umfassenden coronation issue der Crown Agency (sogenannte Omnibus-Ausgabe) heraus.

    Den Satz gibt es mit drei verschiedenen Zähnungen: Kammzähnung 14.1 x 14.1 sowie die Linienzähnungen 13.3 x 13.3 und 13.7 x 13.7. Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder über diese Ausgabe berichtet und Marken und Belege gezeigt.


    Ungestempelt sind alle drei Zähnungen mit Ausnahme der extrem seltenen 14c Kammzähnung kein großes Problem. Gestempelt werden die Marken mit Linienzähnung in den meisten Katalogen überhaupt nicht unterschieden, nur der Stanley Gibbons nennt Preise (im SG werden die Linienzähnungen als L13.5 und L14 bezeichnet). Entsprechend schwer ist es die L13.5 (bzw: 13.3 x 13.3) gestempelt zu finden. Ich habe erst zwei Werte, nämlich die 10c und die 25c Marke.


    Ob die Marken tatsächlich seltener sind als die SG L14 bzw. L13.7 x 13.7 oder ob sich nur kein Händler die Arbeit macht die Marken zu sortieren vermag ich nicht zu sagen.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo zusammen,


    Wandervogelgelb : Zwei sehr schöne Poststelle II Stempel aus der Nachkriegszeit. Ich wünsche weiterhin gute Jagd und viele glückliche Flohmarktfunde.


    Ich zeige heute ebenfalls einen Brief aus der Nachkriegszeit. Der Absender war der Schneidermeister Schwantes in Hünning, der Brief war an die Firma Stolterfoht in Lübeck gerichtet (erinnert an die Hobbitfamilie "Proudfoot" im The Lord of the Ring, Book I, I: A long expected party :D)

    Der Brief wurde bei der nahe gelegenen Poststelle II Sollerup über Schleswig aufgegeben.


    Links neben der Marke wurde der Halbspatelstempel "(24b) Sollerup / über Schleswig" abgeschlagen, die 20 Pfg Sondermarke "Zehn Jahre Vertreibung 1945-1955" sowie die 2 Pfg. Notopfermarke wurden mit dem Halbstempel "(24b) Schleswig 1i 10.11.55 12-13" entwertet.


    Auch diese Flüchtlinge waren damals in Bayern nicht willkommen, häufig waren es ja Protestanten und damit fremdgläubig und suspekt. Sie wurden gerne in Ghettos zusammengepfercht aus denen später Orte wie beispielsweise Neugablonz, Waldkraiburg und Geretsried entstanden.


    Zurück zu Sollerup, der Ort lag an der alten Bahnstrecke von Flensburg über Oster-Ohrstedt nach Tönning und erhielt vermutlich im Jahr 1855 den Nummernstempel 174. Abschläge dieses Stempels sind bis heute nicht bekannt. Nach der Annektion Schleswig-holsteins durch die Preußen wurde die Verbindung Schleswig-Jübeck-Flensburg neu gebaut und der Streckenabschnitt nach Oster-Ohrstedt stillgelegt. Damit verschwand auch der Bahnhof Sollerup und die zugehörige Postexpedition.


    Sollerup gehört heute zum Amt Eggebek im Kreis Schleswig-Flensburg. Die Gemiende liegt auf der Schleswiger Geest unweit der Treene und hatte 2016 488 Einwohner.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo 241264hsv-fan,


    es gibt im Oblast Orenburg einen Ort namens Sorotschinsk , kyrillisch:

    Сорочинск

    Das Städtchen, heute ca. 29.000 Einwohner liegt in etwa auf halber Strecke zwischen Samara und Orenburg.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo mx5schmidt,


    herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des Speeckaert. 241264hsv-fan und ich verwenden die 2. Auflage aus dem Jahr 1990. Wenn Du ein Exemplar der 2. Auflage erworben hast, dann sprechen wir die gleiche Sprache ;)


    Wenn Du die Nachträge brauchst dann schicke mir bitte eine PN mit Deiner Adresse, ich mach Dir dann Kopien und schicke Sie Dir.


    Ich freue mich sehr auf Deine kommenden Beiträge und spreche da sicherlich auch im Namen von 241264hsv-fan und northstar.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo miasmatic,

    hallo miklas,


    wieder mal ganz großes Kino was Ihr Beiden da abliefert. Es ist wie immer ein Hochgenuß Eurem thread zu folgen.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo PetHer,


    die Marke oben links ist die 20 ParaMarke der Ausgabe1910 des Königreichs Montenegro. Die anderen Marken sind, wie schon meine Vorschreiber festgestellt haben, aus der Ukraine. Allerdings ist diese Ausgabe vom 20.12. 1920 nicht mehr zur Ausgabe gelangt.


    In meinem Uralt-Michel aus dem Jahr 1926 findet sich der folgende Hinweis: "Die Marken sind in Wien auf Antrag des Nachfolgers von Petjura gedruckt und zur Ausgabe vorbereitet, jedoch wegen politischer Wirren nicht an die Ukraine abgeliefert und somit nie in Verkehr gewesen" Das erklärt auch die relative Häufigkeit, die Druckerei wird die Bestände an Briefmarkenhändler verscherbelt haben um wenigstens einen Teil der Kosten wieder reinzubekommen.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo Ihr Beiden,


    ich nehme alles zurück und gebe Euch recht. Das sieht wirklich nach Novoalexandrowsk aus. Auf dem Bild war der Stempelabdruck sehr schwach und ich hatte mir nicht die Mühe gegeben den Stempelabdruck so zu vergrößern dass er leserlicher wird.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    Neukirchen in Angeln zum Dritten. Diesmal das Pastorat als Karte Nr. 112 der Serie "Das schöne Angeln" von Foto-Remmer in Langballig. Kein Wunder dass die Serie so viele Karten umfasste. Offenbar war kein Haus in Angeln vor dem Fotografen sicher :D


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo mx5schmidt,


    ich tendiere eher zu einer Zensur in Rositten (Absendeort). Der Zensorenstempel Nr. 9 ist bei Speeckaert nicht aufgeführt, die angegebenen Stempel 2, 3, 8, 10 sowie 14 und 15 sind aber ähnlich dem von Dir gezeigten L3-Stempel. Speeckaert stuft alle Rositten-Stempel als selten ein.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    heute mal eine etwas modernere Karte aus den frühen 1960ern. Sie zeigt eine Luftaufnahme von Schleswig.


    Im Vordergrund der Burgsee mit dem dahinter liegenden Schloss Gottorp. Der Schleswiger Dom ist deutlich in der oberen Mitte zu erkennen. Die Insel in der Schlei ist die Möweninsel. Auf ihr stand im Mittelalter die Jürgensburg. Laut Sage blüht dort ein Mal in Hundert Jahren eine gelbe Blume. Wer Sie pflückt erhält Zutritt in das Schloss, aber um den Fluch zu brechen muss er ssie auch wieder mitnehmen "Vergiss das Beste nicht!" Bislang ist der Fluch nicht gebrochen worden.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo zusammen,


    am 4.7.16 hatte ich den PS16 "First Day Issue" auf einem FDC mit der 4c Princess Elizabeth gezeigt und geschrieben, dass dieser Postal Slogan nur mit zwei Stempeldaten, nämlich dem damals gezeigten 21.4.47 und dem 24.6.47 vorkommt.


    Heute kann ich das zweite Stempeldatum zeigen und zwar einen Ersttagsbrief mit zwei 5c Marken Cabot-Ausgabe vom 24.6.47 auf einem Luftpostbrief aus St. John's nach Boston, Mass. in den USA.


    Viele Grüße

    DKKW


    Hallo zusammen,


    ich wechsel wieder auf die Ostseeseite Schleswig-Holsteins, diesmal mal nicht auf die Halbinsel Angeln sondern auf die südlich der Schlei gelegene Halbinsel Schwansen.


    Im Jahr 1961 wurde eine Postkarte aus Olpenitzdorf nach Trappenkamp geschickt. Olpenitzdorf gehörte zur Gemeinde Olpenitz. Sie blieb bis 1970 selbständig und schloss sich dann der Gemeinde Kopperby an. Seit 1974 ist Olpenitzdorf ein Teil der Stadt Kappeln.


    Die Ansichtskarte wurde, wie schon beschrieben, bei der Poststelle II Olpenitzdorf nach Trappenkamp aufgegeben. Der Halbspatelstempel "(24b) Olpenitzdorf / über Kappeln (Schlei) wurde links von der Frankatur abgeschlagen. Die 10 Pfg. Heuss-Marke wurde mit dem KBS "(24b) Kappeln (Schlei) d 10.4.61- 12" entwertet.


    Der Ort Trappenkamp ist übrigens eine aus einem Marinearsenal (Minenlager) hervorgegangene Vertriebenensiedlung im Landkreis Segeberg mit 5.141 Einwohnern im Jahr 2016.


    Viele Grüße

    DKKW