Beiträge von jmh67

    Das ist eine Aufbrauchsausgabe, man hatte damals wohl zu viele 4-Cent-Marken und zu wenig 1-Cent-Marken und hat die Überbestände derart "umgerubelt".


    Chinesisch kann ich auch nicht lesen, aber es gibt Online-Wörterbücher, wo man auch die Zeichen Strich für Strich mit der Maus eintragen kann, und wenn man dabei nicht zu sehr schmiert, kommt meistens sogar ein Sinn heraus.


    -jmh

    Grundsätzlich waren weder DDR-Marken in der BRD gültig noch umgekehrt, mit Ausnahme der oben genannten Antwortkarten und eventuell Seepost. Nach der Währungsunion gab es weitere Ausnahmen bzw. Duldungen für Marken in DM-Währung, aber das trifft hier auch nicht zu. Die auf dem verlinkten Bild in #1 gezeigten Marken sind sozusagen im doppelten Sinne entwertet.

    Ich habe einen Michel-Junior-Katalog Deutschland 2002 übrig. Wer möchte ihn haben? Versand als Maxibrief, nur an Adressen in Deutschland.


    Würde im Gegenzug gern ein paar moderne (d.h. nach 2010 erschienene) gestempelte Dauerserienmarken bekommen. Südamerika, Afrika, Nah- oder Mittelost wären mir am liebsten, aber andere Länder gehen auch, einfach fragen. Oder ein paar Briefstücke mit deutlichen Ortshandstempeln aus der DDR mit Postleitzahlen. Oder auch mit vierstelligen Postleitzahlen der BRD. Wer nichts von alledem hat, kann trotzdem fragen, irgendwas werden wir schon auszaubern.

    Der Wert eines Sammelstücks ist immer subjektiv, aber ich sag' immer, ein gelaufener Brief erzählt 'ne Geschichte. Nimm nassklebende Marken für die Zusatzfrankatur, die selbstklebenden fallen mitunter nach ein paar Jahren ab, und schicke nicht alle Briefe an dich selbst, sonder spann' Verwandte und Bekannte ein. Damit wird's nicht so langweilig, als wenn überall dieselbe Adresse draufsteht ;-)

    ... Aber eine Ganzsache von 2001 mit Stempel von 2019 wäre ja jetzt für die Sammlung nicht so unbedingt der Hit, oder? ...

    Mich zum Beispiel stört das überhaupt nicht, solange die Frankatur stimmt. Sind ja trotzdem echt gebraucht. Freilich würde man mit den alten Postkarten zu 51 Cent derzeit im Inland etwas verschenken, aber mit Auffrankatur ins Ausland kann man da vielleicht noch jemandem eine Freude machen. Dann kann man in dem Konvolut sicher auch noch motivlich passende Frankaturen für Sonderstempelaufträge finden, Tauschsendungen frankieren usw. - das muss also nicht alles im Reißwolf des Finanzamts oder der Versicherung landen. Muss überhaupt mal sehen, wahrscheinlich fehlt mir auch noch die eine oder andere Ganzsache gebraucht.

    Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen: Sowohl mit feststehendem Pfeil, als auch mit "beweglichem" Pfeil, das heißt die Uhrzeit wurde tatsächlich auf dem Zifferblatt eingestellt bei der Stempelung.

    Der erste Stempel dieser Art hatte sogar ein Uhrwerk eingebaut. So berichtete ein Sammler in einem Fachvortrag beim Briefmarkentreff in Vahrenwald Ende März diesen Jahres.

    Zwei Beispiele reichen nicht für ein solches Statement.


    Schau dich zum Beispiel mal auf http://adminware.ca/machin/ um in Sachen Phosphoreszenz. Es gibt mehrere Arten von Leuchtstoffen, manche reagieren auf kurz- und langwelliges UV-Licht, manche nur auf eines. Unter anderem gibt es phosphoreszierende Stoffe, die gar nicht fluoreszieren. Optische Aufheller wiederum identifiziert man unter der langwelligen UV-Lampe.


    Welcher Prozess "es ist", kann man daher manchmal ohne Kenntnis der vom jeweiligen Postunternehmen verwendeten Technologie nicht sagen, in anderen Fällen ist es dagegen klar. Kurzum, du wirst auf Dauer beide UV-Lampen brauchen.


    -jmh

    ... Ich habe auch eine schönen gefunden ,nur verstehe ich die

    Marken/Stempel nicht . Erst Helvetische Marke, dan

    Deutsche Marke ?

    Der Brief ist der Empfängerin an ihre neue (vielleicht nur zeitweilige) Adresse nachgesandt worden. Wahrscheinlich war er aber schon an die bisherige Adresse zugestellt, und man hat es für nötig erachtet (ich weiß nicht, ob zu Recht), ihn neu zu frankieren.


    -jmh

    Northstar hat recht. Mindenstens kann man die Stempelarchive damit füttern.


    Die Sammelgewohnheiten haben sich über die Zeit geändert - früher (um 1900 oder eher) gab es sogar noch Felder für Ganzsachenausschnitte in Vordruckalben. Nach heutigen Maßstäben wäre das Beihilfe zum Frevel ...


    Manchmal haben auch nicht die Sammler selbst das Zeug ausgeschnitten, sondern Verwandte und Bekannte nach dem Motto "Du sammelst doch, da hab ich was für dich".


    -jmh

    Wie schon anklang, gibt es durchaus kein einheitliches Vorgehen. Im Prinzip ist alles richtig, solange man klarstellt, worauf die Sammlung sich beschränken soll. Bei kleinen Orten kann man durchaus alle möglichen Stempelabschläge versuchen zusammenzutragen. Bei einer Großstadt wie Köln würde ich zur Beschränkung auf bestimmte Stempelarten raten, zum Beispiel die Handstempel der einzelnen Postämter oder die Sonderstempel beim Hauptpostamt oder die Maschinenstempel des Bahnpostamts (gab es in Köln eins?) oder die Stempel aus dem Jahr neunzehnhundertschrecklich, sonst wird das uferlos.

    danke! Vielleicht wissen Sie wo kann man das im Katalog finden ? Bei Polen ? oder bei Deutschland 1.WK ?


    Polen, September 1919. Zweite Aushilfsausgabe für Posen (Poznań). 5 auf 2 Pf, Aufdruck durch Druckerei Kapela. Kopfstehender Aufdruck kommt vor, ist aber selten. Michel-Nummer 135. Dazu gehört noch eine 10 auf 7 1/2 Pfennig mit Aufdruck durch Druckerei Goldberg, Michel-Nummer 136. Zusammen sollen nur 20000 Sätze herausgegeben worden sein. Die Marken sollte man prüfen lassen.

    Die deutschen und italienischen Marken sind Massenware, die luxemburgischen sind auch nicht gerade Seltenheiten, gäben aber ein brauchbares Flohmarkttütchen für ein bis zwei Euro ab. Um den Tauschwert herauszufinden, hole dir einen Katalog aus einer guten Bibliothek, da kannst du zumindest Verhältnisse abschätzen. Der Handelswert liegt meist bei einem Bruchteil des Katalogwerts. Vollen Katalogwert erzielen nur Stücke von allererster Sahne, und die auch nicht immer. Unvollständige Sätze sind praktisch unverkäuflich.


    Bedenke: die meisten Briefmarken wurden in Auflagen von mehreren hunderttausend bis hunderten von Millionen Stück gedruckt.


    -jmh

    Absenderstempel in der Form von Kreisstempeln mit Sehnensegment oben gibt's auch, zum Beispiel findet man auf philastempel.de diesen:


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    -jmh

    ... Jetzt kann ich auch einen Beleg nachliefern, bei dem ebenfalls die Zusatzfrankatur nicht mehr vorhanden ist (wohl entfernt wurde):

    ...

    eine Ganzsache von Argentinien nach Narva (Estland, damals im Bestand des Russischen Reichs), die über St. Petersburg befördert wurde und dort durch die politische Zensur lief.

    ...

    Ist das ein Streifband für Drucksachen? Das scheint auch auf seine Weise ein Dokument der damaligen Umstände zu sein.


    Die zugeklebte Marke kann abgerissen worden sein, weil sie den Inhalt mit dem Streifband verband. Das wiederum kann der Empfänger getan haben oder auch der Zensor, weil er vielleicht die Zeitung selbst lesen wollte/musste oder unter der Marke eine versteckte Mitteilung vermutete.