Beiträge von jmh67

    ... Jetzt kann ich auch einen Beleg nachliefern, bei dem ebenfalls die Zusatzfrankatur nicht mehr vorhanden ist (wohl entfernt wurde):

    ...

    eine Ganzsache von Argentinien nach Narva (Estland, damals im Bestand des Russischen Reichs), die über St. Petersburg befördert wurde und dort durch die politische Zensur lief.

    ...

    Ist das ein Streifband für Drucksachen? Das scheint auch auf seine Weise ein Dokument der damaligen Umstände zu sein.


    Die zugeklebte Marke kann abgerissen worden sein, weil sie den Inhalt mit dem Streifband verband. Das wiederum kann der Empfänger getan haben oder auch der Zensor, weil er vielleicht die Zeitung selbst lesen wollte/musste oder unter der Marke eine versteckte Mitteilung vermutete.

    Bei der Postkarte im ersten Beitrag ist ja ziemlich deutlich, dass eine Briefmarke absichtlich entfernt wurde. Die fehlende Marke auf dem Luftpostbrief hingegen kann einfach abgefallen sein.


    Was bei diesem Brief aus Hawaii passiert ist, weiß ich freilich nicht. Die Gummireste könnten darauf deuten, dass die Zusatzfrankatur über dem Teekessel abgelöst wurde. Aber jedenfalls lässt sich der Laufweg immerhin teilweise nachvollziehen - schätze, das ist ein Beispiel im Sinne von northstar.



    -jmh

    Die Wasserzeichen sollten auch in einem anständigen Katalog abgebildet sein. Es handelt sich um die Buchstaben "U S P S", die über das Papier so verteilt sind, das im Durchschnitt jede Marke einen Buchstaben abbekommt. Natürlich nicht unbedingt zentriert. Die Buchstaben kommen doppellinig und einlinig vor, wobei gerade das einlinige Wasserzeichen oft schwer zu erkennen ist. Zur Geschichte siehe z. B.


    The History of Watermarks on U.S. Stamps 1895-1916


    Colnect ist ganz gut, wenn man nur ein paar Briefmarken nachschlagen will, Wasserzeichen werden da auch abgebildet, aber wenn man ein Sammelgebiet ernsthaft beackern will, finde ich einen gedruckten Katalog oft praktischer.


    -jmh

    "Stempel" und "Marke" wurde früher synonym gebraucht. Auf "gestempeltem Papier", das man für gewisse gebührenpflichtige amtliche Zwecke brauchte, konnte ein Gebührenstempel aufgedruckt oder aber eine Gebührenmarke aufgeklebt sein. Letztere wurde z. B. beim Drüberschreiben entwertet. Heute sprechen wir ja auch noch von einem Wertstempel auf Ganzsachen, auch wenn er wie eine Briefmarke aussieht.

    Filli : Das sind nun mal Versuche, man kann nicht erwarten, dass alles gleich auf Anhieb funktioniert.


    Allerdings finde ich, dass dem Betriebsversuch eine längere Labor- oder Werkstatterprobung hätte vorausgehen sollen, insbesondere bei den Fragen des Papiers (bzw. der Stanzungen), des Quittungsdrucks und der Dauereinsatzfestigkeit, aber auch der "Entwertung" bzw. der landesweiten Registrierung der QR-Codes. So hat man leider einen verfrühte Nachfrage unter Sammlern sowie unnötige Varianten erzeugt, was natürlich dem "Nepp" Vorschub leistet. Übrigens ist die Sicherheitsstanzung eigentlich unnötig, wenn die QR-Codes zur Verhinderung einer Wiederverwendung registriert werden.


    Die Quittungen werden ja anscheinend im Thermodruck hergestellt. Die Marken auch?

    Was ist eine "sehr hohe Prozentzahl"? Was ist eine "höhere Wahrscheinlichkeit"? Da gehört mal etwas Butter bei die Fische, und zwar in Form von Zahlen und Diagrammen, sonst sind diese vagen Angaben nutzlos. Dass man keine Laufzeit garantieren kann, ist freilich eine Binsenweisheit.


    Rein subjektiv muss ich allerdings bemerken, dass gewisse Relationen langsamer als andere erscheinen. So scheinen in den vergangenen zwei Jahren mehr als drei mal so viele Standard- oder Kompaktbriefe und Postkarten von Hannover nach Frankfurt am Main als E+1 zu brauchen als nach Berlin, wobei meine Stichproben natürlich viel zu klein für eine anständige Statistik sind. Muss mal den PRIO-Versand ausprobieren. Das Entgelt kann man doch sicher auch mit Briefmarken begleichen, wenn man die Sendung in der Agentur einliefert?


    Erstens: Glückwunsch!


    Zweitens: Zur Bewertung von Zählnummern kann ich nichts sagen, ich sammle sie nur als Kuriosität mit. In Deutschland (und darum geht es hier wohl) gab es bis vor einigen Jahren Zählnummern im Typendruck, seither im Tintenstrahldruck, und bei nassklebenden Marken sind diese tatsächlich auf den Gummi gedruckt. Bei selbstklebenden Marken von der Rolle stehen die Zählnummern auf dem Trägerpapier. Ist die Marke von letzterem abgezogen, dann ist nichts mehr zu löten.


    Mit etwas Glück bleibt beim Abweichen die Zählnummer bei gummierten Marken erhalten, ich habe ein paar solche Stücke. Allerdings muss man verflixt aufpassen beim Ablösen. Bloß nicht reiben! Vorsichtig Marke abziehen und gleich trocknen, Gummireste dranlassen. Eventuell hilft "stamp lifter", so eine Zauberflüssigkeit, die man rückseitig aufs Umschlagpapier tropft und die den Gummi "weich" macht, aber das habe ich noch nie probiert. Besser ist es, man hält bei dünnem Papier das Briefstück gegen das Licht, dann sieht man eventuell die Nummer, und dann kann man das Stück ganz aufheben. Bei den alten (im Typendruck) geht das leidlich, die Tintenstrahlnummern sind oft recht blass.


    -jmh

    Fluoride fluoreszieren nicht notwendigerweise. Die Ähnlichkeit der beiden Worte ist nur ein dummer linguistischer Zufall. Möglich ist aber, dass optische Aufheller in der Paste vorkommen.


    Wenn es denn wirklich so geht und kein Jux des Tages ist (Was für Kleber und Fluorid schmiert sich Filli eigentlich an die Finger?!), vermute ich, dass es wohl eher an den Tensiden in der Zahnpaste liegt. Die spanischen selbstklebenden Automatenmarken dürften solche Behandlung freilich auch übelnehmen, da der Thermodruck u. a. durch Wassereinwirkung zerstört wird, und Wasser ist ja auch in Zahnpaste drin.

    Ich hab' mal in meinem Album nachgesehen - da ist auf zwei Marken, von denen ich weiß, dass sie von verschiedenen Positionen im Bogen stammen, unter der Lupe bei Streiflicht nichts dergleichen zu erkennen. Vielleicht wirklich ein Feldmerkmal?

    Zu Hannover ein Tip: Am 31.3.von 9 bis 15 Uhr ist im Freizeitheim Vahrenwald wieder Briefmarkentreff, da könnte es sich lohnen hinzufahren und zu fragen. Da will ich übrigens auch mal vorbeischauen.


    -jmh

    Hallo Martin,


    ich habe nur wenige Marken aus den Kleinstaaten, und leider sind keine CEPT-Marken dabei. Aber vielleicht habe ich etwas für deine Jugendgruppe. Welche Motive sammeln die jungen Leute?


    Meine Spanien-Fehlliste findest du in meinem Profil unter "Pinwand".

    Das liegt einfach an den Präferenzen der Katalogredaktionen. Die einen katalogisieren die Marken in der Reihenfolge ihres Erscheinens, aber weil die Neuheitenmeldungen manchmal unregelmäßig sein können, wird bisweilen die Reihenfolge des Eingangs der Meldungen bevorzugt, und dritte warten vielleicht, bis eine Serie vollständig ist, und vergeben dann erst die Nummern. Und schon hast du drei verschiedene Nummernsysteme ...