Beiträge von narnia2009

    Es geht von meiner Seite weiter mit einem schönen Ortswerbestempel aus:


    "Königstein/Sächsische Schweiz"


    abgeschlagen am 20.06.1935.


    Abgebildet ist im unteren segment die Stadtkirche mit Gebäuden. Im oberen Segment die Festung Königstein, in der der Legende nach das "weiße Gold" von Johann Friedrich Böttger (vermutlich 4. Februar 1682 in Schleiz; † 13. März 1719 in Dresden) hergestellt wurde. August der Starke von Sachsen ließ ihn in der Festung quasi in haftieren, damit das Geheimnis der Herstellung des Meissener Porzellans - welches daraus hervorging - nicht gefährdet und verbreitet wurde. Böttger durfte die Festung nur unter strengsten Sicherheitsbedingungen und unter Geleitschutz verlassen.


    und noch ein Ortswerbestempel:


    "Erbach /Luftkurort /weltberühmte Sammlungen"


    Abgeschlagen am 8.4. 1937. Dargestellt ist vermutlich der Schlossturm.

    Mit "Weltberühmte Sammlungen" sind offenbar (noch zwei heute erhaltene) Sammlungen gemeint:


    - Die Schätze des Sammlers und Altertumsliebhabers Graf Franz I. zu Erbach-Erbach. Die Sammlung besteht aus einer Antiken- und Mittelaltersammlung sowie einer beeindruckenden natur- und jagdkundlichen Dokumentation


    - und es gibt das DEUTSCHE ELFENBEINMUSEUM auf über 450m²








    "Deutscher Alpenpreis 1942"


    Mit Sonderstempel aus München Riem vom 19.7.1942.


    Abgebildet ist ein Pferdekopf. Der Alpenpreis wurde als Preis im Rahmen vom Rennen um das Braune Band verliehen.


    (...)Der Deutsche Alpenpreis war eine Disziplin, dieals Jagdrennen gelaufen wurde. 1937 war er mit 30.000 Reichsmark und ab 1938 mit 50.000 Reichsmark dotiert. Der Alpenpreis war damit das höchstdotierte Jagdrennen in Deutschland und in der Dotierung teilweise dem 'Großer Preis von Baden' ebenbürtig. Teilweise war das Rennen Amateurrennreitern und Offizieren vorbehalten. (...) wikipedia.de


    Jetzt habe ich euch schon Hoffnungen gemacht habe aber trotzdem gerade noch einige schöne Ortswerbestempel, die ich unbedingt zeigen will und habe jetzt gerade noch ne ruhige Minute. Also:


    "Die Stadt des Stolper Jungchen"


    Stempel vom 26.03.1937 aus Stolp Pommern. Stolp (polnisch Slupsk) st eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Pommern.


    Abgebildet ist ein Junge der über die Stadtmauer steigt.


    (...)Bis zum Zweiten Weltkrieg war Stolp Garnisonsstandort und eine gewerbereiche Stadt mit einer bedeutenden Möbelindustrie, Bernsteinverarbeitung, Maschinenfabriken und Stickereien.

    Über die pommerschen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Stolp unter anderem auch durch den dort seit dem 21. August 1921 in der Käserei des süddeutschen Fabrikanten Heinrich Reimund hergestellten Camembert Stolper Jungchen. Dieser Weichkäse wird heute wieder in dem 25 km von Słupsk entfernten Ort Zielin (dt. Sellin) produziert.


    Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte der Hersteller Karl Wilhelms das Rezept in die Molkerei Bergen auf der Insel Rügen mit. Der geschützte Name Stolper Jungchen ließ einen neuen Namen notwendig werden, sodass in der ehemaligen DDR der ,,Brie aus Bergen" fortan als Rügener Badejunge verkauft wurde.1994 wurde die nach der Wende eingestellte Produktion der Käsemarke durch die Firma Rotkäppchen Peter Jülich GmbH erworben und wieder aufgenommen.(...)wikipedia.de

    Diese Information nur am Rande :)


    Zum Vergleich habe ich ein besseres Exemplar mit einem Abschlag eines bereits etwas abgenutzten Stempelgeräts) vom 20.10.1937 aus philastempel.de kopiert.

    so das wars jetzt erstmal von mir. Wiereres Material folgt, sobald es die Zeit erlaubt. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, Kommentare zu schreiben, Ergänzungen und/oder Korrekturen.


    Für viele mag es vielleicht zu trivial sein, sich mit Stempeln aus dem Deutschen Reich zu beschäftigen aber ich finde das Thema interessant, wir sind darüber hinaus alles erwachsene Menschen die auch zu dieser Vergangenheit stehen können (entsprechende Konterfeis und Motive gehören nun einmal dazu).


    Mein Beitrag soll insbesondere ein kleiner historischer Abriss sein unterlegt mit einigen Exponaten. Wenn der ein oder andere ebenfalls interessante Stempel hat und zeigen möchte- Her damit !


    Gruß


    Wolfgang

    und weiter gehts diesmal wieder mit einem Sonderstempel :D


    "Tag der nationalen Solidarität /Gau Sachsen"


    Abgestempelt in Dresden am 4.12.1937 auf W 132 (Zusammendruck aus Markenheftchen)


    (...) Als Tag der Nationalen Solidarität bezeichneten die deutschen Nationalsozialisten einen jährlich wiederkehrenden Sammeltag zum Auftakt des „Winterhilfswerk des Deutschen Volkes“, bei dem

    prominente Parteifunktionäre und Künstler mit der Sammelbüchse um Geldspenden warben.


    Am 11. Oktober 1934 rief Adolf Hitler mit einer Rede in der Krolloper (Gebäude in der Nähe des Brandenburger Tores, am heutigen Berliner Platz der Republik) zur Spendensammlung beim zweiten

    „Winterhilfswerk des Deutschen Volkes“ auf.


    Der Begriff „Nationale Solidarität“ wird Joseph Goebbels zugeschrieben und wurde von Adolf Hitler in der Eröffnungsrede am 13. September 1933 verwendet. Er sollte in propagandistischer Absicht den „im Bewusstsein der Arbeiter verankerten Slogan internationale Solidarität“ verdrängen.


    (...) wikipedia.de


    "Radebeul / Karl May Museum"


    Ortswerbestempel vom 15.1.1939 auf 5 und 6 PF aus Markenheftchen 111B.


    Dargestellt sind vermutlich Winnetou und Old Shatterhand zu Pferd



    (...)Die Ausstellung in Karl Mays einstigem Wohnhaus, der „Villa Shatterhand“, widmet sich dem Lebensweg des Abenteuerschriftstellers, seinen Fantasien und Romanhelden. Der Empfangssalon, das Arbeitszimmer und die Bibliothek lassen sich noch heute in ihrem ursprünglichen Zustand besichtigen. Eindrucksvoll ist vor allem der Empfangssalon, welcher mit Original-Gemälden von Sascha Schneider dekoriert ist. Ein besonderer Blickfang sind sicher auch Winnetous Silberbüchse und Old Shatterhands Henrystutzen, welche sich Karl May eigens nach seiner Vorstellung anfertigen ließ.

    Der zweite Teil der Ausstellung befindet sich in dem Wild-West-Blockhaus „Villa Bärenfett“. Seit 1928 beherbergt sie eine faszinierende Sammlung über die Indianer Nordamerikas und gibt einen authentischen Einblick in die einstige Lebenswelt und Handwerkskunst der nordamerikanischen Ureinwohner. (...)http://www.radebeul.de/museen

    "Reichsgartenschau Stuttgart"


    Am 22. April 1939 wurde die Reichsgartenschau im Stile der für die Zeit des Nationalsozialismus üblichen Propaganda mit großem Pomp und viel Pathos eröffnet. Mit 4,5 Millionen Besuchern innerhalb von vier Monaten stellte sie sich als Besuchermagnet heraus und übertraf die in sie gesetzten Erwartungen erheblich.

    Sie endete am 2. September 1939 aufgrund der „gegenwärtigen Umstände“, obwohl sie bis Ende Oktober des Jahres hätte geöffnet sein sollen.


    Dargestellt ist ein in der Erde steckende Spaten mit Sonnenhut danebenist das Stadtwappen Stuttgarts abgebildet.


    Abgestempelt am 4. August 1939 auf der zum Anlass ausgegebenen 692.

    "Neumarkt - St. Veit Eingangspfort zum Rottal"


    -auf 854 Stempel vom 10.8.1943

    Wikipedia:

    (...) (bis 1934 Neumarkt an der Rott) ist eine historische Stadt an der Rott im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.(...)


    abgebildet ist vermutlich das Stadttor, genannt "Unteres Tor" ehemals auch Pflasterzollstelle. Erbaut 1542. Im Hintergrund der Ansicht rechts sieht man die katholische Pfarrkirche St. Baptist erbaut in der zweiten Hälfte des 15 Jhdts.


    Vergleich mit kompletter Abbildung des Abschlages kopiert aus Stempeldatenbank stampsx.com