Bayern 3 Kreuzer rot 1862

  • Hallo asmodeus!


    Die Karte hätte schön in den - bunt ist schön-thread gepasst, aber egal, eine nette Zusammenstellung !


    3 Stempel davon könnte ich sogar noch für meine Sammlung brauchen - falls du dich (auch teilweise) davon trennen willst ;) - gib mir per pn bescheid.


    Schöne Grüße vom
    bayernfarbenvielfaltverrückten


    Bayern-Nerv

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein - denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)

  • Hallo asmodeus!


    3 Kr. blau Pl. 2 Stempel 195, 6 kr. braun 4 II Stempel 131, 9 Kr. grün Typ 3 Stempel 398 (die Stempel habe ich zwar schon, aber auf diesen Marken noch nicht.)


    Schöne Grüße vom
    bayernfarbenvielfaltverrückten


    Bayern-Nerv

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein - denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)

  • Hallo kreuzer,


    die Entwertung stammt von "Speyer" und ist postalisch (blaue Tinte der pfälzischen Bahnpost in den späten 60er Jahren). Nicht häufig.


    Eine Zurodnung zum rechten Rand kann ich bei deinen Stücken nicht feststellen. Da brauchen wir sicher ein paar mehr. Auch dann wäre es nicht ungewöhnlich, wenn das Stöckel "gewandert" wäre.


    Aber es sich schön und gut, wenn du dich des Themas befleissigst.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo bayern klassisch!


    Danke für die Information. Dann handelt es sich also doch um eine postalische Verwendung.


    Werde auf jeden Fall meine Augen offen halten und schauen, ob ich noch mehr über die "9 II" herausfinden kann.



    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo kreuzer,


    ich habe bei meinen roten Dreiern dieses schöne Stück gefunden. :P
    Damit, denke ich, hast du Recht, dass die "9II" vom rechten Bogenrand stammt.
    Außer das Stöckel wanderte. Wäre auch interessant das nachzuweisen.


    Man sieht auch bei allen Stücken mehr oder weniger deutlich den Punkt über DREI.
    Daher stammen wohl alle 4 Marken von einem bearbeiteten Stöckel.


    Jetzt musst du nur noch die Michelredaktion davon überzeugen diese Marke „9II“ zu nennen. Vorher würde ich aber alle Stücke bei ebay aufkaufen… ;)



    Viele Grüße
    Sepp

  • Hallo Sepp!


    Ein schönes Stück hast Du da!


    Der Punkt über drei ist mir auch schon aufgefallen.
    Bislang ist das Vergleichsmaterial leider noch zu wenig, um zu klären, ob das Stöckel gewandert ist oder nicht. Aber augenscheinlich spricht momentan doch etwas dafür, dass es zumindest überwiegend am rechten Bogenrand verwendet wurde.


    Leider sind die Marken sehr dünn gesät, so dass das mit dem Aufkaufen nicht so leicht werden dürfte ;). Bei der jetzigen Entdeckungsgeschwindigkeit müsste ich schon noch einige Jahrzehnte kaufen :D


    Aber jetzt mal im Ernst: Mir geht es nicht um Profit in irgendeiner Art, sondern um den Spaß an der Sache, mich mit der seltenen Marke zu beschäftigen. Bin eigentlich ganz froh, dass die Michel-Redaktion die Marke noch nicht als 9 II entdeckt hat und Sem sie auch nur mit 25€ Aufschlag bewertet. So achtet auch fast niemend darauf. Anderenfalls dürfte es schwer werden, weitere Vergleichsstücke an Land zu ziehen und vor allem zu Preisen, die ich mir noch leisten kann.



    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo zusammen!


    Den Punkt über 3 kann ich auch bestätigen, aber Seitenrand bei mir leider negativ. - Stimme euch beiden zu, daß die " Jagd" nach diesen Exemplaren sehr interessant sein wird und sicherlich nicht viele Stücke davon auftauchen werden.


    Schöne Grüße und schönen Sonntag noch
    vom bayernfarbenvielfaltverrückten


    Bayern-Nerv

  • Hallo 10P!


    Da werden es ja immer mehr! Auch bei Deiner Marke ist der weiße Punkt über drei zu erkennen. Aber auch hier wieder kein Hinweis auf den Bogenrand. Wäre mal interessant, ein paar komplette Bogen zu sehen...


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo kreuzer,


    man darf nicht glauben, dass jeder Bogen von 1862 bis 1866 auf (mindestens) einem Feld eine "9II" hatte. Wäre das der Fall, hätte jeder Sammler Hunderte von Marken oder Belegen.


    Vermutlich wurde nur eine oder wurden vlt. 2 Teilauflagen mit diesem/diesen Stöckel/Stöckeln gedruckt.


    Die Marke ist m. E. fast so selten wie die 3II oder sog. 8II. Von daher ist es erstaunlich, dass hier gleich mehrere gezeigt werden können.


    Eine katalogmässige Annäherung könnten diese Stücke sicher erfahren, aber in die Nähe einer 3II oder sog. 8II werden sie nicht kommen, weil der Hintergrund dazu fehlt.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo bayern klassisch!


    Bin auch nur von einer Teilauflage ausgegangen. Anfangs dachte ich, dass es sich tatsächlich nur um eine einzige Teilauflage handelte, da alle Marken den gleichen markanten Farbton hatten. Meine neueste spricht allerdings dafür, dass es wohl zumindest 2 Teilauflagen gegeben hat.


    Ist jetzt alles zwar momentan Kaffeesatzleserei, aber vielleicht tauchen ja ein paar Stücke auf, mit denen sich der Verwendungszeitraum eingrenzen lässt und sich so eine Zuordnung im Bogen rekonstruieren lässt. Keine Ahnung, ob das so einfach funktioniert, wie ich mir das vorstelle.


    War ebenfalls erstaunt, wie viele hier im Forum eine solche Marke zeigen können. Spricht doch für die Qualität und das Niveau, auf dem hier gesammelt wird!


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo Zusammen,


    so wie es jetzt aussieht gibt es die Marke in den Farben a und b... Evt. aber auch in der Farbe c ?
    Und falls es mehrere Marken mit stumpfen/abgeschrägten Ecken der Nr. 9 in den Druckplatten gegeben hat, dann könnte auch der Typ 1 bzw. Typ 2 jeweils vorkommen...- richtig ?
    Vielleicht lässt sich somit die Druckzeit überhaupt nicht eingrenzen.


    Grüße 10P

  • Hallo zusammen!


    Wollte euch noch eben 2 Exemplare zeigen, wo jeweils links oben die Ecke nur minimal stumpf ist, die restlichen 3 Ecken sind stumpf - wie soll ich die denn jetzt einordnen - bitte mal eure Meinungen dazu, danke ! ?( ?( ?(


    Schöne Grüße


    Bayern-Nerv

  • Hallo Bayern-Nerv!


    Ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen, haben für mich die zuletzt gezeigten Marken nur 3 abgeschrägte Ecken. Glaube, dass die vierte Ecke nur druckbedingt gerundet erscheint.


    Vielleicht ist aber bei diesem Stöckel irgendwann auch die vierte Ecke "eingepasst" worden, so dass es gewissermaßen Vorstufe für die gesuchten Marken war.


    Wir hatten, glaube ich, schon mal über die abgeschägten Ecken bei der Ausgabe 1862 diskutiert. Ergebnis war damals, soweit ich mich erinnern kann, dass bis zu drei abgeschrägte Ecken durchaus vorkommen, aber nur bei der Nr. 9 auch zumindest bei einem Stöckel alle vier Ecken eingepasst wurden.


    Viele Grüße


    kreuzer

  • 10P: Das Stöckel wurde jedenfalls nachträglich bearbeitet und war nicht von Anfang an so. Die Ecken wurden mit Hammerschlägen gebrochen, um das Stöckel wieder einsetzen zu können. Deshalb müsste sich ein Zeitpunkt bestimmen lassen, ab wann dies der Fall war.


    Es gibt zwar, wie von Dir in die Diskussion eingebracht, die Möglichkeit, dass mehrere Stöckel bearbeitet wurden, was die Bestimmung erschweren würde. Allerdings lassen sich alle bislang gezeigten Marken mit ziemlicher Sicherheit einem einzigen Stöckel zuordnen. Bislang sind deshalb auch alle Marken im Plattentyp 1.


    Die Farben wurden damals per Hand angemischt. Deshalb traten auch diese Farbunterschiede auf. Wenn die Farbe nicht richtig verrührt wurde, konnte es sogar auf einem einzigen Bogen verschiedene Farbnuancen geben.Auch war es unmöglich, die gleiche Farbe beim nächsten Druckvorgang exakt wieder so anzurühren. Gemischt wurde die Farbe überspitzt formuliert nach dem Motto "Hauptsache rot". Deshalb ist auch die Farbunterscheidung für die Eingrenzung nicht sonderlich hilfreich.



    Viele Grüße


    kreuzer

  • Zitat

    Original von kreuzer
    10P: Das Stöckel wurde jedenfalls nachträglich bearbeitet und war nicht von Anfang an so. Die Ecken wurden mit Hammerschlägen gebrochen, um das Stöckel wieder einsetzen zu können. Deshalb müsste sich ein Zeitpunkt bestimmen lassen, ab wann dies der Fall war.
    ...


    Viele Grüße


    kreuzer


    Hallo kreuzer,


    alles richtig!
    Und da es sich um ein mit Brachialgewalt manuell eingepasstes Stöckel der selben "Serie" wie alle anderen handelt, habe ich (persönlich) ein Problem, dies als "9II" einzustufen.
    Dies suggeriert eine andere Platte, wie es bei bei 3I vs 3II wirklich der Fall ist, wo es sich tatsächlich um Stöckel einer neu hergestellten Platte handelt.
    Bei der MiNr 9 mit 4 schrägen Ecken ist dies aber "nur" ein Sondertyp, zugegebenermassen interessant - und ich besitze auch keine! - aber nicht auf Augenhöhe mit dem 3I/II-Phänomen.
    Ist vielleicht nomenklaturische Spitzfindigkeit, lag mir aber am Herzen...


    Und hoffentlich sind wir jetzt nicht wieder reif für die 8I/II-Diskussion, wo die Hypothese, dass 8II "ausgetauschte" 3I-Stöckel seien, von vorne beginnt...

  • @ mikrokern: "9 II" ist im Prinzip nur so etwas wie ein "Arbeitstitel", der sich irgendwann weiter oben in diesem Thread eingeschlichen hat, einfach um einen Hinweis auf die veränderten Ecken zu haben. Es war kein Hintergedanke dabei, die Marke unter dieser Bezeichnung in einen Katalog zu bringen oder eine Diskussion a la 8 II hervorzurufen (wo sich ja bekanntlich die Geister scheiden...). Also wie gesagt, von der Sache her sind wir da denke ich schon der gleichen Meinung. Deshalb habe ich auch immer versucht die Bezeichnung in Anführungszeichen zu setzen (wenn ich dies nicht gerade vergessen habe), einfach um nicht immer Schreiben zu müssen Nr. 9 mit vier abgeschrägten Ecken.


    @ stamp-man: Hier ging es gerade um die Marke mit vier abgeschrägten Ecken (weiter oben wurden ein paar gezeigt). Diese ist ziemlich selten. Bei den Marken sind die Stempel prinzipiell von der Bewertung her auch interessant, sofern sie deutlich abgeschlagen sind und nicht sehr häufig. Sind die Stempel oft anzutreffen, spielen sie bei der Bewertung einer Marke eher keine Rolle, es sei denn sie sind wirklich sehr gut und zentrisch abgeschlagen. Bei der Nr. 9, die Du im Bewertungsthread eingestellt hast, ist der Stempel leider kaum bis gar nicht lesbar und somit auch nicht bewertbar.



    Viele Grüße


    kreuzer

  • Die Behauptung, daß Stöckel mit Brachialgewalt eingepaßt wurden ist durch nichts bewiesen und erscheint äußerst fragwürdig, da bei einem solchen Vorgang wohl kaum die Stöckelecken berührt worden wären. Insofern steht die gesamte Diskussion auf äußerst wackeligen Füßen.