Bayr. Postscheine und Co.

  • Hallo Luitpold


    Herzlichen Dank für deine Antwort. :)


    So bekommt auch ein Schein mehr Wert als die reinen pekuniären Ausgaben. ;)


    Freut mich immer :)


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo,
    heute möchte ich mich wieder einmal im Forum zu wort melden. Leider aber nur mit Fragen.
    Ich bin gerade dabei einem Mitglied aus unserem Verein beim aufbereiten seiner Sammlung zu helfen und komme nicht direkt weiter.
    Wir haben hier 2 Postscheine auszettlitz.
    Der 1. Schein ist über ein rekommandiertes Schreiben an einen Advokaten in Kulmbach vom 17. (???) 1823. Vorderseitig links unten ein Gebührenvermerk 10 Kreuzer für Porto und 4 kreuzer Scheingebühr? Auf der Rückseite ein handschriftlicher Vermerk 15 kreuzer Postporto und Bothenlohn sind mir richtig bezahlt wurden. Weimain am 17. Nov. 1823 (unterschrift) das heißt das der Bote für die Überbringung des Schreibens zur Postanstalt in Zettlitz 1Kreuzer bekam? Rechts oben auf dem Schein die Einschreibnummer?
    Der 2. Schein ist über ein Paket andie königl. Staats Schulden Tilgungs Spezial Kassa in Bamberg mit dem Inhalt baares Geld im Gewicht von 24 Pfund und 24 Loth. Der Wert beträgt 1.000 Gulden.
    Zettlitz den 21(4). August 1842
    Den unteren Satz können wir leider nicht komplett entziffern:
    ..............solche große Sendung, nicht mehr in Papier versendet werden. ??
    Interessant ist weiterhin, das kein Porto und keine Scheingebühr bezahlt wurde!?
    Vielen Dank für euere Mithilfe.
    Beste Grüße
    Roda127

  • Hallo Roda127,


    ich meine, dass du beim ersten Schein alles richtig siehst. Das Datum ist der 17. 9ber (= November 1823).


    Den gesuchten Satz auf dem zweiten Schein deute ich so: "Fernerhin können solche gewiße (?) Sendungen nicht mehr in Papier versendet werden ...“
    Das bezieht sich wohl darauf, dass die Verpackung für den Versand einer so hohen Geldsumme (dem Gewicht nach offensichtlich vor allem in Münzen) nicht geeignet war bzw. den Vorschriften nicht entsprach.


    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • Hallo Erdinger,


    danke für Deine Antwort. Wenn man weiß was gemeint ist dann ist es auch lesbar (9ber = November).
    Beim 2. Schein ergibt das Ganze durch das erste Wort mit Fernerhin nun auch einen Sinn wegen der Verpackung.
    Aber warum sind keine Gebühren auf dem Schein vermerkt? Eventuell weil der Absender eine Behörde oder so war?
    Beste Grüße
    Roda127

    suche immer Belege von Roda / Stadtroda für meine Heimatsammlung

  • Hallo Roda127,


    statt einer Addition steht bei "Summa" ebenfalls ein Strich. Das kommt vergleichsweise selten vor und heißt tatsächlich, dass für diese Sendung nicht nur kein Franco, sondern auch keine Scheingebühr fällig wurde.


    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • Hallo,


    da der Empfänger der 1000 Gulden die Königliche Staats Schulden Tilgungs Special Cassa war, ist davon auszugehen, dass es auch Staatsgelder waren, die hier eingesammelt worden waren.


    War der Absender jemand mit persönlicher Postportofreiheit, so war diese unbeschränkt, wenn es sich um einen Fahrpostgegenstand handelte.


    Die Chargégebühr wurde dann auch nicht fällig.


    Schön wäre es, wenn wir wüssten, wer der Absender war.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch ()

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Beleg möchte ich zeigen:
    Retour-Recepisse zurück aus Rennertshausen
    (Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach /
    Reichspostgebiet) nach Neustadt a.d. Saale
    (Bayern) vom 24.7.1876. Aufbrauch der
    "Retour-Recepisse für Fahrpostsendungen"
    Bayern Kreuzerzeit.



    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Guten Morgen ! :)


    folgenden Aufagbeschein der "Königl. bayer. Expedition fahrender Posten" aus Göllheim vom 11. May 1867 möchte ich Euch gerne zeigen, weil er wohl aufgrund seiner Beträge doch arg aus dem Rahmen fällt... :)


    Ein Paket mit einem Gewicht von 3 8/10 Loth an die Filialbank in Ludwigshafen - Inhalt:


    Eine Schuldschein über 15.825 Gulden !!


    Der Absender mußte dafür sage und schreibe 3 Gulden 4 Kreuzer Franco und 3 Kreuzer Scheingebühr löhnen !


    Bei der Berechnung des Franco komme ich allerdings ins Schleudern:


    1. Es ist eine Fahrpostsendung und keine Briefpost-Sendung. (siehe Schein - ab 1.8.65 hätten Sendungen unter 15 Loth als Briefpost befördert werden können)


    2. Gesamtgebühr setzt sich aus Gewichtsporto und Wertporto zusammen.


    Gewichtsporto (3 8/10 Loth) bis 8 Meilen = 7 Kreuzer
    Wertporto bis 12 Meilen und bis 87,5 fl. 2 Kreuzer + 87,5 bis 175 fl. 4 Kreuzer + 356 Kreuzer (15.825 - 87,5 - 175 = 15.562,50 fl. / 175 = 88,93 x 4 Kreuzer = aufgerundet 356 Kreuzer) = 362 Kreuzer


    Zusammen also 369 Kreuzer = 6 Gulden 9 Kreuzer


    Auf dem Schein sind jedoch 3 Gulden 4 Kreuzer vermerkt, interessanterweise nur die Hälfte des oben errechneten Betrages.
    Wo liegt der Fehler ? ?(


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Hallo Schorsch


    im DÖPV wären für die ersten 1750 Gulden die volle Werttaxe und danach nur noch die Hälfte angefallen.
    Eventuell gab es in der Bayerischen Taxverordnung auch eine Rabattierung?


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel