Briefmarken selber drucken

  • Online-Frankieren demnächst auch für Privatkunden möglich


    Die Schweizerische Post wird das Online-Frankieren bald auch Privaten zugänglich machen. Übers Internet können digitale Briefmarken ohne Aufpreis rund um die Uhr und gemäss eigenen Gestaltungsideen kreiert und ausgedruckt werden. Der digitale Poststempel folgt später.


    S. B. Seit es in der Schweiz landesweit einheitliche Briefmarken gibt, seit mehr als 155 Jahren, ist die Gestaltung dieser kleinen Bildchen eine Aufgabe von höchster politischer und kultureller Bedeutung und Resultat eines komplizierten Prozesses. Der thematische Rahmen wurde jeweils von der Post vorgegeben. Es galt die nationale Befindlichkeit zu reflektieren und Symbole nationaler Identität zu definieren. Immer wieder die Berge, Armbrustschützen, Trachtenmädchen, im Ersten Weltkrieg Soldaten, später Wissenschafter, Künstler, Staatsmänner, 1945 - von Helvetia und den namenlosen Trachtenmädchen abgesehen - erstmals eine Frau, in jüngster Vergangenheit auch kontroverse Themen wie die Stop- Aids-Kampagne. Um die Themen grafisch umzusetzen, wurden bekannte Schweizer Künstler zu einem Wettbewerb eingeladen. Die Jury wurde durch hochrangige Postbeamte, Druckfachleute und Kunstkritiker der Eidgenössischen Kunstkommission gebildet, das letzte Wort blieb dem zuständigen Bundesrat oder manchmal auch dem Gesamtbundesrat vorbehalten. Das war einmal.



    Jedem seine Briefmarken-Schweiz


    Ab dem 11. April kann jeder Postkunde seine Briefmarken selber gestalten und auf dem heimischen Drucker ausdrucken. Farbstichige Kleinkinder mit Ketchup, verwackelte Ferienliebschaften auf einer Harley-Davidson - jeder ein Künstler, jedem seine eigene Schweiz. Wer will, kann auf Bildchen aber auch verzichten. Was zählt, was ein beliebiges Stück Papier zu einem von der Post akzeptierten Wertzeichen macht, ist der Matrixcode. Dieser zweidimensionale Strichcode speichert in einem Schachbrettmuster von knapp zwei mal zwei Zentimetern ein paar Dutzend Bytes. Diese enthalten Informationen über Absender und Zielort eines Briefes.


    Und was passiert, wenn das Papier mit den Briefmarken im Drucker stecken bleibt, zerknittert, zerreisst? Dann wirft man es fort und druckt die Marken nochmals aus. Und was ist, wenn - beispielsweise durch einen Regentropfen - Teile der ausgedruckten Marke beschädigt werden? Weil die Daten im Schachbrettmuster redundant aufbewahrt werden, kann der Inhalt von unleserlichen Stellen rekonstruiert werden.


    Und was geschieht, wenn man von einer Marke viele Kopien anfertigt und zum Preis eines einzigen Briefes eine ganze Massensendung frankiert? Dann kommt nur der erste Brief ans Ziel, denn die Post ist gemäss eigenen Angaben in der Lage, Briefmarken, die bereits verwendet wurden, zuverlässig zu erkennen. Wo in anderen Ländern ebenfalls schon digitale Marken angeboten werden, müssen diese aus Sicherheitsgründen innert weniger Tage abgeschickt werden. Weil die Schweizer Post jeden einzelnen Brief, der ihr zum Transport übergeben wird, elektronisch erfasst, kann sie es zulassen, dass die digitalen Marken wie herkömmliche verwendet werden und unter Umständen auch Wochen oder Monate aufbewahrt werden. Das sei eine Weltneuheit, heisst es bei der Post.



    Digitaler Poststempel


    Die digitale Briefmarke für Private wird bei der Post Webstamp Private genannt. Ein entsprechendes Produkt für kleine und mittlere Unternehmen gibt es unter dem Namen Webstamp bereits seit dem 15. Februar 2005. Die Nutzung dieses Produkts kostet pro Jahr 90 Franken und setzt die Installation von Windows-Software voraus. Webstamp Private dagegen läuft auf jedem Rechner, der mit dem Internet verbunden und mit einem Web-Browser ausgestattet ist. Bezahlt werden müssen nur die normalen Portokosten.


    Webstamp ist Bestandteil der Postmail-Website, deren Funktionsumfang kontinuierlich ausgebaut wird. Bereits werden dort Gratis-E-Mail geboten und die Möglichkeit, Internet-basiert ein Adressverzeichnis, eine Link-Sammlung, einen Kalender oder ein Fotoalbum anzulegen. Diese Datensammlungen können rund um die Welt und auch von mehreren Leuten gemeinsam genutzt werden. Der Seitenaufbau ist zwar oft etwas zähflüssig und der Datenabgleich mit den Kalender- Desktop-Programmen von Microsoft etwas holprig, trotzdem dürften die Postmail-Dienstleistungen einem Bedürfnis entsprechen. Bald will die Post nicht nur digitale Briefmarken, sondern auch noch einen digitalen Poststempel anbieten. Dank digitalen Signaturen wird es möglich sein, E-Mails «eingeschrieben» zu verschicken. Es lässt sich so beweisen, dass eine E-Mail von einer bestimmten Person an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit abgeschickt wurde und dass die Daten unterwegs nicht verändert und von Dritten nicht eingesehen wurden.



    Quelle / Artikel:

  • Naja


    Das wird das Ende der Briefmarke an sich einläuten.


    Dann dürfen wir alle zusammen einzelstücken Nachjagen und hoffen sie zu kriegen.
    Das sowas früher oder später mal kommen wird war abzusehen.
    Dadurch wird das Sammeln von Briefmarken (als Hobby gesehen) nach und nach uninteressanter) . Wer will schon für ein verwackeltes Urlaubsfoto als Marke bei einer auktion mehr als 5.000 Euro Zahlen nur weil es einzigartig ist oder war ? (Übertreiben mal dargestellt).
    Dann bleibt keinem anderen die Wahl als sich dann auf die alten Werte zu stürzen ,viel Geld auf den Tisch zu legen und hoffen seine Sammlung zu komplettieren(falls schon vorhanden). Für Neueinstiger (Mein Vater ist ja Millionär) sicherlich nicht einfach.


    Damit hat der Sammlereiz für das Land CH bei mir keine Chance mehr.

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .