Zähnung von Hradschin

  • Hallo Nugget100


    ich konnte im anderen Thred nicht mehr antworten, weil er geschlossen wurde, für mich verständlich.


    Du hast da Bilder von verschiedenen Hradschin-Marken eingestellt. Bist Du sicher. das die alle gezähnt sind?


    Im Michel steht z.B. folgender Text:


    Verschiedene Postämter haben diese Marken auch durchstochen ausgegeben, auch teilweise Zähnung und Nadeldurchstich bekannt; gleichenfalls verschiedene Papiersorten.


    Für mich sehen die nach durchstochen aus, da kannst Du keine Zähnung messen.


    Gruss
    Afredolino

    Beginn den Tag mit einem lächeln und du hast ihn schon gewonnen

  • Hallo Afredolino


    Sofern ich recherchieren konnte ,gibts keine "Diamantenzähnung" bei Hradschin Marken da dies Technisch (zu der Zeit) nocht möglich war.
    Es konte auch nur so erklärt werden das jemand den Bogenposten Mehrfach durch den Perforator gejagt hat.Die Technischen Mittel waren ja auch damals ziehmlich begrenzt. Dadurch kamen die "verfranzten" Marken zustande. Durchstockene Werte sehen anders aus da ich bei einem Kollegen einige Stücke besichtigen konnte (er ist spezialisierter als ich im Bereich Hradschin).


    Bezogen auf Nadeldurchstich sieht dies auch anders aus als die Perforation die diese Marken haben.


    Gruß


    Nugget.



    PS:
    Die Marken sind schon längst auf dem Weg zur Mülldeponie (Bezogen auf das Foto was du gesehen hast) .

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

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  • Hallo Nugget100,


    da muss ich Dir jetzt aber widersprechen, der Durchstich war damals durchaus machbar.


    1847 bot Henry Archer der brit. Post eine Erfindung an, durch welche die Trennung der Marken aus dem Schalterbogen ohne Zuhilfenahme einer Schere ermöglicht werden sollte. Es war eine mit winzigen Messerchen besetzte Walze, die das Papier in kurzen Abständen zwischen den Markenreihen einschnitt. Dabei handelt es sich um Durchstich.
    Archers Erfindung wurde in der Presse ausführlich kommentiert, was Firmen mit grossem Postaufkommen veranlasste, z.B. durch Abrollen von sog. Schneiderrädchen Privatdurchstiche herzustellen.
    Marken dieser Art sind gestempelt bekannt und ausserordentlich wertvoll (auf Ganzbrief oder Briefstück).


    Deine Hradschin-Marken gibt es aber erst seit 1918, da war der Durchstich also schon längst bekannt und machbar.
    Soviel zu Deinen recherchen. ;)
    Sieh mal hier:



    Gruss
    Afredolino

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  • Hallo Alfredolino


    Leider kanntest du nicht die damalige Zeit in der CSSR ( Regional Bezogen) . Jedenfalls bestätigte mir auch meine Informationen ein Tscheche der bis vor Wenigen Jahren in der Tschechischen "Post" ( eines von vielen) gerarbeitet hat.Ist mittlerweile Rentner ( nach über 45 Jahren Dienst ,auch irgendwie Logisch *grins*). Jedenfalls kannte er aus deiner Zeit (Anfängen) sogar noch die Druckmaschinen auf denen die Hradschin Marken gedruckt wurden. Leute wie z.B. Alfons Mucha sind ihm auch noch bekannt. Dies Bestätigte mir auch diese Person die in der CSSR "Post" tätig war (nochmals erwähnt) . In seinem früheren Beruf war er dirket an den Druckmaschinen tätig ,bis er aus gesundheitlichen gründen (allergie gegen bestimmte Farben bzw. Farbbestandteilen) im "Innendienst" bis zur Rente seine Arbeit verrichtete.
    Solche Leute wissen es devinitv besser als wir beide Lieber Afredolino.
    Bitte beachte das wir aus einer Zeit reden aus dem ein Teil der K und K Monarchie (Österreich /Ungarn) dann das Land CSSR entstand !.
    Ich streite es ja nicht ab das es früher sowas schon gab ,keine Frage .Nur im Bereich CSSR ist sowas nicht zu dieser Zeit ( 1919/1920) möglich gewesen.

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  • Hallo Nugget100,


    hast Du einen Michel Ost zur Hand? Ich habe die Ausgabe 2004/2005.
    Da steht unter fast allen Hradschin-Marken fast immer derselbe Text:


    Zahlreiche Private Zähnungen bekannt oder Andere Zähnungen wurden in privatem Auftrag erstellt.
    Unter der Michel Nr. 1 - 10 steht der Text, den ich oben schon in meinem ersten Beitrag geschrieben habe.


    Muss ich jetzt annehmen, das die Autoren des Michel nicht richtig recherchiert haben? Oder soll ich dem ehemaligen Drucker glauben, der vor etwas mehr als 45 Jahren, also in den Jahren 1950 - 1960, in einer Tschechischen Druckerei gearbeitet hat? ?(


    Gruss
    Afredolino

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  • Hallo Afredolino


    Den Text den du Im Michel gelesen hast ( hab den Ost Katalog auch) betrifft die Zähnungart.


    Also 11er oder 12,75 oder 9er Zähnung ,etc.


    Diese wurden (was damals technsich möglich war) oftmals in Privaten Auftrag gestellt. Meist von Firmen in Auftrag gegeben. Dabei wurden nicht selten auch Hradschin Marken mit Firmenkennzeichnung in form einer Perforation gekennzeichnet. Wusstest du das in dieser Zeit die Fa. AEG auch schon in diesem Land tätig war ?


    Hier der Beweis.Auf dem bild kann man klar erkennen das die Zähnung sich deutlich unterscheidet von denen die du als erstes gesehen hast ( siehe erstes Bild)

    Bilder

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