Albenverlag schafft 100 neue Arbeitsplätze

  • Albenverlag schafft 100 neue Arbeitsplätze


    Während allerorts über die anhaltende wirtschaftliche Flaute geklagt wird, floriert ein Geesthachter Betrieb immer besser: der Leuchtturm Albenverlag.



    Geesthacht - Von Nachrichten wie dieser bräuchte Deutschland zurzeit viel mehr: Die Leuchtturm Albenverlag GmbH in Geesthacht, der Weltmarktführer für Briefmarken- und Münzsammler-Zubehör, schafft 100 neue Jobs. "Wir haben einige neue große Kunden, deren Aufträge wir nur durch viel neues Personal bewältigen können", erklärt Max Stürken von der Geschäftsführung des Unternehmens.


    Bereits jetzt komme man kaum mit der benötigten Menge nach. Auf die ausgeschriebenen Arbeitsplätze hätten sich bereits mehr als 600 Menschen beworben. Stürken: "Das hätten wir so niemals erwartet und für möglich gehalten." Der Albenverlag wurde 1917 gegründet. Zum Programm unter dem Motto "Alles, außer Marke und Münze" gehören mehr als 5000 Artikel, die über 3500 Einzelhändler in mehr als 80 Ländern vertreiben. Der Umsatz steigt seit Jahren. Die ungewöhnliche Massen-Einstellung schafft vor allem Jobs im Bereich der Heimarbeit. Schon seit 50 Jahren lässt das Unternehmen seine Kleinserien für Briefmarkenvordruckalben von Mitarbeitern "kleben". Dabei werden kleine Klarsichttaschen in die Alben geklebt. Später können die Sammler ihre Marken darin aufbewahren. "In dem Bereich verdoppeln wir unser Personal", berichtet Max Stürken, der den Betrieb mit seinem Bruder Axel und Vater Kurt leitet. Für die kleinen Serien lohnen sich keine Maschinen, so dass Interessierte jetzt einen der 100 Vollzeit- oder Teilzeit-Jobs sowie einen in der geringfügigen Beschäftigung bekommen können. Vor allem dem geänderten Sammelverhalten einiger Menschen hat der Albenverlag seinen Auftragsboom zu verdanken.


    Zwar sammeln nach wie vor Liebhaber jede Marke einer Serien über Jahrzehnte mit viele Mühe, doch hinzu gekommen sind jetzt Sammler, die sich bei Händlern komplette Serien kaufen und diese wie Kunstobjekte mögen. "Das sind die bequemen Konsumenten", sagt Stürken. Den 150 Angestellten in Produktion und Verwaltung sichern diese neuen Kunden ebenso die Arbeitsplätze wie den 200 Heimarbeitern.


    "Der Standort ist sicher", sagt Stürken. 2002 wurde am Firmensitz am Spakenberg in der Geesthachter Oberstadt zuletzt groß angebaut, Platz in einem modernen Hochregallager geschaffen. Die nächste Phase mit guten Umsätzen für die Leuchtturm Albenverlag GmbH steht dank der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bereits bevor, freuen sich die Verantwortlichen.



    Quelle:

  • Hi @all,


    na das ist doch schon mal was. Wenn ich dort in der Nähe wohnen würde, wäre meine Bewerbung auch längst dort.


    Wäre schön wenn dass das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der Briefmarken-Markt erholt. Aber das wird es wohl eher nicht sein.


    Aber zumindest der Arbeitsmarkt. Wobei das wahrscheinlich tag-täglich passiert, dass irgendwelche Firmen neue Arbeitplätze schaffen. Dem gegenüber stehen aber mehr Firmen die noch mehr Arbeitplätze streichen. :(


    Gruß
    f-stamps