Schöne Belege aus Elsass - Lothringen

  • Hallo,


    bei J&K waren zwei Belege die überraschend hohe Preise erzielt haben:


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    99P (2) - 7 1/2 Pfg. im waager. OR-Paar Plattendruck in MiF mit Frankreich 25 C. a. Zensur-E-Brief aus St.Ludwig im Elsass 14.12.18




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    100b (2) - 15 Pfg. olivbraun im waager. Paar als selt. MeF auf weißem Luxus-E-Brief mit Zensur aus Mühlhausen nach Rastatt, gepr. Infla - Michel 1100,- EURO



    Wie lange konnte man im Elsass eigentlich nach dem Krieg noch Deutsche Marken verwenden?

  • woermi:
    Da Deine Frage hier nicht zum ersten Mal kommt und ich noch immer keine befriedigende Antwort geben konnte, habe ich erstmal Michel Frick von der SPAL gefragt.
    Die Antwort lautet:
    Deutsche Marken waren offiziell bis zum 14.12.1918 gültig. Nur wenn im jeweiligen Ort zu diesem Zeitpunkt keine französischen Marken vorhanden waren, dann durfte auf die Germanias zurückgegriffen werden. Aus Colmar gibt es entsprechend einen Beleg vom 20.12.1918 mit Nachporto, weil die deutschen Marken beanstandet wurde. Es kommen aber auch viele durchgeschlüpfte oder gefälligkeitsgestempelte Belege mit deutschen Marken vor.
    Dein Beleg aus St. Ludwig wäre ein Letzttagsbeleg. Gerade aus St. Ludwig gibt es eine Vielzahl von philatelistisch beeinflussten Belegen mit MiF - gerne auch nach Basel.
    Von Mülhausen 1 habe ich hier schon mal einen Beleg gezeigt, der einen Tag später gestempelt wurde und nach Gefälligkeit stank. Ich wage keine kompetente Aussage zu Deinem Beleg, ich mein ja nur...


    Gruß
    Lars

  • Lange ist hier nicht passiert, daher jetzt ein echtes Highlight, nämlich der neu erschienene


    "Catalogue des timbres à date d'Alsace-Lorraine 1870-1918" der SPAL.
    Zu deutsch:
    Katalog der Datumsstempel von Elsass-Lothringen 1870-1918


    Aus der Werbung:
    Nach fünfjähriger Arbeitszeit stellen wir Ihnen diesen Katalog, der alle Stempel statistisch erfasst, die dieses
    Sammelgebiet (Thematik) im weitesten Sinne betreffen, vor: handschriftliche Entwertungen und Stempelabschläge
    von 1870 – 71, die Datumstempel von 1870 bis 1918 bis zum Beginn der französischen Verwaltung,
    manchmal bis 1922.
    Die Einführung und die Schlüsselwörter des Katalogs sind auf Deutsch übersetzt.
    751 Postämter oder Agenturen werden aufgelistet:
    192 im Oberelsass,269 im Unterelsass und 290 in Lothringen.
    Es wurden 2234 Stempel erfasst.



    Format A4, 226 Seiten.
    Verkaufspreis : 30 €.
    SPAL Mitglieder : 20 €.
    Zuzügl. Versandkosten:
    - Frankreich : (je Buch) : 6 €.
    - Ausland


    Bestellung und Bezahlung beim « SPAL » - Schatzmeister :
    André LADER 52, rue de Monsviller F- 67700 SAVERNE
    Informationen per E-Mail: alain.sturm@neuf.fr
    Für das Ausland Überweisung bevorzugt mit IBAN und BIC:
    IBAN: FR76 1027 8015 0000 0338 3764 559 - BIC: CMCIFR2A


    Namhaft Mitglieder dieses Forums haben mitgewirkt (- ja, ich auch, aber ich meine mit namhaft andere)


    Gruß
    Lars

  • Hallo zusammen,

    beim Stöbern im Forum habe ich diese interessante Beitragsreihe entdeckt.

    im Rahmen meiner Grenzrayonsammlung habe ich diesen Brief ergattern können, der doch in diese Reihe passen dürfte.

    Die Staatsanwaltschaft Mülhausen frankierte den offenbar schwergewichtigen Brief vom 26.9.1888 nach Basel / Schweiz (Grenzrayon) mit 20 Pfg, also dem Porto für die 2. Gewichtsstufe ( bis 30g ) Das Auswechselpostamt (?) stellte fest, dass der Beleg aber 59g wog (Vermerk oben links), notiert "4 fach" in blau und Stempel T. Nach der geltenden Formel wurden die fehlenden 20 Pf in Basel auf 50 Rappen ermittelt, in blau vermerkt und per Portomarke kassiert.
    Bei Interesse könnte ich den ein oder anderen Beleg noch zeigen.


    mfG briefefan

  • Schöne Belege sind immer gern gesehen, auch wenn nicht mein Sammelgebiet, trotzdem spannend, vor allem mit den Erläuterungen.


    Schimmel

    :suche: Tierkreiszeichen, Privatpost Bielefeld und DM-Briefe 2002
    momentan im teilweisen Ruhezustand...

  • heute ein weiterer Beleg aus dem Elsass in die Schweiz. Postkarte aus PFIRT 17.9.1917 nach Basel. Zensurstpl. Mülhausen Eine Auslandspostkarte erforderte aber 10 Pf Porto, daher wurde in Basel Nachporto von 10 Rappen erhoben.


    mfg briefefan



  • Liebe Forumsfreunde,

    ein weiterer Brief aus dem Elsass in die Schweiz, wie alle meine Belege im Grenzrayon gelaufen. Am 20.12.1873 von SENNHEIM ( früher CERNAY ) nach Basel. Distanz 40 km. Freigemacht mit 2 Groschen. Das war das Porto für einen schwergewichtigen Brief ( 20 - 250 g) im Grenzrayon. Nur von 1871 bis 30.6.1875 war Grenzrayonporto zwischen den beiden Orten möglich. Durch die Limitierung des Grenzrayons auf 30 km ab 1.7.1875 durch den Allgemeinen Postvertrag fiel dies weg!

    mfG Briefefan


  • abrixas


    nur eine kurze Frage: Kannst Du eigentlich auch mal "normal" antworten, ohne gleich übergriffig zu werden? Deine Antworten auf die berechtigten Nachfragen von Heliklaus missbillige ich in ihrem Tonfall. Sowas stiftet Unfrieden.


    Gruß, Christoph