Wiener Dommuseum zeigt Briefmarken mit Sakralmotiven

  • Eine Sonderschau zum Republiks-Jubiläum bietet Zeitgeschichte im Briefmarkenformat. Die Sonderbriefmarken mit sakralem Inhalt gelten als wichtige Zeitdokumente der Zweiten Republik.


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    Seit dem Kriegsende 1945 wurden 272 österreichische Briefmarken mit sakralen Motiven herausgegeben. 25 Originalentwürfe von besonderem zeitgeschichtlichen oder ästhetischen Wert sind jetzt in der Sonderausstellung "Sakralmotive auf Briefmarken der Zweiten Republik" im Wiener Dom- und Diözesanmuseum zu sehen. Die Schau zum 60-Jahr-Jubiläum der Republik ist bis 30. Juli zugänglich.


    "Christliche Botschaft auf ungewöhnlichen Wegen verbreiten"


    Die Eröffnung am Dienstagabend, 14. Juni 2005, nahmen Bischofsvikar Karl Rühringer und Herbert Götz von der Post AG gemeinsam mit Museums-Direktor Gerhard Ederndorfer vor. Bischofsvikar Rühringer erinnerte dabei an einen Ausspruch von Kardinal Franz König, wonach sakrale Sonderbriefmarken die christliche Botschaft auf ungewöhnlichen Wegen verbreiten.


    Gerhard Ederndorfer wies darauf hin, dass die erste Nachkriegs-Briefmarke mit sakralem Inhalt auch ein wichtiges Zeitdokument ist: Sie stellt den brennenden Stephansdom inmitten eines Dornenbusches dar und ergänzt die derzeit ebenfalls im Dommuseum zu sehende Sonderausstellung über "Zerstörung und Wiederaufbau von St. Stephan".


    "Briefmarke ein Spiegel für die Kunst der Zeit"


    Post-Vorstandsdirektor Herbert Götz wies darauf hin, dass vielen Marken mit sakralem Inhalt ein markantes Ereignis vorausging, wie etwa den Sondermarken zum Tod von Papst Johannes Paul II. oder jenem von Kardinal Franz König. Andere wiederum erscheinen regelmäßig, so Götz: Bisher wurde jedes "Briefmarken-Jahr" in Österreich mit einer Weihnachtsmarke abgeschlossen. Diese Serie bildet die älteste Briefmarkenreihe der Zweiten Republik, insgesamt wurden 278 Millionen Stück aufgelegt. Götz betonte, dass jede Briefmarke einen Spiegel für die Kunst der Zeit darstelle: "Briefmarkensammlungen sind fast mit Geschichtsbüchern zu vergleichen."


    Eine Broschüre zum Thema liegt im Museumsshop auf, es werden auch Markensets mit Sakralmotiven zu je 15 Euro angeboten. Die in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Post AG und dem Briefmarken-Sammler-Verein "St. Gabriel" konzipierte Ausstellung ist Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.


    (red/PEW)


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    Zum Andenken an Kardinal König erschien eine Sonderbriefmarke.



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