EU will Steuer auf Briefmarken:

  • Portoerhöhung droht



    Die Mehrwertsteuer-Befreiung der meisten Postdienste behindere den Wettbewerb, sagt Brüssel.



    Brüssel/Wien (eid). Der Postbörsegang ist auf Schiene (siehe nebenstehender Bericht), für zusätzliche Spannung in der Post sorgt nun die EU-Kommission. Denn das von Steuer-Kommissar Laszlo Kovacs am Montag gegen Deutschland, Großbritannien und Schweden eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren dürfte auf alle EU-Staaten ausgeweitet werden, erfuhr die "Presse" aus Kommissionskreisen. Konkret geht es der EU darum, dass in vielen Ländern - so auch in Österreich - nur die ehemaligen Post-Monopolisten bei adressierten Sendungen von der Mehrwertsteuer befreit sind. Dadurch seien private Anbieter benachteiligt.



    Die EU-Pläne schweben wie ein Damoklesschwert über der Post und sollten Finanzexperten zufolge im Börseprospekt als Risikofaktor Erwähnung finden.


    In Österreich muss die Post nach einer Entscheidung des Finanzministeriums seit 2001 für nicht adressierte Massensendungen ("An einen Haushalt") Mehrwertsteuer zahlen. Nicht aber für adressierte Postsendungen und Pakete. Sollte die EU das ändern, würde dies zu einer Portoerhöhung führen. Würde eine 20 Prozent hohe Mehrwertsteuer eingeführt, würde dies das Porto von 55 auf 66 Cent erhöhen. Unternehmen könnten sich die Abgabe über den Vorsteuerabzug zurückholen können. Nicht aber die Endverbraucher.


    Das Anliegen der EU ist nicht neu. Schon 2003 hatte die Kommission darauf gedrängt, dass auch Briefmarken künftig mit Mehrwertsteuer belegt werden. Das Europa-Parlament hatte dem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, die Mitgliedstaaten sollten die Gesetze bis 1. Jänner 2007 ändern. Bis heute blockieren sie die Regelung aber im Europarat. Um die Preiserhöhungen zu minimieren, hatte die EU-Kommission schon damals reduzierte Mehrwertsteuersätze auf Briefe und Pakete bis zwei Kilogramm Gewicht vorgeschlagen.


    Ungeachtet der EU-Pläne könnte die Post aber bald selbst bei den Portogebühren aktiv werden. Denn die bei der letzten Erhöhung Mitte 2003 festgelegte Frist, bis zu der keine Preissteigerung stattfinden darf, läuft im Sommer 2006 aus. Angesichts des Börsegangs dürfte ein Preisantrag aber frühestens im Herbst beim Postregulator landen. Ob der das genehmigt, ist fraglich, da das Porto von 55 Cent im obersten EU-Viertel liegt.




    Zitat
  • Finde das mit dem (Mehrwertsteuer aufschlag für den versand von Belegen,Paketen ,etc.) auch so nicht korrekt. Wir haben ein Zentrales System was funktioniert und die Post befördert ,auch wenn hin und wieder mal was verschwindet ,es läuft trozdem ohne größere Probleme. Da brauchen wir keine Privaten Anbieter die versuchen in irgendwelchen Bereichen Fuß zu fassen. Kann mir gut vorstellen das dann die Menge der Sendungen Massivst zurückgeht . All die Jahre war keine Mwst. drauf erhoben worden und jetzt wittern irgendwelche Deppen die meinen auch da Geld zu machen ein paar Eurocent und versuchen das durchzudrücken !. Es wird noch soweit kommen das wir sogar unsere Luft zum Atmen bald versteuern müssen nur weil irgendein Vollidiot der meinung ist das auch hier ne möglichkeit besteht ein paar Eurocent für die Steuerkasse zu beschaffen. Vielleicht sollten wir das dann so machen wie die Französichen Kollegen mit Ihrem Problem des Arbeitsgesetztes ? .


    Irgendwann knallts in der EU ,ist nur noch ne frage der Zeit wann .. . bei uns brodelt es jetzt schon im eigenen Land.

    Wer Schreibpfähler findet ,darf sie behallllten und selber anwändeeen.


    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

  • Wir werden so oder so versteuert bis zum geht nicht mehr.


    Stellt euch vor, hierzulande sind 44% der Arbeitskräfte in der Verwaltung, werden also von der Staatskasse bezahlt.


    Daher heisst er unterdessen Adolf Blair, auch mal als Blitler.


    Die Staatliche Krankenkasse ist pleiter. Was tun die lieben Beamtern um Geld zu sparen.


    Naturlich Ärzte, Krankenschwester und Pützfrauen kündigen. Ihre Stellen bleiben aber heilig. Die wollen es nämlich nicht erkennen, dass wir von der Verwaltung aufgefressen werden.


    Mwst auf Marken wird leider kommen, ist nur eine Zeitfrage.


    mfG


    Nigel

  • Es ginge ja auch anders!


    Man könnte ja auch für alle privaten Anbieter "adressierte Briefe und Paketsendenungen" steuerfrei stellen, und schon gäbe es keine Wettbewerbsvorteile mehr für die ehemaligen Postmonopolisten.


    Aber welcher Staat verzichtet schon auf Mehreinnahmen!


    Also wird wohl für alle beförderten Brief- und Postsendungen eine Steuer kommen. Und die Rechnung geht wie immer an den Endverbraucher.


    So ist das Leben - That`s life!


    obelix.fg

  • Lass den Postmonopolist eben Postmonopolist sein . Ist ja nicht soo schlimm wie in der Softwarewelt ( siehe "winzigweich" ). Wenn sich Private Insitutionen in diesem Segment breitmachen wollen ,dann sollten sie sich dies auch wohlüberlegt das tun und nicht rumjammern nur weil jemand vorteile gegenüber anderen hat. Schließlich befördert der "Monopolist" mehr als der kleine "Privatie" oder "Gewerbliche" von "nebenan". Wenn er erstmal in eine gewissen Größenordnung Waren versendet ,dann kann man getroßt über bestimmte vergünstigungen sprechen oder verhandeln. Es ist ja gäniger standart .Oftmals maulen die kleinen nur weil der "große Bruder" besser dasteht.


    Das mit den Mwst. auf Briefmarken halte ich eher für mehr als nur "bescheiden" (Meine Meinung).Ich hoffe das es eine große Protestwelle dazu geben wird die dann diesen Vorschlag zunichte macht. Fehlt nur noch das wir für die Zeit die wir auf dem Lokus verbringen noch Steuer zahlen müssen nur weil dies unserer "Feizeitbeschäftigung" gilt .
    Sorry aber sowas lässt mich sehr schnell Angefressen dastehen !. Die Leute die sowas umsetzten wollen sind alle durch die Bank weg :spinnst: .Vielleicht sollte man denen das Gehalt kürzen als ausgleich für solchen schwachsinn ? .

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    Fehliste CSSR Postfrisch,CSSR Postfrisch (Abstimmungsgebiet Ostschlesien) ,Böhmen und Mähren vorhanden (Datenbank,siehe Forum). Einfach mal reinschauen .

  • Die EU-Kommission hat ja sehr geringe MwSt-Sätze für Postbeförderungen vorgeschlagen. Aber grundsätzlich sollte man nicht noch mehr Außnahmen schaffen, sondern alle Arten von Leistungen gleich behandeln.


    Durch die Gleichbehandlung von ehemals staatlichen und privaten Anbietern werden die Anbieter unter Wettbewerbsdruck stehen, was sich widerum positiv für die Nachfrager auswirkt.

  • Bis jetzt haben sich Sachen auf denen Steuern gezahlt werden ( vorher keine) nicht immer als Positiv angesehen .Obwohl es nur so eine Änderung gab.


    Ein Beispiel wäre Ebay. Früher hast keine Steuern auf Auktionen gezahlt ,jetzt musste es und die Anbieter sind großteils nur noch Händler (Weil können nocht Steuerlich alles absetzten).Die Menge der Privaten Leute ebbt permanent ab.



    Sehe das so ähnlich auch bei der Beförderung von Postsachen.


    Gruß
    Nugget.

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  • Ich hab zwar keine Ahnung was da bei ebay passiert ist, aber ich denke man kann das nicht vergleichen.


    Bei ebay handelt es sich halt um "Privatverkäufe" und nicht um gewerbliche "Handelsverkäufe" (wie eben Postbeförderungen).

  • Was Ebay den Verkäufern anbietet ist als Dienstleistung steuerlich zu betrachten. Ebay ist Mwst verpflichtet, also ist ein Anteil der Gebühren Mwst. Wer Mwst auch verpflichtet ist, kann dies gleich absetzen (sprich Gewerblich angemeldet und noch hinzu Mwst verplichtet.


    Solche wie ich, die keine Mwst verlangen können, setzen gegen die ganze Summe ab. Was man absetzen kann ist von Land zu Land anders.


    mfG


    Nigel


    Das aber die Zahl Privat-verkäufer abnimmt ist mir nicht aufgefallen. Mag ja sein dass ich mich irre.

  • Ja die Dienstleistung ist natürlich hauptsächlich zu betrachten, aber es geht ja auch darum festzustellen, dass im Verkaufspreis bei Angeboten privater Verkäufer keine MwSt enthalten ist im Gegensatz zu Angeboten gewerblicher Anbieter.


    Kritisch wird dies natürlich wenn ein privater Verkäufer in einer gewissen Größenordnung Geschäfte betreibt, hierdurch würde dies zwangsläufig zum MwSt-Zwang führen.

  • So um es aufzuklären. Wenn ich etwas verkaufe, sind keine Mwst enthalten. Wenn ich aber selbe die Gebühren von Ebay für das eben verkaufte Los bezahle, bezahle ich auch mein Anteil an Mwst. Nicht der Käufer zahlt die Gebühren, sondern ich. Also kein Mwst enthalten.


    mfG


    Nigel