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Bahnpost - Stempel und mehr

  • Wolfgang
  • 9. Dezember 2008 um 09:47
  • DKKW
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    9.203
    • 12. Juli 2015 um 11:41
    • #121

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich die Geschichte der Marschbahn zu einem (vorläufigen) Ende bringen.

    In meinem letzten Beitrag hatte ich geschrieben, dass die Marschbahn im Jahr 1878 die Stadt Heide in Dithmarschen erreichte und damit die Verbindung zur Bahnlinie Neumünster-Karolinenkoog hergestellt war.

    Im Jahr 1886 begann man mit der Verlängerung der Marschbahn in Richtung dänischer Grenze. Bereits am 1. September 1886 wurde der Ort Lunden erreicht. Im Jahr 1887 wurde, nachdem die Eiderbrücke bei Friedrichstadt fertiggestellt war, die Strecke bis Husum in Nordfriesland verlängert. Noch im gleichen Jahr wurden Niebüll, Tondern und schließlich die damalige dänische Grenze bei Hvidding erreicht.

    Ich zeige heute einen Bahnpostbrief nach Hamburg-Eimsbüttel, der am 24.6.1896 direkt bei der Bahnpost aufgegeben wurde. Die Marke wurde mit dem Bahnpoststempel Tondern-Hvidding Zug 1228 am 24.6.96 entwertet. Den rückseitig abgeschlagenen Ankunftstempel zeige ich gleich im KOS-thread.

    Laut DAKA-Sønderjylland-Katalog wurden diese Stempel vom Mai 1890 bis zum 8. April 1920 verwendet, es sind die Zugnummern 2, 5, 1012, 1014, 1222-1229 registriert.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Tondern - Hvidding, Zug 1228, 24.6.96.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.203
    • 26. Juli 2015 um 15:39
    • #122

    Hallo zusammen,

    die Bahnstrecke Neumünster - Heide - Karonlinenkoog wurde am 22. August 1877 eröffnet und verband den Bahnknotenpunkt Neumünster in Mittelholstein mit dem am Südufer der Eider gegenüber der Hafenstadt Tönning gelegenen Karolinenkoog. Zwischen Tönning und Karolinenkoog bestand eine Fährverbindung.

    Ein Jahr später, im Jahr 1878, erreichte, wie in den vorherigen Beiträgen beschrieben, die Marschbahn von Süden kommend Heide. Im gleichen Jahr wurde die Zweigbahn Heide - Wesselburen eröffnet und im Jahr 1883 bis Büsum verlängert.

    Aus der Frühzeit der Bahnlinie habe ich keinen Beleg, aber ich kann eine Postkarte aus dem Jahr 1916 zeigen, die von Gokels nach Grönland bei Horstin Holstein lief. Die Marke wurde mit dem Bahnpoststempel "Neumünster - Heide Z1069 24.3.16" entwertet.

    Leider ist die Schrift ziemlich zerlaufen (Vermutlich typisch norddeutsches Schietwetter)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Neumünster - Heide, Z 1069, 24.3.16.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 2. August 2015 um 13:55
    • #123

    Hallo zusammen,

    in meinem letzten Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich keinen Beleg aus der Frühzeit der Bahnlinie Neumünster - Heide - Karolinenkoog habe. Nun, das stimmte so nicht, allerdings zeigten die ersten L3-Bahnpoststempel nicht Karolinenkoog als Anfangs- bzw. Endpunkt des Bahnpostkurses an, sondern Tönning. Es gab sowohl L3-Stempel "Neumünster - Tönning" als auch "Tönning - Neumünster".

    Ich zeige eine portopflichtige Dienstsache des Haupt-Zollamts Tönning an das Königliche Steueramt (?) in Wesselburen vom 13.5. (1884). Rückseitig ist der nachverwendete preuss. K2-Stempel Wesselburen 15.5.84 abgeschlagen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Tönning - Neumünster 13. 5. II Z..jpg
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  • kartenhai
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    Männlich
    • 2. August 2015 um 14:23
    • #124

    @ DKKW:

    Es könnte "Königliches Strandamt" Wesselburen heissen:


    Gruß kartenhai

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.203
    • 2. August 2015 um 18:34
    • #125

    Hallo kartenhai,

    vielen Dank für Deine Hilfe. "Königliches Strandamt" passt. Laut verwaltungsgeschichte.de gab es in Wesselburen so eine Behörde. Mit so einer Einrichtung hatte ich an einem Ort etliche Kilometer weg vom Deich nicht gerechnet.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 17. August 2015 um 13:44
    • #126

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich eine weitere Zweigbahn der Marschbahn behandeln und einen dazu gehörenden Beleg zeigen.

    Es handelt sich hierbei um die Bahnstrecke von Itzehoe nach Wrist (an der Bahnlinie von Altona nach Neumünster und von dort weiter nach Kiel bzw. Flensburg). Diese ca. 22km lange Verbindungsbahn wurde am 1.8.1889 in Betrieb genommen und führte von Itzehoe über Kellinghusen nach Wrist. Dadurch konnte für Fahrgäste aus bzw. in Richtung Norden der Umweg über Elmshorn vermieden werden, zudem wurde Kellinghusen ans Schienennetz angeschlossen. Die Strecke wurde Mitte der 1990er Jahre stillgelegt, es gab Planungen, das Teilstück Kellinghusen - Wrist zu reaktivieren und an das Nahverkehsnetz nach Hamburg anzuschliessen, diese scheinen aber mangels finanzieller Mittel zurückgestellt worden zu sein.

    Ich zeige eine mit 2x15 Pfg. frankierte Postkarte (Infla-PP5) vom 11.7.1920 aus Itzehoe nach Berlin. Ob die Karte absichtlich oder versehentlich in den Bahnpostbriefkasten der Linie Itzehoe - Wrist geworfen wurde, kann ich nicht sagen, die Linie Itzehoe - Elmshorn - Altona wäre der direktere Weg gewesen.

    Die beiden Stempelabschläge sind leider etwas unklar, ich meine aber "Itzehoe - Wrist / Bahnpost / Zug 601 / 11.7.20" zu lesen. Die Karte datiert: Itzehoe, den 10.7.20.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Itzehoe - Wrist, Zug 601, 11.7.20.jpg
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    2 Mal editiert, zuletzt von DKKW (22. August 2015 um 20:48)

  • DKKW
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    • 22. August 2015 um 21:02
    • #127

    Hallo zusammen,

    in Husum traf die Marschbahn auf die alte Nord - Ostsee-Bahn von Tönning nach Flensburg, die im Jahr 1854 in Betrieb genommen worden war.

    Nach der Annektion Schleswig-Holsteins durch Preussen stand aber nicht nicht mehr die Ost-West-Verbindung zwischen Ost - und Nordsee im Vordergrund sondern die Nord - Süd-Verbindung von Altona nach Flensburg und darüber hinaus.

    Aus diesem Grund wurde eine neue Schienenverbindung von Owschlag über Schleswig und Jübek nach Tarp gebaut sowie die Bahnstrecke von Husum östlich von Oster-Ohrstedt nach Jübeck erstellt. Die Verbindungen von Oster-Ohrstedt nach Tarp sowie von Oster-Ohrstedt nach Owschlag wurden abgebaut. Die neue Strecke wurde Ende 1869 in Betrieb genommen.

    Ich zeige hier ein 5 Pfge Postkarte aus dem Jahr 1879 mit dem L3 Bahnpoststempel "Tönning 3. 9. II Jübeck" (aufgegeben in Tönning).

    Mit freundlichen Grüßen
    DKKW

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    • Bahnpost Tönning - Jübeck 3.9.79 Zug II.jpg
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  • DKKW
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    • 7. September 2015 um 20:08
    • #128

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich einen Bahnpoststempel aus einer ganz anderen Ecke Schleswig-Holsteins.

    Die 10 Pfg Germania-Ganzsachenkarte wurde in Trittau am 1.2.19 in den Bahnpostbriefkasten der Bahnpost Schwarzenbek-Oldesloe eingeworfen und mit dem etwas unklaren Stempel "Schwarzenbek-Oldesloe / Bahnpost / Zug 228 (?) / ?.?.19" entwertet.

    Die Strecke führte von der Kleinstadt Schwarzenbek an der Berlin-Hamburger Bahn über Trittau nordwärts bis Bad Oldesloe, der Kreisstadt Stormarns, an der Bahnstrecke Lübeck–Hamburg. Dort bestanden außerdem Umsteigemöglichkeiten nach Neumünster, Elmshorn und Ratzeburg. (Quelle wikipedia)

    Die Strecke wurde 1887 eröffnet und bildete zusammen mit den Strecken Oldesloe-Neumünster bzw. Oldesloe-Elmshorn eine Nordumgehung Hamburgs. Ab 1976 wurde die Strecke schrittweise stillgelegt und zurückgebaut.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Schwarzenbek - Oldesloe, 1919.jpg
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  • DKKW
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    • 4. Oktober 2015 um 18:22
    • #129

    Hallo zusammen,

    Jørgen (Baldersbrynd) hatte vor einigen Wochen eine Ansichtskarte aus Elmshorn mit einem Motiv aus der Gärtnerstraße gezeigt und versprochen, diese Karte an mich abzugeben.
    Nun, wir haben uns in Silkeborg am Rande der Nationalen Dänischen Briefmarkenausstellung SILFI 2015 getroffen und seitdem ist die Karte in meiner Sammlung.

    Sie ist aber auch für den Bahnpostthread interessant, denn die beiden (durch Randaufklebung leider beschädigten) Marken wurden mit dem Bahnpoststempel "Hamburg - Kiel / Bahnpost / ZUG 35 / 3.8.07" entwertet.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Hamburg - Kiel, Zug35, 3.8.07.jpg
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  • DKKW
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    • 15. November 2015 um 16:23
    • #130

    Hallo zusammen,

    das letzte mal habe ich den Bahnpoststempel Hamburg-Kiel gezeigt. Von dieser Strecke zweigte in Neumünster die Bahnlinie über Rendsburg, Flensburg nach Dänemark (Jütland) ab. Bis zur Volksabstimmung in Nordschleswig im Jahr 1920 war der dänische Grenzbahnhof Vamdrup Endpunkt der deutschen Bahnposten.

    Ich zeige eine 7 1/2 Pfg Ganzsachenpostkarte P110I mit dem Bahnpoststempel "Hamburg - Vamdrup / Bahnpost / Zug 556 / 7.1.18" Die Karte wurde laut Text in Jübeck aufgegeben und lief nach Glückstadt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Hamburg Vamdrup, 1918.jpg
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  • DKKW
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    • 17. November 2015 um 12:19
    • #131

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich wieder mal einen Bahnpostbeleg, diesmal die Strecke Hamburg - Warnemünde (Zulaufstrecke zur Fährverbindung Warnemünde - Gedser).

    Die Strecke war ab 1870 (Lückenschluss zwischen Lübeck und Bad Kleinen) durchgängig befahrbar.

    Den Brief habe ich vermutlich schon mal im Belege Deutschland - Dänemark thread gezeigt. Es handelt sich um einen Geschäftsbrief der Fa. Axel J. Petersen aus Lübeck nach Kopenhagen. Die beiden 20 Mk. Posthorn-Marken (mit Unterdruck) wurden mit dem leider auf den dunklen Marken nur schwer lesbaren Bahnpoststempel "HAMBURG - WARNEMÜNDE / BAHNPOST / ZUG 79 / 5.12.22" entwertet.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Hamburg Warnemünde, Zug 19, 5.12.22.jpg
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  • Vichy
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    • 17. November 2015 um 18:09
    • #132

    Hallo,

    per Zufall mir heute in die Hände gefallen.

    Bahnpoststempel in Deutschland waren bis Ende Mai 1997 im Einsatz, oder???

    Also habe ich hier fast ein Letzttagbeleg? :P 8-)
    Und dazu noch so schön und klar abgeschlagen.

    Gruß

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    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • DKKW
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    • 16. Dezember 2015 um 20:19
    • #133

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich einen Bahnpoststempel einer Hamburger Vorortbahn zeigen, nämlich die Strecke Hamburg-Blankenese.

    Die Vorortbahn von Altona nach Blankenese wurde am 19.5.1867 in Betrieb genommen. Die Strecke war zunächst eingleisig. In Blankenese wurde ein recht eindrucksvoller Endbahnhof erbaut. Am 1.12.1883 wurde die Verlängerung bis nach Wedel eröffnet. Da der bisherige Endbahnhof in Blankenese nicht als Durchgangsbahnhof angelegt war, sonden als Kopfbahnhof, mussten die Dampfloks in Blankenese umgesetzt werden. Ab 1906 wurden in Hamburg erstmals elektrische Vorortzüge eingesetzt, 1908 wurde auch Blankenese an das Oberleitungsnetz angeschlossen (damals Wechselstrom-Züge. Ab 1940 erfolgte die Umstellung auf Gleichstrom mit Stromschiene. Zu diesem Zeitpunkt bezeichnete man die Vorortbahn bereits als S-Bahn.

    Die von mir gezeigte Karte ist nach München gerichtet (Empfängername leider ausradiert). Die Karte ist mit einer 5 Pfg. Krone-Adler-Ausgabe frankiert. Die Marke ist mit dem Bahnpoststempel "Hamburg - Blankenese Bahnpost Zug 1357 13.4.99" entwertet.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Hamburg - Blankenese, Zug 1357, 13.04.99.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (16. Dezember 2015 um 20:19)

  • DKKW
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    • 2. März 2016 um 20:22
    • #134

    Hallo zusammen,

    nach etlichen Wochen Pause mal wieder ein neuer Beitrag zum Thema Bahnpost in Schleswig-Holstein von mir.

    Es handelt sich um die Schleswiger Kreisbahn, nämlich die Strecke Schleswig-Satrup.

    Der Bau der Strecke von Schleswig nach Satrup wurde bereits im Jahr 1893 beantragt, aber erst nach vielen politischen Querelen im Jahr 1900 beschlossen. Auch der Bau verlief nicht problemlos, im Jahre 1904 konnte die Strecke dann aber doch in Betrieb genommen werden.

    Irgendwie passt meine Karte zu den Irrungen und Wirrungen dieser Bahnlinie. Im Kartentext heisst es 13. S. 1919, im Stempeltext 13.9.1913 (Man beachte dabei die unterschiedlichen 3er in Tagesdatum und Jahreszahl!

    Die Karte wurde in Breklingfeld geschrieben (Bahnstation war wohl Brekling) und war nach Sutherland im US-Bundesstaat Iowa gerichtet. Zu Sutherland/Iowa und seiner Geschichte habe ich auf die Schnelle nicht viel im Netz gefunden, aber auf der homepage der der city of sutherland fallen beim Gemeinderat (government) die vielen deutschen Familiennamen ins Auge.

    Neben der Postkarte mit dem Bahnpoststempel zeige ich nochmals eine Ansichtskarte mit dem Bahnhof von Satrup (schon mal im SH Ansichtskartenthread präsentiert)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost, Schleswig - Satrup, 1919.jpg
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    • Schleswig-Holstein, AK Satrup, Bahnhof.jpg
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  • DKKW
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    • 5. März 2016 um 14:11
    • #135

    Hallo zusammen,

    auch mein heutiger Beitrag ist einer stillgelegten Eisenbahnstrecke in Schleswig-Holstein gewidmet, nämlich der Bahnlinie Flensburg - Weiche - Lindholm - Niebüll.
    Bei Flensburg-Weiche zweigte die Strecke von der Hauptbahn Flensburg-Neumünster-Altona ab und führte quer durch Schleswig-Holstein nach der an der Marschbahn gelegenen Bahnstation Lindholm. Die restlichen Kilometer nutzte man die die Marschbahn bis Niebüll.

    Der heute stillgelegte Streckenabschnitt von Weiche nach Lindholm war gut 36 km lang und eingleisig. Bahnstationen befanden sich in Handewitt (HP = Haltepunkt), Unaften (HP), Wallsbüll (Bhf), Schafflund (HP), Sprakebüll (Bhf), Achtrup (HP) und Leck (Bhf).

    Die Strecke wurde am 1.10.1889 eingeweiht, 1969 wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80km/h heraufgesetzt. Im Jahr 1981 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1999 auch der Güterverkehr. Die Strecke existiert noch und immer wieder mal tauchen Planungen auf, die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen. Ebenso regelmässig verschwinden die Pläne wieder in den Schubladen.

    Ich zeige eine Postkarte (in Medelby geschrieben) die nach Voorde bei Groß-Flintbek (heute Flintbek, südlich von Kiel) gerichtet war. Die Karte war mit einer 7½ Pfg Germanie Marke frankiert und mit dem Bahnpoststempel "Flensburg-Niebüll Bahnpost Zug Nr. (13)26 6.8.18" abgestempelt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • Bahnpost Flensburg - Niebüll, 1918.jpg
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 25. Juli 2016 um 20:27
    • #136

    Hallo zusammen,

    einen Bahnpostbrief aus der NDP-Zeit (Norddeutscher Postbezirk 1868 - 1871) habe ich bislang nicht gezeigt. Es handelt sich somit um eine Premiere, auch wenn der Stempel relativ häufig ist.

    Der mit einer 1Sgr. Ausgabe 1869 (gezähnt) frankierte Brief wurde gemäß handschriftlichem Aufgabevermerk am 10.7. in Pinneberg direkt in den Postkasten der Bahnpost Altona - Flensburg Zug II eingeworfen. Der L3-Bahnpoststempel, der zur Entwertung auf der Marke abgeschlagen wurde ist recht unklar. Dafür ist der rückseitig nochmals abgeschlagene Stempel um so sauberer. Zudem befinden sich rückseitig zwei Ausgabestempel vom 10.7. (No.4) und vom 11.7. (No. 1). Ich vermute, dass der Brief am 10.7. zu spät in Husum ankam um noch ausgetragen zu werden. Am 11.7. war er dann bei der 1. Tour dabei.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • Michael D
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    5. August
    • 27. Juli 2016 um 10:33
    • #137
    Zitat

    Original von DKKW
    Zudem befinden sich rückseitig zwei Ausgabestempel vom 10.7. (No.4) und vom 11.7. (No. 1). Ich vermute, dass der Brief am 10.7. zu spät in Husum ankam um noch ausgetragen zu werden. Am 11.7. war er dann bei der 1. Tour dabei.

    Hallo DKKW,

    die Ausgabestempel wurden nicht für die Dokumentation der Ankunftszeit verwendet.
    Daher würde ich davon ausgehen, dass es einen ersten Zustellversuch am 10.7. gab, der Brief aber nicht zugestellt werden konnte. Am nächsten Morgen klappte es dann.

    Gruß
    Michael

    Preußen und Transite

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.203
    • 27. Juli 2016 um 20:27
    • #138

    Hallo Michael,

    vielen Dank für Deinen außerordentlich wertvollen Hinweis dass die Ausgabe-Stempel keine Ankunftstempel waren. Loddar Maddäus würde sagen: Again what learned.

    Ich werde den Ausgabe-Stempeln vor dem Hintergrund Deiner Information künftig viel mehr Aufmerksamkeit widmen. Wobei ich denke, dass solche "Mehrfach-Ausgabe-Abstempelungen" gar nicht so häufig vorkommen.

    Nochmals vielen Dank und viele Grüße
    DKKW

  • Nordlicht
    aktives Mitglied
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    Geschlecht
    Männlich
    • 30. Juli 2016 um 12:40
    • #139

    Moin allerseits,

    der Brief lief nach Poggenburg, d.h. nicht nach Husum, sondern nur "per Husum". Also kam der Brief m.E. am 10.7. in Husum an, konnte nicht mehr bestellt werden, und wurde am 11.7. dem Landbriefträger mitgegeben. Der kassierte dann noch einen "1/2" Groschen, wie ich an dem schwachen Rötelvermerk rückseitig zu erkennen glaube.

    Viele Grüße
    nordlicht

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    9.203
    • 1. August 2016 um 21:40
    • #140

    Moin nordlicht,

    auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Demnach ginge es doch wieder mehr in die dänische Posttradition mit zwei "Ankunftstempeln" wenn der Brief nicht taggleich zugestellt werden kann.

    Dem Krakel "1/2" habe ich zunächst keine weitere Bedeutung beigemessen da nach meinen Recherchen Poggenburg in etwa beim heutigen Bahnhof Husum zu lokalisieren war. Aber damals lag der Bahnhof noch nicht dort und die Stadt Husum dürfte nicht über die Mühlenau hinaus nach Süden gereicht haben. Somit ist die Zustellung durch einen Landpostboten durchaus wahrscheinlich. Leider habe ich keine postgeschichtlichen Detailinformationen zu Husum. Wenn in der Reihe "Post- und Fernmeldgeschichte zwischen Nord- und Ostsee" ein Band über Husum herausgegeben wurde, dann fehlt er in meiner Bibliothek :(

    Viele Grüße
    DKKW

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