Kirschenblüte für 55 Cent

  • Kieselbronner Bäume als Motiv für Sonderbriefmarke der Deutschen Post


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    Stolz präsentiert der Kieselbronner Bürgermeister Heiko Faber den überdimensionalen Briefmarkenblock auf der Streuobstwiese mit den echten blühenden Kirschbäumen. Foto: Ketterl




    KIESELBRONN. Blühende Obstbäume sind begehrte Fotomotive. Wenn sie sogar millionenfach auf einer Briefmarke abgebildet sind, dann schlagen die Sammlerherzen höher. So jetzt auch rund um Kieselbronn.


    Tatort Streuobstwiese im Gewann „Lange Wiesen ober dem Weg“, Flurstücknummer 3389, rund 300 Meter südöstlich der Kreuzung der Bundesstraße 294 mit der Abzweigung nach Dürrn. Zwei große weißblühende Kirschenbäume sind derzeit das Thema in Kieselbronn, denn die Blütenpracht findet sich auf einer 55-Cent-Sonderbriefmarke der Deutschen Post zum Thema „Vier Jahreszeiten“ wieder, die seit dem 13. April in einer Auflage von 14 Millionen Stück an den Schaltern der Postfilialen und Agenturen erhältlich ist.


    Nicht informiert gewesen


    Bürgermeister Heiko Faber konnte es erst gar nicht glauben, als vor Tagen ein Göttinger Botaniker und Briefmarkensammler im Rathaus vorsprach, und sich nach der Gemarkungszugehörigkeit der Bäume erkundigte. Schnell war nach einem Lokaltermin von Rathaus-Mitarbeiter Sven Holzhauer und dem Gast klar, dass die zackenumrandete Blütenpracht zu Kieselbronn gehört. Doch nicht genug damit.


    Wie kommt das Foto auf die Briefmarke? Im Rathaus war vor dem Erscheinungstermin nicht bekannt, dass dieses Motiv verwendet wird.


    Das Foto stammt von dem Dortmunder Fotografen Heinz Wohner, der das Bild vor fünf Jahren aufgenommen hat. Im Werbetext der Post ist nur vermerkt, dass das Motiv zwischen Pforzheim und Bretten aufgenommen wurde. Schultes Faber ist schon etwas stolz, dass ausgerechnet Kieselbronner Bäume zum Versenden von Standardbriefen jetzt Verwendung finden.


    „Kieselbronn war früher mit Gräfenhausen der Ort mit den meisten Kirschbäumen und die Streuobstwiesen sind bei uns schon Kulturgut, das auch gefördert wird“, betont Faber, der gestern für die PZ vor den blühenden Bäumen Modell stand. „Es ist aber schade, dass auf der Briefmarke nirgends der Ort vermerkt ist“, bedauert Faber,
    Ein Briefmarkenwässerle?


    Aus allen Wolken fiel dagegen die Kirschbaumbesitzerin Annette Roos, als sie von der PZ auf das Postwertzeichen angesprochen wurde. Die Kieselbronner Grundschullehrerin konnte erst gar nicht glauben, dass es ihre Bäume sind, die als Motive für die Briefmarke zum Thema „Frühling“ ausgewählt wurden. „Da muss ich gleich in die Postagentur von Brigitte Klemm gehen, und mir welche kaufen, das ist ja wunderbar“.


    Man darf gespannt sein, was in diesem Jahr mit den Kirschen geschieht. Schultes Faber hat auch schon eine Idee. „Man könnte ja ein Briefmarkenwässerle brennen lassen, das Etikett hätte man schon zum Aufkleben“.



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