Grenzenlose Briefmarken-Ausstellung

  • Philatelistische Attraktion zur grenzenlosen Gartenschau: Am 27. und 28. Mai stellen die beiden Briefmarkenvereine aus Marktredwitz und Eger in der Dörflaser Turnhalle ihre Raritäten aus.



    MARKTREDWITZ – Man könnte die Liebhaber der kleinen gezackten Kunstwerke, die Briefmarkensammler, auch als eine Art Weltenbummler bezeichnen, die in einer Welt ohne Grenzen leben. Dass dies nicht nur sinnbildlich zu sehen ist, beweisen die Briefmarkensammler aus Marktredwitz, Brand und Eger während der grenzenlosen Landesgartenschau. Bereits vor mehr als zehn Jahren knüpften die Marktredwitzer Briefmarkenfreunde Kontakte zu den Briefmarkenfreunden in Eger. Bald wurden daraus regelmäßige Besuche zu den Tauschtagen. Als der Brander Briefmarkenverein vor zwei Jahren zum 45. Jubiläum Ausrichter der Tagung des Verbandes Oberfränkischer Briefmarkensammlervereine war, erhielt die Verbindung mit Hilfe von Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder eine neue Bedeutung. In ihrem Grußwort als Schirmherrin und als Vorsitzende der Euregio Egrensis erläuterte sie den zahlreichen Gästen die Fördermöglichkeit von grenzüberschreitenden Kulturprojekten. Sie regte an, die Möglichkeit einer gemeinsamen Briefmarkenausstellung im Rahmen der grenzenlosen Gartenschau zu prüfen.


    VOB-Präsident Dieter Simon beantragte, den Verbandstag 2006 in Marktredwitz zu halten. Daraufhin versprach Detlef Weidinger, Vorsitzender der Briefmarkensammler Marktredwitz, sich mit den tschechischen Sammlerfreunden in Verbindung zu setzen.


    Nach den ersten Sondierungsgesprächen stieß mit Margit Rebhan eine in Hof lebende gebürtige Ungarin und selbst leidenschaftliche Sammlerin als Dolmetscherin zu den Marktredwitzern. Damit waren auch die letzten sprachlichen Schwierigkeiten beseitigt.


    Mit der Zusage des Landesverbandes, seinen 58. Landesverbandstag Bayerischer Philatelistenvereine in Marktredwitz zu halten, nahmen die Planungen zur gemeinsamen Ausstellung mit dem Philatelistischen Verein aus Eger konkrete Formen an. Da all dies mit viel Arbeit verbunden war und ist, holten sich die Marktredwitzer den Nachbarverein aus Brand mit ins Boot. Nach einigen Vorgesprächen über Form und Ablauf der Ausstellung fand am vergangen Wochenende ein abschließendes Planungsgespräch in Eger statt.


    Gemeinsam fuhren die Vorsitzenden Manfred Bauer, Detlef Weidinger, Ehrenvorsitzender Willi Ammon, VOB-Präsidenten Dieter Simon und Margit Rebhan zu den Mitgliedern des philatelistischen Vereins Eger, um die letzten Einzelheiten der Ausstellung, die am 27. und 28. Mai in der Dörflaser Turnhalle stattfindet, zu besprechen. Neben den Ausstellern aus Eger werden auch die bayerischen Sammler mit ihren Objekten den Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten dieses Hobbys nahezubringen. Natürlich blieb es nicht aus, dass am Ende des Treffens über die verschieden Sammelmöglichkeiten der beiden Länder gesprochen wurde.


    Dabei ließ sich die bayerische Delegation spontan in den philatelistischen Verein Eger aufnehmen und wird nun künftig auch mit den neuesten kleinen Kunstwerken aus Tschechien versorgt. WILLI PÖHLMANN


    Der offizielle Stempel des 58. Landesverbandstages Bayerischer Philatelistenvereine


    Groß war das Interesse an den verschiedenen Sammelgebieten der Nachbarn in Tschechien


    In einer Sonderausstellung zeigt Willi Ammon am 27. und 28. Mai unter anderem Objekte aus der Postgeschichte von Marktredwitz. Dabei sind auch vier Exemplare der legendären „Schwarzen 1“ zu bewundern, die alle mit Stempel aus Marktredwitz versehen sind. Aus diesem Anlass auch wird ein Stempel für die angebotenen Postkarten und Briefe gestaltet.



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