14 mio wert?

  • sollte man verbieten

    Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt,
    bist ja mein, ich deine, treu dir zugesellt;
    kannst ja doch von allen, die ich je gesehn,
    mir allein gefallen, Pommerland, so schön!


    (4. Strophe Pommernlied)

  • Zitat

    Original von UER-Pommer
    sollte man verbieten


    da bin ich ganz deiner meinung. auch wenn sie drauf hinweisen das die marken gefälscht sind. vorallem hätte beina bei einer auktion mit geboten wo ein gefälschter beleg von der chikago fahrt angeboten wurde. mir kam es verdächtig vor das nur so wenige mitgeboten haben und dann beim zweiten mal durchlesen hab ich gemerkt das es sich um eine fälschung handelt. :)

  • Fälschungen sind zweierlei hergestellt; zum Schaden der Post, zum Schaden des Sammlers, geschweige denn die Kriegs und Propaganda Fälschungen.


    Wenn man in seinem Gebiet Spezialist ist, muss er halt Fälschungen in der Sammlung aufnehmen, damit er Vergleichsstücke hat.


    Manche Fälschungen sind gutgelungene Stücke, die Arbeit Sperati z.B.


    Sie sollten nicht verpönt und verhönt werden. Wer sie nicht hat, kann ja nie behaupten über sein Gebiet Herr im Wissen zu werden. :ok:


    Ausführliche Beiträge hierzu sind ja auch im Forum zu finden.


    Gleich den moralischen Hohepunkt zu besetzen, und Sprüche von sich zu geben, weist meist auf eine Engsichtigkeit hin. Der Hohepunkt kann ja mal zum Morass werden.


    mfG


    Nigel

  • Exakt!


    Man muß sich vor Fälschungen in Acht nehmen, aber sie gehören auch in eine Spezialsammlung! Je nach Gebiet, kann eine Auswahl an gefälschten Vergleichsstücken (oder entsprechend gute Literatur) maßgeblich zur eigenen Sicherheit beitragen.


    Sicherlich kann man sagen:"Auch wenn jemand bei e-bay Fälschungen anbietet und sie als solche auszeichnet, besteht die Gefahr, daß die Käufer damit Schindluder betreiben. Darum sollen Fälschungen aus den Angeboten entfernt werden!"


    Andererseits bin ich der Meinung, daß eine so große Zahl an im Umlauf befindlichen Fälschungen, eine rigorose Ausmerzung der Falsifikate unmöglich macht. Zudem: die "Nachproduktion" wird sicher nicht abreißen!


    Zwei Beispiele:


    Hier sind drei gelbe Merkure dargestellt. Die Erste ist eine echte Merkur, die Zweite ein Neudruck (keine Fälschung!), und die Dritte eine Trivialfälschung privater Herkunft. Allein anhand der Farbe, des Schnittes und des Papiers (bzw. der Gummierung) können gravierende Unterschiede ausgemacht werden. Eine gute Merkurfälschung kann ich leider nicht als Beispiel anbieten (Sperati, Fourier, Friedl).


    Die nächste Marke zeigt eine rosa Merkur (ebenfalls ein Neudruck). Trotz dem Mangel an Vergleichsstücken kann aber auch hier eindeutig festgestellt werden, daß es sich nicht um eine originale Merkur handelt. Man muß nur die Literatur gut genug lesen. Die gelben und rosa Merkure gibt es nur als Type Ib, die zinnoberroten als Type IIIb. Die abgebildeten Neudrucke weisen jedoch Abweichungen von den in Frage kommenden Typenmerkmalen auf. So z.b.: ein dickeres Z, welches eigentlich bei Type II Merkuren (die gibt es aber nur in blau) auftritt. Bei dem Rosa-Merkur-Neudruck ist zudem deutlich ein Querstrich im Ä zu erkennen, was eine Type Ib ausschließt. Tatsächlich sind die meisten Neudrucke der Merkure auch in Type II ausgeführt worden.


    Kurz gesagt: Fälschungen und Neudrucke können hilfreich sein.

  • M.M. braucht man keine Fälschungen, sondern echte Stücke zum Vergleich. Und die in möglichst großer Menge, wobei dann die Erhaltung kaum noch eine Rolle spielt. Aber von einer Fälschung auf eine andere schließen, wie soll das gehen? Da gibt's so viele...
    Ich würde mein Geld dann lieber einmal in echte Ware investieren, als in hundert Fälschungen.


    Zitat: Trotz dem Mangel an Vergleichsstücken kann aber auch hier eindeutig festgestellt werden, daß es sich nicht um eine originale Merkur handelt. Man muß nur die Literatur gut genug lesen.


    Grade der letzte Satz verdient Beachtung. Gute Literatur ersetzt den Kauf von Fälschungen!

    Einmal editiert, zuletzt von reichswolf ()


  • Kann mich dem nur anschliessen.
    Ich selbst besitze ein paar Fälschungen, auch zu Marken neueren Datums. Manche davon haben einen ebenso (und manchmal mehr) interessante Geschichte.


    Siehe Anhang. Es handelt sich um eine Fälschung zum Schaden der Post. Echt gelaufen in der 60er. Erstellt und versendet von einem Künstler gegen Massnahmen der Post.


    Anderes Beispiel jetzt ganz aktuell das Remrbandt MH der Niederlande das richtig gesehen, eine deutsche Marke zum Schaden der Post enthält.


    Gruss,


    Coki

  • Das heißt das ich sozusagen jede Marke so unter die Lupe nehmen muß, daß ich nachweislich keine Fälschung habe.Da sitze Ich ja bei jeder Marke stunden.Oder? Wie soll Ich da je mit meinen Tausenden von Marken die noch eingeordnet werden müßen fertig werden? Sitze jetzt schon viele viele Stunden,bis mir der Kopf raucht !:P

  • 1. Fälschungen dürfen bei eBay nur als solche beschrieben bzw. als solche gekennzeichnet angeboten werden.


    2. Hirn einschalten, Katalog in die Hand nehmen: Wenn dort Kastenzähnung steht, dann ist die Zeppelinmarke mit Linienzähnung eine Fälschung. Wenn das Stempeldatum deutlich vor dem Ausgabedatum liegt (Inflamarken), dann spricht vieles für einen Falschstempel. Wenn der "gestempelt"-Preis über "mit falz" liegt, dann sind alle gestempelten Marken latent fälschungsgefährdet. Der Michel hat nicht zum Spass die Warn- und Prüfhinweise gegeben.


    3. Literatur: Die kleine Inflabroschüre zu den Falschstempel kostet keine 3 Euro, ist aber Gold wert. Der Michel-Spezial kostet bei eBay gebraucht auch kein Vermögen.


    4. Genau hinschauen: Oft steht auf den Fälschungen irgendwo das Wort Nachdruck/Faksimile/falsch/Faux. Gerade die Winterfälschungen sind so gekennzeichnet. Bei einem Verkäufer, der gerade mal das Bild von einer Digicam eingefügt hat, würde ich hochwertige Marken erst gar nicht kaufen.


    5. Drucktechnik: Alle gängigen Drucktechniken haben bestimmte Merkmale, die sich auch auf einem Scan erkennen lassen. Steindruck sieht vollkommen anders aus wie Tief- oder Buchdruck. Auch dort hilft ein Blick in den Michel.


    alsu:


    Fälschungen lassen sich in 95% aller Fälle direkt erkennen. Auch an einem Scan oder bei eBay.

  • Doch man muss beachten das eine Sperati-Fälschung heute auch seinen Wert hat da sie heute von manchen Sammlern als besonderes Sammelobjekt gesehen wird.


    MfG

  • @briefmarkensammler991:


    Wenn Du die Speratifälschung überhaupt erkennst... Die sind teilweise extrem gut. Fournierfälschungen bringen z.T. auch den Preis der Originale - zumindest für Luxemburg.

  • Die Fälschungen müssten allesamt anderst bekennzeichnet werden. Ein Stempel auf der Rückseite oder ein anderes Merkmal auf der Rückseite sehe ich als ungenügend an. Diese können allesamt mit einem Radiergummi ausradiert werden. Der ehrliche Verkäufer deklariert dann seine zB. Seperati als falsch, diese wird für 20.- gekauft und findet sich bald als echt wieder in der einen oder anderen Auktion mit einer massiven Gewinnsteigerung. Für den sicheren Sammler empfehle ich einen Befund oder Attest machen zu lassen, was natürlich immer mit Mehrkosten verbunden ist.


    Bei einer Fälschung gehört z.B eine Ecke weggeschnitten.


    Wer hat eine bessere Idee ??


    Wer diese Fälschungsbekämpfungs Site noch nicht kennt, unbedingt mal reinschauen !


    Ich habe auch schon Faksimilie Drucke für über 100.- gesehen.... :oneien: --> für ein bedrucktes Papier. Ich denke das nicht jeder weiss was ein Faksimilie Druck ist, sonnst würde wohl niemand soviel Geld dafür hingeben.