letzter Stempel ?

  • Mir ist heute ein kleiner Karton mit Hitlermarken in die
    Hände gefallen, Da fiel mir auf, daß alle 1944/45 gestempelt
    sind. Der letzte vor dem Ende ist abgebildert. 14.4.45
    ist schon mal nicht schlecht. Wer hat noch spätere Abstempelungen?
    Belege wären noch besser. Also, suchen und scans einstellen.


    Von den unteren Feldpoststempeln sind auch einige dabei.
    Sucht jemand diese Kenn-Nummernß


    Könnte übrigens weinen, was da alles zerschnitten wurde....

  • Wann wurde denn die Tschechoslowakei befreit ?
    Weiß da jemand näheres.
    Die letzten drei Ausgaben waren zwar noch auf
    Erlass des Tschechichen Postministeriums bis 16,5.45
    noch gültig, da war aber doch alles schon vorbei
    Der 5.5.45 gilt eigentlich als Jahrestag der Befreiung.

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  • Roedsand


    Nabitte, der Anfang ist schon mal gemacht. :D


    Die Stücke sind nicht schlecht, anscheinend ist es
    wirklich nicht leicht aus der letzten Kriegswoche
    Belege oder Stempel zu finden


    Oder seid ihr zu faul zum suchen :rolleyes: ;)

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  • Ein paar letzte Stempeldaten für Belege aus dem Ruhrgebiet:


    Essen 29.3.45
    Hückeswagen 12.4.45
    Hagen 14.4.45



    Quelle: Meschenmoser: Der Ruhrkessel

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Coki
    Mir gehts ja genauso,das mir die Ausschnitte in die
    Hände gefallen sind, war rein zufällig.
    Trotzdem lohnt sich das nachgucken, kann sich ja auch
    nur um die Hitlermarken oder von den letzten Ausgaben
    handeln.

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  • Wer das genauer nachgeht wird feststellen können, nicht alle Gebiete Deutschlands waren von den Alliierten besetzt. Trotz einer Überzahl an Personal reichte es immer noch nicht aus allen Teilen Deutschlands unter Gewahr zu nehmen.
    In manchen Teilen Deutschlands haben die Einwohner erst Ende August 1945 die Alliierten zu Sicht bekommen.


    Hiervon waren weitergehend Gebiete Sachsen und Bayern betroffen.


    Eine der Begrundungen ist oben erwähnt, Mangel an Personal. Eine andere Begrundung lag an der Tatsache viele Brücken lagen in Schutt und Asche. Ersatz bzw. Behelfsbrücken waren auch nicht reichlich vorhanden. Weder Deutsche noch Alliierte.


    Wer das Ende eines Krieges miterlebt hat, wird schon wissen was ich meine. Es dauert noch bis die Bevölkerung das Leben wieder im Gange bringt. Leid und Armut, die Menschen geschlagen und gedemütigt. Und aus den Trummern bricht manchmal das Unheil des Krieges wieder los.


    Nigel

  • Manches mit Abstempelungen aus den letzten Kriegstagen und auch aus der Zwischenzeit bis zur regulären Wiederaufnahme des Postbetriebs ist aber - vorsichtig formuliert - "zweifelhafter Natur".


    Bei DR 909/910 "SA/SS" (angeblicher Erstausgabetag 20.4.1945) wird die Michel-Beschreibung wahrscheinlich geändert, da die tatsächliche Verausgabung und Verwendung an einigen wohl noch betriebsbereiten Postschaltern in der Berliner Innenstadt nicht wirklich nachweisbar ist. Anscheinend wurden in Sammlerkreisen kursierende Belege und Gefälligkeitsabstempelungen erst nach Kriegsende angefertigt.


    Auch viele "deutsche Lokalausgaben nach dem II. Weltkrieg" - ob mehr oder weniger primitive Auf- oder Überdrucke auf Deutsches-Reich-Marken oder extra angefertigte Ausgaben - sind wieder aus den Katalogen verschwunden, da sie wohl nur "Mache" eifriger Briefmarkenhändler waren.

  • Es ist schon einigermaßen bewiesen, das am 25.4. noch einige
    Postämter geöffnet hatten. In Schöneberg soll noch am 28.4
    ein Postamt seinen Dienst getan haben.
    Was nicht mehr ging war die Postbeförderung.
    Die SA-SS Marken hatten wir vor einiger Zeit schon ausgiebig
    diskutiert.
    Die Marken von Philnum sind entweder Stempelfälschungen,
    oder stammen von Händlern, die noch die Marken gekauft
    haben und teilweise auf Briefe geklebt und gleich auf der
    Post abgestempelt worden sind

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  • Nach dem 07.05.45 gab es nur noch wenige unbesetzte Gebiete, im wesentlichen die Gebiete Schleswig-Holstein, Teile von Sachsen, Böhmen & Mähren, Österreich, ein paar Küstenstreifen und einige Festungen.


    Für die Besetzung der einzelnen Städte gibt es auch die folgende Literatur von Dr. Fritz G. Buro, "Daten alliirter Besetzung deutscher Orte am Ende des Zweiten Weltkrieges", 1991.


    Späte Post muß man eigentlich im Zusammenhang mit der Besetzung des entsprechenden Gebietes sehen. Allgemein sind März-Daten noch relativ häufig, April-Daten schon seltener, Mai-Daten sehr selten.

  • Interessant in Sachen "letzter Stempel" ist auch, dass im sowjetisch besetzten Teil der Steiermark die Marken der DeutschenReichsPost (DRP) bis 22.05.1945 frankaturgültig waren.

  • kauli


    Das Buch ist bei der Arge Deutsche Notmaßnahmen ab 1945 e.v, erhältlich. Preis 10 € für Mitglieder, 15 € für Nichtmitglieder.
    Es ist die Sonderschrift 14 der ehem. Arge LOKNOT. Heft DIN A4-Format, 71 Seiten. Es werden über 2000 Orte mit den Besetzungsdaten aufgelistet. Einige Karten über die Frontverläufe; von welcher Armee die Stadt besetzt wurde, Russen, Amerikaner ... (R/A/B/F); Quellenangaben.

  • Liebe Sammlerfreunde,


    Ich hab mal ein altes Thema ausgebuddelt und in meiner Sammlung nachgeschaut. Leipzig wurde vom 18. bis 20.04.1945 von den Amerikanern besetzt. Die letzten Kämpfe fanden am Völkerschlachtdenkmal statt. Hier meine zwei "spätesten" Belege vor dem Zusammenbruch.
    Einmal eine Benachrichtigung vom 04.04.1945 über einen Antrag auf Ersatzleistungen für erlittenen Sachschaden durch Kriegseinwirkungen und ein Brief vom 10.04.1945 von Leipzig in's Mährische der wahrscheinlich auf Grund der Kriegseinflüsse wieder zurück ging.


    Mit lieben Sammlergrüßen


    Totalo-Flauti