USA: Werbung auf Briefmarken erlaubt

  • In der Schweiz nur bedingt zugelassen.


    Die amerikanische Post US Postal Service (USPS) hat letzte Woche ein Gesetz annuliert, das Werbung auf Briefmarken verboten hatte. Diese Initiative ist darauf zurückzuführen, dass viele Konsumenten fast nur noch E-Mails verschicken und die Post massgeblich an Umsatz verloren hat. Angestellte, die Briefe verschicken, werden so zu Markenbotschaftern, schreibt das US-Branchenportal AdAge.com.


    Die personalisierten Kundenbriefmarken gibt es in den USA seit 2004. Damals wurde das Projekt zum ersten Mal getestet. Mittlerweile hat USPS drei authorisierte Verkäufer: Stamps.com, Zazzle und Encidia. Das erste Unternehmen, das seine Post mit eigens kreierten Briefmarken verschickt, ist der Computer-Hersteller Hewlett Packard. Auf der Briefmarke werden die Unternehmensgründer Bill Hewlett und Dave Packard zu sehen sein. Weitere Motive werden eine aktuelle Printwerbung und das HP-Logo sein.


    Könnte nicht auch die Schweizer Post die Idee aus den USA aufnehmen, um so den geschäftlichen Briefpostverkehr anzukurbeln? "In der Schweiz sind offizielle Briefmarken mit Firmenwerbung nicht erlaubt", sagt Post-Sprecher Laurent Widmer gegenüber "persoenlich.com". Erlaubte Werbemöglichkeiten seien Werbeflaggen mit temporärem Einsatz, die neben die Marke gedruckt werden. Wer aber solche Werbeflaggen buchen darf, ist reglementiert. So darf die Post ihre Dienstleistungen bewerben und auch Messen oder Tourismusorte dürfen beworben werden. Gemeinnützige Organisationen, die von der Zewo zertifiziert sind, dürfen auch mit Werbeflaggen werben.


    KMUs könnten in der Schweiz auf die sogenannten Web Stamp Private zurückgreifen. Dort kann jeder Endkunde seine Briefmarke im Internet selber gestalten. Das System sei jedoch nicht auf Grosskunden ausgerichtet, so Widmer weiter. Die Westschweizer Gratiszeitung Le Matin bleu hat zur Illustration eine Briefmarke mit dem eigenen Logo in der Zeitung abgedruckt. Web Stamp Private sei aber momentan die einzige Möglichkeit, wie Widmer sagt.




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