Einzelne Marken am Schalter nur beschränkt

  • Die Deutsche Post hat den Verkauf von Sondermarken und anderen Einzelbriefmarken am Schalter eingeschränkt. Seit dem 1. Juli könnten die Kunden in zahlreichen Post-Filialen am Schalter in der Regel nur noch Briefmarken-Sets erwerben, kritisierte das PostKundenForum in Berlin. Dagegen seien Einzelmarken nur noch an Sonderkassen oder am Automaten zu haben, worüber sich zahlreiche Post-Kunden bereits beschwert hätten.


    Konzernsprecher dementiert
    Ein Sprecher des Konzerns bestätigte Einschränkungen beim Verkauf von "bunten Einzelmarken", wies die Kritik ansonsten aber zurück: "Briefmarken sind unser Geschäft, natürlich verkaufen wir weiter Einzelmarken am Schalter."


    Sondermarken an Spezialschaltern
    Nur noch an Spezialschaltern seien die in erster Linie von Sammlern nachgefragten Sonder- und Wohlfahrtsmarken erhältlich, sagte der Post-Sprecher in Bonn. "Wer aber einfach schnell einen Brief verschicken und den am Schalter frankieren lassen möchte, dem verkaufen wir selbstverständlich eine einzelne Digitalmarke".


    Verärgerung: "Nichts bemerkt"
    Die Post habe die Änderungen eingeführt, weil die Kunden am Schalter hauptsächlich Briefmarken im Set nachfragten, sagte der Sprecher weiter. Vor allem die relativ neuen Sets mit selbstklebenden Marken kämen gut an. Von Verärgerung bei den Kunden wegen des eingeschränkten Verkaufs von Sondermarken habe die Post dagegen "noch nichts gemerkt".


    Spezialkassen nicht gekennzeichnet
    Das PostKundenForum monierte, dass die Spezialkassen für den Verkauf der Einzelmarken nicht ausdrücklich gekennzeichnet seien. Potenzielle Käufer könnten deshalb den richtigen Schalter nicht erkennen. "Selbst Postmitarbeiter vermuten, dass sich ihre Kunden durch diese Maßnahme veralbert vorkommen müssen", erklärte PostKundenForum-Sprecher Elmar Müller.


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