Deutschland ehrt verstorbenen Papst

  • Posthume Ehre für Johannes Paul II.: Zum Gedenken an den verstorbenen polnischen Papst gibt der deutsche Finanzminister Hans Eichel eine besondere Briefmarke heraus. Sie ist ab Donnerstag erhältlich. Offiziell vorgestellt wird die 55-Cent-Marke dann am 17. Mai in Mainz. Der Minister stellt sie zusammen mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, vor. Johannes Paul II. war am 2. April im Alter von 84 Jahren gestorben.


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    Sondermarke der deutschen Post zum Gedenken an den verstorbenen Papst (Foto: dpa)


    Auflage von 30 Millionen
    Die Initiative für eine solche Ehrung ging offensichtlich auch von der katholischen Kirche aus und fand im Bundesfinanzministerium angeblich sofort Anklang. Die Post rechnet damit, dass die Nachfrage groß sein wird. Nach Informationen von "RP-Online" ist die Startauflage viel höher als die sonst üblichen sieben bis 13 Millionen. Von der Briefmarke für Johannes Paul II. werden zunächst 30 Millionen ausgegeben.


    Keine Sondermarke für Benedikt XVI.
    Eine deutsche Sonderbriefmarke für den neuen Papst wird es allerdings nicht geben. Das sei für lebende Persönlichkeiten seit Jahrzehnten nicht üblich, begründet das Finanzministerium seine Entscheidung.


    Vatikanmarken kommen Ende Mai heraus
    Im Vatikan hingegen laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren: Dort sollen erstmals am 24. Mai Marken mit dem Gesicht des deutschen Papstes erscheinen. Auf den Marken für 0,45 Euro steht Habemus papam (Wir haben einen Papst), und der Kirchenführer ist im roten Mantel zu sehen. Auf den Wertzeichen zu 0,62 Euro steht Tu es Petrus (Du bist Petrus). Joseph Ratzinger trägt darauf ein weißes Gewandt. Die 80-Cent-Marke ziert die Aufschrift Episcopus Romae (Bischof von Rom) und zeigt den Pontifex in voller Bischofswürde.


    Sedisvakanz-Marke heiß begehrt
    Vatikan-Briefmarken erreichen oftmals hohen Sammlerwert. Die Sonderbriefmarken für die Zeit zwischen den Päpsten (Sedisvakanz) waren bereits am 18. April ausverkauft - nach nur neun Tagen. Die Sedisvakanz-Briefmarke war in einer Auflage von 750.000 Stück erschienen. Sie zeigt traditionell zwei gekreuzte Schlüssel - die auch auf dem Wappen des Papstes zu sehen sind. Sie sind nur gültig, bis der nächste Papst gewählt ist - was sie besonders wertvoll macht. Die vorangegangene Marke dieser Art kam 1978 nach dem Tod von Johannes Paul I. heraus. Sie war nur fünf Tage lang gültig.


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    Vatikan-Briefmarke für die Zeit der Sedisvakanz (Foto: dpa)



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