Hase und Reh zieren neue Briefmarken

  • Zuschläge kommen der Jugendpflege zugute


    Wildtiere - manchmal schon vor unserer Haustür zu beobachten - sind stimmungsvolle Motive der am kommenden Donnerstag erscheinenden diesjährigen Jugendmarken, deren Zuschlagserlöse der Jugendpflege zugute kommen. Sie zeigen Fotos der häufigsten Vertreter unserer heimischen (Säuge)Tierwelt: Eichhörnchen und Wildschwein, Reh, Hase und Baummarder. Im selben Lebensraum zu Hause, doch höchst unterschiedlich der Natur angepaßt: während etwa Eichhörnchen- und Marderbabys die ersten Wochen noch völlig hilflos im gut gepolsterten Nest verbringen, sind Junghasen typische "Nestflüchter". Der Frankaturwert der Marken liegt zwischen 45 und 145 Cent, die Zuschläge entsprechend zwischen 20 und 55 Cent.


    Den vor 200 Jahren geborenen Johann August Röbling würdigt eine weitere 145-Cent-Sondermarke. Ein im damaligen Deutschland verkanntes Talent: Die kühnen Entwürfe des gelernten Brückenbauers verschwanden in den Schubläden vorsichtiger preußischer Baubeamter. Heute weiß man, daß sie gefahrlos hätten realisiert werden können. Der enttäuschte Thüringer, der "nebenbei" auch noch das Drahtseil erfand, wanderte in die USA aus und baute dort Hängebrücken von mehreren 100 Metern Spannweite. Seine bekannteste: die 486 Meter lange Brooklyn Bridge über den East-River in New York. Die Fertigstellung erlebte er allerdings nicht mehr: Er verunglückte bei Vermessungsarbeiten und starb an den Folgen. Sein Sohn führte die Arbeit zu Ende


    An den 100. Geburtstag des Schriftstellers Stefan Andres erinnert ein 55-Cent-Wert. In seinen rund 50 Romanen, Novellen und Erzählungen wurde er bis zu seinem Tode 1970 ein kritischer Zeitzeuge besonders der Jahrzehnte nach dem Kriege.



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