Geprüfte Marken / Attest

  • Hallo,


    in meiner Sammlung befinden sich einige Marken aus der Zeit zwischen zwischen 1890 - 1930. Die meisten davon sind gestempelt abgelöst oder auf ausgeschnittenen Brief- / Kartenteilen archiviert, so daß der ganze Stempel erhalten ist. Für keine dieser Marken liegt ein Attest / Fotoattest eines Prüfers vor. Wie sind solche Marken einzustufen? Ist es generell von Vorteil ein Attest beizustellen? Da die Sammlung größtenteils eine Art Laiensammlung (Briefmarken wurden in der Familie über Generationen von Poststücken abgelöst und aufbewahrt) darstellt, bin ich mir zu fast 100% sicher keine Fälschungen / Reparaturen zu besitzen.


    Besten Dank für Eure Antworten im voraus.


    Gruß


    Posthorn

  • Die allermeisten Marken sind echt, weil es sich nicht lohnt sie zu fälschen. Und für diese lohnt auch eine Prüfung nicht.


    Du mußt erstmal rausfinden was deine Marken im einzelnen Wert sind.

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Ich würde Posthorn unbedingt empfehlen, einmal in einer Bücherei in Deiner Nähe Kataloge auszuleihen. Für Deutschland solltest Du schon die Michel Spezialkataloge konsultieren. Gerade für ältere Marken mit den Abarten und Fehlern ist der VIEL geeigneter als der normale Michel. Der ist wirklich nur gut, um Nummern und die Chronologie der Marken herauszufinden, aber nicht um die Preise zu bestimmen.

  • Zitat

    Original von posthorn
    Für keine dieser Marken liegt ein Attest / Fotoattest eines Prüfers vor. Wie sind solche Marken einzustufen? Ist es generell von Vorteil ein Attest beizustellen?


    Hallo Posthorn,


    ein (Foto-)Attest - und zwar von einem BPP-Prüfer (Bundesverband philatelistischer Prüfer e. V.), nicht von einem so genannten "freien" Prüfer (weil deren Prüfbefunde teilweise umstritten sind, z. B. vom Ex-BPP-Prüfer, nun "freien" Prüfer ZIERER) - lohnt nur bei wirklich wertvollen (und damit fälschungsgefährdeten) Stücken, zumal die Erstellung von Kurzbefunden/(Foto-)Attesten auch nicht gerade billig erfolgt. Aber: Gerade bei hochwertigen Stücken erhöht dies den Verkaufserlös im Normalfall mindestens um die Auslagen für die Prüfung, meistens sogar noch deutlich mehr.


    Allerdings hat haengint Recht, erstmal in einem etwas spezialisierten Briefmarkenkatalog nachzuschauen, um was es sich konkret handelt. Dass Schwarze Bayern-Einser, Sachsen-Dreier oder Berliner Währungsgeschädigten-Blocks darunter sind, ist leider höchst unwahrscheinlich.


    Viel Spaß und gute Funde!


    philnum