Kleine grafische Meisterwerke

  • 1. Oberhasli Briefmarkenbörse im Alpin Hotel Sherpa in Meiringen


    Auch wenn der elektronische Datenaustausch den Briefverkehr immer mehr verdrängt, hat das Hobby Briefmarkensammeln nichts von seiner Faszination verloren. Mit Kennerblick und Lupe wurden am letzten Sonntag, an der ersten Oberhasli Briefmarkenbörse im Alpin Hotel Sherpa in Meiringen, die kleinen gezähnten Minibildchen begutachtet.


    Die Auswahl an verschiedenen Sujets ist beeindruckend. Es gibt fast nichts, was es nicht gibt in der Briefmarkenwelt. Kleine grafische Meisterwerke aus den unterschiedlichsten Sparten, die auf Ansichtskarten und Briefen geklebt, manchmal um die ganze Welt gegangen sind. Ein verstaubtes Hobby ist das Briefmarkensammeln auch im heutigen elektronischen Briefverkehr nicht geworden, das wurde an der ersten Oberhasli Briefmarkenbörse deutlich. An rund 20 Tischen boten Hobbyhändler aus der ganzen Schweiz – drei davon aus dem Briefmarken-Verein Berner Oberland - Briefmarken, Belege, Ansichtskarten, Soldatenmarken und vieles mehr zum Verkauf an. «Die Börse ist unter anderem als Anlaufstelle für Sammler gedacht, damit sie Lücken schliessen können», erklärte Siegfried Schmocker, Vorstandsmitglied im Briefmarken-Verein Berner Oberland (BV-BEO), der für die Organisation der ersten Börse in Meiringen rund ein dreiviertel Jahr benötigte.



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    An der Briefmarkenbörse in Meiringen hatten Briefmärkeler die Gelegenheit, ihre Sammlung zu vervollständigen.



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    In einer speziell eingerichteten Jugendecke suchten Elena und ihr Bruder Raphael nach besonders schönen Briefmarken.



    Erste Eindrücke für den Nachwuchs


    Tausende von Briefmarken, daneben Ansichtskarten und Briefe mit Sonderstempeln waren am Sonntag zu bewundern, und überall standen oder sassen Sammler, um in den nach Stichworten geordneten Kisten und Alben nach bestimmten Marken zu suchen. Ein besonderes Augenmerk wurde bei den Minibildchen auf einen sauberen Stempel sowie eine perfekte Zähnung gelegt. Die Spannung, ob das gesuchte Postzeichen vielleicht in einem der Alben steckte, war fast spürbar. In einer speziell eingerichteten Jugendecke vermittelte Ursula Fankhauser, Jugendleiterin vom BV-BEO, dem Sammlernachwuchs erste Eindrücke. «In unserem Verein bietet sie regelmässig Jugendkurse an, die den fachgerechten Umgang mit Pinzette, Lupe, Katalog und Zähnungsschlüssel zeigen», erläuterte Siegfried Schmocker.


    Der Briefmarken-Verein Berner Oberland, mit Sitz in Thun, stellt seinen Mitgliedern unter anderem auch Kataloge aus ganz Europa zur Verfügung, bietet regelmässige Tauschabende – auch in Meiringen und Brienz –, Börsen und Auktionen an. Daneben vermittelt er Fachkenntnisse über Briefmarken und macht auch Schätzungen von Sammlungen.




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