Landbriefträger

  • Hallo Bayern-Nils,
    Gerne würde ich dort schauen, leider funktioniert das aber technisch nicht. Du kannst ja zitieren. Übrigens wenn es dich beruhigt, ich werde zu deinen Briefen die du noch zeigen möchtest keinen Kommentar abgeben. Also alter Hasenfuß her damit!

  • Hallo mr920


    Du hast eine Antwort gegeben, aber leider nicht an meine Frage. Wie gedacht.
    Falls du mit der Technik Problemen hast, kannst du dich an die Mods wenden. Die helfen sicher.
    Hast du versuch durch "Erweiterte Suche" zu suchen. Schreib mal deine Name mr920 im Rubrik "Suche nach Benutzername" + "Treffer als Beiträge anzeigen". Dann hast du alle deine Beitrage.


    So ich warte immer noch an eine Antwort an meine Frage. Wo sind deine Quellen?


    Meine Briefe stelle ich ein wenn ich will. :)


    Zum Schluss muss du mir erklären was ein "alter Hasenfuss" heisst. Ich verstehe leider nicht alle deutsche Begriffe.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo zusammen !


    Eigentlich sollte ich mich als „Nicht-Bayer“ hier heraushalten. Aber ich bin etwas in Sorge, dass hier gerade etwas im Gang ist, wodurch das gesamte Forum und insbesondere der wichtigste und mit Abstand erfolgreichste Teil „Altdeutschland“ nachhaltig beschädigt werden kann. Es könnte nichts Schlimmeres passieren, als wenn sich die wichtigsten und produktivsten aktiven Teilnehmer hier in „seriösere“ Foren wie StampsX oder das BDPh-Forum zurückziehen würden. Denn hier haben wir die Jugend! Und auch wenn von einigen dieser jungen Freunde mit oder ohne „Bordeaux-Brief-Avatar“ reichlich leeres Stroh gedroschen wird, so kann man einerseits feststellen, dass sie hier leuchtende Beispiele vorfinden, andererseits bin ich auch überzeugt, dass eine schweigende Mehrheit – auch junger Leute - hier aufmerksam mitliest.


    Sollte aber der Eindruck entstehen, dass ich mich hier „überparteilich“ zum Mediator aufschwingen will, muss ich das korrigieren:


    Von der Beschimpfung als „Hofschranze“ fühle ich mich persönlich angegriffen: ich bin stolz darauf, @bayern klassich als meinen Freund bezeichnen zu dürfen. Ich habe von seinem profunden und erstaunlicherweise jederzeit sofort abrufbarem postgeschichtlichen und philatelistischen Fachwissen mehr profitiert als von meiner langjährigen Mitgliedschaft in mehreren Arbeitsgemeinschaften und Vereinen, wo man zwar jederzeit bereitwillig angehört wird, wenn man selbst etwas zu sagen hat, aber oft genug mit spezifischen Fragen auf taube Ohren stößt. Wenn BK die Lust verlieren sollte, sich hier unqualifizierten und offenbar hasserfüllten Kommentaren zu seinen immer fundierten Beiträgen auszusetzen – oder aus absolut nachvollziehbarer Solidarität Bayern-Nils folgen könnte, wenn der seine Andeutung, aussteigen zu wollen, wahrmachen sollte – dann wäre die Katastrophe für das Philaforum komplett! Bei diesem Thread zumindest ist er offensichtlich schon ausgestiegen – was ich nachvollziehen kann.


    Natürlich würde ich iden beiden mit meinen Beiträgen in ein anderes Forum folgen – ich glaube nicht, dass sie es von heute auf morgen ganz lassen könnten -, aber so erfrischend persönlich und zeitweilig auch liebenswürdig chaotisch wie hier wird es dort nicht sein. Von der oben angesprochenen fehlenden Jugend und damit reduzierter Werbemöglichkeit für unser schönes Hobby ganz zu schweigen.


    Ein gewisser Höhepunkt der „Diskussionsbeiträge“ ist für mich der Vorwurf an Kreuzerjäger, von ihm nicht richtig zitiert worden zu sein, weil er „sinnlose Forenbeiträge“ zitiert statt den korrekten Originaltext „ ...sinnlosse Forenbeiträge ...“ – wir wären im Kindergarten schon lauthals ausgelacht worden ...


    Dabei ist das ursprüngliche Thema des Threads auch für einen Zaungast wie mich hochinteressant: ich sehe hier deutliche Parallelen zur Situation in Baden, als dort in den 1860er Jahren ebenfalls die Landpost eingeführt wurde. Im allgemeinen Sprachgebrauch heißen die Stempel hier Uhrradstempel. Das schon beschriebene Problem für die Heimatsammler kenne ich gut: man findet erstaunlich selten schöne frankierte (und nicht manipulierte!) Uhrradstempel-Briefe. Und in Heidelberg – meiner Heimat – gab es 24 Briefkästen mit Nummernstempeln; mindestens einmal wurden die Touren und damit auch die den Landorten zugeordneten Nummern geändert – die Forschung ist hier bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Die Mehrzahl meiner immer noch unvollständigen Uhrradstempel-Belege sind Dienstbriefe, die zwischen den Bürgermeisterämtern im Landbezirk ausgetauscht wurden – auf 10 Dienstbriefe kommt ein Markenbrief - von denen wiederum nur ein Bruchteil über Baden hinaus befördert wurde.


    Zu dem Thema Uhrradstempel gibt es übrigens einen Thread, bei dem ich etwas ausführlicher auf das Thema eingegangen bin (allerdings ohne Quellennachweis):
    Auch eine Warnung vor Manipulationen habe ich dort beigefügt.


    Übrigens: ich bewundere die Engelsgeduld, die einige Teilnehmer dieses Threads hier aufbringen, indem sie die vergiftete Atmosphäre einfach ignorieren.


    Viele Grüße
    balf_de

  • Zitat

    Original von balf_de
    ...
    Übrigens: ich bewundere die Engelsgeduld, die einige Teilnehmer dieses Threads hier aufbringen, indem sie die vergiftete Atmosphäre einfach ignorieren.


    Viele Grüße
    balf_de


    Hallo balf_de,


    nicht die Atmosphäre, sondern die Giftspritze! ;)

  • Original von Kreuzerjäger:
    Das schlimmste ist es, dass man hier keine Ignor-Funktion hat. Jedenfalls kenne ich die nicht.


    @ Kreuzerjäger:
    Und es gibt sie doch! :D


    Ignorier-Funktion:


    1. Dein Profil
    2. Übersicht
    3. Ignorier-Liste
    4. Name des Betreffenden eingeben und "Hinzufügen" anklicken




    Gruß kartenhai

  • Mein lieber Herr mr920,


    jetzt platzt mir ehrlich gesagt der Kragen ! X(
    Ich bin erst seit kurzem in diesem Forum, habe es aber dennoch nicht nötig, mich hier Ihren polemischen Rundumschlägen auszusetzen, die offensichtlich all diejenigen treffen, die sich mit "Postgeschichte" befassen.


    Mit der gleichen unverschämten Polemik könnte ich behaupten, dass der Horizont eines Markensammlers offensichtlich nur bis zum Rand der Marke reicht. Sollte dies in Ihrem Falle zutreffen, wäre das wirklich schade.


    Ihre bisherigen Beiträge habe ich mir mal angesehen und entnehme daraus allerdings keinen "Berechtigungsschein", sich geringschätzig bis beleidigend über andere Sammler oder Sammelgebiete zu äußern.


    Ich finde es großartig, wenn Sammler hier ihre "Schätze" zeigen und ihr Wissen allgemein zugänglich machen. Ich finde es noch großartiger, wenn es Leute gibt, die sich mit historischen Grundlagen auseinandersetzen und versuchen, diese für die heutige Zeit verständlich zu machen. Und wenn dabei auch mal Fehler gemacht werden ? Sei’s drum ! Eine wunderbare Chance erneut dazu zu lernen !
    Toleranz ist das Stichwort – offen für neues und nicht das verteufeln anderer Meinungen.
    Wenn Sie dazu jedoch nicht fähig oder willens sind, sollten Sie sich überlegen, ob Philatelie für Sie wirklich das richtige Hobby ist.



    Mit freundlichen Grüßen
    Postgeschichte-Kemser

  • Hallo bayern nils,
    Gerne beantworte ich deine Fragen, aber wie bereits mitgeteilt führt dein Link mitten ins Sperrgebiet. Daher kann ich leider nichts dazu sagen. Somit hilft nur ordentlich zu zitieren oder richtig zu verlinken. Übrigens ist ein Hasenfuß ein ängstlicher Hase oder auch Angsthase. Das war natürlich ironisch und nicht ernst gemeint. Ich schreibe das dazu, damit du dich nicht unnötigerweise angegriffen fühlst.

  • Hallo mr920


    Im ernst, ich glaube nicht dass den der Problem hier ist. Aber dann frage ich anders.
    Kannst du erinnern ob du eine Quelle jemals erwähnt hast? Und falls welche Quellen solles sein? Ist es von Arkiven oder von Bücher?


    Und falls du deine eigene Quellen nicht kennt, warum fragst du anderen nach Quellen?


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo mr920


    Ich verstehe dass du die Fragen schwierig finden.


    Ich frage weil ich diese Zitat von dir gesehen habe:
    "Zu bedenken ist allerdings, daß es den meisten Beiträgen samt anschließender Besprechung oft an Ernsthaftigkeit mangelt. Insbesondere zeichnen sich diese vielfach durch unbelegte Behauptungen, fehlende Quellen- und Literaturangaben etc. aus, so daß eine Beschäftigung damit auch keinen echten Nutzen mit sich bringt und eine Beteiligung an solcherart sinnlossen Forenbeiträgen eher als Zeitverschwendung anzusehen ist."


    Was du hier schreibst ist ganz ohne Quellen und ist nur Behauptungen. Du meinst also dass wir Quellen benutzen müssen wenn wir etwas meinen, so dass wir unsere Meinungen belegen können.


    Dann kommt meine Frage. Wo hast du letztes mal eine Quelle benutzt? Wenn du etwas von uns verlangst musst du es auch geben? Oder, denkst du es hier anders?


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,
    Wenn man etwas behauptet sollte man es auch begründen können. Sonst ist die Behauptung nichts wert. Wenn man aus fremder Quelle schöpft, sollte man diese zitieren. Es gibt für mich keinen Grund das nicht auch von mir selbst zu verlangen. Aber ich verlange es natürlich auch von anderen. Sollte es einem meiner Beiträge daran mangeln, nenne ihn mir, damit ich darauf reagieren kann.

  • Hallo mr920


    Wer soll hier was beweisen?


    Um es noch deutlicher zu machen:
    Zitat "Insbesondere zeichnen sich diese vielfach durch unbelegte Behauptungen, fehlende Quellen- und Literaturangaben etc. "


    Hier hast du wohl eine unbelegte Behauptung gemacht? Du zeigst nicht wo die fehlende Quellen sein sollten. Du zeigst auch nicht wo die fehlende Literaturangaben sein sollten. Bei welche Beiträge fehl es was? Kannst du das bitte zeigen oder ist es alles Behauptungen?


    Übrigens hast du hier 131 Beiträge. Und ich habe 2 Quellen/Literaturangaben gefunden.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo bayernnils
    Gerne gehe ich auf dein Zitat ein. Dort spreche ich von "unbelegten Behauptungen". Du möchtest Beispiele sehen. Also nehmen wir beispielsweise den Komplex "Druck der bayer Kreuzermarken". Dort werden von "mikrokern" und "bayernklassisch" einfach Dinge als gegeben hingestellt, die noch nicht einmal durch eine einfache Theorie untermauert wurden, insbesondere das Abfeilen der Druckplatten, von Quellen wollen wir gar nicht erst sprechen.

  • Hallo mr920


    Super gemacht. Du hast ein Thread gefunden, es gibt sicher aber mehrere.


    Du irrst ich aber ein wenig hier, weil der Themenstarter mikrokern wünscht Zitat:
    "Konkret würden mich Meinungen/Hypothesen - noch besser Fakten - zum "Aufbau" eines Druckstöckels interessieren, also der Zusammenstellung von geprägtem (druckendem) Messingplättchen, dessen Schriftmetallhinterguss und evtl. weiterer Metallunterlage."


    Also ist hier die Meinungen und Hypothesen wichtig. Es gefällt dir also nicht wie bayern klassisch und mikrokern sich geäussert haben.


    Dein Beitrag in diesem Thread war Zitat:
    "Hallo Bayes,
    Das würde ich an deiner Stelle nicht tun. Denk an das Copyright! Urheberrechtsverletzung!"



    Du muss also ein besseren Beispiel finden. Und am besten von einem Thread wo du selbst Teilnehmer bist


    Viele Grüsse
    Nils

  • Lieber bayern klassisch !


    Jetzt möchte ich mich doch einmal einmischen, weil ich hier deutliche Parallelen zu der Situation in Baden sehe: auch hier musste sich die Verwaltung Gedanken machen, wie die regelmäßige Versorgung der Landbevölkerung mit Postsachen zu verbessern war.
    Dass es auch in Bayern personelle Alternativen zur Beförderung durch die Landbriefträger gab erkenne ich aus dem Text „ ... welche Amts- oder sonstige verpflichtete Boten bei der Expedition dermalen Brief- und Fahrpostsendungen zur Bestellung übernehmen ...“


    Weshalb die Gemeinden auf dem bewährten Einsatz ihrer Gemeinde-Büttel bestanden und welche Widerstände es daher gegen eine entsprechende Reform des Postwesens gab, beschreibt Kaspar Löffler in seiner "Geschichte des Verkehrs in Baden" (Heidelberg, 1910):


    "Waren es in früheren Jahren einzelne besonders mangelhaft versorgte Gemeinden, die Abhilfe forderten, so wurde im Jahre 1846 eine Reihe von Gemeinden in Eingaben an die Zweite Kammer dahin vorstellig, ihnen auch die Vorteile von Postanstalten oder wenigstens von täglichen Postbotengängen an Stelle der zweimal wöchentlich verkehrenden Amtsboten zu gewähren, welch letztere willkürlich von den Bezirksämtern aufgestellt würden, von den Gemeinden aber bezahlt werden müssten; außerdem würde die Aufstellung der Boten keine Rücksicht auf den Postverkehr nehmen.


    Die Direktion der Posten und Eisenbahnen verschloss sich der Überzeugung nicht, dass eine Änderung des Landpostwesens dringend geboten war, und berichtete auch in diesem Sinne an das vorgesetzte Ministerium, wobei sie die Schwierigkeit, die erforderlichen Mittel aufzubringen, nicht verschwieg. Dies geschah im Jahre 1847. Man verschob nun dieses Vorhaben bis auf weiteres.


    Neues Projekt


    Erst etwa 10 Jahre später wurde dieses Projekt neu in Angriff genommen. Es kamen in der Zwischenzeit neue Beschwerden wegen der geringen Anzahl von Postablagen an Nebenorten, sowie über die fehlende Garantiepflicht der Postverwaltung bei Besorgung von Poststücken nach Nebenorten !


    Eine neue Kommission kam zu der Einsicht, dass nur eine tief greifende Reform zu einem wirtschaftlich tragfähigem Ergebnis führen konnte. Der Widerstand war groß! Nicht bloß die Oberämter, sondern auch die meisten Gemeinden selbst wollten unbedingt keine Vereinigung des Amtsbotendienstes mit der Landpost.


    Der Amtsrevisor in Pforzheim und andere seinesgleichen gaben ausführlich zu bedenken, "es würde gewiss von allen Lokalbehörden bedauert werden, wenn es dazu kommen sollte, dass sich die Post mit ihren Vorschriften zwischen sie stellte, ohne dem Verkehr zu nutzen, sondern bloß um ihn auszunutzen, denn die Post wolle nichts für die Verbesserung des Verkehrs zwischen den Behörden tun".


    Insbesondere kränkte die Herren Bürokraten, dass man den Postboten keine offenen Rundschreiben an die Bürgermeister mitgeben könne; wie sei das bisher so schön gewesen, wenn man die morgens durch die Amtsboten hinausgetragenen Rundschreiben von den Beteiligten unterschrieben schon am gleichen Abend dem Oberamt hätte vorlegen können; jetzt dagegen solle man diese Schreiben verpacken, sie zur Post geben und geduldig ihre Rückkehr abwarten. Auch könne man den Postboten keine mündlichen Aufträge an die nachgeordneten Stellen erteilen usw.


    So kam es denn auch glücklich dahin, dass es den Gemeinden freigestellt blieb, auch nach Einführung eines regelmäßigen Landpostdienstes die Amtsboten beizubehalten. In Wirklichkeit wurde der Neuerung versteckter Widerstand geleistet. Die Einnahmen aus Aversen (Pauschalvergütung für die Landpostbeförderung) für die Beförderung der Landpost betrug 1863 nur 461 Fl. Man bediente sich also weiterhin seiner Amtsboten. Nur allmählich änderte sich auch dies."


    Viele Grüße
    balf_de

  • Lieber balf_de,


    bezüglich deiner bayerischen Einlassung hast du natürlich völlig Recht. Es gab keine Einheitlichkeit, weil keine gemeinsame Ordnung gegeben war.


    Die von dir geschilderte Zerrissenheit zwischen retardierenden Kräften (Beamtenschaft) und Erneuerern (Wirtschaft und Private) dürfte überall im Süden bestanden haben. Aber nun weiß ich das und muss es nicht nur annehmen, danke dafür. :)


    Aber gerade das verleiht ja diesem Teilsammelgebiet seinen ganz besonderen Reiz. Vieles ist niemals festgehalten worden. Vieles von dem wenig Erhaltenen ist nicht publiziert oder unauffindbar verlegt (Archive).


    Gerade ein hervorragender Heimatsammler, dem glücklichrweise auch die benötigten finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, kann hier echte Forschungsarbeit leisten und entdecken, was allen anderen verschlossen bleiben muss. Der Punkt geht also klar an dich. :)


    Relativieren muss man auch die Seltenheit (relativ wie absolut) dieser Belege mit den Preisen für andere Briefe - sie sind oft lächerlich gering (wir nehmen die 12 Kr. Baden - Landpost mal davon aus, die es in HD eh kaum gab). Wo sonst bei AD bekommt man Geschichte, Postgeschichte, Seltenheit und Interessanz für so kleine Münze?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch